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Durst setzt auf Textilindustrie in Como

In der Lombardei werden 20 Millionen Euro in ein hochspezialisiertes Technologiezentrum investiert.

Die Durst Gruppe meldet einen bedeutenden Schritt zur weiteren Internationalisierung und zum Ausbau des Unternehmens, das aktuell an den Standorten Brixen, Lienz und Kufstein rund 430 Millionen Euro erwirtschaftet und auf digitale Produktionstechnologien spezialisiert ist. 

Am 4. Juni wurde offiziell das Projekt „Durst Como“ gestartet. Die norditalienische Stadt ist ein traditionelles Zentrum der Textilwirtschaft und genau darauf setzt die Expansionsstrategie von Durst. In Como werden 20 Millionen Euro in ein hochspezialisiertes Produktionszentrum investiert, das Inkjet-Technologien, Software und technischen Lösungen für den industriellen digitalen Textildruck entwickelt. 

Durst-CEO und Co-Eigentümer Christoph Gamper pflanzt in Como ein Bäumchen, assistiert von Alessandro Manes, Director Global Sales Industrial Textile und Harald Oberrauch, dem Präsident der Durst Group, die in der Lombardei 20 Millionen Euro in digitale Textildrucktechnologie investiert. Foto: Durst Group

„Como druckt seit Generationen Textilien für die Welt. Wir sind nicht hier, um nur vorbeizuschauen. Wir sind hier, um zu bleiben“, sagte Christoph Gamper, CEO und Miteigentümer der Durst Group beim Kickoff des Projekts: „Durst Como ist ein langfristiges Bekenntnis: europäische Technologie, hier entwickelt und gebaut, für die Welt.“ Die Investition in Durst Como sind laut Gamper „Teil eines Wachstumspfads, den die Durst Group im Textilsektor seit mehr als einem Jahrzehnt verfolgt.“ 

In den vergangenen zwölf Jahren hat die Gruppe mehr als 50 Millionen Euro in ihr Textilgeschäft investiert und will mit diesem Segment den Gruppenumsatz in den kommenden fünf Jahren verdoppeln. 

Durst beginnt in Como keineswegs bei Null, sondern hat bereits 2023 Aleph übernommen, ein Unternehmen, das auf die Entwicklung fortschrittlicher Inkjet-Lösungen für den Direktdruck auf Textilien sowie für den Papierdruck spezialisiert ist. Die Übernahme wurde 2025 abgeschlossen und Aleph vollständig in die Durst Group S.p.A. integriert. Die Region um Como gilt international als Kompetenzzentrum entlang der textilen Wertschöpfungskette.

Neben Brixen und Lienz ist Como nun der dritte Entwicklungs- und Produktionsstandort der Gruppe Kapazitäten für Forschung und Entwicklung. Schrittweise soll der Standort zudem zu einem Zentrum für Kundenzusammenarbeit sowie für textilbezogene Automatisierung und Software ausgebaut werden. Komplementär dazu bleibe Kufstein der „Textilhub der Gruppe für Superwide- und Sonderentwicklungen“, wird betont.

„Dieses Projekt ist ein zentraler Meilenstein auf unserem Wachstumspfad“, erklärte Alessandro Manes, Director Global Sales Industrial Textile der Durst Group. Das Projekt wird in einem bestehenden Gebäude umgesetzt, das energetisch saniert wird mit dem Ziel, 100 Prozent nicht-fossile Energie zu nutzen. Zu den geplanten Maßnahmen zählen die Installation von Wärmepumpen als Ersatz für die bestehenden Gasheizsysteme sowie, in der ersten Projektphase, die Errichtung einer Photovoltaikanlage mit rund 600 kWp zur Erzeugung von 100 Prozent grünem Strom.

Das Gebäude in Como steht zwar bereits, doch es wird aufwändig energetisch saniert und umgebaut. Rendering: Durst Group

In Einklang mit Initiativen, die bereits an anderen Standorten der Gruppe umgesetzt wurden, wird Durst Como zudem ein Bienenvolk beherbergen.

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