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In den 359 Urnennischen des Lienzer Friedhofs können bis zu 1.040 Urnen beigesetzt werden. Dennoch platzt die Anlage aus den Nähten. Foto: Dolomitenstadt

In den 359 Urnennischen des Lienzer Friedhofs können bis zu 1.040 Urnen beigesetzt werden. Dennoch platzt die Anlage aus den Nähten. Foto: Dolomitenstadt

Lienz: Urnennischen am Friedhof voll belegt

Eine Erweiterung der bestehenden Nischen wird diskutiert. Es gibt auch Überlegungen für Baumbestattungen.

Im vergangenen Jahr fanden auf dem Friedhof in Lienz insgesamt 132 Bestattungen statt, wobei der Anteil der Kremierungen deutlich überwiegt: Laut Information der Stadtgemeinde entfielen im letzten Jahr 24 Bestattungen auf Sargbeisetzungen, 91 auf Urnenbeisetzungen in einem Erdgrab und 17 auf Urnenbeisetzungen in einer Nische.

Warten auf Urnennische

Seit rund eineinhalb Jahren sind sämtliche Urnennischen am Neuen Friedhof voll belegt, weswegen Urnen vorübergehend in der Stadtarkade oder im „Raum der Stille“ bei der Bestattung Bergmeister untergebracht werden.

In der Stadtarkade, einem Gemeinschaftsgrab, befinden sich derzeit 14 Urnen. Im Schnitt dauert es sechs bis zwölf Monate, bevor die Verlegung in eine Urnennische stattfindet, da immer wieder einzelne Urnennischen frei werden. Insgesamt stehen 359 Urnennischen zur Verfügung, in denen 1.040 Urnen beigesetzt werden können.

Nahe der Aufbahrungshalle liegt unter den Arkaden des städtischen Friedhofs das Gemeindschaftsgrab. Hier sind Urnen jener Verstorbenen untergebracht, deren Angehörige noch auf einen Platz im Urnenfriedhof warten.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Vollbelegung werde in den Gremien der Stadtgemeinde eine Erweiterung der bestehenden Nischen diskutiert. Außerdem bestehen Überlegungen zur Errichtung eines Urnenhains mit der Möglichkeit der Baumbestattung. Auch vonseiten der Bürger:innen gab es bereits vereinzelt Anfragen, ob die Bestattung in einem Waldfriedhof möglich sei.

Umgestaltung des Kindergrabs

Unabhängig von einer möglichen Erweiterung der Urnennischen finden am Friedhof derzeit Bauarbeiten statt, da das Kindergrab umgestaltet wird. Hierbei sieht die Planung einen zentralen Gedenkpunkt vor, um den herum Sitzelemente in einem Halbkreis angeordnet werden sollen. Auf diese Weise soll ein offener, wenn auch abgeschlossener Bereich errichtet werden, der durch die Anbindung an die bestehenden Wegverbindungen fußläufig erschlossen wird.

39 Postings

lia
vor 3 Tagen

vielleicht sollte man die asche in die drau schütten. dann wäre auch das platzproblem gelöst.

 
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griasenk
vor 3 Tagen

Sehr amüsant hier die Postings, finde ich super wenn man nicht alles so "toternst" nimmt ;-) Griasenk

 
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eidde9900
vor 3 Tagen

Ich hätte gerne eine Reerdigung: Eine Reerdigung ist eine ökologische Bestattungsform, bei der ein verstorbener Körper innerhalb von rund 40 Tagen durch natürliche Mikroorganismen und pflanzliche Materialien vollständig in fruchtbaren Humus umgewandelt wird.

 
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    senf
    vor 2 Tagen

    @eidee9900:

    Ökologisch wäre dann ja auch der Brauch einer eine Himmelsbestattung. In den Höhen Tibets gibts kein Holz, dafür Dauerfrost im Boden, der Verstorbene wird nach einigen Tagen mit Gerste und Butter eingerieben, die Geier erledigen dann den Rest. Sie gelten in Tibet als heilige Vögel, da sie nur tote Wesen fressen. Zuvor wird der Leichnam im Leinenwickel aufgebahrt und u. a. nach der heiligen Schrift bebetet. Ein Körperträger bringt ihn zur Begräbnisstätte.

