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Megaprojekt BKH Lienz in den Startlöchern

Ein „Letter of Intent“ ist unterzeichnet. Der Wille ist da, der Weg noch sehr weit.

Es ist ein Projekt der Superlative, das Landeshauptmann Anton Mattle, Gesundheits-Landesrätin Cornelia Hagele und Bernhard Zanon als Obmann des Krankenhausverbandes am 27. August den Osttiroler Medien präsentierten. 

Im Anschluss an eine Versammlung der Verbands-Bürgermeister:innen wurde im Saal der FH-Gesundheit in Lienz medienwirksam ein „Letter of Intent“ unterzeichnet, der ein neues Zeitalter der Gesundheitsversorgung im Bezirk einläuten soll. 

Auch ein langer Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Das Papier, das kollektive Fröhlichkeit auslöst, ist eine Absichtserklärung, gemeinsam Großes zu wagen: den Aus- und Umbau der Lienzer Krankenhauses. Foto: Dolomitenstadt/Pirkner

Um prognostizierte 223 Millionen Euro, die bis zur Eröffnung freilich auf rund 300 Millionen Euro anwachsen könnten, soll das Lienzer Bezirkskrankenhaus in einem „strukturierten Neu- und Umbau“ zukunftsfit gemacht werden. 

Das Innsbrucker Büro DIN A4 Architektur ist mit der Planung beauftragt, flankiert vom deutschen Beratungsgiganten Drees & Sommer. 

Dieser Masterplan zeigt recht gut, was neu gebaut, abgerissen oder umgebaut werden soll. Der 15 Jahre dauernde Umbau soll den laufenden Betrieb des Krankenhauses möglichst ohne allzu grobe Störungen ermöglichen. Visualisierung: DIN A4 Architekt

Wie man im schematischen Masterplan erahnen kann, wird nach einer gefinkelten Choreografie Altes abgerissen oder umfunktioniert und Neues dazugebaut. Markanteste Neuerung ist ein großer Baukomplex, der direkt vor das aktuelle, teilweise denkmalgeschützte Gebäude gestellt wird. Architekt Conrad Messner stellte die Eckpfeiler der Neugestaltung vor, an deren Ende „das modernste Bezirkskrankenhaus Österreichs“ stehen soll. 

Architekt Conrad Messner erläuterte die komplexe Umsetzungs- und Funktionsplanung für das Großprojekt. Es muss an völlig neue medizinische Anforderungen angepasst werden, modular erweiterbar sein und den Altbau sinnvoll integrieren. Foto: Dolomitenstadt/Pirkner

Die Zielflagge wird wohl erst Anfang der 2040er Jahre erreicht sein, man rechnet mit einer Bauzeit von rund 15 Jahren. Ab 2028 wird mit den Vorarbeiten begonnen, konkret der technischen Aufbereitung des Bauplatzes. Ob anschließend der Spatenstich stattfindet, hängt – wenig überraschend – von einem zentralen Punkt ab: der Finanzierung. 

Zu diesem Thema hielten sich alle Beteiligten bedeckt. Etwas kryptisch wurde mehrfach von einem „kreativen Baurechtsmodell“ gesprochen, freilich ohne in die Details zu gehen. 

Um die Dimension des Brockens zu verstehen, der da gestemmt werden muss, sei eine Zahl genannt: Alle Gemeinden des Bezirkes Lienz zahlen derzeit eine „Restumlage“ als Beitrag zum BKH-Betrieb von 3,5 Mio Euro. Schon dieser Betrag bereitet den Kommunen Kopfzerbrechen. Ein gutes Viertel der Summe überweist die Stadt Lienz als größte Verbandsgemeinde. 

Diese Umlage dürfte sich wohl verdoppeln und kann natürlich auch nur von Gemeinden gestemmt werden, die nicht ohnehin schon zu 100 Prozent verschuldet sind. 

Anton Mattle deutete an, dass rund 45 Prozent des gigantischen Finanzierungsbrockens von mindestens 225 Millionen Euro aus dem Tiroler Gesundheitsfonds (TGF) und dem Gemeindeausgleichsfond (GAF) kommen sollen. Bleibt immer noch eine gewaltige Finanzierungslücke offen. 

