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Erbschaftssteuer: „Es geht um gigantische Vermögen“

Neuer Steuer-Rechner zeigt: Die meisten zahlen gar nichts, da typische Erbschaften steuerfrei bleiben.

Glauben Sie, dass Sie von einer Erbschaftssteuer betroffen wären, wenn eine solche eingeführt wird? Konkrete Antworten auf diese Frage liefert nun der Erbschaftssteuer-Rechner, ein neues Online-Tool des Momentum Instituts, mit dem Nutzer:innen berechnen können, ob und in welcher Höhe eine Erbschaftssteuer für sie anfallen würde.

Typische Erbschaften bleiben steuerfrei

Das zentrale Ergebnis: Die große Mehrheit der Bevölkerung wäre nicht betroffen, da ausschließlich Vermögen in Millionen- und Milliardenhöhe besteuert werden sollen.

Die Berechnungen basieren auf Modellen für eine Erbschaftssteuer, wie sie von SPÖ und Grünen vorgeschlagen wurden. Dabei sorgen hohe Freibeträge dafür, dass typische Erbschaften wie Eigentumswohnungen, Einfamilienhäuser oder weitergeführte Familienbetriebe steuerfrei bleiben. Geschützt werden damit kleine Vermögen, die Mittelschicht und der Großteil der Familienunternehmen.

Der Rechner berücksichtigt Geldvermögen, Wertpapiere, Immobilien, Betriebsvermögen sowie sonstige Vermögenswerte wie Schmuck, Kunst oder Fahrzeuge.

Wie lange müsste jemand für dieses Vermögen arbeiten?

Zusätzlich zeigt das Tool, wie viele Jahre eine Person mit Medianeinkommen arbeiten müsste, um denselben Vermögenswert mit ihrem Bruttoeinkommen zu erarbeiten und welche Steuern und Abgaben dabei anfallen würden. Damit wird auch ein strukturelles Ungleichgewicht sichtbar: Während Arbeitseinkommen in Österreich hoch besteuert werden, bleiben große Erbschaften komplett unbesteuert. 

Rechenbeispiele aus der Praxis

Momentum-Ökonomin Barbara Schuster listet einige Beispiele auf und veranschaulicht anhand derer einerseits, wie viel Erbschaftssteuer für das jeweilige Vermögen anfallen würde. Andererseits beschreibt Schuster, wie viele Jahre eine Person mit Medianeinkommen, das im Jahr 2025 bei einem monatlichen Nettogehalt von 2.676 Euro lag, arbeiten müsste, um dieses Vermögen anzuhäufen.

Eigentumswohnung und Erspartes

300.000 Euro Geldvermögen plus eine Eigentumswohnung als Eigenheim im Wert von 800.000 Euro:
Es fällt keine Erbschaftssteuer an. Eine Person mit Medianeinkommen müsste dafür 21,2 Jahre arbeiten und würde dabei 322.454 Euro an Steuern und Abgaben zahlen.

Geerbte Immobilie

Eine Immobilie im Wert von 600.000 Euro, die nicht als Eigenheim genutzt wird:
Es fällt keine Erbschaftssteuer an. Dafür müsste eine Person 11,5 Jahre arbeiten und 175.884 Euro an Steuern und Abgaben leisten.

Vermögen über einer Million Euro und Eigenheim

1 Million Euro Geldvermögen plus ein Eigenheim im Wert von 1,55 Millionen Euro:
Es fallen 12.500 Euro Erbschaftssteuer an. Das entspricht lediglich 0,5 Prozent der gesamten Erbsumme. Eine Person mit Medianeinkommen müsste dafür 49,1 Jahre arbeiten und würde 747.506 Euro an Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträgen zahlen.

Familienbetrieb, der weitergeführt wird

Ein Betrieb im Wert von 3 Millionen Euro, der weitergeführt wird:
Es fällt keine Erbschaftssteuer an. Würde der Betrieb nicht weitergeführt, wären 500.000 Euro Steuer fällig, immer noch rund 380.000 Euro weniger als eine erwerbsarbeitende Person an Abgaben beiträgt.

