Aktuell wird die Dolomitenhalle in Lienz umgebaut. Eine multifunktionale Sportanlage soll entstehen, in die künftig auch ein Eislaufplatz integriert ist. Der Gemeinderat setzte für das Eis-Projekt eine vierköpfige Arbeitsgruppe ein. In der Gemeinderatssitzung am 14. Juli ließ Bürgermeisterin Elisabeth Blanik durchklingen, sie warte schon länger auf Vorschläge aus dieser Gruppe.
Sprecher der Gruppe „Eisanlage Neu“ ist Karl Kashofer (ÖVP). Der Turtles-Obmann will im Gespräch mit Dolomitenstadt den Vorwurf der Untätigkeit nicht gelten lassen. Es habe bereits eine Sitzung mit Verantwortlichen der Verwaltung gegeben. Auch Bürgermeisterin Blanik sei anwesend gewesen. In dieser Sitzung beschloss die Arbeitsgruppe laut Kashofer Planungsschritte für eine überdachte Eisfläche: „In dieser ersten Sitzung hat die Verwaltung den Auftrag erhalten, Kontakt mit Fachfirmen aufzunehmen“, erklärt der VP-Mandatar. Sobald passende Firmen gefunden seien, werde eine zweite Sitzung stattfinden.

Neubau von Eisanlage dringend notwendig
Geplant ist die Errichtung der Eisanlage innerhalb der nächsten zwei Jahre. Den Baustart erhofft sich Kashofer nächstes Jahr im Herbst. Für die beiden Eishockeyvereine UEC Lienz und Eichholz Turtles heißt das, dass sie noch zwei Saisonen auf der bestehenden Anlage an der Pustertaler Straße spielen werden.
Die beiden Vereine seien sich jedoch einig: „Es ist schon längst fällig, dass wir was Neues bauen.“ Laut Charly Kashofer, der auch Obmann der EH Turtles ist, kostet es jedes Jahr viel Geld, die aktuelle Anlage bespielbar zu machen. „Wenn auswärtige Mannschaften kommen, ist es schon fast peinlich, wenn sie sich in den Containern umziehen müssen.“
„Beide Vereine warten sehnsüchtig auf die neue Sportanlage.“
Karl Kashofer, Sprecher Arbeitsgruppe „Eisanlage Neu" und Obmann der EH Turtles
Finanzierung durch Verkauf von altem Standort
Im Umbaubudget für die Dolomitenhalle ist die neue Eisanlage nur zum Teil einkalkuliert. Teile der Tennishalle sollen auch als Infrastruktur für den Eislaufplatz dienen. Das nötige Geld für die neue Eisanlage könnte durch den Verkauf des alten Standortes aufgebracht werden. „Ich habe schon mit ein paar Bauträgern geredet, die hätten großes Interesse, das zu kaufen und mit diesem Geld könnten wir die neue Anlage finanzieren“, so Kashofer. Die exakte Finanzierung muss aber erst beschlossen werden.
Um die Kosten geringer zu halten, habe sich die Arbeitsgruppe gegen eine Eishalle entschieden. Diese würde im Bau und im Betrieb deutlich teurer sein, als ein offener Eislaufplatz. Insbesondere brauche es keine Halle, in der das ganze Jahr Eislaufen möglich ist. Für die Vereine reiche die Zeit von Oktober bis ungefähr März. Im Sommer könne die Fläche dann für andere Veranstaltungen genutzt werden, erklärt Kashofer.

Getrennte Eisflächen für Sport und Freizeit
Es sei aber nicht nur eine Eisfläche geplant. Für Hobby-Eisläufer:innen soll ein eigener Platz entstehen. Die Eishockeyvereine blockieren derzeit abends und am Wochenende die aktuelle Anlage. Getrennte Eisflächen würden Platz für Sport und Freizeiteislauf bieten. „Bei der Sitzung waren eigentlich alle Mitglieder einstimmig dafür, dass es einen kleineren Platz Richtung Schwimmbad geben soll. Ich glaube, das wäre mit den Dolomiten und den Bäumen ein tolles Ambiente“, stellt sich Charly Kashofer bereits die Eiszukunft in Lienz vor.
Am aktuellen Standort an der Pustertaler Straße/Mitteregger Kreuz sind neben technischen Mängeln auch die Parkplatzsituation und die Lärmbelästigung der Anrainer:innen ein kritisches Thema. Es gibt aber aus Sicht des Sportfunktionärs noch andere Gründe, die Lienzer Sportanlagen zusammenzulegen. So könne beispielsweise künftig die warme Luft, die durch die Eisproduktion entsteht, zum Heizen der Tennishalle genutzt werden. Die ÖVP hat sich bei diesem Projekt Energieeffizienz auf die Fahnen geschrieben, von ihr kommt auch der mittlerweile akzeptierte Vorschlag, eine direkte Stromleitung von der PV-Anlage auf dem Zwischentrakt der Mehrzweckhallen mit dem energiehungrigen Dolomitenbad zu verbinden.
Wie die finalen Pläne für den Eislauf in Lienz aussehen werden, würden dennoch erst die Gespräche mit den Fachfirmen zeigen, betont Kashofer, für den entscheidend ist, „dass die Planungen konsequent vorangetrieben werden. Beide Vereine warten sehnsüchtig auf die neue Sportanlage.“
11 Postings
Es heisst am Mitteregger Kreuz immer es gibt Probleme mit Anrainern Lärmbelästigung? ist dies an der Tristacher Strasse hinangehalten? zugegeben es gibt bereits stadion und schwimmbad, aber Eislaufplatz ist regelmässig bis 22:00? das ist dann doch etwas anderes. es gibt in diesem bereich mittlerweile doch sehr viele Wohnblöcke!