Die soll mit dem erwähnten „Baurechtsmodell“ geschlossen werden. Im Prinzip versucht man, über eine öffentliche Ausschreibung einen privatwirtschaftlichen Partner zu finden, der den teuersten Teil des Projekts, die Neubauten im Süden des Areals, vorfinanziert und dafür ein Baurecht auf 50 Jahre erhält. 

Hier geht es laut Zanon um rund 90 Millionen Euro. Dieser private Bauherr kann dann 50 Jahre lang Miete vom Verband bzw. vom Land einfordern und sich so refinanzieren. Der Verband würde dennoch für die Gesamtkosten haften. 

„Kreativ“ ist dieses Modell in zweierlei Hinsicht. Zum einen kann man plötzlich Darlehen nicht – wie sonst üblich – für 25 Jahre aufnehmen, sondern die Rückzahlung auf 50 Jahre erstrecken. Und zweitens – ebenfalls wichtig für die politisch Verantwortlichen – scheinen solcherart finanzierte Millionenbeträge nicht in den ordentlichen Haushalten der Gemeinden und des Landes auf.

Auf die Journalistenfrage, welches Privatunternehmen an einem solchen Deal Interesse haben könnte, blieben die Anworten vage. Hinter den Kulissen dürften aber längst Gespräche mit potenziellen Co-Finanziers geführt werden. Niemand startet ein so wuchtiges Vorhaben ohne halbwegs realistisches Finanzierungsszenario.

Die potenziellen Partner müssten zwei Eigenschaften mitbringen: Bescheidenheit bei der eigenen Rendite und – trotz Bauherrenstatus – Demut bei den Mitspracherechten. Bernhard Zanon stellte nämlich vorbeugend klar, die Bürgermeister würden sich von möglichen Miteigentümern nicht die Planungshoheit nehmen lassen. Damit bleiben für Kenner der Materie im Prinzip vor allem Gemeinnützige Wohnbauträger übrig, die über eigene Tochtergesellschaften in das Megaprojekt einsteigen könnten und wohl auch politisch halbwegs steuerbar sind. 

Eines wurde jedenfalls von allen Entscheidungsträger:innen betont: Das BKH Lienz arbeite und wirtschafte unter der Ägide der Bürgermeister:innen des Bezirkes besser als unter dem Dach der Tirol Kliniken, der professionellen Krankenhaus-Gesellschaft des Landes. Eine Eigenbeurteilung, die die politische Opposition im Land eher nicht teilen wird. 

Und noch einen finanziellen Jolly Joker will man aus dem Hut ziehen: Fast ein Drittel der Patienten im BKH Lienz sind Kärntner:innen, deren Kosten nach einem veralteten Finanzausgleich nur ungenügend abgegolten werden. Hier hofft Landeshauptmann Mattle auf ein gutes Ergebnis der immer wieder betonten „Reformpartnerschaft“ zwischen Bund und Ländern.  Es müsse eine Lösung gefunden werden nach dem Grundsatz: „Das Geld folgt der Leistung“.

Dann könnte auch die aktuelle Bilanz des Lienzer Krankenhauses positiv werden. Derzeit beträgt der jährliche Abgang rund 5 Millionen Euro. 

Gerhard Pirkner

Gerhard Pirkner ist Herausgeber und Chefredakteur von „Dolomitenstadt“. Der promovierte Politologe arbeitete als Kommunikationsberater in Salzburg, Wien und München, bevor er nach Lienz zurückkehrte und 2010 „Dolomitenstadt“ ins Leben rief. 2025 erhielt Pirkner für seine journalistische Arbeit den Walther-Rode-Preis. Mehr von Gerhard Pirkner

31 Postings

jacqueline
vor einer Woche

15 Jahre Baustelle...ich bin gespannt wer da noch arbeiten wird und will.

 
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    ozzy
    vor einer Woche

    Jene die müssen werden schon kommen. p.s das man den Großteil des Krankenhausgarten versiegelt ist für Pflegeheimbewohner, Patienten und Angestellte ein Trauerspiel.

     
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    Felix
    vor einer Woche

    Zwingt einen ja niemand. Andere Krankenhäuser/Kliniken werden Jahr für Jahr umgebaut und sind eine durchgehende Dauerbaustelle. Geht auch nicht anderst.

     
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      steuerzahler
      vor einer Woche

      Statt einer ewigen Dauerbaustelle sollte man über einen Neubau an einem besseren Standort nachdenken.

