Ein 40 Millionen-Bauprojekt, realisiert von der OSG auf einem 7.369 m2 großen, eigentlich als landwirtschaftliche Vorhaltefläche gewidmeten Acker und angrenzend an den ADEG-Markt an der Tristacherstraße, wird 81 neue Mietwohnungen, ein Café, soziale und therapeutische Einrichtungen und den neuen Standort des Osttiroler Kinderbetreuungszentrums beherbergen. Größe und Charakter machen das Projekt fast schon zu einem neuen Stadtteil.
Nach Plänen von Architekt Rupert Becker – der auch der Grundeigentümer des „Thaler Ackers“ ist – wird ein Wohnkonzept realisiert, das Unternehmensberater Anton Stabentheiner entwickelt und in anderen Städten bereits mehrfach umgesetzt hat. Er nennt das Konzept „Haus im Leben“ und setzt auf eine gezielte und gesteuerte Durchmischung der Mieter:innen in einem grundsätzlich gemeinnützigen Großprojekt, das auch eine Menge Service und Lebensqualität direkt vor der Haustüre bringen soll.


So ließe sich in Kurzform ein neues Wohnprojekt beschreiben, dessen Flächenwidmung und Bebauungsplanung der Lienzer Gemeinderat am 21. April einstimmig absegnete. OSG-Geschäftsführer Josef Hotschnig, Anton Stabentheiner und Rupert Becker waren selbst anwesend, um den Gemeinderät:innen noch offene Fragen zu beantworten. Grundsätzlich waren die Weichen aber wohl – wie in Lienz aktuell üblich – schon vor der öffentlichen Sitzung gestellt.
Das erklärt auch die spärliche Information im Vorfeld. Das Projektanten-Trio zeichnete dann aber doch ein recht klares Bild von einer Wohnanlage neuen Stils, die an mehreren Standorten bereits mit Erfolg realisiert wurde.

Anton Stabentheiner, der „Haus im Leben“ vor rund einem Jahrzehnt auf Schiene brachte, erläuterte, wie eine kollektive, nachbarschaftliche Wohnqualität, die man sonst nur aus Dörfern kennt, auch in städtischen Ensembles umsetzbar ist, wenn man den Mietermix gezielt beeinflusst und nicht nur Wohnraum schafft, sondern auch eine ansprechende und nützliche Infrastruktur gleich in das Projekt integriert.
Prägendes Merkmal für das Großprojekt, das rund 35 bis 40 Millionen Euro kosten dürfte, ist die soziale Durchmischung, gelebte Inklusion und die Integration sozialer Betreuungseinrichtungen. Erzielen will man das mit einem Drittel-Mix in der Bewohnerstruktur. Je ein Drittel der künftigen Bewohnerinnen und Bewohner soll aus jungen Menschen und Familien bis 40 Jahre, aus Personen zwischen 40 und 60 Jahren sowie aus Seniorinnen und Senioren bestehen.
Dazu werden die potenziellen Interessenten regelrecht gecastet. „Wir mischen durch“, erklärte Anton Stabentheiner den Gemeinderät:innen, es würden viele Erstgespräche geführt, die pro Wohnung auch fünf Stunden und mehr in Anspruch nehmen könnten. Die endgültige Vergabe erfolge gemeinschaftlich mit der Gemeinde und dem Bauträger OSG.

Neben dem Alter und der sozialen Buntheit soll aber noch ein Kriterium ins Zentrum der neuen Anlage rücken. Quer durch den Altersmix könnte ein Drittel der Bewohner – Stabentheiner nennt es „das vierte Drittel“ – einen erhöhten Betreuungsbedarf aufweisen. Dazu zählt eine Wohnbetreuung durch eine sogenannte „Lebende Mitte“, die das Zusammenleben organisiert und Nachbarschaftshilfe koordiniert. Ein Beispiel: Es wird ein kollektiv verwendbares E-Auto geben. Freiwillige aus der Wohngemeinschaft können damit weniger mobile Mitbewohner:innen zum Einkaufen oder zum Arzt chauffieren.
