Beton und Asphalt heizen sich gnadenlos auf und lassen bei Starkregen dem Wasser keinen Platz zum Versickern. Greenpeace wollte wissen, wie gut Österreichs Städte tatsächlich gegen die Auswirkungen der Klimakrise und das fortschreitende Artensterben gerüstet sind und hat dazu einen Satellitencheck gemacht.
Mit Hilfe von präzisen Copernicus-Satellitendaten wurden die Zentren von 80 österreichischen Städten ab 10.000 Einwohnenden analysiert. „Das Ergebnis zeigt ein klares Gefälle. Aber auch echte Pioniere, die vormachen, wie die Stadt der Zukunft aussehen kann“, schreibt die Umweltorganisation.
Unter den 80 Städten befindet sich auch Lienz und ausgerechnet die „Sonnenstadt“ scheint zumindest in diesem Ranking alles andere als gerüstet für hitzige Zeiten. Mit nur 18,9 Prozent Grünflächenanteil liegt Lienz auf dem drittletzten 78. Platz, noch weniger Grün haben nur Wörgl und Wolfsberg aufzubieten.
Zum Vergleich: Lustenau hat einen Anteil von 55,3 Prozent an Grünflächen im Stadtzentrum und gewinnt diese Wertung vor Bad Vöslau (54,5 Prozent) und Ebreichsdorf (54,4 Prozent). Generell punkten viele Kommunen aus Niederösterreich und Vorarlberg mit schattigen Innenstädten, während die beste Tiroler Stadt Schwaz mit 32,3 Prozent Grünflächenanteil erst im Mittelfeld auftaucht, noch hinter Linz und unmittelbar vor Spittal an der Drau mit 32,2 Prozent innerstädtischen Grünflächen.
Wer genau wissen will, welche Stadt wieviel Grün in ihrem Zentrum bietet, kann hier eine interaktive Karte mit allen Detailergebnissen aufrufen.

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Man sollte sich einmal eine GR Sitzung anschauen, wenn es um irgendwelche stadtbaulichen Veränderungen gibt. Unsere Frau BM Elisabeth Blanik streitet und kämpft um jeden Baum, der irgendwo gefällt oder umgesetzt werden muß. Es braucht für jeden Baum eine Begründung, sonst gibt es von Frau Blanik keine Bewilligung zum Entfernen. Diese Betonwüste hat in Lienz schon seit den 50 - iger 60 - iger Jahre Bestand. Und durch die Umbauten finde ich persönlich das Stadtbild sehr schön.
Magst a Zuggale? Kriegsch gerne!
Hast recht, Baumwuchs macht die Natur, nicht der Künstler, dessen Werk man dann ewig anhimmelt und nicht schlau daraus wird wozu es gut ist!
Nach dem Mob-Zentrum steht es 1:0 für Beton, der Isel-Verbauung nach 2:0 für Beton
Darauf zu hoffen, dass das Auto weniger benützt wird, ist sinnlos. Oft gibt es keine Alternative zum Auto, weil einfach noch zu viele Menschen in kleinen Ortschaften bis zu über 1.000m Seehöhe leben, und zwar ohne Nahversorgung. Der Scooter funktioniert höchstens in der Stadt. Paradox ist es dann, wenn "grün" bewegte Menschen mit ihrem elektrischen X5 Bmw täglich die 200 Meter zum Bäcker in Gang setzen, um Semmel zu holen.
Wenn wir uns anschauen, wieviele Autos und wieviele Fahrräder stehen vor den Supermärkten? Im Falle von Familien mit Kindern, die verschiedene Schulen besuchen und auch zu Freizeitaktivitäten gebracht werden müssen, versteht ein Jeder, dass sie das Auto benötigen. Der Wochenendeinkauf wird auch nicht mit dem Rad zu bewältigen sein. Aber es handelt sich vielfach auch um Bequemlichkeit und Automatismen. Ein wenig Bedachtsamkeit und Überwindung, das wäre ein Anfang. Es geht nicht um Bevormundung sondern um das kollektive Bewusstsein, dass wir etwas ändern und unsere Lebensqualität verbessern wollen! Und der eigenen Gesundheit tut's gut.
Wie wäre es, wenn man den Klostergarten anmieten würde um dort eine grüne Wohlfühloase zu schaffen? Die Neubauten auf dem Südtirolerplatz haben Flachdächer, die man begrünen könnte, falls deren Statik es zulässt.