       
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      senf
      vor einer Woche

      @Felix, das mag für kleinere Adaptierungsarbeiten - da a neues LWL-Kabele und an Zwischenwandabriss für a neue Maschinelle Autotransfusion (MAT), da an neuen Etagenlift oder a neiche Closchale - zutreffen, bei einem Megaprojekt mit 15 Jahren Bauzeit und 300 Millionensicher sig i das nit so, also red uns bitte kan Bledsinn ein. Und dass es nicht anders geht spar dir - alles geht, wenn man will. Man kann sogar a paar Kirchtürme abreisen und die Talgemeinden zammlegn.

      Steuerzahler hat recht!

       
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pizzi1014
vor einer Woche

Jene Personen, die sich hier beim Unterzeichnen der Absichtserklärung offensichtlich sehr freuen, werden bei der Fertigstellung dieses Mega-Projektes (falls überhaupt realisiert) längst nicht mehr im Amt sein und auch niemals Veranwortung für ihre Entscheidung übernehmen müssen. Alle vier sind Vertreter einer Politikergeneration, die versucht einen Status Quo fort zu führen, von dem man weiß, dass dies nicht möglich ist. Warum das Krankenhaus unter der Ägide der Bürgermeister:innen (Nebenerwerbs-Teilzeitjob, Expertise für alles und jeden ...) besser wirtschaftet und arbeitet als unter dem Dach der Tirol Kliniken, dass muss mir mal jemand erklären.

 
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senf
vor einer Woche

Es ist schon staunenswert, wie locker gemeindepolitischen Akteure (BM und -innen) das Megaprojekt sehen, und die über 15 Jahre andauernden Flickwerk- Um- und Zubauten zum modernsten Bezirkskrankenhaus Österreichs ganz nach Architektenmeinung hochstilisieren. Sie nehmen und glauben was vorgegaukelt wird, denn kein einziger Vertreter mit Fachkenntnissen ist hier in Sichtweite. Wenige Minuten reichen für die Millionenentscheidung - trotz Wissen, dass man jetzt schon Pleite ist. Man verdoppelt also locker die Schulden und behauptet zudem, dass der Spitalsbetrieb unter dem Dach des Gemeindeverbandes besser läuft, als unter der professionellen KHG des Landes. Diese Auffassung stammt wahrscheinlich noch aus der Ägide des Matreier Verbandspräsidenten, aber siehe da, man will daran festhalten. Das Resultat ist bekannt!

Seit der Projekt-Erstvorstellung vor 5 Monaten hat sich die Bauzeit von 10 auf 15 Jahre verlängert, was sich auf die Baukosten und Betriebsabläufe auswirken wird. Schon damals wurde angefragt, ob das BKH-Lienz im Zukunftskonzept (?) als Schwerpunkt-Krankenhaus geführt wird, ob es sinnvoll ist, die Nutzfläche trotz Bevölkerungsschwund zu verdoppeln und ob im Altbestand Kompromisse möglich seien. Also über 15 Jahre Baulärm, Staub, Unzufriedenheit, Unsummen an Baukosten, danach mit Stadtrundfahrt zum OP ...

Neben der Baurechtsidee mit langfristiger Bindung wird wohl das größte Problem der bleibende verkehrstechnische Unsinn sein und dem Ansinnen als "Modernes Bezirkskrankenhaus" keinesfalls entsprechen. Vielleicht sollte man gerade deshalb ernsthafte Überlegungen für einen Neustandort mit Neubau anstellen, egal in welcher Talbodengemeinde. Die Chance besteht ja immer noch!

 
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Spektiv
vor einer Woche

Eine "Absichtserklärung" und eine Umsetzung sind wohl weit voneinander entfernt. Abgesehen von der sicher bestehenden Notwendigkeit das BKH Lienz baulich ins neue 21 Jh. zu bringen bestehen beim vorgelegten Plan durchaus Denklücken, die hoffentlich vorab geschlossen werden. Ganz entscheidend wird wohl das/ein Verkehrskonzept sein ob der Standort wirklich taugt oder es nett gedacht und schlecht getroffen war?! Baustellenverkehr, Rettungszufahrt, Anrainer und Mitarbeiter:innen, Schulverkehr... alles über die Beda Weber Gasse , Patriasdorf und jetzige Zufahrt über den "KH Bichl" -das wird spannend - mindestens 15 Jahre lang.