Großvermögen: Geld, Eigenheim, weitere Immobilien

250.000 Euro Geldvermögen, ein Eigenheim im Wert von 1,3 Millionen Euro, weitere Immobilien im Wert von 800.000 Euro sowie ein weitergeführter Betrieb im Wert von 5 Millionen Euro:
Die Erbschaftssteuer beträgt 200.000 Euro beziehungsweise 2,7 Prozent der gesamten Erbsumme. Dafür geht eine Person mit Medianeinkommen 141,4 Jahre arbeiten und führt 2.154.576 Euro an Lohnsteuer und Abgaben ab.

Milliarden-Erbe

50 Millionen Euro Geldvermögen, Immobilien im Wert von 5 Milliarden Euro und Betriebsvermögen (wird weitergeführt) von 28 Milliarden Euro:
Auf ein Gesamterbe von rund 33 Milliarden Euro würden rund 3,24 Milliarden Euro Erbschaftssteuer anfallen. Das entspricht weniger als zehn Prozent des geerbten Vermögens. Eine Durchschnittsperson arbeitet dafür 635.797 Jahre und leistet Steuern und Abgaben in Höhe von 9.688.263.691 Euro, mehr als das Dreifache des Milliardärs-Erben.

26 Postings

Annalies
vor 3 Wochen

Bitte schaut euch in der ORF-Thek DAS GESPRÄCH (Förderungen) von heute an!

 
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jj.ll.
vor 3 Wochen

Hat nicht der Finanzminister Grasser das erste Nulldefizit erreicht (allerdings mit einigen Tricks)?

 
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    Annalies
    vor 3 Wochen

    Nein. Der Nulldefizitmythos wurde von Grasser 2001 PR-mäßig 'verkauft', es handelte sich dabei um einen statistischen Ausgleich (Ausgaben wurden ausgelagert)!

     
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Bahner Bernd
vor 3 Wochen

Man muß sich ja nicht gleich zwischen Manchesterliberalismus und Marx´"expropriiert die Expropriateure" entscheiden. Aber bei allem Verständnis für eine Gesellschaft, bei der Leistung noch zählt, die Gewichtung hat sich doch in ungesunder Weise von der Real- hin zur Finanzwirtschaft verschoben. Auch für den Mittelstand wird es immer schwieriger, durch Arbeit ein halbwegs vernünftiges Vermögen aufzubauen. Da an einigen gesetzlichen Schräubchen zu drehen, wird nicht sofort allgemeinen Wohlstandsverlust bedeuten. Und ja, das ständige wehleidige Einmahnen einer work life balance beginnt schön langsam zu nerven. Ich war immer der Meinung, dass Arbeit ein wesentliches Element des Lebens ist; es muß ja nicht gleich bis zu Selbstausbeutung gehen.