@Annalies: Klostergarten anmieten? Geht schon gar nit, dort sollst nit unkeusch sein ...
Flachdächer begrünen? Besser wär Photovoltaik, für Grünflächen brauchts an Zaun - an Zustieg und a Sense.
Trotzdem, Anstöße sind erlaubt!
Es ist zwar schon ein Zeitl her, aber ich kann mich gut erinnern dass wir als Kinder und Jugendliche durchaus in der Lage waren, unsere Freizeitaktivitäten zeitgerecht zu erreichen, ohne von Mama und/oder Papa mit dem Auto hinkutschiert zu werden. Derzeit scheinen wir eine Generation von Konsumtrotteln heranzuzüchten.
Na, Senf, wenn glei olles vom Tisch gwischt werd...donn bleibt olles beim Olten, gelle?
Lieber Senf, Spaß beiseite! Ich hatte nicht die Idee, den Nudisten-Club bei den Padres unterzubringen. Der Garten könnte jedoch als multifunktioneller Begegnungs-und Erholungungsraum dienen. Ich sehe regelmäßig morgens eine Kleingruppe auf der kleinen Rasenfläche vor dem Schmetterlingsbrunnen ihre Morgengymnastik betreiben, wo auch die vielen Hunderln Gassi gehen. Der Klostergarten wäre doch spirituell und auch aus hygienischer Sicht eine diskussionswürdige Alternative. Es ist ein wunderbarer Garten! Nachts verschlossen und keine Hunde! Und zu den begrünten Dächern: was wollen wir in Lienz? Den Ausbau der Photovoltaik in der Innenstadt oder eine Kühlung des Zentrums. Wenn man Dächer begrünen will, dann ist das möglich!
Naja, Annelies, dass es ein Nudisten Club sein sollte, dachte ich natürlich nicht, eher an die modischen Hotpants mit kuhlen Oberteils. Aber mal ehrlich, brauchen die Padres eine weitere Einnahmequelle? Etwas weiter auswärts um Lienz gibts ja einen Grünspeckgürtel.
Wenn ich mir die Innenstadtdächer im Tiris so anschaue, sehe ich nur wenige Flachdächer, dafür überwiegend blecherne, heiße Gibeldächer, die wohl nicht wie Steilhänge im Winkltal beackert werden können. Dort bieten sich zur Abkühlung wohl kaum Möglichkeiten, eher für anige Photovoltaikpaneele. Und wie weiter unten @Tolliver angedeutet hat, wäre die emotional andiskutierte Bewaldung der öffentlichen Plätze der Innenstadt gar nicht so sinnvoll, eher sollte man auf die Bodenverdichtung achten und kleine Oasen schaffen. Eine kluge Feststellung von ihm, denn man möchte ja auch weiterhin die schönen Häuserfassaden noch sehen und die Sonne an den Plätzen scheinen lassen, was ja Lienz letztlich auszeichnet.
Nix wird vom Tisch gewischt (s. o), sie sollte nicht gleich ungehalten werden, schließlich denken wir beide ja für den Fortschritt. Zumindest lese ich das so heraus!
Lieber Senf, ich bin nicht ungehalten, manchmal zugegebenermaßen etwas ungeduldig. Es geht um Grundsatzentscheidungen. Was will man und was benötigt man für die Umsetzung? Wenn die Hitzeentwicklung weiterhin so rasch zunimmt, werden wir gezwungen sein, Maßnahmen zu ergreifen, vorallem weil unsere Kessellage die Situation triggert. Ich weiß nicht, ob man sich in der Stadtführung damit befasst. Hitzewarnungen und Verhaltensanpassungen bei gefährdeten Risikopersonen sind sehr wichtig, jedoch unzureichend! Und mit den Franzikanern könnte man sicher darüber reden, was für sie akzeptabel wäre. Es würde sicher Menschen geben, die gerne den Garten gestalten würden. Für die Stadt, aber auch für die Padres könnte es eine Win-win-Situation sein, ein konstruktives Miteinander!
Win-win? Hoffentlich meinst du nicht Geld für Gottes Segen. ;-)
Lieber Senf, Gottes Segen brauchen jetzt die Erdbebenopfer in Kolumbien, die noch unter den Trümmern begraben sind und auf Hilfe hoffen!
