Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) hat die am Donnerstag in Kraft getretenen neuen Regelungen im Tabak- und Nichtraucherschutzgesetz (TNRSG) begrüßt. Neue Nikotinprodukte wurden in die Bestimmungen aufgenommen und für das Wegwerfen von Tabakerzeugnissen und ähnlichen Produkten auf Spielplätzen für Kinder und Jugendliche drohen hohe Geldstrafen. Das ebenfalls beschlossene Verbot für den Verkauf von Einweg-E-Zigaretten wird dagegen erst mit Jahresbeginn 2027 schlagend.
„Neue Produkte und neue Konsumformen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass Nikotin stark abhängig macht.“
Ulrich Radda, Facharzt für Pneumologie in der ÖGK
Mit der Novelle des TNRSG werden erstmals tabakfreie Nikotinerzeugnisse wie Nikotinbeutel, Nikotinzahnstocher oder Nikotinschnupfpulver ausdrücklich erfasst. Auch nikotinfreie Erzeugnisse, die Tabak- oder Nikotinerzeugnisse nachahmen, wie etwa bestimmte koffein- oder CBD-haltige Beutel, fallen nun unter die gesetzlichen Regelungen, was laut Gesundheitsministerium den Gesundheits- und Jugendschutz im Zusammenhang mit neuen Nikotin-Produkten stärkt.
„Neue Produkte und neue Konsumformen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass Nikotin stark abhängig macht. Es ist gleichermaßen schädlich, ob Nikotin über eine klassische Zigarette, eine E-Zigarette, einen Tabakerhitzer oder einen Nikotinbeutel aufgenommen wird: Für den Körper bleibt es ein Suchtstoff“, betonte Ulrich Radda, Facharzt für Pneumologie in der ÖGK, am Freitag in der Aussendung.
Auch Verdampfer belasten Atemwege
Besonders wichtig seien die neuen Regelungen mit Blick auf Kinder und Jugendliche. Aromen, modernes Produktdesign und die Wahrnehmung vieler neuer Nikotinprodukte als vermeintlich harmlose Alternative können die Einstiegsschwelle senken.
Rauchfrei bedeute zudem nicht automatisch risikofrei. „Bei vielen neuartigen Produkten fehlen uns noch Langzeitdaten über Jahrzehnte. Was wir aber bereits wissen: Auch beim Dampfen und Erhitzen werden Stoffe inhaliert, die die Atemwege belasten können. Wer seine Lunge bestmöglich schützen will, sollte weder rauchen noch dampfen“, sagte Radda.
Wegwerfverbot auf Spielplätzen
Mit 20. August wurde das Wegwerfen von Zigarettenstummeln oder Abfällen von verwandten Erzeugnissen auf öffentlichen Spielplätzen untersagt. Bei Missachtung der Bestimmungen drohen Verwaltungsstrafen in Höhe von bis zu 500 Euro, in Wiederholungsfällen bis zu 2.000 Euro.
Österreich liegt beim täglichen Tabakkonsum nach wie vor über dem EU-Durchschnitt. Dieser verursacht hierzulande jährlich rund 8.500 Todesfälle, berichtete die ÖGK. Ein Rauchstopp lohne sich in jedem Alter. Schon kurze Zeit nach der letzten Zigarette beginnen sich positive gesundheitliche Effekte zu zeigen. Langfristig sinkt insbesondere das Risiko für COPD, Lungenkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
8 Postings
das Wegwerfverbot auf Spielplätzen wäre mehr als dringend erforderlich, sollte aber auch allgemein gelten. Ich habe heute bei meiner Runde mit dem 4-Beiner in Dölsach eine Unterführung benützt. Abgesehen davon, dass diese Unterführung mehr als sanierungsbedürftig ist, liegen unzählige Tschiggstummel herum. Welche Respektlosigkeit gegenüber den Gemeindearbeitern, die das wegräumen müssen. Auf allen Wegen und Straßen geht man keine 5 Schritte, ohne dass nicht diese giftigen Tschiggstumnel am Boden liegen. Bei unserer Rundreise in Amerika vor vielen Jahren wurden wir in jedem Hotel darauf aufmerksam gemacht, dass das Wegwerfen einer Zigarette bis zu 500 Dollar kostet, weil es unter "illegale Müllentsorgung" fällt. Überall wo wir waren, wurde das auch streng kontrolliert. Wäre auch in Österreich notwendig. Vielleicht würde das besser werden, wenn die Packung Zigaretten jenseits der 50 Euro kostet und so die Entsorgung dieses Giftmülls finanziert wird.
umsteigen auf hasch. schont die atemwege.
Unsinn ! Das Gegenteil ist richtig. Chronischer, regelmäßiger Cannabiskonsum führt zu nachhaltigen Schäden des Bronchialsystems mit deutlicher Einschränkung der Lungenfunktion. Chronische Bronchitis ,Lungenemphysem, Schädigung des Immunsystem der Bronchialschleimhaut, gegenüber der Normalbevölkerung 4 x häufiger Bronchialcarcinom.
Dann muss man halt Brownies backen.
12345. Der eifrige Genuss von Haschbrownies geht zumindest aufs Gehirn. Das Auftreten, bzw die frühzeitige Exacerbation von Psychosen bei Usern ist hinreichlich dokumentiert. Aus meinem weiteren Beobachtungskreis sind mir mindestens 3 schwere Fälle bekannt.
Haschbrownies (?) hat ja man vor Jahren schon mit einigen Blasmusikfreunden in einem Osttiroler Almtal versucht, was nicht allen bekommen war und bei einigen ordentliche Krämpfe verursachten. Ob einigen das Zeug auch ins Hirn gestiegen ist hat man damals wahrscheinlich wegen der Alkoholmischung nicht so recht herausgefunden. Der Vorfall hat jedenfalls Bekanntheitsgrad fürs Dorf verursacht, nachdem damals auch die Polizei gerufen wurde.
hallöchen.. schön, das es ein Gesetz gibt .. Den Tafeln mit Rauchverbot Alkohol verbit Campen stehen schon viele Jahre doch Kontrolle gibts keine..Ärgere mich schon über Jahre,dass an Kinderspielplätzen geraucht wird und Zigaretten "Stumpln" überall herumliegen.. aber wer kontrolliert es.???.Das rücksichtslose Verhalten an öffentlichen Plätzen gehört mehr kontrolliert und definitiv mit hohem Bußgeld bestraft,dass es nicht ein zweites mal passiert.
Liegt wohl daran, dass Verbote für Spielplätze zumeist vom Platzerhalter, Stadt oder Gemeinde, ausgerufen werden. Diese haben aber keine "Exekutivgewalt". Die Polizei ist (fühlt?) sich da nicht zuständig.
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