„Wann wird denn der Iselsteg endlich geöffnet“, das fragte selbst Bürgermeisterin Elisabeth Blanik bei der März-Sitzung des Lienzer Gemeinderates und erhielt von Stadtbaumeister Klaus Seirer die Antwort, dass das wohl noch einige Zeit dauern werde, offenbar weil auf beiden Seiten des Ufers noch Grabungen für diverse Leitungen erforderlich sind. Seirer präzisierte auf Anfrage von Dolomitenstadt: „Der rechte Iselweg wird wohl noch länger gesperrt sein, dort werden vom Straßenbau Leitungen saniert, auf der Nordseite, am Iselkai, werden Wasserleitungen ausgetauscht.“
Diese Grabungen, von denen bislang beim Timing für die Steg-Eröffnung eigentlich nie die Rede war, beunruhigen vor allem am Iselkai zwischen dem Steg und dem Pegelhäuschen die Naturschützer. Große Bagger graben sich dort tief ins Erdreich und geraten dabei mit ihren Schaufeln gefährlich nahe an die Wurzeln der alten Alleebäume am Ufer.



Das meldeten Passanten dem Verein Osttirol Natur und dessen Obfrau Renate Hölzl, die in einem Schreiben an Bürgermeisterin Elisabeth Blanik, den Stadtförster und die Abteilung Umwelt Vorsicht einmahnt.
„Ich hoffe sehr, dass ausreichend Vorkehrungen getroffen wurden, damit die Wurzeln der wunderschönen alten Uferbäume nicht allzu sehr beschädigt werden und diese in der Folge nicht absterben! Denn die ökologischen Funktionen alter Stadtbäume, als Schattenpender, kühlende Landschaftselemente, Lebensräume für Kleintiere und CO2-Speicher sind in Zeiten der Klimaerwärmung unersetzlich“, schreibt Hölzl und zeigt sich beunruhigt: „Die mir zugesendeten Bilder von aufmerksamen Spaziergänger:innen sind besorgniserregend. Wir bitten um Aufklärung nach dem Umweltinformationsgesetz und größtmögliche Sorgfalt bei der weiteren Vorgehensweise.“
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das is wieder mal soo typisch .... da wird um wurzln a theater gmacht und die abgeschälte rinde am stamm selber wird nicht mal im geringsten erwähnt. man sieht perfekt, wie ein artikel aufgrund eines aufmerksamen fussgängers und dessen fotos mit unterstützung des vereins von frau h hochgespielt wird. manche hier tun ja fast so als ob die heutigen baggerfahrer ihre arbeit ine einem schnellsiedekurs gelernt haben. jeder baggerfahrer hat mit sicherheit schon neben bäumen gegraben und es ist anzunehmen, dass dies auch sehr behutsam vonstatten geht. und bei dem gedanken an "fachgerechte wurzelfreistellung mittels saugbagger" beginne ich am geist so mancher idee echt stark zu zweifeln
Wie eine Schmierenkomödie wirken diese vermutlich abgesprochenen Texte zwischen Bürgermeisterin und Stadtbaumeister. Wie zB. beim teureren Fundament gibt jetzt auf einmal vorher unbekannte Grabungen und Leitungsverlegungen. Und damit Kosten die im Bauprojekt nicht drinnen sind? Und wenn man es wusste, warum hat man das nicht früher gesagt? Statt die Aussagen von DI Nemmert zum Zeitplan einfach stehen zu lassen?
Wir sind wirklich privilegierte Menschen weil wir sicher und meist in wirtschaftlich zufriedenstellenden Verhältnissen leben können/dürfen. Dass man sich um die schönen und schattenspendenden Bäume sorgt, ist für mich nachvollziehbar. Jedoch geht es, so interpretiere ich den Inhalt des Artikels, auch um das Legen von Leitungen. Ich denke, dass man die Leute einfach ungestört ihre Arbeit machen lassen sollte. Viele Leitungen in diesem Bereich sind alt und leider bleihaltig. Diese zu ersetzen hat Priorität. Die Sicherheit und Gesundheit der Menschen geht vor!
Lassen wir uns auf das Gedankenexperiment ein: Was passiert, wenn der Baum eine Bäumin ist? Wenn der Baum Persönlichkeitsrechte hat, kann ein Verein in seinem Namen Schmerzensgeld fordern, wenn er einen bleibenden Wurzelschaden erleidet? Sollte man in der Folge einen Biber beauftragen, eine Wurzelbehandlung durchzuführen?
Wenn man sich tatsächlich um solche Banalitäten Gedanken machen muss, hat man echt keine weiteren Sorgen.....Ich für mich kann nur sagen es gibt weltweit echt größere Probleme.
Ja schnuffi, du erklärst dir selbst die neue Weltordnung, aber bitte behalte das Ergebnis für dich. Wir kümmern uns um Banalitäten und geben schnuffi dann Bescheid, er wird es dann einordnen ins große Ganze.
Die Bauarbeiten ganz nahe an den Baumwurzeln sind mir auch schon aufgefallen! Ich hoffe auch, dass höchste Sorgfalt angewendet wird, um die Bäume gesund zu erhalten! Wenn es richtig warm wird, kann man es eigentlich nur in der Nähe von Bäumen auf einer Parkbank aushalten!
Es gäbe sogar definierte "Ideen": Fachgerechte Wurzelfreistellung: Schutzbereich: Bereits in der Planungsphase muss der Schutzbereich (oft Wurzelraumbreite = Kronenbreite) festgelegt werden. Suchgräben: Das Freilegen von Wurzeln im Schutzbereich sollte idealerweise im Handschachtverfahren oder mit einem Saugbagger erfolgen, um Beschädigungen durch Maschinen zu vermeiden. Wurzelschutz: Freigelegte Wurzeln müssen vor Austrocknung und Frost geschützt werden (z.B. durch Abdecken mit feuchtem Jutegelege). Wurzelschnitt: Müssen Wurzeln entfernt werden, sind sie mit scharfem Werkzeug glatt abzuschneiden, nicht abzureißen, um Fäulnis zu vermeiden. Baubegleitung: Oft ist eine baumschutzfachliche Baubegleitung erforderlich, um bei Kontakt mit Wurzelwerk einzugreifen
bei solchen ("definierten") Ideen braucht sich niemand mehr wundern, wenn alles unbezahlbar wird. 🤦♂️🤦♀️
... es Vorträge zum Thema Schwammstadt und Baumgesundheit mit entsprechenden information über die notwendige Sorgfalt beim Freilegen von Wurzeln gab, in der Praxis scheint dies aber egal zu sein. Schade ...
Die gesamte Planung der Arbeiten im Zuge der Hochwasserschutzmaßnahmen an der Isel im Stadtbereich wirkt mehr improvisiert als organisiert. Von vorausschauenden Überlegungen kann wohl kaum die Rede sein.
@nanny, und klesch, allen mal eine über die Rübe gezogen und der Sonntag ist gerettet. Aber mal ehrlich: bist du vom Fach und kannst das wirklich objektiv beurteilen, oder verläßt du dich nur auf deinen Autopilot?
...kannst du Beispiele nennen? Habe den ganzen Ablauf eigentlich schon durchdacht erlebt.
na zum Beispel das Verlegen bzw. Sanieren von Leitungen bereits in einem frühere Baustadium einzuplanen, nicht erst jetzt, wo eigentlich schon alles fertig sein sollte ..
@ nanny ...ok, und ja, verbesserungen sind immer möglich;-)
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