Das Osttiroler Kinderbetreuungszentrum OKZ wird auf jeden Fall in den neuen Standort übersiedeln, als Partner ist auch der Sozial- und Gesundheitssprengel Lienz-Thurn im Gespräch, es soll zudem eine Arztpraxis und Therapieeinrichtungen, darunter Physiotherapie und Angebote für demenziell Erkrankte geben. Die gesamte Anlage ist barrierefrei.
Die 81 Wohnungen beginnen typologisch bei sehr kleinen, aber kombinierbaren Einheiten ab 30 m2 und sollen im Schnitt inklusive Betriebskosten für nicht mehr als 12,90 Euro/m2 vermietet werden. Bis Ende des Jahres soll die Detailplanung abgeschlossen sein, im Herbst 2027 will man spätestens mit dem Bau beginnen.
Die bauliche Ausgestaltung sieht mehrere Baukörper mit drei bis sechs oberirdischen Geschossen vor, mit bewusst großzügigen Begegnungszonen und gemeinschaftlich nutzbaren Flächen. Ein öffentlich zugängliches Café im Eingangsbereich soll zusätzlich als sozialer Treffpunkt dienen.
Die verkehrstechnische Erschließung – über die offenbar in den Ausschüssen länger diskutiert wurde – soll über einen neu geplanten „Minikreisverkehr“ gelingen. Spannendes Detail: Im Norden ist eine Anbindung über einen neuen Steg für Fußgänger und Radfahrer über die Drau in das Bahnhofsgelände vorgesehen. Der Steg ist Teil des Gesamtprojektes, wobei im Gemeinderat auch Zweifel aufkamen, ob in so kurzer Distanz zur Draubrücke eine weitere Drauquerung sinnvoll ist.
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Ich verstehe die Mix-Vorgaben nicht ganz. Muss man dann ausziehen, wenn man aus dem Altersschnitt fällt?
Nun denn, man verbaut schon wieder bestes Ackerland, das hört einfach nicht auf, unter unserer Betonliesl!
Zumindest kommt der Pächter früher heim, wenn er dann weniger Fläche beackern muss.....
Traurig, wie sorglos man mit dem Gut 'Boden und Natur' umgeht. Aber Herr Becker hat sich dann mit diesem Erlös ja offenbar den Sternwirt leisten können, würde zeitlich irgendwie zusammenpassen?
Ist es so. Nein, mit zunehmendem Alter verändern sich die Bedürfnisse. Die Kinder sind aus dem Haus, die Arthrose kehrt ein... Es fällt schwerer, ein Haus oder eine große Wohnung zu unterhalten, Bäder müssen adaptiert, Treppen mühsam bewältigt werden. Seniorengerechte Wohnungen können Übersiedlungen ins Altersheim verzögern/verhindern. Akute gesundheitliche Ereignisse (Unfälle, Schlaganfälle,..) mit einschränkenden Folgen benötigen eine barrierefreie Wohnsituation und erleichternde Pflegemöglichkeiten, inmitten einer unterstützenden Infrastruktur. Man wechselt in eine Seniorenwohnung und schafft damit Wohnraum für diejenigen, die mehr Platz brauchen. Die längere Selbstständigkeit kann im eigenen Haushalt besser erhalten bleiben als in einem Heim ( Bitte-Danke-Warten!). Volkswirtschaftlich sind die hohen Pflegeheimkosten (der Großteil wird seit 2009 durch die Mindestsicherung mitfinanziert) eine enorme Belastung. Diese Wohnplanungskonzepte werden in nordischen Staaten bereits seit Jahrzehnten umgesetzt. In Osttirol gibt es nur wenige Kleinprojekte dieser Art. Generell schockiert es mich wirklich, wie wenig man antizipiert. Da wir das Glück hatten, bisher staatlich eine Rundum-Versorgung zu genießen, haben wir scheinbar verlernt, an das Wohl zukünftiger Generationen zu denken. Alles soll so weitergehen, man jammert zwar, aber will nichts ändern. Man übernimmt keine Eigenverantwortung, erwartet, dass der Staat alles regelt, sich jedoch nirgends einmischt. Und Verzicht, oh Gott, nicht bei mir. Diese wohlstandsdegenerierte Haltung geht auf Kosten unserer Kinder und Enkelkinder.