Annalies, wozu diese Provokation? Gottes Segen hilft den leidtragenden Menschen, Erdbebenopfern und Vermissten wohl am wenigsten.
Hilfe der internationalen Gemeinschaft mit ihren Organisationen ist dringend notwendig und wir alle sind gefordert um den leidenden Menschen in Venezuela zu helfen damit sich die Tragödie nicht noch weiter ausweiten kann. Wie das geschehen soll ist wohl jeden klar!
Ich bin etwas verwundert über ihr Zusammenweben der beiden Themen!
Lieber Senf, ich hab' mich geirrt. Das Erdbeben gab es in Venezuela! Ich will Sie nicht provozieren, aber ich bekenne mich zum Glauben und ich finde, dass die Franziskaner hier im Kloster ihre Arbeit gut machen. Und den Garten als Ruheoase mitten in der Stadt zu nützen, das ist mein Ernst!
Naja, liebe Annalies, dann wäre es vielleicht möglich, den Klostergarten "in Gottes Namen" der Allgemeinheit ganzjährig kostenlos zur Verfügung zu stellen. Es gibt dort ja bereits Familienfeste, das nächste im August.
wenn man sich die unglaubliche anzahl der parkplätze in lienz anschaut, besteht gefühlsmäßig die halbe stadt daraus. allerhöchste zeit, parkplätze zu opfern und stattdessen bäume zu pflanzen, die schatten bei bald 40° C spenden.
eigentlich ist das aber nur mehr ein frommer wunsch, weil es für einen echten hitzeschutzplan wohl schon zu spät sein wird. auch von den menschen selbst ist kein wille da, einschränkungen in kauf zu nehmen.
Schwammstadt Lienz und Sonnenstadt Lienz sagt eh alles..Oder Betoncity und machts was wollts.......
Ich bin überrascht dass es hier noch keine passende Vermarktung durch Lisl und Franz gibt. Ein griffiger, eingängiger Begriff ("Dolomitenbeton", nicht zu verwechseln mit Dolomit-Beton), und die Touristenmassen werden strömen wie noch nie.
Die Verantwortung für die vielen Fehler in der Stadtplanung der jetzigen Bürgermeisterin zuzuschieben ist falsch. Über Jahrzehnte wurden z.B. Baugenehmigungen für Handelsbetriebe mit eigenen riesigen Parkplätzen erteilt sowohl in Lienz als auch in der Debant. Diese Parkplätze sind meistens leer. Meiner Meinung nach hätte die Hälfte der Parkplätze eingespart werden können, wenn Handelsbetriebe (auch Produktionsbetriebe) in einer richtigen Mischung um einen gemeinsamen Parkplatz errichtet worden wären.
wie lang ist unsere liebe Frau Bürgermeisterin schon im Chefsessel?
Frau Blanik war seit 2004 zweite Bürgermeisterin der Stadt Lienz. 2011, also vor 15 Jahre wurde sie zur Bürgermeisterin gewählt und 2022 erhielt sie bei der Direktwahl 62,80% der Stimmen.
Ihr beabsichtigter Grundverkauf angrenzend zu ihrem Grundstück wurde 2020 von der GV-Behörde verneint. 2018 erhielt sie für ihren Einsatz um die Verwirklichung des Campus Technik Lienz mit dem dortigen Mechatronik-Studiums die Ehrenbürgerschaft der Universität Innsbruck (so Wikipedia).
Jetzt gehts wahrscheinlich darum, der Bürgermeisterin für die oben über Jahrzehnte erwähnte Fehlplanung des "Stadtparlaments" mit den ehemaligen Entscheidungsträgern in der Angelegenheit von Betriebsansiedlungen mit Parkplätzen eins auszuwischen.
Werte "Kniekehle" (Luconan), das wird wohl nix, denn du weißt ja sicher, dass Entscheidungen für die Stadt nicht von der Einzelperson getroffen werden, sondern vom Gemeinderat, der nach Prüfung und Empfehlung des Bauausschusses (in diesem Fall) seine Zustimmung gibt oder ablehnt. Frau Blanik im Chefsessel darf/muss gegebenenfalls dann die Umsetzung forcieren. Wenn sie das nicht tut, wird wohl der Passus "Amtsmissbrauch" oder die Vertrauensfrage eintreten. Claro für dich?
