Die Statistik Austria zieht Bilanz über die Wintersaison (November 2025 bis April 2026): Laut vorläufigen Ergebnissen wurden österreichweit 74,23 Millionen Nächtigungen registriert, ein neuer Höchstwert seit Beginn der elektronischen Aufzeichnungen 1973/74.
Wintertourismus in Österreich: Plus von 2,5 Prozent
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (November 2024 bis April 2025) bedeutet das ein Nächtigungsplus von 2,5 Prozent. Verantwortlich für diesen Anstieg zeichnen vor allem Gäste aus dem Ausland: Während die Nächtigungen von Österreicher:innen mit 16,67 Millionen nahezu gleich hoch blieben, wuchsen die Nächtigungen von Gästen aus dem Ausland um 3,1 Prozent auf 57,56 Millionen.
Die wichtigsten Herkunftsländer sind weiterhin Deutschland und die Niederlande, gemeinsam machen Gäste aus diesen Länden mehr als die Hälfte aller ausländischen Nächtigungen in Österreich aus.
Tirol: starker Winter, schwacher Frühling
Mehr als die Hälfte der Winternächtigungen in Österreich entfallen auf die Bundesländer Tirol und Salzburg, die beide mit ihren Nächtigungszahlen über den Werten der Vergleichsperiode des Vorjahres liegen.
Wie die Landesstatistik Tirol veranschaulicht, wurden in Tirol im Vergleich zur Wintersaison 2024/25 um 2,5 Prozent mehr Ankünfte und 1,8 Prozent mehr Nächtigungen verzeichnet. Deutlich schwächer als im Vorjahr war hingegen der April mit einem Nächtigungsminus von 8,3 Prozent.
Genauso wie Österreich braucht auch Tirol deutsche Tourist:innen wie einen Bissen Brot, stammt doch jeder zweite Urlauber (50,4 Prozent) aus Deutschland. Auf den weiteren Rängen der wichtigsten Herkunftsländer folgen die Niederlande, das Vereinigte Königreich und Belgien.
St. Jakob ist Osttirols stärkste Tourismusgemeinde
Osttirol ist eine Zwei-Saisonen-Destination, hat also eine ausgeglichene Sommer- und Winterbilanz, während Nordtirol im Winter deutlich stärker punktet. Das merkt man auch im Ranking. Die erste Osttiroler Gemeinde in der Liste der nächtigungsstärksten Tiroler Kommunen ist St. Jakob im Defereggen auf Platz 50 mit 27.906 Ankünften (+6,8 Prozent) und 153.548 Nächtigungen (+4,3 Prozent).
Dahinter folgen Kals am Großglockner auf Platz 58, Matrei auf Platz 62, Sillian auf Platz 73 und Obertilliach auf Platz 74. Durchaus markant ist der Zuwachs der Nächtigungen in Sillian, der bei 14,5 Prozent im Vergleich zur Wintersaison 2024/25 liegt und mit den Olympischen Spielen in Cortina zusammenhängen dürfte. Die Bezirkshauptstadt Lienz reiht sich auf dieser Liste übrigens auf dem 80. Rang ein und hat ebenso ein deutliches Nächtigungsplus von 11,5 Prozent vorzuweisen.
TVBO mit 909.648 Nächtigungen
Insgesamt verzeichnete der Tourismusverband Osttirol verglichen mit der letzten Wintersaision jedoch sowohl bei den Ankünften (202.344, +5 Prozent) als auch bei den Nächtigungen (909.648, +2,7 Prozent) einen Zuwachs und befindet sich damit auf dem zehnten Platz aller Tiroler Tourismusverbände. Während von Dezember bis Februar monatlich mehr Nächtigungen als im gleichen Monat des Vorjahres registriert wurden, steht im März und April unterm Strich ein Minus, das beispielsweise im April bei rund 17 Prozent liegt.
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