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„Verhalten der OMV schlägt Ölfass den Boden aus!“

Der Energiekonzern will die Spritpreisbremse nur halb umsetzen und sorgt so für Kritik von allen Seiten.

Wie Dienstag bekannt wurde, setzt der teilstaatliche Energiekonzern OMV die von der Bundesregierung beschlossene Spritpreisbremse ab sofort nur noch teilweise um. Das Unternehmen bezieht sich auf eine Notfallsklausel aus dem Bundesgesetzblatt vom 31. März 2026 und zieht statt der vorgesehenen 5 Cent pro Liter nur 2,8 Cent ab. Begründet wird der Schritt mit den hohen Importkosten.

Die Bundesregierung hatte zur Entlastung eine Preisreduktion von insgesamt 10 Cent pro Liter angekündigt, die je zur Hälfte durch Steuersenkungen und einen Margenverzicht der Konzerne erfolgen sollte. Laut ORF informierte die OMV Großkunden nun über die Reduktion des Abschlags bei Diesel.

Laut einer Stellungnahme des OMV-Konzerns sei Österreich bei Diesel zu 60 Prozent importabhängig. Es sei „keine Preisreduktion im Sinne der Verordnung erzielbar“. Seit Inkrafttreten der Verordnung gebe man aus der eigenen Produktion in Schwechat die gesamten 5 Cent pro Liter an den Markt weiter. „Daraus ergibt sich folglich eine Mischkalkulation aus der OMV-Produktion in Schwechat und den Importmengen für den OMV-Abgabepreis für Großhandelskunden. Diese Mischkalkulation kann sich im Rahmen der Verordnung laufend ändern“, so die Stellungnahme weiter.

„Das teilstaatliche Unternehmen macht die Regierung lächerlich und zeigt ihr damit, was es von den Plänen zur Senkung der Spritkosten hält, nämlich nichts.“

Erwin Zangerl, Tiroler AK-Präsident

Die Kritik an dieser Vorgehensweise zieht sich durch alle Reihen. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim nannte die Weigerung der OMV einen Skandal. Mit Verweis auf den operativen OMV-Gewinn von 4,6 Milliarden Euro im Jahr 2025 bezeichnete er das Vorgehen als „Verhöhnung der Pendler:innen und Familien“.

Die FPÖ sieht die Spritpreisbremse als endgültig gescheitert an und fordert stattdessen unter anderem eine Halbierung der Mineralölsteuer. Stefan Kaineder, Stellvertretender Bundessprecher der Grünen, wirft Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer von der ÖVP Planlosigkeit vor und der OMV-Raffinerie, sich „eine goldene Nase“ zu verdienen. Kritik kommt auch von AK und ÖGB. Die OMV dürfe ihre Milliardengewinne „nicht auf dem Rücken der Pendler:innen“ machen.

Auch Tirols AK Präsident Erwin Zangerl spart nicht mit Kritik: „Das Verhalten der OMV schlägt dem Ölfass den Boden aus! Das teilstaatliche Unternehmen macht die Regierung lächerlich und zeigt ihr damit, was es von den Plänen zur Senkung der Spritkosten hält, nämlich nichts“. „Es ging bei der Spritpreisbremse auch nicht darum, dass die OMV ihre Gewinnspanne beibehält und 5 Cent durch Preisnachlässe bei den Lieferanten holt, sondern um eine Reduzierung der Gewinnspanne. Es ist nicht davon auszugehen, dass die hochprofitable OMV damit in die Verlustzone rutschen würde“, so Zangerl weiter. „Während Beschäftigte Reallohnverluste erleiden, wird hier wieder Gewinn gemacht.“

Das Wirtschaftsministerium kündigt eine Sonderprüfung durch die E-Control an.

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14 Postings

Joe B. Tolliver
vor einem Monat

Es ist so wie der Alfred Stern es kürzlich ganz richtig gesagt hat: Wer die Weltmarktpreise nicht zahlen will wird zu Fuß gehen (oder mit dem E-Mobil/Fahrrad/Tretroller/etc. fahren).

 
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NWGJ
vor einem Monat

Ich mache mich damit vermutlich unbeliebt ... aber ich kann wirklich nur jedem empfehlen, zumindest zu versuchen, aus diesem Teufelskreis mit den Tankstellen auszubrechen. Es ist unfassbar, was man sich als Autofahrer mit Diesel- und Benzin-Motor alles gefallen lassen muss; die können verlangen was sie wollen, man braucht den Treibstoff halt einfach, sonst fährt das Auto nicht mehr. Jedoch gibt es eine Möglichkeit, dass man unter Umständen nie mehr zu einer Filiale dieser gierigen Mineralöl-Konzerne fahren muss, und komplett aus der Abhängigkeit von denen heraustritt. Glaubt mir; man fühlt sich, als hätte man das System ausgedribelt. Die Möglichkeiten sind absolut vorhanden. Selbst in Mietwohnungen. Man braucht eigentlich nur irgendwo eine 230V Steckdose. Das ist dann zwar langsam, aber für die paar Kilometer pro Tag absolut ausreichend.