     
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      irina
      vor 17 Stunden

      Warum nicht? Ob Geier oder Würmer ..... Sorry!

       
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senf
vor 3 Tagen

Zuguterletzt:

Einen Wald- oder Baumfriedhof möchte ich nicht. Dafür den Wald mit gesunden Bäumen - ohne Schädlinge ohne böse Naturereignisse.

Wie wärs mit einen "Lienzer Bestattungswald" nördlich und südlich der Urnennischen?

:-)

 
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    senf
    vor 3 Tagen

    @ist es so, wirds dir nit langsam zu blöd?

     
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    senf
    vor 2 Tagen

    @Griasenk: ;-)

    Wo bleibt unser Lektorat? Keine Anmerkung zum "Waldfriedhof, Baumfriedhof, Baumbestattung ..."?

    Es gibt im Volksmund sogar den "Autofriedhof", dort sind die vielen ausgedienten Schrottkarren zur Entsorgung und Wiederverwertung gestappelt. Man stelle sich vor, ein Autoromantiker möchte am "Autofriedhof" seine letzte Ruhe verbringen.

    :-)

     
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Lienzner7
vor 4 Tagen

Man darf und kann auch zu Hause ein Plätzchen finden. Wenn man möchte auch im Garten, sofern gewünscht und die Möglichkeit besteht.

 
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    senf
    vor 4 Tagen

    Und dann verkauf ma irgendwann die Immobilie samt Verstorbene/r

    ;-)

     
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    griasenk
    vor 4 Tagen

    meine Red Griasenk

     
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    bb
    vor 4 Tagen

    Da müßte man sich gut erkundigen, wie es ist, wenn das Anwesen später einmal verkauft wird. Ob diese Grabstätte irgendwann von selber "erlischt" (im Falle einer abbaubaren Urne) oder ob da was zu tun ist (bei einer dauerhaften Urne wohl schon?) Sollte den verkaufenden Nachfahren halt keine Umstände machen, meine ich...

     
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      senf
      vor 4 Tagen

      Asche des/r Verstorbenen einfach verstreuen ist in manchen Ländern gängige Praxis. Am Land oder auf See.

      Eine Sennerin ist verstorben, sie hat es sich zu Lebzeiten innig gewünscht, man möge ihre Asche am Almanger verstreuen, was ihr Lebensgefährte und der Wind dann tatsächlich vollbrachte. Man wunderte sich, warum die Kühe plötzlich mehr Milch gaben. Der Bauer hat es beobachtet, er sah wie die Weideviecher das satte Gras mit der Asche genüsslich vertilgten. Den letzten Wunsch der Sennerin hat man erst dann verstanden!

      (Kleine Episode aus der Ködnitzalm)

       
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Niemand
vor 4 Tagen

Wie kann man es derart verschlafen, weitere Urnenhaine zu bauen? Platz sollte vorhanden sein. Totalversagen der Stadtregierung, mehr kann ich dazu nicht sagen

 
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    senf
    vor 4 Tagen

    Vielleicht sollte man die Kleiderschränke ("Urnenpaläste" @ist es so) mit a paar Zwischenablagebrettern ausstatten

    :-)

     
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griasenk
vor 4 Tagen

"Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst." Dieser Satz aus der Schöpfungsgeschichte sagt für mich alles aus. Ich denke, es benötigt keinen großen Auflauf wie zu Allerheiligen, wo alle sich rausputzen, um sich zu präsentieren. Ich denke auch, die "normale Beisetzung" ist nicht mehr zeitgemäß. Die Menschen werden immer mehr und ergo gibt es auch entsprechend mehr Beerdigungen. Ich habe in Bosnien nach einem Hochwasser gesehen, wie Friedhöfe ausgespült wurden und Bestattete in den Fluten trieben. Ich denke auch, die Flächen, welche für Friedhöfe und Urnengräber verwendet werden, sind unnötig verschwendet. Und nein, es braucht keine Parkplätze oder sonstige Bauwerke; mir reicht die Natur, ob eine Wiese oder ein Wald. Ich finde den Gedanken einer Baumbestattung wunderschön und glaube, um sich Verstorbene in Erinnerung zu halten, gibt es unendlich viele Möglichkeiten, dies zu tun. Griasenk

 
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    Christof
    vor 2 Tagen

    @griasenk: ... das war auch 65/66 beim Hochwasser in Osttirol so! Särge vom St. Johanner Friedhof trieben die Isel flussabwärts!