 
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Annalies
vor 3 Wochen

In Österreich gibt es viele Möglichkeiten, Geld zu sparen ohne von der Bevölkerung große Einbußen zu fordern. Als Symbolvorlage würde ich mit einer Kürzung der Parteienförderung beginnen. Wirtschaft stärken: Kammerumlage 2 für mind. 2 Jahre einfrieren. Dokumentationspflichten und Reglementierungen ('aufweichen') soweit möglich (EU). Studiengebühren für Kinder von Spitzenverdienern (auch EU u. EWR) einführen. Höhe nach Gehaltsklasse deckeln. Das Schulgeld für Privatschulen mit Öffentlichkeitsrecht deckeln, d.h. für Kinder von Geringverdienern kleine Beiträge ermöglichen um auch diesen Kindern den Zugang zu Privatschulen zu ermöglichen. Sozialsystem: Die Regierung hat offensichtlich die Übersicht bzgl. der übermäßig vorhandenen Vereine und (Mehr-)fachförderungen verloren. Durch eine genaue Durchforstung, Kontrolle, Effektivitäts-und Effizienzprüfungen unter Einforderung von Konzepten würde viel Einsparpotential ersichtlich werden. Der 'Wildwuchs' sollte wieder eingefangen und neu strukturiert werden. Gesundheitssystem: Eine einheitliche Bundesfinanzierung, Bettenabbau, da sich Therapieformen geändert haben. Hin zu vermehrt tages- und poliklinischen Behandlungen, mehr lokale Tagesrehabilitation. Kooperation von Krankenhausverbänden bei Medikamentenbeschaffung und der Bereitstellung personeller und räumlicher Ressourcen. Und regelmäßige Kontrollen, Personalbedarfsberechnungen... Vor geplanten stationären Aufnahmen sollte die event. erforderliche Nachbetreuung geklärt werden um Entlassungsverzögerungen zu minimalisieren. Finanzielle Zuwendungen könnten auch tw. durch Sachleistungen ersetzt werden. Pensionssystem. Wenn ich keine Reform wage, dann würde ich zumindest hohe Pensionen oder Mehrfachpensionen (ab 4000.- Euro) vorläufig nicht mehr erhöhen. Dies wäre ein Anfang, aber es gäbe noch viel mehr Potential. Dies würde aber hier den Rahmen sprengen. Generell würde ich einsparen, bevor ich wieder neue Steuern aufs Tapet bringe. Von den 'Qualitätsmedien' erwarte ich mehr Berichte über die Regierungsmaßnahmen zur Umsetzung des Programms und weniger Tratsch, Manipulation und Dramatik!

 
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    TW-WU
    vor 3 Wochen

    Whataboutismus in reinkultur - was hat das jetzt mit erbschafts-und vermögenssteuern zu tun?

    Noch mal die frage, wenn du schon so auf leistung pochst... Worin besteht die leistung wenn man was erbt. Ist es nicht zutiefst leistungsfeindlich für vermögenszuwachs in form von erben keine steuern zu zahlen, jedoch für einkommen durch arbeit sehr viele steuern...

    Ein weiters beispiel: "Kathrin glock... Eine junge Kellnerin aus Villach heiratet einen Waffentycoon, der sich für sie durch einen erbitterten Rosenkrieg kämpft und sie zur Chefin seines Imperiums macht..."

    Hätte sie weiterhin als kellnerin gearbeitet, hätte sie im verhältnis ein vielfaches an steuern für ihr einkommen bezahlt, als für den vermögenszuwachs durch die hochzeit!

     
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      defi
      vor 3 Wochen

      So hatte ich es auch im Kopf: Deshalb greift der m.E. der Vergleich nicht, oder?

      Der gesetzliche Regelfall ist die sogenannte Gütertrennung. Das bedeutet:

      Jeder behält grundsätzlich sein eigenes Vermögen. Auch während der Ehe erworbenes Vermögen gehört grundsätzlich demjenigen, der es gekauft oder verdient hat. Bei Scheidung gibt es aber eine sogenannte „Aufteilung des ehelichen Gebrauchsvermögens und der ehelichen Ersparnisse“.

      Das heißt:

      Die gemeinsame Wohnung, Hausrat, gemeinsame Ersparnisse, teilweise gemeinsam geschaffene Vermögenswerte

      können aufgeteilt werden.

      Nicht oder nur eingeschränkt betroffen sind oft:

      Unternehmen, geerbtes Vermögen, voreheliches Vermögen, persönliche Wertanlagen.

      Deshalb ist dein Gedanke richtig: Wenn jemand einen sehr vermögenden Partner heiratet, bedeutet das in Österreich nicht automatisch, dass bei einer Scheidung „die Hälfte des Gesamtvermögens“ zusteht. Entscheidend sind unter anderem:

      Dauer der Ehe, gemeinsame Vermögensbildung, Beiträge zum Haushalt/Kinderbetreuung, Wertsteigerungen während der Ehe, konkrete Eigentumsverhältnisse, mögliche Eheverträge.

      Gerade Eheverträge können in Österreich vieles zusätzlich regeln oder ausschließen. Manche Vereinbarungen werden allerdings gerichtlich überprüft, wenn sie extrem einseitig sind.