 
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heli52
vor einem Monat

Was ich bei den Spritpreisen nicht verstehe, was aber nie angesprochen wird: "Mögliche" Preisabsprachen! An den Lienzer Tankstellen kostet Benzin oder Diesel auf den Cent genau gleich viel, egal welches Unternehmen! Im Raum Sillian kostet er mehr (Grenznähe?), aber auch wieder überall derselbe Preis.... Ich kann mich erinnern, dass andere Unternehmen (zB. Lebensmittelbranche....) wegen Preisabsprachen zu hohen Strafen verurteilt wurden!

 
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    thomas78
    vor einem Monat

    Stimmt nicht. Turmöl, Jet, Eni, OMV haben alle unterschiedliche Preise.

     
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Kapatieme
vor einem Monat

Unvorstellbare Hilflosigkeit der Bundesregierung..... TW-WU wenn deine Zahlen stimmen umso mehr... Man ist richtiggehend ausgeliefert . Zum Glück tanke ich bei der OMV nicht !

 
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    steuerzahler
    vor einem Monat

    Woher kommt denn der Großteil des Treibstoffs? Aus der Raffinerie in Schwechat, du tankst also sehr wohl den Sprit der OMV.

     
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pats
vor einem Monat

Ihr werdet doch nicht so naiv sein und denken, dass die Mineralölkonzerne das nicht schamlos ausnutzen 😇 Und die verantwortlichen Politiker sind auch nicht so dumm wie alllgemein angenommen...😉

 
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TW-WU
vor einem Monat

Im Literpreis für Diesel sind derzeit 64 Cent Aufschlag durch Raffinerien und Tankstellen enthalten. Das sind 27 Cent mehr als direkt vor Beginn des Iran-Kriegs bzw. 41 Cent mehr als in den fünf Jahren vor Beginn des Ukraine-Kriegs...

Der markt regelt alles... ... und die gier ist ein luder.

 
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    steuerzahler
    vor einem Monat

    Der Zwischenhandel verdient sehr viel und macht dafür nur sehr wenig, der Staat kassiert am meisten und macht dafür gar nichts. Vergleichsweise niedrig ist da der Raffinerie-Abgabepreis. Darin sind die gesamten Kosten enthalten. Ich wäre für die Wiedereinführung der amtlichen Preiskommission. Man kann ein Quasi- Monopol nicht dem sogenannten freien Markt überlassen.

     
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      TW-WU
      vor einem Monat

      Bin heute früh über bund- landes- und gemeindestrasse zur arbeit gefahren. Meine kinder sind heute zur öffentlichen schule gegangen. Letzte woche habe ich einen kassenarzt in anspruch genommen... ... kann mich nicht erinner das omv, shell, exxon, saudiaramco und die restlichen konzerne jemals erwas für mich geleistet haben, dass ich nicht ohnehin an der zapfsäule bezahlen musste! Und die kosten die durch die, klimakrise verursacht werden, darf ich auch noch mit meinen steuern mitfinanzieren...

       
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    jj.ll.
    vor einem Monat

    @Tw-wu Arm, mir kommen gleich die Tränen. Wo sind denn die Biologen, die einen hohen Spritpreis haben wollen? Offensichtlich sollen sich alle anderen einschränken, nur wenn ich es selbst zahlen muss, dann sind die bösen anderen schuld, die nur verdienen wollen. Aber Achtung: die sind von Gesetz und Gesellschaftsrecht dazu verurteilt zu verdienen. Die Kolchosen sind schon mehrmals verendet.

     
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    jj.ll.
    vor einem Monat

    @Tw-wu Wie kann man sich erlauben Strassen, Schulen, Gesundheitswesen zu beanspruchen, ohne entsprechendes Entgelt. Jeder Österr. hat circa 40.000€ öffentliche Verbindlichkeiten. Also hinauf mit den Steuern, es gibt nichts umsonst.

     
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      senf
      vor einem Monat

      Jetz hasch wohl recht tief in deinen Beutelsack gegriffen. Dass nix drinn isch, hättest wissen müssen. 50% der Steuerlast werden an dein klientell verplempert, weil die meisten davon nie und nimmer kalkulieren und wirtschaften können. Sei ma nit bös, Nachhaltigkeit isch halt a mal nit dein Ding! Sege wasch eh!

       
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      jj.ll.
      vor einem Monat

      @senf, ich hab kein Klientel, wenn nicht als Nettozahler die Nettoempfänger, die dann oft entscheiden, was passieren soll. 20% der Österr. zahlen 80% der Einkommensteuer. Ein bischen differenzieren! "50% der Steuerlast werden an dein Klientel verschwendet." Die Steuerlast wird kassiert, nicht verschwendet! Verschwendung ist, wenn die Steuern falsch ausgegeben werden.

       
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