Also kann man zusammenfassen, dass in der Friedensiedlung kein Bedarf an einer Basisinfrastruktur (Arzt, Bank, Therapiezentrum, Apotheke) gegeben ist. Da jedoch die Überalterung der Gesellschaft zunimmt, wird man sich auch im Wohnbau damit auseinandersetzen müssen (Lifte, Barrierefreiheit der Sanitäranlagen). Durch ein ausreichendes Angebot an Seniorenwohnungen könnte man erreichen, dass die Betroffenen ihre größeren Wohnungen verlassen. Diese könnten wieder von Familien genutzt werden. Zudem könnte man durch die Schaffung betreubarer Wohneinheiten viele Altersheimumterbringungen verzögern/verhindern und die Selbstständigkeit im Alter erhalten. Volkswirtschaftlich und gesellschaftspolitisch eine win-win-Situation. Aus diesem Blickwinkel ist das geplante Projekt der OSG überaus sinnvoll. Ich gab nur zu Bedenken, dass ich es nicht in der Tristacherstr. errichten würde. Nicht innerhalb einer bereits bestehenden Infrastruktur und nicht bei einer Hauptverkehrsroute. Auch die Siedlung in Richtung Amlach würde sich eignen.
Schon seltsam, wie man hier in der Petrischale ein Biotop züchten will, das vor 50 Jahren in Lienz quasi noch als Naturgarten wuchs. Man muss ja nicht gleich Paradies dazu sagen: ein Maler, ein Schuster, ein Schneider, zwei Bauern, zwei bis drei Lebensmittelhändler, ein Hotel und ein Bäcker gleich um die Ecke. Und das zwischen Kindergarten und Volksschule. Der Arzt kam ins Haus und der Zahnarzt war gleich neben der Tankstelle. Man hatte mehr Mühe, Begegnungen zu vermeiden, als welche zu finden.
Bitte hört auf mit den Versiegeln von Grünflächen, da dreht es mir jetzt echt schon langsam den Magen um! In Lienz wird einfach alles durchgewunken...
Frau Annalies, wohnen sie auch in der Gegend ? Wahrscheinlich nicht, sonst würden sie vermehrtes Verkehrsaufkommen nicht als Profit für eine Wohngegend sehen. Geh, zündens doch a Kerzl beim Hl. Florian an, mit der innigen Bitte, ihr Wohngebiet zu verschonen !
Es geht um zwei Dinge: Der Verkehr in der Tirolerstr. und die Abzweigung in Richtung der Eichholz-Siedlung, Tristach- Lavant wird extrem befahren. Viele Kärntner fahren bereits über Lavant und Tristach nach Lienz. Noch mehr Verkehr verträgt weder die Tiroler-, Kärntner-, Tristacher- noch Grafenbachstr. Die Infrastruktur im Stadtteil Eichholz ist ausreichend, Geschäfte, Arzt, Physiotherapie, Kaffehäuser, Kindergarten, alle sind fußläufig erreichbar und zudem ist man durch die neue Brücke nahe dem Bahnhof und dem Stadtzentrum. Die Friedensiedlung ist und wird nicht dieser Verkehrsbelastung ausgesetzt sein/werden. Auch wurde in einem kürzlich veröffentlichten Beitrag kritisiert, dass in der Friedensiedlung ein ' Haus der Begegnung' durch die Freie Christengemeinde entsteht, obwohl der SPAR sein Geschäft um 300m verlagert und zudem auch kein Arzt, kein Kaffeehaus, kein Therapiezentrum und keine Bankfiliale zur Verfügung steht. Für die dort überwiegend ältere Bevölkerung hätte dieses Projekt Vorteile. Vor allem würde die Friedensiedlung im Gesamten profitieren. Ich versuche, pragmatisch und lösungsorientiert zu denken. Da ich vorwiegend zu Fuß oder dem Rad unterwegs bin, betrifft mich die konkrete Situation nur temporär.
Bitte, wo in der Friedensiedlung sind 7400 qm verfügbare Fläche? (Das ehem. SPAR Areal wird so ca. 1000-1200 qm haben..)
