Ihr Dolo Plus Vorteil:
Diesen Artikel jetzt anhören
Langsam verdichtet sich das Grün, doch noch ist „die Lounge“ an der Isel gesperrt. Die Hitzewelle ist schuld. Foto: Dolomitenstadt/Pirkner

Langsam verdichtet sich das Grün, doch noch ist „die Lounge“ an der Isel gesperrt. Die Hitzewelle ist schuld. Foto: Dolomitenstadt/Pirkner

Die Sonne macht der „Sonnenlounge“ zu schaffen

Täglich laufen die Spinkler am Iselkai, doch die nicht unumstrittene Einbuchtung will nicht recht ergrünen.

Man kann es als Pech oder auch als Menetekel sehen: Ausgerechnet jenes schräge – oder besser abgeschrägte – Bauwerk, mit dem die planenden Köpfe in der Stadtverwaltung und im Gemeinderat ein sonniges Plätzchen direkt am Iselfluss schaffen wollten, leidet jetzt unter zuviel Sonne und entsprechender Trockenheit. Der Klimawandel lässt grüßen.

Und so ist trotz intensiver Beregnung noch immer kein frisches Gras über eine Sache gewachsen, die nicht nur eine Viertelmillion Euro sondern auch einiges an politischen Nerven gekostet hat. Es gab Diskussionen, eine Unterschriftenaktion, mehrfache Umplanung und unterschiedliche Darstellungsvarianten. Nun ist sie fertig die Lounge, aber nur zur Betrachtung und nicht zum Gebrauch.

Gemeinderätin Ursula Strobl (Team Lienz) nutzte die Sitzung am 14. Juli, um bei Bürgermeisterin Elisabeth Blanik zu erfragen, wann denn nun das Gatter der Umzäunung aufgesperrt und die Lounge für das Publikum  freigegeben wird? „Wenn der Rasen gut angewachsen und grün ist“, war die Antwort und so kann man nur hoffen, dass die multiplen Hitzewellen zumindest so lange abebben, bis die Gräser grün und nur die Loungebesucher braungebrannt sind. 

Auf Basis dieser Visualisierung mit Kanu, Liegestühlen, Liebespaar und Eisstandl genehmigte der Lienzer Gemeinderat 2022 ein Budget von 279.000 Euro für die Umsetzung einer „Sonnenlounge“ am Iselkai. Visualisierung: Aberjung

Gerhard Pirkner

Gerhard Pirkner ist Herausgeber und Chefredakteur von „Dolomitenstadt“. Der promovierte Politologe arbeitete als Kommunikationsberater in Salzburg, Wien und München, bevor er nach Lienz zurückkehrte und 2010 „Dolomitenstadt“ ins Leben rief. 2025 erhielt Pirkner für seine journalistische Arbeit den Walther-Rode-Preis. Mehr von Gerhard Pirkner

Keine Postings

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren