Ein Moped ohne Kennzeichen und Lichtmaske zog am Freitagnachmittag die Aufmerksamkeit einer Polizeistreife in Lienz auf sich. Als die Beamten den jugendlichen Lenker per Lautsprecher zum Anhalten aufforderten, dachte dieser jedoch nicht daran, der Kontrolle Folge zu leisten und versuchte mit einer zweiten Person auf dem Sozius zu entkommen.
Es gab einige riskante Manöver bei der Verfolgung durch mehrere Lienzer Straßen und schließlich endete die Flucht mit einem Sturz auf einem Waldweg, weil das Vorderrad des Mopeds wegrutschte. Es stellte sich heraus, dass der 14-Jährige keinen Führerschein besitzt. Das Moped wurde ihm für eine Probefahrt überlassen. Er wird angezeigt.
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Klar ist das Risiko eines Unfalls groß, wenn die halbstarken Kids vor der Polizei abhauen. Aber ehrlich gesagt- hin oder her "wir waren auch mal jung"- sowohl den Erwachsenen (aka Erziehungsberechtigten), als auch den Teenagern ist klar, dass illegales Verhalten Konsequenzen nach sich ziehen kann und eigentlich ja auch muss! Das hiesige Phänomen, allerlei Delikte mit einem "ma jo, so seind se holt, die Büam" abzutun macht kein Kavaliersdelikt aus Fahren ohne Führerschein und Gefährdung der Allgemeinheit. Aber wenn die Eltern Gesetze nicht ernst nehmen und glaubhaft vermitteln, dass man sich an gewisse Regeln zu halten hat.... ? Die Erkenntnis kommt dann oft erst zu spät im Warteraum der Unfallambulanz.
Alljährlich im Frühjahr nach der Schneeschmelze dasselbe: Das Christkindlgeschenk vom Papa wird auf Hochglanz gebracht und dann Vollgas. Auf in den Wald, in die Berge. Damit sind nicht die Mopeds, eine TS 50 oder Sachs mit 2 bis 3 PS gemeint, sondern leistungsstarke Crossmaschinen, die Steigungen bis auf den einen oder anderen 3000er Gipfel locker packn. Meist auf eine Wette Gleichgesinnter hin, der "Gipfelsieg" wird dann über die sozialen Medien gefeiert und von so manchen bestaunt. Falls das Abenteuer dann einmal daneben geht, großes Bedauern, Mitleid, Ausreden oder besser: Lügen! Der Gruppenzwang hat da schon was.
Leider verkennen viele Eltern die Situation. Der Bub mag zwar unter Gleichgesinnten und so manchem Papa begeistern, "Unser Prachtkerl". Dieser ist aber meist nicht versichert, hat keinen Führerschein und fährt eigentlich vermummt und übermotirisiert wild durch die Gegend.
Er gefährdet sich und auch andere in seiner Aufregung, im Panikverhalten eines Verfolgten u. s w. Es herrscht trotzdem Einigkeit, denn der Nachwuchs konnte und durfte ja bereits im Vorschulalter mit einem E-Moped seine Kreise auf dem Ortsplatz vorführen. Voller Stolz der seinigen, er kanns ja.
Naja und wenn dann im Falle eines Unfalls die Meldung über den Verletzten kommt, dann gibts großes Bedauern und Mitleid. Meist im ganzen Dorf. Wir kennen das aus den Regionalmedien. Der einzige der lacht, ist der Händler, der mit dem Ding ja ein gutes Geschäft gemacht hat. Es gilt die Unschuldsvermutung!
Eine Trainigsstrecke gibt es im Bezirk nicht, man bewegt sich auf fremden Boden in der Natur und auf öffentlichen Straßen. Nicht zur Freude aller.
Darum braucht es eine oder mehrere Trainingsstrecken. Kann ja durchaus auf elektrisch betriebene Motorräder eingeschränkt sein.
Ja, eine Strecke mit Rundkurs einzurichten wär in mehreren Seitentäler möglich und auch vorgesehen, allerdings wurden sie im Vornherein von den Gemeinden wegen Lärmbelästungung abgelehnt. Damals gab es leider noch keine leistungsfähige Elektro-Motocross-Bikes, es wär daher ein neuer Anlauf denkbar. Vielleicht ein Verein?
Die PS starken "Schwarzfahrer" in Schottergruben oder in der Almregion machen ja eh keinen Lärm, wobei es auch schwer zu unterscheiden ist, ob dort oben ein Hirte seine Runden zu und um die Schafen und Kühen dreht oder jemand aus Spass und Mutprobe Gas gibt.
....ja leider...sollte man sich mal überlegen ob für eine Verwaltungsübertretung eine Verfolgungsjagd von zwei Jungs gerechtfertigt ist....man denke an die möglichen Unfallfolgen, durch die "Jagd" der Polizei, die den Jugendlichen im schlimmsten Fall drohen.....
sie hätten ja nicht flüchtem müssen, sondern einfach dazu stehen, dass sie etwas unrechtes getan haben. Wenn die Jungs etwas beschädigt, oder noch schlimmer, jemanden angefahren hätten, dann wäre über die mangelnden Kontrollen der Polizei hergezogen worden.
@isnitwahr...und du warst nie jung???...ich schon, und wir sind auch abgehauen, wegen zb. keinen Helm auf oder ähnlichem Blödsinn....deswegen eine Verfolgungsjagd zu starten ist meines Erachtens maßlos übers Ziel hinausgeschossen....wär mal neugierig wenns deinem Kind so erginge...angefahren hätten sie höchsten nur jemanden da sie gehetzt wurden....
@ruhigblut, dann darf ich Ihnen erzählen, wie es mir ergangen ist: auf einem ausgewiesenen Wanderweg (mit Hinweisschild zum Fahrverbot) am Nußdorfer Berg ist mir auf einem engen Stück des Weges ein junger Mann, dürfte ca. im selben Alter wie die 2 gewesen sein, mit einer Crossmaschine ohne Nummerntafel in ziemlichem Tempo bergab entgegen gekommen. Da er wohl aus Panik, gesehen worden zu sein, nicht abbremste blieb mir nichts anderes übrig, als mitsamt dem Hund einen Hechtsprung zur Seite zu machen. Gott sei Dank gab es bis auf in paar Hämatome, Schürfwunden und einem ängstlich zitternden Hund keine Verletzungen. Ebenso beim Schwammerlsuchen mitten im weglosen Wald, ein Teenager auf einer Crossmaschine im Slalom zwischen den Bäumen, ohne Nummerntafel und ohne Helm. Und stellen Sie ich vor, ich war tatsächlich auch einmal jung und habe Streiche gespielt, aber ich habe niemals anderer Leute Sachen beschädigt oder andere Menschen gefährdet.
@isnitwahr....Das, was dir hier passiert ist, ist eine ganz andere Nummer und selbstverständlich abzulehnen....beides ist zwar – nehme ich an – jugendlichem Leichtsinn geschuldet, aber in deinem Fall war es eindeutig gefährlich...trotzdem sind die Situationen nur schwer vergleichbar, im Artikel konnte ich keine Gefährdung anderer erkennen...
Eine von vielen "Lieblingsverfolgungen" einer Streife - Mopedlenker! Das war früher schon so.......
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