 
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kritisch_gesehen
vor einer Woche

Wenn schon eine Notwendigkeit für den Umbau besteht, dann hätte man besser das Geld und Energie der vergangenen lienzer Großprojekte - wie das sogenannte "Neue Mobilitätszentrum" hineinstecken sollen. Eine eingleisige Bahnverbindung ins benachbarte Bundesland(Kärnten) und Land(Italien/Südtirol) braucht keinen Megabahnhof. Sowohl die ÖBB als auch die Ital. Staatsbahnen zeigen uns, daß das Interesse gering ist. Bewährte Verbindungen wie z.B. Autozug nach/aus Wien, Korridorzug nach Innsbruck wurden eingestellt und stehen auch nicht zur Diskussion. Also wofür der gigantische Aufwand, wollte sich da wer ein "Denkmal" setzen?

 
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    chiller336
    vor einer Woche

    es ist einerlei - im endeffekt bezahlt(e) der bürger beides mit seinen steuergeldern

     
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    senf
    vor einer Woche

    Man sieht kritisch und begründet das auch, alles andere ist subjektive Feststellung. "Man hätte besser", nona, was hätte man denn? Bundesbahngelder oder Nahverkehrsgelder in ein Bezirkskrankenhaus stecken, oder "bewährte Verbindungen wie Autoreisezug nach Wien" aktivieren sollen (warum wohl gibt es sie ab Lienz nicht mehr?), Korridor? Was bitte wäre heute mit einem Korridorzug gemeint, ev. als Sonderzug, der durch das Puschtertal nicht hält und nur für Oschttiroler fährt? Man kann ja - wie alle Südtiroler - mit der Bahn ab Lienz über Innichen nach Innsbruck fahren. Probiers mal -es geht!

     
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senf
vor einer Woche

„Kreativ“ ist dieses Modell in zweierlei Hinsicht. Zum einen kann man plötzlich Darlehen nicht – wie sonst üblich – für 25 Jahre aufnehmen, sondern die Rückzahlung auf 50 Jahre erstrecken. Und zweitens – ebenfalls wichtig für die politisch Verantwortlichen – scheinen solcherart finanzierte Millionenbeträge nicht in den ordentlichen Haushalten der Gemeinden und des Landes auf.

Ein wohl treffender Satz zum aktuellen Bild der Politik. Danke!

 
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wolfgangwien
vor einer Woche

Schauen wir mal ob die Personen am Bild in 15 Jahren auch noch lachen. Jedenfalls kommt auf die Osttiroler Bevölkerung eine ziemliche Kostenlawine zu. Der Betriebsabgang des neuen modernen Krankenhauses wird sich nicht verkleinern sondern sich wahrscheinlich verdoppeln.

Warum die vielgepriesene "Reformpartnerschaft" es nicht geschafft hat, die Krankenhauskosten unter den Bundesländern zu regeln ist mir ein Rätsel. (Naja eigentlich nicht, für viele wäre es viel teurer geworden) Der leidige Föderalismus steht dem massiv entgegen. Mit Mehreinnahmen aus Kärnten schon fix zu rechnen ist fahrlässig, Kärnten wird alles daran setzen nicht mehr Geld nach Tirol fließen zu lassen.

 
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    steuerzahler
    vor einer Woche

    Der Föderalismus entpuppt sich immer mehr als sinnlose Bremse und extremer Kostenverursacher. Wenn man den Föderalismus endlich abschafft, ist die Finanzierung eines Krankenhauses kein Problem mehr. Außerdem ist so ein Umbau eine ziemlich sinnlose Sache. Viel besser wäre ein Neubau und Abriss des alten Hauses nach der Inbetriebnahme.

     
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    senf
    vor einer Woche

    @wolfgangwien, Wahlen stehen vor der Kirchturmtür ...

     
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Ist es so
vor einer Woche

Ich dachte schon vor Monaten an einen Scherz, dass hier so groß umgebaut werden soll. Aber offenbar macht man ernst, was wohl eine Notwendigkeit sein muss, denn Geld haben wir ja keines, oder zumindest wirds halt sonst wo verbraten...

Tiefgaragenzufahrt könnte man über die Ladestraße vom Pflegeheim gestalten, Ausfahrt wie gehabt in die Hiblerstraße, vielleicht würde dies im Bereich der Schulen etwas Erleichterung bringen?

