Man kann es als Pech oder auch als Menetekel sehen: Ausgerechnet jenes schräge – oder besser abgeschrägte – Bauwerk, mit dem die planenden Köpfe in der Stadtverwaltung und im Gemeinderat ein sonniges Plätzchen direkt am Iselfluss schaffen wollten, leidet jetzt unter zuviel Sonne und entsprechender Trockenheit. Der Klimawandel lässt grüßen.
Und so ist trotz intensiver Beregnung noch immer kein frisches Gras über eine Sache gewachsen, die nicht nur eine Viertelmillion Euro sondern auch einiges an politischen Nerven gekostet hat. Es gab Diskussionen, eine Unterschriftenaktion, mehrfache Umplanung und unterschiedliche Darstellungsvarianten. Nun ist sie fertig die Lounge, aber nur zur Betrachtung und nicht zum Gebrauch.
Gemeinderätin Ursula Strobl (Team Lienz) nutzte die Sitzung am 14. Juli, um bei Bürgermeisterin Elisabeth Blanik zu erfragen, wann denn nun das Gatter der Umzäunung aufgesperrt und die Lounge für das Publikum freigegeben wird? „Wenn der Rasen gut angewachsen und grün ist“, war die Antwort und so kann man nur hoffen, dass die multiplen Hitzewellen zumindest so lange abebben, bis die Gräser grün und nur die Loungebesucher braungebrannt sind.

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