      Der Ausdruck „guten Deal gelandet“ ist daher juristisch oft deutlich komplizierter, als es medial dargestellt wird. Besonders in Österreich ist der automatische Vermögenszugriff des weniger vermögenden Ehepartners wesentlich begrenzter als viele glauben.

       
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    senf
    vor 3 Wochen

    @Annelies, eine Menge längst diskutierter und auch sinnvoller Vorschläge, die meisten erzeugen leider weiteren Bürokratismus, besser "Verwaltungskram", das "hört" man regelrecht heraus. Was mir fehlt, sind Einsparungen bei staatlichen und halbstaatlichen Lohnempfängern und die Wiedereinführung einer Erbschaftssteuer. Bei Pensionen oberhalb der genannten Höhe sollte man endlich den Mut haben, merkliche Kürzungen vorzunehmen. Wozu braucht ein Nationalbankboss monatliche 30.000 Euro, wozu erhalten Bankdirektoren oder ORF-Schwurbler und Abwesenheitsrekordler Abfertigungen in Millionenhöhe, warum sind Entgeltfortzahlungen bei Beamten im Pensionsalter als "Ruhegenuss" statt einer Pension nach der ASVG die Regel? Irgendwer muss das ja auch bezahlen ...

    Klar, auch im Vereinswesen sind Einsparungen längst fällig, denn in diesem Wildwuchs wird ja vielfach nicht mehr zwischen Gemeinwesen und gewinnorientiertem Unternehmen unterschieden. Ein Selbstbedienungsladen also. Warum wehrt man sich so gegen die Zusammenlegung von Gemeinden, die angeblich so dahinsiechen müssen? Ist es zeitgemäß, nach jeder Wahl die staatlichen Wirtschaftseinrichtungen durch teure Parteigünstlinge oder Vettern zu besetzen um Macht zu erhaschen? Wo bleiben Reformen für unser Bildungssystem generell, oder warum können Lehrkräfte ihre Wochenstunden großteils immer noch ausserhalb der Schulzeiten unkontrolliert "abdienen" und Nebenjobs nachgehen? ...

     
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      Annalies
      vor 3 Wochen

      @senf. Ich bin in vielen Positionen bei Dir. Nur aus Furcht vor weiterem Bürokratismus keine Kontrollen und Restrukturierungen durchzuführen, lasse ich nicht gelten. Durch den Einsatz von KI und einer besseren digitalen Datenerfassung (hoffentlich) werden hinkünftig die 'Boomer-Stellen' nicht mehr nachbesetzt werden müssen. Finanzielle Hilfestellungen und gezielte Förderungen könnten dorthin gelangen wo sie benötigt werden, die Gießkanne hätte ausgediend. Und die Lehrerschaft ist ein eigenes Kapital. Die in den Brennpunktschulen Tätigen haben es enorm schwierig. Die sollten mehr Zulagen bekommen Die stets mitklagenden 'Trittbrettfahrer' nicht. Die sehr gut bezahlte Gewerkschaft mit stets mehr überzogenen Forderungen..... Wenn man jetzt eine Erbschaftssteuer einführt und nicht reformiert, wird man die Einnahmen immer mehr erhöhen müssen. Und wen wird es letztendlich wie immer treffen? Häuslbauer mit etwas Erspartem, die größeren landwirtschaftl. Betriebe, Hotelerie, Mittelbetriebe, generell den Mittelstand. Jene, die viel gearbeitet und 'zusammengetragen' haben. Reiche werden tw. abwandern oder steuerliche 'Schlupflöcher' finden. Bei dieser massiven Staatsverschuldung und der Qualität der derzeit regierenden Akteure wäre es schlichtweg naiv, diese Türe jetzt zu öffnen.

       
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TW-WU
vor 3 Wochen

Die märchen der milliardärslobby und der auflagenstarken rechten boulevardmedien (dichand-, fellner-medien,...), die im besitz von milliardären und multimillionären stehen, verfangen leider gottes in der gesellschaft. Warum diese Erzählungen aber nichts anderes sind als gezielt gestreute Mythen – und was wirklich hinter ihnen steckt – zeigt auch ein sehr guter bericht aus deutschland. Die meisten punkte kann man 1:1 auf österreich umlegen...