Herr Schwarzer, in erster Linie Sorry für meine unpassenden Bemerkungen. Wenn die OSG mit einer abgespeckten Version beginnen und nach und nach weiterbauen würde, wäre das möglich oder was ist mit dem Grund in Richtung Leisach?
Hinter dem Falkensteinerweg z.B. wäre genug Platz (Nähe Städt. Wirtschaftshof). Man müsste zwar auch versiegeln, hätte jedoch die benötigte Fläche.
Hannes, a paar alte Buden schleifen, a wengerl verdichten und a paar Etagen drauf, dann geht alles! Auch beim neuen Sparprojekt würds noch 2 Etagen vertragen, zumindest bei denen Leute, die noch das Genossenschaftssilo in Erinnerung haben. Die anderen interessierts eh nit! Grüß Dich.
@Hannes, noch was: Der beste, aber am meisten kritisierte Architekt für Lienz war Hans Buchrainer der in den 70ger Jahren die Zwillingstürme für die BH und dem Finanzamt plante. Ein Lokalredakteur eines großen Tiroler Mediums hat den Bau damals wegen seiner Betonklammern spaßeshalber als "Behördenzange" charakterisiert, ihn aber als modern und beispielgebend, vor allem aber als bodensparend bezeichnet.
Architekt Buchrainer war auch für die landschaftssparenden Gebäude in der Tristacherstraße, für das Lienzer Gymnasium und für die Wohnblöcke am Moarfeld verantwortlich. Den heutigen Planern, Bauträgern und auch RO-Verantwortlichen scheint das kein Anliegen mehr zu sein. Äcker, Felder und Gärten werden zu ihrem Spielfeld!
@Annelies: was wärw im Klosterfrauenfeld anders? Dort wäre man halt komplett ausserhalb der Baulandgrenze und müsste mit den Dominikanerinnen verhandeln! Zur OSG: das Projekt muss sich halt auch rechnen, die werden sich wohl etwas dabei gedacht haben! Übrigens: Sie erinnern mich an die erste grüne GR in Lienz 1992-1998, nicht nur des Vornamens wegen.....
Wo befindet sich das Klosterfrauenfeld? Und nein, ich war nicht GR!
@Hannes, wo ein Grundstück liegt, ist sekundär, es geht um den Wohnbedarfs auf unseren Böden, die nicht vermehrbar sind. Der Randbereich von Lienz und sogar einige Nischen ana den Talbodenhängen würden locker EG+6/7 vertragen. Der Schrei nach Tiefgaregen ist kleinkariert, kleine Carports mit Solartechnik würden locker reichen. Jeder mault über die Mietpreise, keiner denkt aber nach, welchen Kostenanteil ein Tiefgaragenstellplatz dabei hat. Damit kann man locker zwei E-Kisten kaufen. Es braucht auch nicht Unmengen an "Besucherparkplätzen" samt Zufahrten. A paar Radlständer tatns auch!
@Annelies: das Klosterfrauenfeld haben Sie sngesprochen!!!! (=Falkensteinerweg vor städt. Baufhof Richtung Süden). Und: Natürlich waren Sie nie im GR, habe ich auch nicht behauptet! Ich habe geschrieben, Sie würden mich an die erste grüne GR namens Annelies W. erinnern. Bitte lesen Sie den ganzen Satz, bevor Sie sich unnötig aufregen!
@senf: Das Problem ist, dass in LZ nichts mehr gebaut werden kann, ohne dass 'der Aufschrei' gross ist! Obwohl über 350 Wohnungssuchende bei der Stadt gelistet sind ( für Osttirol sind's bei der OSG zB ca. 900), wird gegen ALLES opponiert: gegen das Aufstocken der Vergeinerzeile am Markt (zentraler geht's nichr). gegen 15 Wohnungen in der Kärntnerstrasse, gegen 21 in der Reimichelstrasse und nun gegen betreubare Wohnungen in der Tristacherstrasse. KEINE(R) dieser Aufschreier bietet aber Lösungen an, wie der Wohnungsbedarf in Lienz gedeckt werden soll. Die Wohnbedarfsstudie aus 2024 sieht für die Stadt einen jährlichen Bedarf von 50-80 Wohnungen... Die Art zu leben hat sich in den vergangenen 20,30 Jahren stark geändert, fast 50% sind Singlehaushalte... Detail am Rande: meist 'hocken' in LZ gerade diese 'Aufschreier' im schmucken Häusl (nicht AM!!!) und schreiben den Wohnungssuchenden vor, wie diese zu leben hätten!
