Österreichs Snowboarder haben am Sonntag bei den 25. Olympischen Winterspielen in Livigno groß zugeschlagen. Sie holten die ersten beiden Medaillen für das ÖOC-Team. Benjamin Karl sorgte sensationell wie schon 2022 für Olympia-Gold im Parallel-Riesentorlauf und kürte sich endgültig zu einer österreichischen Sport-Ikone. Zuvor hatte die Kärntnerin Sabine Payer ihren „Olympiafluch“ besiegt. Sie krönte ihre Karriere mit Silber und verlor erst im Finale gegen Zuzana Maderova.

„Ich habe das vom Hermann Maier. Er hat sich mal den Rennanzug vom Leib gerissen, und ich habe mir oben am Start gedacht, ich mache das jetzt auch“, erklärte Karl seine emotionale Geste im Zielraum, nachdem er sich am Oberkörper alles ausgezogen und eine Muskelpose des Triumphs gezeigt hatte. Maier sei immer ein großes Vorbild von ihm gewesen. „Es waren meine ersten Olympischen Spiele, wo ich ins Finale gekommen bin und meine Emotionen unter Kontrolle gehabt habe. Ich habe nichts zu verlieren gehabt. Usain Bolt hat gesagt, ‚never forget, I am the greatest‘“, sagte er scherzhaft und fügte hinzu: „Das ist die Krönung meiner Karriere“.
Karl gratulierte auch Payer
Auch für Payer freute er sich in der Stunde seines Triumphes, vor vier Jahren hatte mit Daniela Ulbing ebenfalls eine ÖSV-Dame an seinem Goldtag Silber gewonnen. „Sabine hat Ester Ledecka rausgehaut, wie geil war das? Wir wissen, dass sie schnell ist, das zeigt, dass sie auch stark im Kopf ist“, sagte der Doppel-Olympiasieger.
Benjamin Karl, der schon vor den Spielen über einen kompletten olympischen Medaillensatz verfügt hatte, rang im Finale den Südkoreaner Kim Sang-kyum um 0,19 Sekunden nieder, war zuvor noch zurückgelegen. Nach Silber 2010, Bronze 2014 und Gold 2022 triumphierte der fünffache Weltmeister neuerlich im Zeichen der Fünf Ringe.
Sabine Payer besiegte Ledecka
Payer ebnete sich im Viertelfinale den Weg zur Medaille: Sie besiegte die tschechische Favoritin Ester Ledecka um sechs Hundertstel und danach auch im Halbfinale die spätere Bronzegewinnerin Lucia Dalmasso aus Italien. Im großen Finale musste sich die 33-jährige Kärntnerin dann aber mit Zuzana Maderova Ledeckas Landsfrau nach mehreren Fehlern um 0,83 Sekunden geschlagen geben.
Karl gewann auch Dacapo vom Oly-Finale 22
Karl hatte sich im Halbfinale in einer Wiederholung des großen Olympia-Finales von 2022 wieder gegen den Slowenen Tim Mastnak um 0,24 Sekunden durchgesetzt. Zuvor hatte er sich im spannenden Achtelfinale gegen den starken Italiener Maurizio Bormolini hauchdünn um 3 Hundertstel durchgesetzt und ein Österreicher-Duell mit Andreas Prommegger fixiert. Letzterer setzte sich zuvor im Achtelfinale gegen den Südkoreaner Lee Sangho um 0,17 Sekunden durch. Im Viertelfinalduell mit Karl musste sich Prommegger bei seinen sechsten Olympischen Spielen um 0,12 Sekunden geschlagen geben, damit bleibt er ohne Olympia-Edelmetall.
Ebenfalls bis ins Achtelfinale vorgestoßen war Claudia Riegler. Die 52-Jährige war dann allerdings gegen die tschechische Olympiasiegerin Ester Ledecka chancenlos.
ÖSV-Trio schied schon in Qualifikation aus
Bereits in der Qualifikation mit zwei Zeitläufen hatten sich drei Österreicher verabschieden müssen. Darunter auch Fabian Obmann, der sich nach zuletzt drei Podestplätzen Medaillenchancen ausgerechnet hatte. „Es ist ein selektiver Hang mit einigen Kuppen, wir haben das nie trainiert“, sagte Obmann. Er verlor durch einen schweren Fehler über eine solche Kuppe vor dem Flachstück bereits im ersten Lauf 1,90 Sek. auf die Schnellsten. „Ich weiß, dass ich den Speed für die Medaillen gehabt hätte. Es tut extrem weh, wenn es vor dem eigentlichen Rennen endet“, sagte der Kärntner, der am Ende nur 20. wurde. „Ich bin mit vollem Selbstvertrauen gestartet. Es tut mir leid, dass mir meine Familie und Freunde nicht länger zuschauen konnten.“
Das Aus kam auch für Alexander Payer (17.), der danach seiner Frau Sabine die Daumen drückte. „Ob du 15. oder 17. bei Olympia wirst, ist auch schon wurscht. Was mich eher wundert, ist der Zeitrückstand auf die Italiener. Ich wüsste auch nicht, wie ich die 2,50 schneller fahren sollte - null Idee.“ Ein Materialthema könne es nicht sein. „Ein Wunderboard können sie nicht haben, weil ich fahre das Gleiche wie der Aaron. Sie sind in einer Überform und treffen es auch brutal gut.“ Im Achtelfinale zuschauen musste auch Martina Ankele (23.).
