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Zahl der Verkehrstoten stieg im Vorjahr

403 Menschen wurden getötet. Zudem gab es viele Unfälle von Kindern, E-Scootern und E-Bikes.

Wie die Statistik Austria mitteilt, steigt die Zahl der Verkehrsunfälle seit dem historischen Tiefstand im Corona-Jahr 2020 kontinuierlich an. So verletzten sich 2025 pro Tag durchschnittlich 129 Personen im Straßenverkehr – um drei Verletzte mehr pro Tag als 2024.

22 Schwerverletzte täglich

Im Durchschnitt wurden täglich 22 Personen schwer verletzt, das ist der höchste Wert in den vergangenen 13 Jahren. Maßgeblich für den Anstieg bei den Verletzten war, dass 2025 deutlich mehr E-Scooter- und E-Bike-Fahrer:innen verletzt wurden als im Vorjahr. Die Zahl der verunglückten Kinder war so hoch wie seit 2007 nicht mehr, auch dafür waren E-Scooter-Unfälle eine Ursache“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.

Höchststand bei Verkehrstoten seit 2019

Insgesamt 403 Personen verstarben 2025 im Straßenverkehr. Das ist die höchste Zahl an Verkehrstoten seit 2019 und eine Steigerung von 15 Prozent gegenüber 2024 (351 Personen). Niederösterreich verzeichnete einen besonders starken Anstieg, mit 111 Todesfällen im Vergleich zu 84 im Jahr 2024.

Österreichweit wurde der höchste Anstieg Getöteter bei den Radfahrer:innen verzeichnet: 65 Personen, die 2025 mit einem Rad unterwegs waren, kamen im Straßenverkehr ums Leben, das sind doppelt so viele wie im Jahr davor (32). Die Getöteten mit muskelbetriebenen Fahrrädern stiegen von 12 auf 33, jene mit E-Bikes von 20 auf 32.

24 Prozent mehr verletzte E-Scooter-Fahrer:innen

Darüber hinaus verletzten sich 10 488 Radfahrer:innen 2025 im Straßenverkehr, das ist ein Plus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ist der zweithöchste Wert seit Beginn der Statistik 1961, wobei beim Höchststand im Jahr 2022 die E-Scooter noch in die gleiche Kategorie mit den Radfahrer:innen fielen.

Der Anstieg ist dabei ausschließlich auf die verletzten E-Bike-Fahrer:innen zurückzuführen, deren Zahl im Vorjahresvergleich um 17 Prozent stieg, während die verletzten Fahrer:innen von herkömmlichen Rädern stagnierten.

Sogar um 24 Prozent stieg die Zahl der verletzten E-Scooter-Fahrer:innen, womit bereits jede:r 18. Verletzte im Straßenverkehr auf einem E-Scooter unterwegs war. 25 Prozent davon waren Kinder (0−14 Jahre), wobei besonders der Anstieg an Verletzten in der Altersgruppe der 10−14-Jährigen von 328 Verletzten 2024 auf 606 (+85 %) groß war.

Höchstwert verunglückter Kinder seit 2007

Die vielen E-Scooter-Unfälle waren einer der Gründe für die hohe Anzahl verletzter Kinder im Straßenverkehr 2025. So wurden 2025 mehr als 3500 Kinder (+16 %) bei Straßenverkehrsunfällen verletzt, weitere acht Kinder starben. Das ist der höchste Wert verunglückter (also verletzter oder getöteter) Kinder der vergangenen 18 Jahre.

Der Großteil der Kinder verunglückte als Pkw-Mitfahrer:in (31 %), mit dem Fahrrad (22 %) oder dem E-Scooter (18 %). 59 Prozent der verunglückten Kinder, die mit einem Rad unterwegs waren, trugen zum Unfallzeitpunkt einen Radhelm, bei den E-Scooter-Fahrer:innen waren es nur 18 Prozent. Wohl auch deshalb gilt seit Mai dieses Jahres eine Helmpflicht für unter 16-jährige E-Scooter-Fahrer:innen.

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