@Annalies, es geht hier rein um die Sachlage!
@luconan.. Seit 2011! Die grössten Bausünden wurden schon vorher begangen. Die fehlende Umfahrung, der Obi, Rgo, Interspar, 3 Hofer, usw. Heute geht's natürlich lustig weiter mit Möbelix und weiterhin fehlenden Kreisverkehren.
Lieber Senf, was habe ich mit den Vorwürfen zu tun? Sie fassen offensichtlich jeden Kommentar als Kritik an der Stadtregierung auf, in meinem Fall nicht zutreffend. Was den Klimawandel betrifft, gelten generell 2 Achsen: CO2-Ausstoß verringern (Elektromobiltät, Tempolimit auf den Autobahnen,..) und bauliche (Dämmstoffe, Begrünungen, Anstriche, Reduktion grosser Glasflächen, Wandkühlanlagen bzw. Klimaanlagen in KHs und Altenheimen). Was ist in Lienz erwünscht und/oder realisierbar? Natürlich ist Vieles in der Verantwortung privater Eigentümer. Es geht jedoch auch darum, ein Bewusstsein zu schaffen, auf Dinge hinzuweisen und Menschen für die Thematik zu sensibilisieren.
Danke Annalies, sie sind eine der wenigen hier, die auch die Bevölkerung in die Pflicht nimmt und auch Zuständigkeiten kennt. Wir müssen alle aus dem Glaubensumpf heraus, dass die Stadt- oder eine Landgemeinde für alles verantwortlich ist. Das mag zum Teil auch am dauernden Politgeschwafel liegen, mit dem die Bevölkerung besonders vor den Wahlen manipuliert und zum Bittsteller gemacht wird.
"Beton-Lisl" am Werk? Beton und anthrazitfarben sind angeblich die Lieblingsdinge von Frau Blanik und ihrem Stadtbaumeister.
Bleibt alle im Schatten und trinkt genug bei der Hitze!
In Osttirol geht halt nix ohne Politgeplänkel. Das befriedigt zwar einige, löst aber die Probleme nicht, gel Macki.
Also für mich sind Raumordnung, Raumplanung, und die Nutzung der Recource Grund und Boden ganz typische, politische Themen. Insofern sollte es auch erlaubt sein in Bezug auf Lienz Frau Blanik anszuprechen, die seit 2003 auf Landes- und Gemeindeebene politisch tätig ist.
Unser lieber Dolomitendiamant ist schon so lang politisch gestaltend tätig dass es langsam nicht mehr glaubwürdig ist, ihr für nichts eine Verantwortung zuzuschreiben.
Die Gasseln werden zwar auch sehr warm, aber DAS Problem sind die Flächen vor der Altstadt. dh die vielen hundert parkplätze rechts u links der B100 mit irre heissen Autos - die dann diese Hitze aufnehmen u abstrahlen. Die freie Fläche bei der Dolomitenkreuzung bringt ein weiteres Gebäude und somit eine weitere Hitzeinsel. Das Bahnhofsareal mit den Schienen u Tanks u Parkplätzen ist eine Superwüste u irre heiss. Das noch grössere Problem ist aber die immer weiter fortschreitende Betonitis zwischen Debant u der Stadteinfahrt im Osten. Wo nix versickern kann, da kann auch nix kühlen. Und der Hauptplatz: Bis dort schattenspendende Bäume stehen/stünden mit dichter Baumkrone - das dauert 25-30 Jahre (2060). Aber richtig ist: Da könnte man was tun, falls noch Geld auftaucht. Aber im Gesamtverhältnis der Flächen ist der Hauptplatz ein Handtuch u unwesentlich für das "big problem".
