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Strafverfügung gegen Tiroler „Schützinnen“

„Schützinnenkompanie Inter­national“ wollte auf Ausgrenzung von Frauen im Schützenwesen aufmerksam machen.

Sieben unbewaffnete Schützinnen wollten beim Alpenregionstreffen Mitte Mai in Innsbruck mitmischen. Der Auftritt war als Kunstaktion geplant. Die Gruppe rund um die Tiroler Künstlerin Ursula Beiler wollte damit auf die fehlende Akzeptanz von Frauen bei Schützenkompanien hinweisen, denn: 87 Prozent der Schützen sind gegen die Aufnahme von Frauen.

Bevor die „Schützinnenkompanie International" jedoch richtig in Aktion treten konnte, wurden sie von 14 Polizist:innen abgefangen. Laut Polizei betraten sie die Marschroute und störten dadurch die öffentliche Ordnung. Gegen jede der sieben Frauen wurde eine Geldstrafe von mehreren hundert Euro verhängt und einer der Teilnehmerinnen wird ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz angelastet. Die Frauen haben Einspruch gegen die Strafe erhoben.

Die „Schützinnenkompanie International“ wollte mit der Kunstaktion in Innsbruck auf die Ausgrenzung von Frauen in Schützenkompanien aufmerksam machen. Foto: Instagram/schuetzinnen_international

NEOS und SPÖ kritisieren Vorgehensweise

Klubobfrau der Tiroler NEOS Birgit Obermüller kritisiert die Vorgehensweise gegen die sieben Frauen: „Wenn ein künstlerisch-satirischer Auftritt am Rande eines Festmarsches plötzlich zum Verwaltungsdelikt wird, dann läuft im Umgang mit unseren Grundrechten etwas gehörig schief“. Versammlungsfreiheit, Meinungsfreiheit und Kunstfreiheit seien das Fundament einer liberalen Demokratie. Auch SPÖ-Nationalratsabgeordnete Selma Yildirim spricht von Kunst- und Meinungsfreiheit. Sie fordere die Akzeptanz für diese Grundrechte. Sie kritisiert auch die „fehlende Toleranz bei Teilen der Schützen, die in den vergangenen Monaten vor allem durch Ausschluss von Frauen am Gewehr und männlichen Marketendern aufgefallen“ sei.

16 Postings

PdL
vor einer Woche

Arme Mander, wenn sie schon die Polizei bemühen müssen, um sich gegen uns Weiberleit zu schützen.

Keine Sorge, liebe Schützen, ich habe nicht die Ambitionen mich bei Euch zu bewerben, verstehe auch meine Geschlechtsgenossinnen nicht, weshalb sie sich das antun.

Nur vor was beschützt Ihr denn uns oder beschützt Ihr nur Euch?

Vor dem Klimawandel, vor dem Rechtsruck in Österreich?

Wahrscheinlich nicht, wenn man bedenkt, dass bereits im April 1938 die Schützen vor Adolf Hitler defilierten, kurz zuvor vor Dollfuß.

 
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    Haberg21
    vor einer Woche

    Da schreibt jemand, der, oder die vom Vereinswesen nicht im geringsten eine Ahnung hat! ich weiss nicht, wie oft ich schon geschrieben habe, dass bei uns in den Kompanien auch Frauen beheimatet sind und auch sämtliche Funktionen im Vorstand innehaben können. Auch mit den verschiedensten Gewehren, Sportgeräten bis Großkaliber am Schießstand ihr Können versuchen dürfen! Aber meist sind es ja Schreiberlinge, die vom Vereinsleben fernab stehen und sich nur überall einmischen und gscheid sein wollen!

     
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isnitwahr
vor einer Woche

Vielleicht hätten sich die 7 Damen vor dieser, mM nach bescheuerten "Kunstaktion", informieren sollen, dass diese nach dem tiroler Veranstaltungsgesetz angemeldet werden muss. Und hinterher noch die vollkommen zu Recht erhaltene Strafe beeinspruchen... Und kennen auch die tiroler Politikerinnen, die das befürworten, das Gesetz nicht? - wie sonst kann man das noch gut heißen? Wenn eine solche Aktion umgekehrt passiert wäre, gäbe es ein anständiges Gezetter....

 
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    r.ingruber
    vor einer Woche

    "Wird gegen eine im politischen Leben des Volkes stehende Person öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten eines Inhalts eine Beleidigung aus Beweggründen begangen, die mit der Stellung des Beleidigten im öffentlichen Leben zusammenhängen, und ist die Tat geeignet, sein öffentliches Wirken erheblich zu erschweren, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe."

    Ich fürchte, der Straftatbestand ist hier gegeben.

