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Neue Strompreisbremse kommt ab Sommer

Der Preis für einen Grundverbrauch von 2.900 kWh pro Jahr soll auf netto zehn Cent gedeckelt werden.

Die Regierung hat sich am Dienstagabend auf eine neue Strompreisbremse ab Sommer geeinigt. Das berichtete die „Kronen Zeitung“ am Mittwoch. Dabei soll der Preis für einen Grundverbrauch von 2.900 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr auf netto zehn Cent gedeckelt werden, sobald der durchschnittliche Strompreis für Endkunden über 16,5 Cent pro kWh steige. Derzeit liege er laut E-Control bei rund 14 Cent, hieß es. Für Strom über dem Grundverbrauch gelte weiterhin der Marktpreis.

„So verhindern wir künftig, dass explodierende Strompreise die Inflation erneut eskalieren lassen“, wird Staatssekretärin Michaela Schmidt (SPÖ) von der Zeitung zitiert. Finanziert werden solle die Maßnahme über den bereits bestehenden Energiekrisen-Beitrag der Stromproduzenten. Die Einnahmen daraus steigen automatisch mit den höheren Marktpreisen an.

Regierungskoalition will für steigende Strompreise vorsorgen. Von links: Andreas Babler (SPÖ), Christian Stocker (ÖVP) und Beate Meinl-Reisinger (Neos). Foto: APA/Fohringer

Eine maximale Laufzeit für die Preisbremse sei nicht vorgesehen. Wie die APA aus Regierungskreisen erfuhr, soll eine plötzliche Belastung nach Rückfall des Preises unter der 16,5-Cent-Grenze verhindert werden. Daher sei noch eine dreimonatige Nachlaufzeit geplant. Für kleine und mittelgroße Unternehmen seien auch Mittel im Rahmen des Energiekrisenmechanismus vorgesehen, die Kosten reduzieren sollen, so die „Krone“ weiter.

Die Strompreisbremse werde an den Industriestrompreis gekoppelt, den die ÖVP umsetzen wollte. Die „Krone“ bezog sich dabei auf Insider. Es werden bis zu 50 Prozent des Großhandelsstrompreises gefördert, wobei die Preisuntergrenze bei fünf Cent pro kWh liege, wie es dazu aus Regierungskreisen hieß. Dies gelte für Unternehmen mit einem Jahresstromverbrauch von mindestens 1 Gigawattstunde (GWh). Zudem solle die Entlastung für maximal 25 Prozent der Stromkosten bei energieintensiven Prozessen gelten.

Gerhard Pirkner ist Herausgeber und Chefredakteur von „Dolomitenstadt“. Der promovierte Politologe arbeitete als Kommunikationsberater in Salzburg, Wien und München, bevor er nach Lienz zurückkehrte und 2010 „Dolomitenstadt“ ins Leben rief. 2025 erhielt Pirkner für seine journalistische Arbeit den Walther-Rode-Preis.

3 Postings

lia
vor 19 Minuten

ich wäre auch ein good weather politiker.

 
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RJMoses
vor 2 Stunden

Wenn die Strompreise sinken, steigt dafür das Netzentgelt, so einfach ist das. Die Grosskonzerne fahren ihre gewinne so oder so ein. Der brave Bürger wird wieder mal verar......... 😉

 
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    Annalies
    vor 11 Minuten

    Die 6.-Cent/kWh für jene, die von der ORF-Haushaltsabgabe befreit sind, finde ich gut. Die Strompreisreduktion für gewisse (?) Industriebetriebe kann ich nicht zuordnen und auch nicht bewerten. Und die Gegenfinanzierung? Braucht es daher die Paket- und Streamingdienstabgabe? Fällt eigentlich nur mir auf, dass einnahmenseitig mit Impertinenz versucht wird, stets noch mehr Geld vom Steuerzahler zu 'lukrieren' während ausgabenseitig außer vagen Andeutungen wenig geschieht (siehe ZIB 2 gestern)!

     
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