Kashofer: "Die ÖVP hat sich bei diesem Projekt Energieeffizienz auf die Fahnen geschrieben". Plötzlich taucht er auf und siehe da, die ÖVP ist nun Experte, meint der Vereinsobmann, der in seiner Funktion eigentlich unparteiisch für den Sport und die Jugend denken müsste. Im Wissen, dass es im Gemeinderat einen Bauausschuß gibt, der politisch unabhängig die Interessen der Stadt und seiner Bevölkerung vertreten soll wär es wohl angebrachter gewesen, die Sicht aus den Sportinteressen bereits in der Diskussionsphase wertfrei zu präsentieren um das Optimale zu erreichen.
Abar ja, im Nachhinein sich jetzt wichtig machen, ist so der übliche Weg dieser Parteifuzzis, die sich gern nach getaner Arbeit ins Rampenlicht stellen. Herr Kashofer, versuchen sie es als Sportvertreter mal ohne Parteiweste, sie tun sich in sachlich, oder in fachlicher Hinsicht wesentlich leichter!
Naja, so ist es nicht verwunderlich, dass unsere Fachleute oder Experten manchmal verzweifeln, wenn die Politik überall hineinpfuscht und mitunter exorbitante Projektverteuerungen verursacht! Oschttirol grüßt!
Liebe(r) Senf, Charlie Kashofer als ÖVP-Bezirksparteisekretär eine Nähe zur Partei anzuheften ist naheliegend und berechtigt. Ihm aber abzusprechen, dass er über Parteigrenzen hinweg agiert um Aktivitäten zu realisieren ist schlichtweg ignorant. Ich sage nur Turtles, Kinderradrennen, Solali und sicher noch so einiges, was ich nicht weiß.
Außerdem macht er sich nicht wichtig, sondern REAGIERT einfach nur auf getätigte Aussagen, die seines Erachtens nicht der Wahrheit entsprechen. Das sollte ihm in aller Fairness zugestanden sein, selbst wenn der ÖVP-Beißreflex bei Ihnen doch sehr ausgeprägt zu sein scheint.
Jaja, er verstehts, sich in Szene zu setzen. Er nutzt die Vereine für sein politischen Image und für die Partei! Das mag man aber sehen wie man will, hoffe ich.
Die Umbauarbeiten der Tennishalle sind im Gange und es ist verwunderlich, dass man seine Vorstellungen erst jetzt präsentiert, statt sich vorher einzubringen, daraus gemeinsam ein Konzept macht und die Finanzierung klärt. Auf den Zug aufzuspringen und Lärm zu machen ist nicht nobel! Aber Hauptsache politisches Geplänkel. Diese Art der Politik find ich altmodisch, lieber Kurgan :-) Im übrigen unterwandert man damit gewählte Gremien. Den Bauaussschuss der Stadt zum Bsp. :-(
Beißreflex? Nein, als ehemaliges Jungbauernmitglied habe ich ein wenig Realpolitik mitbekommen und bin enttäuscht, schlag täglich die Zeitungen auf und du weißt warum! Ausser wenn man aalglatt ist - wie Hau-Ruck!
Mit Firmen redet er also. Na die werden ihm schon einen Porsche verkaufen. Wie wäre es mit einem unabhängigen Planer der sich auskennt.
Mit Bauträgern spricht er? Gehört das Grundstück dem Eislaufverein?
@wolfgangwien Hr. Kashofer ist als Sprecher der Arbeitgruppe, die vom Gemeinderat eingesetzt wurde. Warum sollte er deshalb nicht mit eventuelle Interessenten sprechen? Er macht sicher keine Abschlüsse, deshalb hat er auch auf die Fachabteilungen der Gemeinde hingewiesen. Endlich gibt es eine positive Entwicklung um die Lösung des Problems "Eislaufplatz neu". Deshalb verstehe ich dein zynisches Posting nicht...
Die dominante Partei im lienzer Gemeinderat orientiert sich zuviel an den Parteigenossen in der Bundeshauptstadt - leider. Gute, sinnvolle Projekte werden ignoriert und so sieht es auch hier danach aus - schade. Wünsche Karl Kashofer viel Durchhaltevermögen damit mal ein sinnvolles Vorhaben erfolgreich umgesetzt werden kann. Andere wichtige Projekte - wie z.B. der Umbau des Lienzer Hauptplatzes - werden schon seit vielen Jahren diskutiert und "zerredet"!
Ob überdacht oder Halle...eine Eiskühlung gehört auf jeden Fall...kann man auch zur Heizung der Tennishalle nutzen.
Hr.Kashofer hat schon mit Bautraegern gesprochen.... Ist Er dazu befugt????? Und wozu 2 Plaetze ??? Publikumslauf am Abend wirds wohl nicht benoetigen....... Aber vielleicht wird Lienz dann die Eislaufmetropole Tirols .
Kann man die Eislaufplätze auch anderweitig nutzen, wenn der Sommer kommt bzw. die Temperaturen im Winter zu hoch sind? Hoffentlich kommt niemand auf die verrückte Idee, dem ganzen eine Kühlung einzubauen...
Na hoffentlich kommt schon jemand auf die Idee "einer Kühlung", dass die vorgegebenen Normen des ÖEHV erfüllt werden. Darüber hinaus kann so auch die Nutzung für die Bevölkerung gesichert werden. Und abseits davon... "Wenn ma wos neu mochn, nocha bitte glei gscheid und ohne versteckte Kostn wie bei den oan oda ondan Projekt in Lienz! "
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