     
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      isnitwahr
      vor einer Woche

      Herr Ingruber, ich verstehe nicht, was Sie damit meinen? Können Sie mir das bitte erklären?

       
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      isnitwahr
      vor einer Woche

      noch etwas - falls Sie damit gemeint haben sollten, dass es meine Absicht war, jemanden zu beleidigen, dann kann ich Ihnen versichern, dass es nicht so ist, das ist nicht meine Art und falls das so empfunden wird, tut es mir leid. Ich finde nur derartige Aktionen prinzipiell nicht okay und kann auch nicht verstehen, warum diese von politischer Seite Unterstützung finden. Bei mir bewirken sie z.B. genau das Gegenteil. Wir haben wirklich andere Probleme Frauen und deren Gleichstellung betreffenden, nur wer kümmert sich darum?

       
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      r.ingruber
      vor einer Woche

      @isnitwahr: Ich beantwortete gerne Ihre erste Anfrage, die zweite verstehe ich nämlich nicht. Die Freiheit der Kunst ist in Österreich gesetzlich stark geschützt. Das war leider nicht immer so. Die Freiheit der Kunst aber endet immer noch genau vor den Tatbeständen, die ich oben aufgezählt habe. Es liegt jetzt in Ihrem Ermessen und an den Gerichten zu prüfen, ob sie von den Aktivistinnen erfüllt wurden.

       
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      isnitwahr
      vor 7 Tagen

      Sehr geehrter Herr Ingruber, danke für die Erklärung, jetzt verstehe ich. Ich bin aber trotzdem der Meinung, dass es immer besser ist, Überzeugungarbeit zu leisten, anstatt über eine solche Aktion die Schützen zu provozieren und so nur noch mehr Ablehnung zu bewirken.

       
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Joe B. Tolliver
vor einer Woche

Soso, eine "Kunstaktion" also. In so einer Adjustierung ist es gut dass sie nicht mitmachen dürfen. Grundsätzlich sollten sich aber die Schützen mMn für Frauen öffnen, sofern ein diesbezüglicher Bedarf besteht. Das scheint allerdings derzeit nicht der Fall zu sein.

 
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r.ingruber
vor einer Woche

https://youtu.be/bCfLQN_7aiQ?is=o0hyNnmKJc3xCAAv

Die Ausstellung "Hosenrolle" im Tiroler Kaiserjägermuseum war bis 2. 6. 2026 zu sehen.

 
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Haberg21
vor einer Woche

Diese Formation sollte im Fasching auftreten, da passen sie grad hinein!

 
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Lienzner7
vor einer Woche

Mich würde interessieren, ob überhaupt ein paar Damen zu den Schützen gehen wollen, oder ob es ihnen nur um die Tatsache geht, dass sie dort nicht erwünscht sind? Ein Verein sollte doch entscheiden dürfen, wer dabei sein darf und wer nicht. Ob diese Ansichten, alt oder modern, dann von jedem oder gar nur von wenigen geteilt werden, ist eigentlich irrelevant. Es gibt viele Vereine die "diskriminieren", oder wie man es eher nennen sollte, auswählen, aber meist geht es nur ums Prinzip bei den Protestierenden und nicht wirklich um die Tatsache, dass jemand wirklich dabei sein möchte. Gründet einen eigenen Verein und gut. Und nicht vergessen: In einer Kriegssituation wird eine Schützenkompanie ebenso in den Krieg ziehen ;-)

 
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Ofentschtsche
vor einer Woche

Mir stellt sich die frage wenn die Schuetzen es so genau nehmen mit Ihren uralten Ansichten wie genau halten Sie es dann mit den geltenden Waffengesetzen?? Wenn wie zuletzt an der Grenze zu Bayern niemand Waffenpapiere und Waffentasche besitzt dann muss ja auch die Oesterreichische Behoerde Anzeigen erstellen oder nicht??????

 
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    Haberg21
    vor einer Woche

    Offensichtlich kennst du dich in dieser Angelegenheit absolut nicht aus, sonst müsstest du wissen, dass in Österreich "Alle"Waffen der Kompanien registriert sind!

     
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r.ingruber
vor einer Woche

Kunst ist per definitionem "Störung der öffentlichen Ordnung". Das unterscheidet sie von der Kultur. Daher: "Das künstlerische Schaffen, die Vermittlung von Kunst sowie deren Lehre sind frei." (Artikel 17a StGG). Solange sie nicht höhere Grundrechte wie z. B. die Marschroute verletzen.

 
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    Photon 07
    vor einer Woche

    1809: Innsbrucker Bürgerinnen terrorisieren und gegen Bayern, die Waffen strecken; 2026: ...

     
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