@dolo1871... ja das ist eben auch eines der Probleme...Politik reagiert und agiert in Wahlperioden, Bäume brauchen Jahrzehnte um ihre volle Pracht und Wirksamkeit zu entfalten!....ostwärts gesehen ist die Versiegelung wirklich schwer nachvollziehbar und wird versucht uns als Fortschritt zu verkaufen...und trotzdem, 1000ende Nadelstiche machen ein Tatoo, es wurde auch nicht alles an einem Tag zubetoniert... :-)
Um so früher sollte man anfangen, dort (am Hauptplatz) ein paar Bäume zu pflanzen. Jeder noch so kleine Schritt zählt! Der Egger Lienz-Platz war früher auch schöner, meiner Meinung nach. Da gabs wenigstens noch kleine Rasenflächen und eine Hecke. Zum Thema Parkplätze: Mir ist es sowieso ein Rätsel, warum nicht mehr auf Tiefgaragen gesetzt wird, wenn schon immer mehr davon geschaffen werden müssen. Oben ein kleiner Park, unten Parkmöglichlichkeiten. Und die fortschreitende Verbauung der Felder ist grauenhaft. Ein hässlicher Wohnblock nach dem Nächsten. Gscheiter mal die Ruinen in der Stadt renovieren und zu leistbaren Preisen vermieten.
Kann Schuhu nur zustimmen. Das paradoxe daran ist, dass es am Egger-Lienz Platz früher nicht nur mehr Grün, sondern auch noch einige Parkplätze gab. Die Hecke und Bäume mussten dann einem sozialistischen Platz ala Nordkorea mit Flaggen weichen. Und on Top wurde noch jede Menge Geld für diese Kunststoff Enzi Loungen verbrannt. Aber diese Vorgehensweise betrifft in Lienz leider nicht nur einzelne, sondern sämtliche Parteien.
Dein Wort in Gottes Ohren und: besonders bei den Privathausbesitzern, die deinen Wunsch gern nachkommen werden und ganz sicher billigste und damit leistbare Stadtwohnungen anbieten. Wozu Tiefgaragen? Lasst die Autilein zu Hause in der teuren Garage, geht zu Fuss oder fahrt mit dem Bus. Vespas, Scooter oder Fahrrad wären dankbare Alternativen. A Einkaufszettele und a Kalender reduziert bei so manchen die Fahrten oder Hatscher in die Stadt wahrscheinlich um die Hälfte!
@senf Ich habe kein Auto, das ich zu Hause lassen kann. :-) Aber auch dir muss klar sein, dass sich nicht alles ohne Fahrzeug erledigen lässt. Arztbesuche oder größere Einkäufe zm Beispiel. Und zu den leistbaren Wohnungen: lieber leerstehen lassen als ein bissl mit der Miete runtergehen? Sinnlos überall neue Betonklötze hinstellen ist nicht zielführend.
Ja, die Hitzeentwicklung gerade am Egger Lienz-Platz ist sehr beeindruckend, hier scheint sich eine massive Fehlplanung manifestiert zu haben. In einem Punkt irren Sie allerdings: Ein hässlicher Wohnblock (von denen es in Lienz schon unglaublich viele gibt) kann immer nur nach dem vorherigen kommen, niemals nach dem nächsten.
Tja, die lieben Österreicher (und natürlich auch andere) kaufen nun mal gerne Autos (Ende 2025 über eine halbe Million mehr Autos als 2016) >> folgend mehr böse Parkplätze und die Autos wollen auf Asphalt geparkt werden...Wenn also die Österreicher weniger Autofahren würden, so müsste man auch weniger Parkplätze und breitere Straßen machen. Da wir aber auf unseren Luxus nicht verzichten wollen und wirklich für jede Kleinigkeit extra in die Stadt fahren (und zwar weil wir es können), wird das so weitergehen. Alle zeigen immer Probleme auf und vergessen bzw. verdrängen, dass sie Teil des Problems sind. Einfach Auto verkaufen und ab dann zu Fuß gehen ;-) Drei große Bäume in der Innenstadt zu pflanzen reisst uns dann ah nit ausa. Immerhin wohnen wir in einem großen Wald.
Ich würde mir auf dem Johannesplatz und im Antoniuspark je einen zentralen Baum wünschen der wirklich groß werden darf, bringt hundert mal mehr als diese kleinen Kugelbäumchen. Der Hauptplatz würde Platz für mehrere große Bäume bieten, Bänke stehen zwar da, die sind aber bei der Hitze ohne Schatten nicht zu gebrauchen. Das würde hier wirklich die Lebensqualität steigern. Leider werden Bäume von der Stadt zwar gesetzt, aber leider oft falsch gepflegt, sodass sie bereits einen schwierigen Start haben (Pflanzung im Sommer, ohne Rückschnitt etc.) oder von Dummköpfen mutwillig beschädigt. Ein frühzeitiges Nachpflanzen neben bereits sehr kranken und bald absterbenden Bäumen erfolgt leider kaum. Auch von privaten Eigentümern würde ich mir in der Stadt mehr Bewusstsein wünschen - nach wie vor werden gesunde große Bäume gefällt (wegen "Dreck", dann auch noch zur Hauptbrutzeit).