20 Postings
freu mich schon auf den Auftritt von Benjamin Karl mit Robert Wieser im Sonntagsradio von Radio Osttirol. Wird sicher ein erbauliches Gespräch der zwei sympathischsten Osttiroler
sportlich eine suuuper leistung, dass ist anzuerkennen. aber CHARAKTERLICH zum FREMDSCHÄMEN. bin froh, dass er sich als niederösterreicher bezeichnet und nicht als osttiroler. das interview einer sportkollegin, welche am höhepunkt ihrer karriere steht, so zu crashen, ist einfach nur jämmerlich ..... da kann der mensch karl mit dem sportler karl offensichtlich nicht im geringsten mithalten! ..... und ein kleiner hinweis, an feiertagen könnte man vll. gaaaanz einfache verhaltensregeln lernen .....
Sportlich einwandfrei...Gratulation... aber sonst...zum Schämen... - Interview crashen und im Abgang Fr. Payer noch blöde Sachen hinterherrufen. - an Überheblichkeit nicht zu überbieten mit seinen Vorschlägen - eine Show im Zielraum, die Darwins Theorie bestätigt. - jetzt wird der Goldaudi noch einmal neu foliert. Mich wundert sein für viele negatives Standing in Lienz und Umgebung überhaupt nicht. Dafür ist nur er selbst verantwortlich.
Tip Top Beni. Von meiner Seite gratulation. Gewaltig.
Lei bini gsponnt wos sich die Lissi und da Franz überlegen 🤣🤣 Gondel gibs schon. Vlt konna sich an Baum aussuchen der wos seinen Namen trägt. Des wär so a idee von da Lissi.🤣🤣 und von Franz gibs a Langlaufstrecke 🤣🤣
Die Benennung einer Kotztüte. Sorry, Leistung top, das Verhalten anschließend verlangt nach besagtem Sackl...Größe und Stil schaut anders aus!
passend wär es eine unterführung nach karl zu benennen
gold eh super!
was danach kam war absolut unwürdig! der gipfel war dann das gecrashte interview von sabine payer (die ihm richtigerweise keinen blick gewürdigt hat) und die aussage, dass wir doch alle mehr arbeiten sollten um das bruttosozialprodukt zu steigern (sic!). und das von einem sportler, der durch förderungen von unseren steuergeldern mitfinanziert wird.
bezeichnend, dass sich einige in wilhelmsburg wünschen, dass er in lienz geehrt wird. ich wünsch mir, dass er nicht in lienz geehrt wird
so sanse holt, die niedaösterreicha bodenlos
.....also wird Er jetzt die Feiertage abschaffen und mehr arbeiten zur Steigerung des Bruttosozialprodukt.Bitte wie ueberheblich kann man sein??????
super, herzlichen Glückwunsch
Super, herzliche Gratulation!
top. bravo
... sportlich absolut verdient, Gratulation! 🥇 Aber ganz ehrlich: Seine Überheblichkeit trübt die Freude für mich doch erheblich.
Benjamjn Karl hat eine grossartige sportliche Leistung vollbracht. Viele Neider hat er sicher . Das ist seine Sache. Nur eines ist klar - Leistung zaehlt. Es gibt auch einige Politiker in unserem Bezirk die ueberheblich sind, aber keine so grossartige Leistung bringen wie unser Olympiasieger Benjamjn Karl.
Emotionen gehören einfach bei diesen Sport dazu,egal um welche Sportart es sich handelt ! Der Neid ist wie immer ein Schw... Gratulation Benny!
Wenn er nicht ständig so präpotent auftreten würde, könnte man sich sogar mitfreuen! Und der Hermann Maier ist wahrlich in einer anderen Liga gefahren, sorry, der Vergleich hinkt leider gewaltig.
....schade, es gibt sofort Neider...ich jedenfalls finde es top....und freu mich mit.
ich muss mich deinem Kommentar leider anschließen. Der Einzug als Fahnenträger ... muss ich beim Einzug, ein einzigartiger Moment - der noch dazu die ganze Welt getragen wird - wirklich jemandem schultern? Und das Entblösen heute? ... Emotionen sind wichtig und toll, aber das heute war arrogant und präpotent.
Stimme dir auch vollkommen zu! Das Chrashen ins Interview der Silbermedaillengewinnerin brachten ihm auch keine sympathiepunkte. und @kenia, das hat rein gar nichts mit Neid zu tun!
Sorry "kenia", bin niemandem was neidig, schon gar nicht, wenn jemand eine tolle Leistung zeigt.
Es geht nur um die Art und Weise, wie man einen Sieg feiert und darstellt. Hab meinen Kommentar vor allem nach dem Crashen des Interview's losgelassen, da das eine Respektlosigkeit war, die sich seine Kollegin einfach nicht verdient hat. Und auch schon seine Aussagen im Vorfeld zeigten eine gewisse Überheblichkeit.
Die wahren Helden zeigen sich im größten Triumpf mit Demut und Dankbarkeit. Das heutige Verhalten hat zumindest bei mir keine Vorbildwirkung ausgelöst.
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