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Szene aus dem Stück „Demaskiert“, das am 3. Juni auf der Bühne im Lienzer Gymnasium Premiere hat. Foto: Gymnasium Lienz/Doris Vouk

Szene aus dem Stück „Demaskiert“, das am 3. Juni auf der Bühne im Lienzer Gymnasium Premiere hat. Foto: Gymnasium Lienz/Doris Vouk

Demaskiert! Was bleibt, wenn die Fassade fällt?

Schüler:innen am Gym Lienz schrieben, inszenierten und spielen ein Stück, das zum Nachdenken anregt.

Wer sind wir, wenn niemand mehr zusieht? Was bleibt von uns übrig, wenn unsere Masken fallen? Und sind wir überhaupt bereit, uns und andere so zu sehen, wie wir und sie wirklich sind? Diese Fragen stellten sich in diesem Schuljahr acht Gymnasiast:innen der sechsten Klassen in einem Theatermodul mit Doris Vouk und Arno Oberegger.

Das Stück wurde von den Schüler:innen selbst entwickelt und geschrieben. Es geht in ihm um eine Gruppe privilegierter Jugendlicher an einem exklusiven Internat, die den Anspruch hat, perfekt zu sein – oder zumindest so zu wirken.  Zwischen Luxus, Social Media und elitären Erwartungen inszenieren sie sich selbst und ihre Beziehungen wie ein Bühnenstück. Sie scheinen erfolgreich, beliebt und unangreifbar. Doch hinter der glänzenden Fassade wachsen Unsicherheiten, Konkurrenz und Einsamkeit.

Als Gerüchte die Runde machen und ein Mitglied der Clique beginnt, verborgene Wahrheiten ans Licht zu bringen, gerät das fragile Gleichgewicht ins Wanken. Freundschaften zerbrechen, Rollenbilder bröckeln und persönliche Konflikte eskalieren. Themen wie Leistungsdruck, Identität, Zugehörigkeit und gesellschaftliche Erwartungen treten offen zutage – ebenso wie die Frage, wie viel von dem, was gezeigt wird, tatsächlich echt ist. Im Verlauf der Handlung werden die Figuren gezwungen, sich selbst und einander neu zu sehen. Doch nicht alle sind bereit, ihre Masken abzulegen. Am Ende bleibt die zentrale Frage bestehen: Wer sind wir eigentlich?


Zu sehen ist das Stück am 3. Juni um 19:00 Uhr im Festsaal des BG/BRG Lienz.
Eintritt sind freiwillige Spenden.

Silvia Ebner ist eine Erzählerin mit Leib und Seele. Ihr erstes Buch „Vom Sterben. Und Leben“ erschien im Sommer 2018 im Dolomitenstadt-Verlag und wurde gleich zum Bestseller. Die Sprachlehrerin arbeitet auch als Journalistin, Theaterautorin und Podcasterin.

Ein Posting

isnitwahr
vor 2 Minuten

Gratulation, was für ein Thema, toll, dass ihr euch das traut. Ich bin der Überzeugung, dass es vielen von uns gut tun würde, in den wagren Spiegel zu schauen. Selbstreflexion ist heute kaum mehr vorhanden, die heile, selbstkonstruierte Welt darf keine Risse bekommen. Nur - irgendwann zerbricht er, der Krug.... Freue mich darauf, das anzusehen!

 
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