Was halt auch hier wieder auffällt, dass der Denkmalschutz wieder einiges verhindert, obwohl es hier um ein Multifunktionsgebäude für die Zukunft unserer Gesundheit geht. Somit bleiben gewisse Strukturen erst wieder unverändert und mühsam, nur wegen diesem Unsinn. Sowas hat meiner Meinung hier nichts zu suchen, dafür gibts andere Gebäude, die z.B. nur Wohnzwecke erfüllen müssen.

Und was die Oberkärntner Gemeinden und das Land Kärnten betrifft, die haben hier im gleichen Maße mitzufinanzieren, immerhin haben sie auch den Nutzen. Dieses ebenso veraltete und verkrustete Regionaldenken gehört auch hier aufgebrochen, Grenzen entfernen und gemeinsam regionale Wege finden ist die Zukunft, wir sind doch alle gleich betroffen, vorallem räumlich. Ein Oberdrauburger ist wesentlich näher am BKH als ein Virger, also machts ja Sinn, wenn sie hier behandelt werden, aber es soll sich dann auch bei den Zahlungen im gleichen Maß niederschlagen.

Dass der halbe Garten verbaut wird, ist leider wirklich schade, da dieser ja auch vom Pflegeheim mitbenützt wird, ob das eine solch gute Idee ist, den Erholungsraum für Alte und Kranke so zu reduzieren?

 
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andreas.klotz
vor einer Woche

Ich verstehe ja Kritik, besonders an der Finanzierung. Hier wird ja so getan , als ob dort Donald Trump der Architekt ist und einen Ballsaal baut . Das Architekturbüro sind Vollprofis , und wenn man sich mal die fertigen Projekte anschaut , wird man sehen , dass dort keine Amateure am Werk sind , sondern Champions League Teilnehmer der Architekten Elite . Zum Thema Bauzeiten , die bekanntesten Kliniken im deutschsprachigen Raum haben alle die doppelte Bauzeit und mehr . Die bekanntesten Gebäude Europas haben teilweise 600 Jahre Bauzeit . Dass in 15 Jahren alles veraltet ist und wieder saniert werden muss , halte ich für ein Gerücht , es wird moderner und dem Zweck angepasster sein, als wenn ich es nach chinesischer Art schnell hochziehe. Chinesen bauen vielleicht schnell , aber alle China Großprojekte in Europa haben massive Baumängel , schaut mal auf'n Balkan , die wurden alle verarscht , und Chinesen haben nur Schrott hinterlassen . Das renommierte Tiroler Architekturbüro , ist nicht auf der Brennsuppe daher geschwommen , die wissen genau was sie tun .

 
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    Minuspol
    vor einer Woche

    .....scheinst wohl verwandt oder verschwägert zu sein mit den Champions-League-Vollprofis vom Architekturbüro. Ob die wirklich genau wissen was sie tun wage ich zu bezweifeln, die meisten wollen sich ein Denkmal setzen, Funktionalität kommt da meist erst an zweiter Stelle. Und die prognostizierten 223 Millionen kann man wahrscheinlich schon einmal getrost verdoppeln bei der Bauzeit.

     
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      isnitwahr
      vor einer Woche

      @Minuspol, diese Architekten sind spezialisiert auf derartige Bauten und Ihre Annahme zu "verwandt, verschwägert und Denkmal setzen" ist, bei allem gebotenen Respekt, einfach nur lächerlich. Wenn es Ihre Meinung ist, dass das BKH Lienz in diesem unmodernen und ineffizienten Bau, weiterhin bestehen soll, dann ist das eben Ihre Meinung. Sie dürfen sich dann nur nicht wundern, wenn gutes Personal dorthin geht, wo modernste Standards für Medizin und Gesundheitsberufe geboten werden, und das betrifft auch die baulichen Gegebenheiten. Der Gemeindeverband hat sich dieses Projekt sicher sehr gut überlegt, da können Sie sich sicher sein.

       
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Franz Brugger
vor einer Woche

Mit dem Projekt, mit der Unterstützung des Landes (derzeit (noch) zuständig für dis Planung der Krankenanstalten) versucht man wohl Pflöcke einzuschlagen. Sollte diese Zuständigkeiten, wie geplant an den Bund gehen, wird es wohl spannend werden.

Projekt für Osttirol generell gut, ob es der Gemeindeverbund dann stemmen kann wird sich weisen.