@mink... danke, 100 %ige Zustimmung!
Man findet alte, große Bäume meist cool, aber man läßt Bäume nicht alt und groß werden - wegen Haftung (Gefahr durch fallende Äste), "Dreck", Schatten, Profit - was auch immer... bitter...
@ bb... ja leider...
Hoffentlich kommt dieses Bewusstsein noch ... Es ist grauenhaft, wie viele Bäume verschwinden.
Es ist enttäuschend, dass diese Entwicklung bereits Realität geworden ist. Während überall über Klimaschutz, Hitzebelastung und die Folgen der zunehmenden Bodenversiegelung gesprochen wird, wurde hier weiter betoniert und versiegelt. Die Leidtragenden sind die Menschen vor Ort. Die Sommer werden immer heißer, Hitzewellen dauern länger und gerade in dicht verbauten Bereichen steigt die Belastung für die Bevölkerung spürbar. Jeder Baum, jede Grünfläche und jeder unversiegelte Boden tragen zur Kühlung bei. Werden diese durch Beton und Asphalt ersetzt, verschärft sich das Problem weiter. Umso unverständlicher ist es, dass diese Erkenntnisse offenbar nicht ausreichend in die Entscheidungen eingeflossen sind. Die Auswirkungen sind für viele Bürgerinnen und Bürger bereits heute spürbar. Wer von Klimaanpassung spricht, sollte auch entsprechend handeln. Schade, dass hier nicht mehr Rücksicht auf die Lebensqualität der Bevölkerung genommen wurde. Zukunftsorientierte Politik bedeutet nicht, möglichst viel zu verbauen, sondern Orte zu schaffen, in denen Menschen auch in den kommenden Jahrzehnten gut leben können. Genau diese Chance wurde leider vertan
Jede Kuh geht in den Schatten, wenn es im Sommer warm ist,das war schon immer so und in Lienz gibt es dazu Möglichkeiten genug ( Draupark, Wasserrain der Isel endlang, Amlacher Waldele, der Drau entlang nach Tristach usw.). Es muss nicht zwangsläufig in Innenstädten ein Wald gepflanzt werden.
@rony, wie recht du hast! Die Haudrauf-Gesellschaft scheint sich zum Thema auszutoben. Lienz ist ein nettes Städchen mit viel Grün - auch im Stadtkern und ganz normalen Klima mit kontinental-alpiner Mischung, es ist auch recht niederschlagsreich. Mich wundert`s, dass trotzdem so viele über die Sommerwochenenden in die Hitze in den Süden flüchten. Dorthin, wo ja alles sooooooo gut und nobel ist. Vielleicht lockt nakte Haut, vielleicht der Wein oder gar das Surren der Klimaanlagen und Stechmücken im Zimmer. @ruhigblut, du warst schon objektiver. Die meisten Rollatorfahrer benutzen verdichtete Plätze und Wege mit Schattenbäumen! Aus verständlichen Gründen. Mir ist jedenfalls noch keiner auf einem Almweg entgegengekommen. Die günstige Tallage von Lienz bietet öffentliche Plätze und Raum genug, um in den vereinzelten Hitzetagen Sonnenstichfrei zu bleiben. Man sollte auch das wieder lernen und nicht nur herummaulen!
@ senf...ohjeohje...scheinst ja sehr dünnhäutig zu sein heute, vielleicht der Hitze oder mangeldem Sonnenschutz geschuldet?..wer weiß wer weiß :-)...mehr grün, mehr Pflanzen und mehr Schatten in einer Innenstadt ist meiner Meinung nach ein sinnvoller und erstrebenswerter Plan....die Ausführung obliegt, wie du schon richtig erklärt hast nicht nur bei der Politik sonder auch bei jedem einzelnen Besitzern diverser Innenstadtflächen....aber du kannst es ja mal gerne nachlesen, große Städte wie Ljubljana, Wien und Kopenhagen machens vor.....Baumreihen statt Parkplätzen, wäre mal ein Anfang...