Lieber Herr Schwarzer, ich wusste nicht, dass das Feld Klosterfrauenfeld genannt wird. Ich hab' mich nicht aufgeregt, warum auch sollte ich? Die Strukturplanung und Raumordnung in Lienz ist weder verkehrstechnisch sinnhaft noch zeitgemäß. Die Bauweise des Mehrparteienhauses in der Kärntnerstr. ist hässlich und zudem dysfunktional. In viele anderen Staaten bereitet man sich im Wohnbau auf die zunehmende Überalterung und auch die Erderwärmung vor und das seit Jahrzehnten. In Österreich ist dies nicht der Fall, man redet und diskutiert, es geschieht nichts. Aber jammern, darin sind wir weltmeisterlich. Und nun zu Ihnen. Sie können mich gerne weiterhin kritisieren und lächerlich machen. Dies bedeutet für mich jedoch die Herausforderung, die Bälle, die Sie mir zum Elfmeter auflegen, nicht zu verwandeln....
Hannes, und genau für das, was du ansprichst ist die Politik mit der Stadtverwaltung da. Ich votiere seit Jahren für höhere Bauobjekte um endlich Boden zu sparen, aber was passiert? E+3, mehr nicht. In Lienz hat man nicht den Mut, die Bebauungspläne so festzulegen, dass sie einer geordneten sozialgerechten und nachhaltigen Nutzung von Grund und Boden nach mittels zeitgemäßer RO garantieren, das Warum ist klar. Man will weiterhin Spielraum haben, um politisch beliebig und gefällig agieren zu können. Ich nenn das mal Freunderlwirtschaft. Für den Talboden hieße da längst schon die Zusammenlegung der Gemeinden, damit nicht in jeder Ecke für Kirchtürme weitergewurschtelt werden kann. Man wusste längst, dass in Lienz drei Täler münden, war aber nicht in der Lage, zeitgerecht und vorausschauend entsprechende Umfahrungswege zu planen. Was ist der "Zukunftsraum Lienzer Talboden" eigentlich, was passiert dort, welche Konzepte, Kooperationen und Abstimmungen gibt es dafür, besser für die Zukunft? Eine Radverbindung auf Hauptverkehrsrouten ist wohl nicht der einzige Grund für politische Feierlichkeiten, auch nicht im Glauben, dass diese Aufgaben im "politischen Nebengeschäft" der hiesigen Multifunktionäre optimal gemacht werden können. Um die Kurve noch kratzen zu können, wird man wohl die Samthandschuhe weglegen müssen und "tacheles" reden und handeln müssen. Setzt euch an den Tisch und macht Nägel mit Köpfen. Ohne überflüssigem Parteigeplänkel unter der Gürtellinie!
Und Annelies W. kannte ich auch und ich schätzte sie sehr. Sie saß oft auf der Bank vor ihrem Haus und man konnte sich gut mit ihr unterhalten. Auch hat sie mir ihre liebevoll gestaltete Puppenstube gezeigt. Leider fanden ihre Bemühungen zu Themen wie Radon- und auch Lärmbelastung/ Iseltalerstr. wenig Resonanz.
@ Hannes Schwarzer & senf......volle Zustimmung!
Liebe Annalies, In der Friedensiedlung (und Südtirolersiedlung) "ersterben" nur die Einheimischen. Fremdes nimmt unverhältnismäßig, fast erschreckend zu. Glaub mir, ich wohne in der Gegend und meine Beobachtungen sind auch Statistik !
Landwirtschaftliche Vorhalteflächen sind laut Recherche in Internet ein Instrument der Raumplanung in Österreich, das dazu dient, ertragreiche Agrarflächen langfristig für die landwirtschaftliche Produktion zu sichern. Sie dienen der Sicherung hochwertiger Böden für die Produktion von Lebens- und Futtermitteln, bieten Schutz vor Versiegelung und sollen die Umwidmung wertvoller Agrarflächen in Bau- oder Industrieland verhindern.