"Zwischen 2021 und 2023 lag der durchschnittliche gezahlte Steuersatz auf Multimillionen- und Milliardenvermögen im Schnitt bei nur 2,9 Prozent – im Jahr 2023 sogar bei lediglich 0,1 Prozent. Wer dagegen kleinere Beträge erbt, zahlte mehr als das Dreifache. Es gilt also: Je größer das Vermögen, desto kleiner der Steuersatz... "

https://www.finanzwende.de/themen/steuergerechtigkeit/ausnahmen-bei-der-erbschaft-und-schenkungsteuer/was-die-milliardaerslobby-uns-erzaehlt-und-was-wirklich-stimmt

 
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senf
vor 3 Wochen

@steuerzahler, um einen Betrieb ins Ausland zu verlegen zählen auch andere Kriterien, vor allem das der Billiglohnländer um das Produkt "marktfähig" oder noch "marktfähiger" zu machen. Das sollte man auch in die Diskussion werfen. Sie kennen ja die Strukturen in Asien.

 
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    Annalies
    vor 3 Wochen

    Lieber Senf, Mateschitz hat nun eine Abfüllanlage in Kanada gebaut. Es geht nicht immer um Billiglohnländer und 'Arbeitskräfteausbeutung' sondern auch um Markterweiterung und Standortpolitik. Österreich ist leider aufgrund vieler Faktoren nicht mehr wettbewerbsfähig. Die bei uns verpönten Wirtschaftstreibenden werden woanders gerne aufgenommen, sie bringen Kapital, Wertschöpfung und schaffen viele Arbeitsplätze. Wir marschieren in Österreich fröhlich mit leerer Staatskasse in Richtung Planwirtschaft und wirtschaftlichem Niedergang. Woher kam das Geld für den überfürsorglichen Nannystaat? Von den über 33%, die überhaupt wenig bis nichts in den Staat einzahlen? Von der Überzahl an hochbezahlten Staatsdienern, die verfrüht und völlig 'ausgebrannt' in die wohlverdiente Pension wandern? Nein, von den vielen schwer arbeitenden Menschen, die ein Leben lang ihre Leistung erbracht haben im Bemühen, ihren Kindern etwas zu hinterlassen. Viele Arbeitsstellen wurden durch die Wirtschaftstreibenden geschaffen, die investiert, riskiert, aufgebaut und Wohlstand gebracht haben. Hart arbeitende Landwirte werden jetzt als Umweltsünder dargestellt, der Schutz menschlichen Lebens als heterotoxisch bezeichnet, aber für die Rettung eines Wals kommt es zur Massenhysterie! Und über allem kreisen bereits die rechten Geier, die nur mehr zu warten brauchen.....

     
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      karlheinz
      vor 3 Wochen

      Respekt @Annalies!!

       
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      unholdenbank
      vor 3 Wochen

      ====>>@Annalies : Eines Ihrer Lieblingsworte ist "Leistung". Wirklich etwas leisten tut der Tschaggler, der um 6 aufsteht um 7 mit der Arbeit beginnt, bis 5 nachmittags buggelt und dann wieder eine Stunde heimfährt, wo er den Rest des Tages verwenden muss, um sich halbwegs einen Standard zu "leisten". Also solche Herren, wie M. Mateschitz, Grasser, Strasser, Benko, Glock, Gorbach, Pierer, Hallmann, Mayr-Mellnhof, Swarowski auch Frau Flick usw. Das sind die echten Buggler, die mit 50 Jahren zusammengeschunden sind von ihrer schweren Arbeit. Sie stehen so stark unter Leistungsdruck, das sie diesen nicht aushalten und entweder kriminell werden oder pleite gehen. (Ironie off)

       
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      senf
      vor 3 Wochen

