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Anhaltende Trockenheit verschärft Waldbrandgefahr

Auch in Osttirol und Kärnten ver­schlimmert sich die Lage zusehends. Mit ausreichend Regen ist nicht zu rechnen.

Die geringen Niederschläge und die daraus resultierende Trockenheit der vergangenen Wochen haben unter anderem in ganz Tirol die Waldbrandgefahr erhöht. Und auch für die kommenden Tage sind laut Wettermodellen keine größeren Regenmengen prognostiziert. Zwar soll am heutigen Mittwoch noch etwas Regen fallen, die Mengen werden jedoch bei Weitem nicht ausreichen, um die vorherrschende Trockenheit zu beenden und die Waldbrandgefahr wesentlich zu senken. Zum Vergleich: Ganze 44 Prozent beträgt das durchschnittliche Niederschlagsminus in Kärnten und Osttirol im Jahresvergleich seit 1. Jänner 2026. Wie berichtet hat etwa die Gemeinde Iselsberg-Stronach bereits reagiert und den Wasserverbrauch per Verordnung eingeschränkt.

Aus diesem Grund gilt in ganz Tirol ab sofort bis auf Widerruf ein behördlich erlassenes, flächendeckendes Verbot von Entzünden und Hantieren mit Feuer in Wald- und Gefährdungsgebieten, in denen Bodenvegetation und Wind die Ausbreitung von Bränden in angrenzende Wälder begünstigen. Auch das Wegwerfen von brennenden bzw. glimmernden Gegenständen wie etwa Zigaretten und Zündhölzer sowie das Verbrennen von Astmaterial auf Almen sind untersagt.

Über 80 Prozent der Waldbrände werden von Menschen verursacht.

Sicherheitslandesrätin Astrid Mair: „Die Bilder aus dem Kärntner Lesachtal und der Steiermark aber auch kleinere Waldbrände in Tirol in den vergangenen Tagen zeigen uns einmal mehr: Die trockenen Wälder und Wiesen bringen ein hohes Brandrisiko mit sich. Bereits ein kleiner Funke kann großen Schaden verursachen. Ich ersuche alle eindringlich, beim Aufenthalt in Wald- und Wiesengebieten besonders sorgsam zu sein. Nehmen Sie die Gefahr ernst, schützen Sie sich und unsere Natur.“ Forstreferent und Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler ergänzt: „Bereits eine weggeworfene Zigarette kann bei den sehr trockenen Verhältnissen einen Waldbrand verursachen – die Folgen können enorm sein. Neben finanziellen Schäden mindern Waldbrände auch die Schutzfunktion der Wälder und erhöhen die Anfälligkeit für andere Naturgefahren. Das gilt es mit allen Mitteln zu verhindern.“

Wer einen Waldbrand entdeckt, wird gebeten, umgehend die Feuerwehr unter der Notrufnummer 122 zu informieren und vor Ort in sicherem Abstand auf die Einsatzkräfte zu warten. „Unsere Feuerwehrleute sind genau für solche Situationen bestens ausgebildet und jederzeit bereit, auszurücken. Dennoch: Ein solcher Einsatz bindet enorme Ressourcen und ist potenziell für Einsatzkräfte gefährlich. Über 80 Prozent der Waldbrände werden von Menschen verursacht und hätten daher vermieden werden können,“ sagt Landesfeuerwehrinspektor Rene Staudacher.

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