 
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Shusha
vor einer Woche

Für mich ist diese Geschichte eher traurig als beeindruckend. Ein „Megaprojekt“ um hunderte Millionen Euro klingt natürlich großartig – aber bevor man vom modernsten Bezirkskrankenhaus Österreichs träumt, sollte man vielleicht zuerst sehr genau hinschauen, wie gut das bestehende Krankenhaus tatsächlich funktioniert. Mein Eindruck ist: Wir diskutieren über immer größere Strukturen, während gleichzeitig nicht wenige Menschen aus der Region für Behandlungen andere Krankenhäuser aufsuchen. Warum ist das so? Wie zufrieden sind die Patientinnen und Patienten wirklich? Wie gut werden vorhandene medizinische Geräte und Kapazitäten tatsächlich ausgelastet? Und wie steht es um das Betriebsklima? Eines möchte ich ausdrücklich festhalten: Die Pflegekräfte leisten tagtäglich großartige Arbeit und verdienen dafür höchste Anerkennung. Gerade deshalb sollte man auch sehr genau darauf hören, wie es den Menschen geht, die in diesem Haus arbeiten. Was mir fehlt, ist eine offene und selbstkritische Diskussion über Führung, Organisation, Auslastung und Vertrauen. Ein Krankenhaus ist schließlich kein Prestigeprojekt und schon gar kein persönliches Königreich. Es gehört der öffentlichen Gesundheitsversorgung und damit letztlich den Menschen dieser Region. Bevor über Jahrzehnte enorme Summen verbaut und finanzielle Verpflichtungen eingegangen werden, sollte die Bevölkerung erfahren, was medizinisch wirklich notwendig ist, was organisatorisch verbessert werden muss und wer am Ende für welche Kosten geradesteht. Aber manchmal bleibt leider der Eindruck: Es wird präsentiert, beschlossen und gebaut – und die kritischen Fragen dürfen wir Bürgerinnen und Bürger zwar stellen. Ob sie auch jemanden interessieren, ist eine andere Frage.

 
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Mentele86
vor einer Woche

Umbau BKH Lienz – Chance oder Dauerbaustelle?

Positiv ist sicherlich, dass durch den Umbau des BKH Lienz langfristig eine bessere fachärztliche Versorgung für die Bevölkerung unserer Region und auch für unsere Gäste geschaffen werden kann. Eine moderne und leistungsfähige Gesundheitsversorgung ist für Osttirol von großer Bedeutung und grundsätzlich sehr zu begrüßen.

Kritisch sehe ich jedoch die geplante Umsetzung. Eine Bauzeit von rund 15 Jahren ist eine enorme Zeitspanne. Dazu kommen Fragen zur langfristigen Finanzierung und die Unsicherheit, wie sich die medizinischen, personellen und strukturellen Anforderungen während dieser langen Bauphase entwickeln werden.

Auch die jahrzehntelange Belastung durch Lärm und laufende Bauarbeiten ist nicht zu unterschätzen – insbesondere für Patientinnen und Patienten, die eigentlich Ruhe und Erholung benötigen, aber ebenso für das Personal, das über viele Jahre unter erschwerten Arbeitsbedingungen arbeiten muss.

Es stellt sich zudem die Frage, ob das Konzept bei Fertigstellung nach 15 Jahren überhaupt noch den Anforderungen der Zukunft entspricht. Wenn der Umbau endlich abgeschlossen ist, besteht möglicherweise bereits wieder Sanierungs- oder Anpassungsbedarf. Eine so lange Planungs- und Bauphase birgt daher das Risiko, dass man am Ende eines Mammutprojekts bereits wieder am Anfang steht.

Ein weiterer wesentlicher Kritikpunkt ist für mich das Verkehrskonzept. Bei einem derart großen und langfristigen Projekt sollte von Beginn an eine zukunftsfähige Lösung (trotz Tiefgarage) für den gesamten Verkehr rund um das Krankenhaus geschaffen werden. Hier sehe ich noch deutlichen Verbesserungsbedarf der jedoch kaum zu lösen sein wird!

 
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interessant
vor einer Woche

Das klingt für mich wie ein vorverlegter 1. April 😅

 
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Elisabeth
vor einer Woche

Unser derzeitiges Krankenhaus und dort Tätigen leisten großartige Arbeit und es hat eine sehr angenehme Atmosphäre. Wer will diesen Gewaltbau: Die Politik, die Ärzte und Pflegekräfte, die Patienten?

