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Andreas Köll 2019 auf dem Höhepunkt seiner Macht. Archivbild: Brunner Images

Andreas Köll 2019 auf dem Höhepunkt seiner Macht. Archivbild: Brunner Images

Dolomitenstadt-Dossier: Der „Fall Köll“

Rund 80 Beiträge aus 15 Jahren lassen tief in die Hintergründe eines absehbaren Desasters blicken.

„Die Rache der Journalisten an den Politikern ist der Griff ins Archiv“ sagte ZIB-Anchorman Robert Hochner einst bei einem Kanzler-Interview und ging mit diesem Spruch in die Mediengeschichte ein. Über ein beachtliches zeithistorisches Gedächtnis verfügt mittlerweile auch dolomitenstadt.at.

Unser Online-Magazin wurde im September 2010 aus der Taufe gehoben und nur wenige Monate später war der Matreier Schuldenberg erstmals Thema. Die von Bürgermeister Andreas Köll immer wieder wortreich dementierte Schieflage wurde dann zum „Dauerbrenner“.

In einem Dolomitenstadt-Dossier, das aktuell rund 80 Artikel von 2010 bis heute enthält, kann man sämtliche Verfehlungen und Ausreden, Zahlentricks und „Deals“ von Andreas Köll und seiner Gemeinderatsfraktion chronologisch nachlesen. Die Beiträge zeigen ganz klar, dass diese „Pleite mit Anlauf“ einen zentralen Urheber hat. Andreas Köll hat sich selbst immer als Mastermind inszeniert. Sein Name steht deshalb auch als Titel über unserem Dossier.

Im November 2011 – vor fast 15 Jahren!! – schrieb ich in einem Kommentar wörtlich: „Andreas Köll hat sein Budget nicht mehr unter Kontrolle, auch wenn er das Gegenteil behauptet und vielleicht sogar persönlich davon überzeugt ist. Mit immer kühneren Konstruktionen, immer trickreicheren Umschuldungen und Vorgriffen auf künftige Einnahmequellen – die vielfach ungesichert sind – wird die Tatsache verdrängt, dass Matrei am Rand der Pleite ist. Diese Realität wird auch den Rechenkünstler Andreas Köll einholen. Erste Indizien dafür gibt es bereits.“

Ich hätte nicht gedacht, dass es mehr als ein Jahrzehnt dauern wird, bis diese Realität 2023 erstmals auch zu konkreten Maßnahmen führte. Nun holt der Bundesrechnungshof in einem vernichtenden Bericht das Desaster noch einmal vor den Vorhang und in die Schlagzeilen. Und wir sorgen mit dem Dolomitenstadt-Dossier „Der Fall Köll“ dafür, dass auch die Zusammenhänge hinter dem Skandal sichtbar und in Erinnerung bleiben.


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Gerhard Pirkner ist Herausgeber und Chefredakteur von „Dolomitenstadt“. Der promovierte Politologe arbeitete als Kommunikationsberater in Salzburg, Wien und München, bevor er nach Lienz zurückkehrte und 2010 „Dolomitenstadt“ ins Leben rief. 2025 erhielt Pirkner für seine journalistische Arbeit den Walther-Rode-Preis.

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