Es muss aber auch nicht zwangsläufig jeder grüne Fleck zubetoniert werden!
Nicht nur die Stadt selber, auch die Stadtränder werden zubetoniert. Man denke nur an die wunderbare Grünfläche neben dem ADEG das dem sogenannten "Vorzeigeprojekt" zum Opfer fällt. Für mich ist das ein Verbrechen gegenüber der Natur!!
Da stimme ich vollkommen zu! Die Stadt sollte dieses Areal aufkaufen und einen Park daraus machen.
Das wäre schön. Jedoch der Besitzer der Wiese ist zugleich der Architekt der geplanten Anlage, darum habe ich wenig Hoffnung.
Da kann ich mich nur anschließen!
Da wäre wohl zu hinterfragen, was man als "Stadtgebiet" angenommen hat! Die Stadtgrenze, oder nur die Altstadt ....? Lienz ist bekanntlich mit den Nachbargemeinden Gaimbarg, Tristach, Amlach, Leisach, auch Nussdorf-Debant beinahe zusammen gewachsen! Es gibt sicherlich Beispiele, wo das alles zusammen eine "Stadt" ist (Eingemeindung, und vielleicht nur von einer dieser Nachbargemeinden)! Und wenn man dann "Lienz" ansehen würde, ergäbe es doch ein ganz anderes Ergebnis, oder?
"Mit Hilfe von präzisen Copernicus-Satellitendaten haben wir die Zentren von 80 österreichischen Städten ab 10.000 Einwohnenden analysiert."
@heli52...ich denke es geht hier gezielt um diese Bereiche: Hauptplatz, Messinggasse, Rosengasse, Johannesplatz, Fußgängerzone, Egger‑Lienz‑Platz, Bezirksgericht,Europaplatz, Liebburg, Stadtmarkt...
Ich würde sagen es gibt gute Gründe warum Hauptplatz, Messinggasse, Rosengasse, Johannesplatz, Fußgängerzone, Egger‑Lienz‑Platz, Bezirksgericht,Europaplatz, Liebburg, Stadtmarkt nicht dicht bewaldet sind. Es stimmt aber zweifellos dass nicht alles restlos zubetoniert sein müsste.
@Joe B. Tolliver...ja eh, soll ja kein Regenwald werden, halt grüner, kühler und noch lebenswerter.... Ein kleiner Schritt genügt, der Weg entsteht beim gehen! ....welcome to the jungle
schau dir einmal die karte an, da sieht man sehr gut den vergleich zu anderen innenstädten.
Die Sonnenstadt Lienz hat nun mal eine Gemeindegrenze, so wie ihre Nachbargemeinden auch. Und innerhalb dieser Grenze hat Lienz mit sehr viel Grün aufzuwarten. Dass der Stadtkern eine öffentliche Fläche ist und mehrere multifunktionale Aufgaben erfüllt ist auch in der Stadtgeschichte begründet. Aber auch hier finden sich mehrere Grünflächen und Bäume. Solche, die Geschichten erzählen und junge, die nachwachsen. Was aber der einzelne Privatgrund- oder Hausbesitzer in der Innenstadt macht, liegt immer noch seiner Verantwortung. Eine Stadtentwicklung endet niemals, daher auch nicht die Diskussion darüber. Sie richtet sich auch nach Trends, Weitsicht und den Willen ihrer Verantwortlichen. Stänkern oder heulen statt handeln ist nicht der beste Ratschlag, Gelassenheit oder Faulheit ebenso nicht. Anpacken sehr wohl!
Man könnte damit beginnen, kleine Bauminseln zu schaffen und wenn möglich, Fassaden zu begrünen. Bei Neubauten sollte man grosse Glasfassaden vermeiden und helle Anstriche wählen. Stabile Flachdächer könnten ebenfalls begrünt werden. Schwarzer Asphalt sollte hinkünftig reduziert werden (Kostenfrage).