      Annalies, meine Argumentation ging ja da hin. Wenn sie nun meinen, dass wir in Richtung Planwirtschaft marschieren, dann haben wir es der Partei zu verdanken, die über 40 Jahre das Zepter in der Hand hatte und statt Politik prioritär Freunderlwirtschaft für Ihr Klientel betrieben hat. Anstatt Fachleute und Experten zuzulassen oder einzusetzen, walten und schalten die falschen. Sie wissen wer gemeint ist. Strukturelle Veränderungen sind leider ausgeblieben, dafür waltet die Ideologie, sei es in den Fragen der Bankenwirtschaft, im Krisenmanagement und auch in der Bauernlobby. Von einer Regierung mit ihrem Finanzminister der Milliarden an Schulden hinterlässt und das Volk hinters Licht führt ist halt nichts anderes zu erwarten. Auch im Umweltschutz agieren wir meilenweit hintennach, man baut Mauern anstatt Kompromisse einzugehen. Das Thema Renaturierung ist wohl das beste Bespiel für Angstmache anstatt einer nachhaltigen und vernünftigen Lebensraumgestaltung. Ich gebe ihnen recht mit den hochbezahlten Staatsdienern, die ja das Ergebnis der Überversorglichkeit bewirken. Aber die braucht ja das aktuelle System zu seiner Erhaltung!

       
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      Annalies
      vor 3 Wochen

      @unholdenbank. Sie haben richtig erkannt, dass ich Leistung wichtig finde! Die eigene Kraft zu spüren, die gesetzten Ziele zu erreichen und unabhängig zu sein, das war mir immer wichtig. Glücklicherweise ist mir der Faktor Neid gänzlich unbekannt, denn er hindert Menschen daran, zu erkennen, was sie wohl haben. Es wird immer Unzählige geben, die vermögender, schöner, gesünder, erfolgreicher, geliebter, privilegierter...sind. Stets zu vergleichen macht verbittert und unzufrieden. Möchte ich mit Grasser, Benko, Flick..tauschen? Nein! Nur sollten wir nun bedachtsam handeln und nicht die Kuh schlachten, deren Milch wir dringend brauchen..Und Österreich kennend, wird's eine Massenschlachtung geben!

       
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      Vlad Tepes
      vor 3 Wochen

      Mateschitz hat gar nichts nirgendwo gebaut. Er ist nicht in das Tagesgeschäft von Red Bull involviert, sondern fungiert nur als reiner Gesellschafter und Eigentümer (49%). Das einzige was der gute Mann tut, ist zuschauhen, wie sein Milliardenvermögen weiter wächst.

       
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      TW-WU
      vor 3 Wochen

      @Annalies. Gerade wenn man vorgibt, dass einen leistung wichtig ist... Worin besteht denn die leistung wenn man was erbt? Warum werden einkommen auf arbeitsleistungen so horrend besteuert und einkommen auf vererbte vermögen, für die der begünstigte nix leisten musste, überhaupt nicht besteuert?

      Ein beispiel: "Heidi Jelinek, Tochter eines Wiener Graveurs, damals Sekretärin von Beruf, lernte in einer Bar in Velden am Wörther See den 32 Jahre älteren deutschen Unternehmer Helmut Horten kennen, der es auf der Grundlage von Arisierungen während der NS-Zeit nach dem Krieg zum Kaufhaus-König gebracht hatte. 1966 heirateten die beiden. Als ihr Mann im November 1987 starb, erbte Heidi Horten das gesamte Vermögen aus dem Erlös des noch zu Lebzeiten von Helmut Horten veräußerten Kaufhauskonzerns in Höhe von rund 1 Mrd. US-Dollar... "

      Frei nach fpö-recken walter maischberger, was war ihre leistung... ?

      https://de.wikipedia.org/wiki/Heidi_Horten

       
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      senf
      vor 3 Wochen

      Annalies, die Geier die warten und scharenweise zum fertigen Futterplatz kommen sind ja die Nutznieser ohne Leistung. :-) Da haben sie recht, so ist das auch im derzeitigen Politsystem! Die Natur funktioniert aber doch ein wenig anders, sie räumt damit auf, was ja in der Politik seit Jahrzehnten nicht passiert, denn diese produziert ja laufend Aas für ihre Geier.