 
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    isnitwahr
    vor einer Woche

    Liebe @Elisabeth, ich bin mir sicher, dass es die Allermeisten wollen. Das Krankenhaus Lienz ist baulich einfach komplett veraltet und somit in den Arbeitsabläufen ineffizient. In einem modernen Krankenhaus folgen die baulichen Gegebenheiten den Abläufen und nicht umgekehrt. Ein Bespiel anhand der Ambulanzen, so wie ich sie aus meiner aktiven Zeit kenne: eine zentrale Notaufnahme ist EIN Bereich, in dem die Patienten nicht nach dem Zeitpunkt ihres Eintreffen, sondern nach der Dringlichkeit behandelt werden. Pflegepersonal und Ärzte aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen arbeiten in dieser ZNA eng zusammen, das spart im Notfall unheimlich viel Zeit, auch dewegen, weil Op und Intensiven in direkter Nachbarschaf angeordnet sind. Im BKH LZ gibt es derzeit 3 Ambulanzörtlichkeiten, die fachlich und räumlich alle getrennt sind, die Intensiven und der Op befinden sich sogar in einem anderen Stockwerk. Das ist nicht nur für die Patienten mühsam, sondern auch für das Personal, da aus diesem Grund die Abläufe den baulichen Gegebenheiten folgen müssen, was zu längeren Wartezeiten führt, die Wege verlängert und kurz und bündig ineffizient ist. Ein modernes Krankenhaus auf dem neuesten Stand steigert die Effizienz und die Flexibilität, steuert Verkehrsströme, sorgt für kurze Wege und ist auch attraktiver für professionelles Personal. Es gäbe noch sehr viele Argumente für den Bau, das würde aber den Rahmen hier sprengen. Ich empfinde es als sehr positiv, dass Osttirol ein so tolles, modernes Krankenhaus bekommt. Verdient haben es sich Personal und Patienten allemal!

     
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      senf
      vor einer Woche

      @ isnitwahr, ein Flickwerk bleibt ein Flickwerk! Und genau deshalb sollte man die Probleme in einem Aufwaschen lösen und mit Mut und Elan ein neues Bezirkskrankenhaus bauen. Nach moderner Methode und in einer Umgebung, die Ruhe ausstrahlt, für Patienten und Mitarbeitern angenehme Bedingungen ermöglicht und in ein gutes Kosten- und Leistungsverhältnis bietet und letzlich leicht erreichbar ist.

      Fürs Altgebäude finden sich genügend Verwendungszwecke! Für ein Schüler- oder Studentenheim, für soziale Wohnungen und Kooperationen mit den Umgebungseinrichtungen. Der Markt ist ja erfinderisch!

       
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      isnitwahr
      vor 7 Tagen

      Lieber @senf, mit dem Standort haben sie schon recht, natürlich wäre es besser, das Haus insb. für die Rettung "zugänglicher" zu bauen, also irgendwo am Stadtrand, wo auch die Busverbindungen in die Täler besser wäre. Ein Neubau wäre auch schon deswegen gut, weil alle Fachbereiche bis zur Fertigstellung ohne Baulärm und Behinderungen arbeiten und mehr oder weniger gleichzeitig ins neue Haus umziehen könnten. Die Bauzeit wäre vermutlich auch um Jahre kürzer. Aber wer würde denn das jetzige BKH kaufen? Der Kaufbetrag dürfte viele Millionen ausmachen, ein massiver Umbau von einem Kh in z.B. ein Hotel, Wohnungen, oder sonst irgendwas würde nochmals x Millionen kosten, der Denkmalschutz ist zu berücksichtigen, was sollte mit der neu errichtete FH sowie den Tiefgaragen passieren? Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich da jemand für einen Kauf finden würde. Alles nicht so einfach...

       
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ozzy
vor einer Woche

Warum muss ich gerade an Trump und Größenwahn denken?

 
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mink
vor 2 Wochen

Ich hoffe es wird an eine Klimatisierung der Gebäude gedacht

 
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Gertrude
vor 2 Wochen

Wie stellt man sich eine Baustelle über 15 Jahre vor, wo doch schon jetzt der Verkehr Nähe KH nicht mehr zu bewältigen ist?

 
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    chiller336
    vor einer Woche

    in 15 jahren sind gewisse neuerungen eh schon wieder alt

     
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