--> Warum werden in Lienz derartige Flächen dennoch einstimmig umgewidmet? --> ist das der Start für die Verbauung der gesamten Fläche?
Bürgernähe à la Frau Blanik, die Bürger vor vollendete Tatsachen stellen!
Die Neuverbauung wird im Mindestabstand zur bisherigen Besiedelung (d.h. bürgernah) durchgezogen. Noch mehr Bürgernähe ist kaum vorstellbar.
Für so ein tolles Projekt darf ein Acker umgewidmet werden. Schöneres könnte dort nicht wachsen!
Jammerschade um das Feld! Wie viele Wohnungen sollen in Lienz noch gebaut werden? Ist es wirklich notwendig, jeden Acker umzuwidmen und alles zu verbauen? Unverständlich!
Aber das solche Projekte sehr wichtig für unsere Wirtschaft sind...das darf man nie erwähnen,oder?? Immer nur sofort gegen alles aufschreien🤦!!! Siehe Stromleitung und Co.....
In welcher Hinsicht soll so ein Projekt dabei helfen, die kaputte Wirtschaft anzukurbeln?
Es geht nicht um das Aufschieben sondern um die Strukturplanung. Das angekündigte Vorhaben macht Sinn, vorallem innerhalb der Friedensiedlung. Diese benötigt diese Erweiterung der Infrastruktur. Verkehrstechnisch ist die Örtlichkeit für das geplante Projekt in der Tristacherstr. (Zufahrt über die Amlacherkreuzung und Tristacherstr. oder die Tirolerstr./Zettersfeldkreuzung/ Grafenbachstr. absolut unsinnig, da diese Strecken derzeit bereits überlastet sind. Die Zufahrt der Schillerstr. in die Grafenbachstr. ist unübersichtlich und gefährlich und gestaltet sich oft als beinahe unmöglich, da sich der Verkehr bis zur Brücke zurück staut. Es kommt dort auch immer wieder zu Unfällen.
Schuhu..natürlich würde sich keiner der heimischen Unternehmer über einen Auftrag freuen!!!Entschuldigen sie bitte mein Unwissen!!!! (viel Spass noch in ihrer Welt)
@Dolo79 Also bau ma alles zu, damit die Baufirmen was zu tun haben? Interessante Vorgehensweise. Das bissl Grünfläche opfert man dafür natürlich gern. *ironieoff*
Und wenns dann keine bebaubaren und beackerbaren Böden mehr gibt, was dann? Der Lienzer Talboden wurde in den letzten 70 Jahren mit Häuser, Fabriken und Straßen großteils verbaut. Was ist denn nach weiteren läppischen 50 Jahren wenns so weitergeht. Schon mal drüber nachgedacht? Glaubst du Amazon liefert dir dann immer noch die Erdäpfel und Nudlsackln ins Haus?
Wer lacht, lebt länger, also lachts lei fescht!
Laut Wikipedia ist Lienz zwischen 2011 und 2025 um ca 150 Einwohner angewachsen. Aber wahrscheinlich um hunderte Wohnungen in der gleichen Zeit.... Wie geht sich das aus? Wer braucht den ganzen Wohnraum? Damit will ich nicht dieses Projekt in Frage stellen, aber mir erschließt sich nicht warum soviel Wohnraum gebaut werden muss.
Mathematik löst die Frage. Ich habe keine Zahlen für Lienz , nehme jetzt mal Zahlen für Österreich . Österreich in die 90er , 2,54 Personen pro Haushalt Österreich heute , 2,19 Einwohner pro Haushalt Lienz 12107 Einwohner Wenn wir die Zahlen hernehmen , komme ich auf einen Mehrbedarf von 761 Wohnungen seit die 90er. Trend zu Singlehaushalten ,es wird mehr Wohnfläche pro Kopf und Haushalt beansprucht. Demografischer Wandel. Zuzug von die Dörfer nach Lienz .
