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Wasser ist nicht nur zum Waschen da. Foto: iStock/Emelyanov

Wasser ist nicht nur zum Waschen da. Foto: iStock/Emelyanov

Österreicher verwenden täglich 130 Liter Wasser

22 Prozent des Wassers werden zum Duschen und Baden verwendet, 25 Prozent für die Toilettenspülung.

In Österreichs Haushalten liegt der durchschnittliche Wasserverbrauch täglich bei 130 Litern pro Kopf. Laut Zahlen des Umweltministeriums werden im Haushalt 22 Prozent des Wassers zum Duschen und Baden verwendet, 25 Prozent für die Toilettenspülung. Zum Wäschewaschen werden zehn Prozent davon gebraucht, zum Geschirrspülen zwei Prozent. Über die Wasserhähne in Bad, WC und Küche fließen 27 Prozent, im Außenbereich werden laut Ministerium 14 Prozent verbraucht.

Rund 93 Prozent der Bevölkerung werden in Österreich demnach durch zentrale Wasserversorgungsanlagen bedient. Rund 600.000 Menschen erhalten ihr Trinkwasser über Hausbrunnen und Quellen, heißt es auf der Website. Die Länge des genutzten Leitungsnetzes beträgt den Angaben zufolge über 80.000 km.

Den höchsten Wasserverbrauch haben hierzulande aber nicht die Haushalte. 70 Prozent des Wassers werden von Industrie und Gewerbe verbraucht, nur 24 Prozent des gesamt verwendeten Wassers geht auf die Kappe der Haushalte. Vier Prozent benötigt die Landwirtschaft, zwei Prozent ausgewählte Dienstleistungen wie etwa Beschneiung im Winter oder Golfplatzbewässerung.

Trinkwasserversorgung derzeit gesichert

„Die Trinkwasserversorgung in Österreich ist großflächig gesichert“, hieß es am Freitag aus dem Umweltministerium. „Jedoch können anhaltende Trockenheit und Hitze kleinräumig zu Engpässen und Notversorgungen in Einzelfällen führen“, betonte man. Diese Einschätzung wurde auch im Rahmen des Trinkwassergipfels, zu dem Wasserminister Norbert Totschnig (ÖVP) am Dienstag geladen hatte, von Vertreterinnen und Vertretern der Bundesländer sowie der Wasserversorger bestätigt.

Österreich verfüge grundsätzlich über eine flächendeckende und sichere Trinkwasserversorgung, teilte ein Ministeriumssprecher am Freitag mit. Herausforderungen könnten lokal und zeitlich begrenzt auftreten, beispielsweise beim Rückgang von Quellschüttungen oder bei außergewöhnlich hohen Spitzenverbräuchen durch Gartenbewässerung oder andere Außenwasserverwendungen. In solchen Fällen würden die jeweils zuständigen Wasserversorger bzw. Gemeinden situationsbezogen die erforderlichen Maßnahmen setzen.

Vorsorge durch Trinkwassersicherungsplan

Verankert ist das im sogenannten Trinkwassersicherungsplan. Dieser enthält unter anderem Notfallszenarien für den Umgang bei Trinkwasserknappheit. Im ersten Szenario („Achtsamkeit“) ist der Bedarf noch gedeckt, es wird aber ein Appell zum Wassersparen ausgegeben. In einer zweiten Stufe („Voralarm“) kann der Trinkwasserbedarf im Normalbetrieb nicht mehr gedeckt werden, laut Ministerium existiert hier aber noch eine Ersatzwasserversorgung.

Im dritten Szenario („Alarmstufe“) kann der lebensnotwendige Wasserbedarf den Unterlagen zufolge nur mehr durch eine Notversorgung gedeckt werden. Und in der letzten Eskalationsstufe („Krise“) überschreiten die betroffenen Gebiete Bundesländergrenzen und die Bundesebene übernimmt die Koordinierung der lebensnotwendigen Trinkwasserversorgung.

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