Beton und Asphalt heizen sich gnadenlos auf und lassen bei Starkregen dem Wasser keinen Platz zum Versickern. Greenpeace wollte wissen, wie gut Österreichs Städte tatsächlich gegen die Auswirkungen der Klimakrise und das fortschreitende Artensterben gerüstet sind und hat dazu einen Satellitencheck gemacht.
Mit Hilfe von präzisen Copernicus-Satellitendaten wurden die Zentren von 80 österreichischen Städten ab 10.000 Einwohnenden analysiert. „Das Ergebnis zeigt ein klares Gefälle. Aber auch echte Pioniere, die vormachen, wie die Stadt der Zukunft aussehen kann“, schreibt die Umweltorganisation.
Unter den 80 Städten befindet sich auch Lienz und ausgerechnet die „Sonnenstadt“ scheint zumindest in diesem Ranking alles andere als gerüstet für hitzige Zeiten. Mit nur 18,9 Prozent Grünflächenanteil liegt Lienz auf dem drittletzten 78. Platz, noch weniger Grün haben nur Wörgl und Wolfsberg aufzubieten.
Zum Vergleich: Lustenau hat einen Anteil von 55,3 Prozent an Grünflächen im Stadtzentrum und gewinnt diese Wertung vor Bad Vöslau (54,5 Prozent) und Ebreichsdorf (54,4 Prozent). Generell punkten viele Kommunen aus Niederösterreich und Vorarlberg mit schattigen Innenstädten, während die beste Tiroler Stadt Schwaz mit 32,3 Prozent Grünflächenanteil erst im Mittelfeld auftaucht, noch hinter Linz und unmittelbar vor Spittal an der Drau mit 32,2 Prozent innerstädtischen Grünflächen.
Wer genau wissen will, welche Stadt wieviel Grün in ihrem Zentrum bietet, kann hier eine interaktive Karte mit allen Detailergebnissen aufrufen.

10 Postings
Da wäre wohl zu hinterfragen, was man als "Stadtgebiet" angenommen hat! Die Stadtgrenze, oder nur die Altstadt ....? Lienz ist bekanntlich mit den Nachbargemeinden Gaimbarg, Tristach, Amlach, Leisach, auch Nussdorf-Debant beinahe zusammen gewachsen! Es gibt sicherlich Beispiele, wo das alles zusammen eine "Stadt" ist (Eingemeindung, und vielleicht nur von einer dieser Nachbargemeinden)! Und wenn man dann "Lienz" ansehen würde, ergäbe es doch ein ganz anderes Ergebnis, oder?
"Mit Hilfe von präzisen Copernicus-Satellitendaten haben wir die Zentren von 80 österreichischen Städten ab 10.000 Einwohnenden analysiert."
@heli52...ich denke es geht hier gezielt um diese Bereiche: Hauptplatz, Messinggasse, Rosengasse, Johannesplatz, Fußgängerzone, Egger‑Lienz‑Platz, Bezirksgericht,Europaplatz, Liebburg, Stadtmarkt...
schau dir einmal die karte an, da sieht man sehr gut den vergleich zu anderen innenstädten.
Die Aufnahme vom Johannesplatz sagt ja alles. Der neu angelegte Iselkai dito. Wo bleiben unsere zukunftsorientierten Stadtplaner? Gibt es die überhaupt?
ja dann liebe stadtplaner, der hauptplatz ist eure chance (wortwörtlich) wieder boden gut zu machen.
@le corbusier...ja sehe ich auch so!
Ja aber wenn das Pflaster so schön ist und so toll zum drüberfahren mit Scooter oder Fahrrad.
...war's wirklich anders zu erwarten?....trotzdem erschreckendes Ergebnis der Studie!...Jede Staude, jeder Baum und jedes bißchen Grünfläche wird gnadenlos zurückgeschnitten, abgeholzt oder zubetoniert...wird Zeit mehr Bäume zu pflanzen, zubetonierte Flächen zu renaturieren sowie Fassaden, Dächer und Haltestellen begrünen, mal als erste Notmaßnahme....
Der wolf_C hätte ähnliche Daten erhoben, hätte man ihn gelassen. Aber die Gelassenheit fehlt ihm bekanntlich.
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