@Annalies, es gibt in Lienz bereits einige Bauminseln, auch mobile. Für Häuserfassaden - ausser bei öffentliche Gebäuden und Kirchen - liegt die Entscheidung/Verantwortung zur Fassadenbegrünung überwiegend in privater Hand. Ebenso für begrünte Flachdächer. Solche Projekte verschlingen viel Geld für Konzepte, Ausführung und Wartung. Wie soll das denn an der Blechfassade des Abrahamgebäudes überhaupt funktionieren? (mal abgesehen vom geklebten Kunstrasen ;-)
Thermo-Glasfassaden, also Verkaufsauslagen sind Gestaltungselemente in der Stadt, wer sie im Privathaus hat ist selber der Geschnapste, er darf die teuren Heizkosten berappen und muss gleichzeitig klimatisieren und beschatten, ausser er/sie mag Rotlichtstimmung.
Irgendwie frag ich mich, ob bei dieser Diskussion in Lienz überhaupt noch die Sonnen scheinen darf!
Stimmt genau und im Übrigen muss sich ja Niemand zwangsläufig an den wenigen Hitzetagen bei uns um 14 Uhr am Hauptplatz aufhalten.
rony, Wenig Hitzetage? Wir haben stets mehr Hitzetage und steigende Temperaturen. Und wir leben auch vom Tourismus, man denke z.B. an 'Olala' im Hochsommer, das Stadtfest,..
Wenn man auch noch den Rauchkofel und den Hochstein dazunimmt (Zettersfeld nicht so sehr) ist die Waldausstattung gar nicht schlecht.
Die Aufnahme vom Johannesplatz sagt ja alles. Der neu angelegte Iselkai dito. Wo bleiben unsere zukunftsorientierten Stadtplaner? Gibt es die überhaupt?
ja dann liebe stadtplaner, der hauptplatz ist eure chance (wortwörtlich) wieder boden gut zu machen.
@le corbusier...ja sehe ich auch so!
Na dann dort am HP mal ordentlich Bäume pflanzen, die Sonnenstadt Lienz wird vom Frühjahr zum Herbst endlich zur Schattenstadt und ihre Kritiker flüchten dann an den Wochenenden an die Adria um sich in den gepflasterten und aufgeheizten "grünen" Innenstadtgässchen mit Mixgetränken zu kühlen. Über die Nacht surrt dort dann eh die Klimamaschine und vielleicht a paar Stechmuggn. Urlaubsgefühle, pur!
@senf...kannst dich ja mit Tiroler Nussöl einfetten und am Beton dahingrillen, dann dürfte der Schatten von eventuell gepflanzten Bäumen kein Problem mehr darstellen, lach :-)....ich für alle Fälle möchte meinen Rollator lieber im Schatten stehen lassen, zwecks draufsitzen mit meinem Allerwertesten, ggg
Ja aber wenn das Pflaster so schön ist und so toll zum drüberfahren mit Scooter oder Fahrrad.
Ehrlicherweise muss man aber auch dazusagen, dass zum einen die Stadtkerne(zentren) bewertet wurden und es in Lienz einfach historisch bedingt so ist, wie es ist. Und andererseits die Flächen, die jetzt geplastert wurden, früher allesamt asphaltiert waren. Denk nicht, dass man die Situation der Stadt anlasten sollte. Aber vielleicht kann man gegen die Grafen von Görz oder die Kirche klagen
@MVP..was spricht dagegen, dass man mehr grün ins Zentrum bringt?.... begrünte Dächer, Fassaden, großzüger Platz für Bäume usw......erhöht doch nur die Lebensqualität der dort Wohnenden!....und auch den dort ansässigen Geschäften, Lokalen kommt es zu Gute, wenn sich Kunden auch bei sommerlichen Temperaturen gerne in der Innenstadt aufhalten...von mir aus kann auch gerne der gesamte Stadtkern Auto und Parkplatzfrei sein....ausgenommen natürlich die dort ansässigen Bewohner....etwas auserhalb ein Parkhaus in die höhe bauen, begrünen....zahlt sich auf lange Sicht garantiert aus....
...war's wirklich anders zu erwarten?....trotzdem erschreckendes Ergebnis der Studie!...Jede Staude, jeder Baum und jedes bißchen Grünfläche wird gnadenlos zurückgeschnitten, abgeholzt oder zubetoniert...wird Zeit mehr Bäume zu pflanzen, zubetonierte Flächen zu renaturieren sowie Fassaden, Dächer und Haltestellen begrünen, mal als erste Notmaßnahme....
Der wolf_C hätte ähnliche Daten erhoben, hätte man ihn gelassen. Aber die Gelassenheit fehlt ihm bekanntlich.
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