... Hat mal wer versucht die letzen Monate/ Wochen in Lienz - für kurzfristigen Bezug - eine Wohnung zu finden? Frage auch @ Kapatieme
Dieses Projekt gehört in die Friedensiedlung. Es gibt dafür verschiedene Argumente: 1)Die Verkehrsanbindung: Der Verkehr in Richtung Tristach hat schon bisher extrem zugenommen und es gibt oft Staubildungen in Richtung Kreuzung Tirolerstr./Zettersfeldstr. Die Hauptverkehrsroute über die Tirolerstraße würde noch wesentlich mehr belastet werden Fagerer- und Zettersfeldkreuzung). Die Beda Webergasse, Kärntnerstr. und die Fanny Wibmer- Peditstr. würden als Alternativrouten noch mehr frequentiert werden, wenn die Staus zunehmen. Diese Variante würde das Verkehrsaufkommen in der Innenstadt erhöhen. 2) Bodenversiegelung: In Lienz Süd wurden in den vergangenen Jahren einige Wohnprojekte verwirklicht. Dort unnötigerweise noch mehr zu versiegeln, finde ich unverantwortlich. 3) Infrastruktur: Die Friedensiedlung ist eine 'ersterbende' Wohnregion, konzeptlos und offensichtlich ein Waisenkind der Strukturplanung. Da nun in anderen Beiträgen deutlich zum Ausdruck gebracht wurde, dass die Friedensiedlung revitalisiert werden sollte (Arzt, Therapiezentrum, mobile Pflege, Mehrgenerationenwohnungen) würde dieses Projekt perfekt in die bereits vorhandene Struktur der Friedensiedlung passen, würde diese beleben und für die dort wohnenden Menschen einen ungeheuren Mehrwert bedeuten. Schritt für Schritt könnten die umliegenden Mehrparteienhäuser einer nötigen Sanierung zugeführt werden. Es gäbe keine vermehrte Verkehrsbelastung der Innenstadt, die Siedlung ist über die Pustertalstraße oder Andreas Hoferstraße gut erreichbar. Auch die Südtirolersiedlung würde von dieser Variante profitieren. Also, Herr Ausserlechner, was sagen Sie dazu?
Schön, dass du wieder da bist, und du hast recht. Das vorgestellte Projekt ist wohl für den Anschluss an die Siedlung der Tristacherstrasse a Schaas mit politischem Versagen. Hier gehts nicht um die optimale Grundnutzung, sondern um ein Prestigeobjekt, das mit einem Schlagwort umgesetzt werden soll und die Stadtverwaltung fällt drauf rein. Während man andererorts nach einer hohen Raumnutzungsdichte strebt und sie auch vorschreibt, scheint das im Lienzer Talboden keine Rolle zu spielen. Man verweist auf das Minimum der WB-Richtlinien, nutzt aber den Spielraum nicht aus, um örtlich für den Lebensraum das Maximum zu erreichen. Die Objekte an der Amlacherstraße oder die Einkaufszentren in der Debant sind wohl das beste Beispiel für sinnlosen und nicht enden wollenden Landfraß, der jetzt in der Tristacherstraße fortgesetzt wird. Gemeinnützige Wohnbaugesellschaften, auch andere Bauträger sollte sich längst die Frage stellen, ob ihre Techniker, Architekten und Manager überhaupt die richtigen Entscheidungsträger für diese große Verantwortung in der Mitgestaltung des Lebensraumes im Umfeld dieser Kleinstadt sind. Die Politik der Stadt ebenfalls!
Lieber Senf, freu' mich auch, hatte ein paar Tage der Selbstreflexion und Besinnung nötig! Nun, was ich nicht verstehen kann, dass es offensichtlich keine Konzepte für Raumordnung und Strukturentwicklung zu geben scheint. Ebenfalls keine Antizipation bzgl. der Hitzeentwicklung (Klima). Dach- und Fassadenbegrünung, Wahl der Dämmstoffe, imtegrierte Kühlung/Heizung der Wände, obgleich ich weiss, dass dies auch in erster Linie eine Kostenfrage ist. Aber die Bauten werden für viele Jahrzehnte konzipiert, dann mal lieber weniger oder bestehende Flächen nutzen. Ein negatives Beispiel finde ich den Neubau in der Kärntnerstraße.
Es scheint entsprechende Wohnbedürfnisse zu geben, und die Wohnungspreise in Lienz deuten nicht auf ein Überangebot hin.
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