Der Tod ist ein Tabuthema, heißt es vielfach. Nicht so für Marlen Resinger und Evelin Gander von der Tiroler Hospizgemeinschaft, die das erste „Death Café“ am Campus Lienz veranstalten. Im Rahmen des Ink-Festes wird am 17. Juli von 13 bis 15 Uhr ein offener Gesprächsraum geschaffen, in dem Menschen bei Kaffee, Tee und Kuchen über das Sterben, den Tod und die Endlichkeit des Lebens ins Gespräch kommen sollen.
Gespräche auf Augenhöhe
Es gibt keine Vorträge, keine Therapie und keine Beratung, stattdessen stehen der respektvolle Austausch auf Augenhöhe und das gemeinsame Gespräch im Mittelpunkt. Ziel ist es, dem Thema Tod einen natürlichen Platz im Leben zu geben und dadurch das Bewusstsein für die eigene Endlichkeit und die Kostbarkeit des Lebens zu stärken.
Was sich Besucher:innen genau von dem „Death Café“ erwarten können, erklären die Organisatorinnen Marlen Resinger und Evelin Gander im Video.
Ursprünge des „Death Cafés“
Die Wurzeln des „Death Cafés“ reichen zum Schweizer Soziologen und Ethnologen Bernard Crettaz zurück. Mit seinem „Café Mortel“ schuf er einen Ort, an dem offen über den Tod gesprochen werden konnte. Diese Idee inspirierte den Briten Jon Underwood, der 2011 gemeinsam mit seiner Mutter, der Psychotherapeutin Sue Barsky Reid, das erste „Death Café“ in London veranstaltete. Seither hat sich daraus eine weltweite Bewegung entwickelt.
Auch heute folgen „Death Cafés“ denselben Grundgedanken: Sie bieten einen geschützten, wertschätzenden Rahmen, in dem Menschen ihre Gedanken, Fragen und Erfahrungen rund um Sterben, Tod und Leben miteinander teilen können – offen, freiwillig und ohne Bewertung.
Wann und wo?
Das Death Café im Rahmen des Ink-Festes findet am Freitag, 17. Juli, von 13 bis 15 Uhr am Campus Lienz statt.
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