       
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      Annalies
      vor 3 Wochen

      TW-WU. Ich habe bereits mehrfach betont, dass ich prinzipiell nicht gegen vermögensbezogene Steuern bin. Aber zu welchem Zeitpunkt? Niemals jetzt, weil die Wirtschaft schwächelt wegen hoher Lohn- und Energiekosten. Durch die Zollpolitik Trumps, den Einbruch der deutschen Autoindustrie, des hiesigen Baugewerbes und der Wirtschafts- und Energiepolitik der EU. Zudem stehen hohe Summen für die Verteidigung an, die Umstellung auf die EEs erfordern zudem große Investitionen. Primär muss die Wirtschaft sich erholen und Investoren erhalten bzw. auch 'angezogen' werden. Reformen müssen angegangen werden, da Unsummen im 'fetten' Staatsapparat versickern. Danach kann man die Steuern auf Arbeit senken und vermögensbezogene Steuern einführen.

       
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ruhigblut
vor 3 Wochen

Danke für den interessanten Bericht.....so schauts leider aus im "Ungerechten" Österreich.....

 
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steuerzahler
vor 3 Wochen

Die Erbschaftssteuer wird den Menschen schön ausgeschmückt schmackhaft gemacht. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, daß die schönen Worte nur von kurzer Dauer sind. Später wird dann begonnen, an einzelnen Posten zu drehen, damit immer mehr in den Raster hineinpassen. Das Endziel ist dann ein großflächiges Abschöpfen. Wenn so etwas erst mal eingeführt ist, ist die Versuchung groß, die Steuer auszuweiten. Letztlich betrifft es dann alle. Besser wäre es, die Gewinnverschiebung der Konzerne ins Ausland zu verhindern. Ich glaube, da ist mehr drin.

 
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    Annalies
    vor 3 Wochen

    Ich könnte es nicht besser formulieren! Diese 'Türe' zu öffnen würde generell zu einer Leistungsdeprivation führen und dem Staat längerfristig mehr Verlust als Gewinn bringen. Zeit für Neuwahlen bevor man die Wirtschaft völlig zerstört. Dann haben nämlich alle nichts mehr, das verbindet doch auch, nicht wahr? Und den folgenden Generatiionen vermitteln wir, dass Leistung sich nicht lohnt.

     
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      neutral
      vor 3 Wochen

      @steuerzahler @Annalies Das skizzierte Konzept Erbschaftssteuer mit hohen Freibeträgen, das ca. 2% der Bevölkerung betreffen würde, scheint euch ja große Angst einzujagen!? Dabei wäre eine Einnahmen-Umschichtung Erbschaftssteuer gegen zB Dienstgeberbeitrag eine simple Maßnahme um Lohnnebenkosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu erhöhen.

       
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      Annalies
      vor 3 Wochen

      @neutral. Was glauben Sie, wie lange die 2% 'halten' und wann in weiterer Folge die Freibeträge herabgesetzt werden?

       
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    unholdenbank
    vor 3 Wochen

    Es muss verhindert werden, dass Konzernzentralen in steuerschonende Länder oder Systeme (Cayman, Luxemburg, Niederlande etc.) verschoben werden und durch abstruse Firmenkonstruktionen Zahlungen für Gebäudemiete, Nutzung des Logos ! und Geschäftsnamens !, diverse Abschreibungen der in Österreich wirksame Gewinn auf ein Minimum gedrückt wird und so keine entsprechende Steuerleistung zustande kommt (Siehe XXXLutz, IKEA und Konsorten). Diese Konzerne nutzen beinhart die Infra- und Geldstruktur des jeweiligen Landes und verschieben die Gewinne irgendwohin. Immer mit stillschweigender Zustimmung der Österreichischen Wirtschaftspartei ÖWP. Die dann von den "Dagebliebenen" mantrahaft wieder Leistung fordert. Dafür darf dann M.Mateschitz und Konsorten völlig leistungsfrei Riesenvermögen aus solchen Firmen erben. Na dann Prost.

     
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