     
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Ist es so
vor 4 Tagen

Man will doch hoffentlich nicht noch mehr solch aufwändige und teure "Urnenpaläste" am "Neuen Friedhof" errichten, die zudem sehr platzraubend aufgestellt wurden, verstehe wer will warum in dieser teuren Form...

Aber ein Baumfriedhof im nördl., noch unverbauten Teil, wäre wunderbar. Von der Natur, zurück zur Natur, zudem entstünden nur wenig Kosten für ein paar wunderbare Laubbäume, um die herum dann viele biologisch abbaubare Urnen eingesetzt werden können. Die Fr. Bürgermeister findet die Idee offenbar auch sehr gut, nur frage ich mich langsam, wie lange diese Umsetzung noch dauern soll, so schwierig kann das doch nicht sein, oder? Ich freue mich schon darauf, diese Umsetzung zu erleben, denn kann man denn schöner zur Natur zurück kehren? Will ich denn wirklich in einer Glasvitrine "angestarrt" werden, nun ja, ich benötige das echt nicht. Und ich möchte auch nicht, dass meine Nachfahren sich Jahrzehntelang um mein Grab kümmern müssen, wozu?????

 
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chiller336
vor 4 Tagen

108 kremierungen macht fast 108 fahrten nach kramsach (wobei die fahrt nach kramsach unwesentlich weiter ist als die fahrt nach villach). die kürzliche schaltung von den krematoriumsplänen der beiden osttiroler bestatter erhält damit doch einiges an gewicht. die leisacher werdn sich noch in den hintern beissen weil sie nicht zugesagt haben. wären doch einiges an mehreinnahmen in der gemeindekasse zu verbuchen

 
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    Joe B. Tolliver
    vor 4 Tagen

    Naja, "einiges an mehreinnahmen in der gemeindekasse" - ich weiß nicht. Die Grundsteuer ist schon jetzt zu bezahlen, und an Kommunalsteuer würde wohl nicht allzu viel reinkommen. Auch mit Vergnügungsabgaben würde ich bei einem Krematorium nicht in großem Umfang rechnen.

     
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      ruhigblut
      vor 3 Tagen

      ...genauso sieht`s aus!

       
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      chiller336
      vor 3 Tagen

      warum so kompliziert denken? pro kremierung für den zur verfügung gestellten platz eines krematoriums eben einen beitrag. gratis wirds einäschern in kramsach oder villach auch nicht sein ... wenn das krematorium auf öffentlichem (gemeinde)grund steht

       
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Haberg21
vor 5 Tagen

Im Tiroler Unterland, sowie in Längenfeld im Ötztal gibt es bereits eine Naturbestattung, sprich Waldfriedhof. Die Ansichten und Meinungen gehen in Punkto Verbrennung weit auseinander, aber Urnengräber/Nischen werden immer beliebter.

 
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senf
vor 5 Tagen

Naja, nach der Einäscherung, der anonymen Beisetzung ohne Orts- und Namenshinweis im Dickicht vom Unterholz und Einverleibung des Erbteils ist dann die Angelegenheit eigentlich für die Hinterbliebenen lastfrei erledigt, oder?

Hinter mir die Sintflut. Nur Ansichtssache, wie alles im Leben, gel!

 
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    bb
    vor 5 Tagen

    Was wollen Sie damit genau sagen? Ist es so schlimm wie die Sintflut, wenn niemand ein Grab pflegen muss? Wenn vielleicht keine Angehörigen vor Ort sind? Oder es gar niemanden in der nächsten Generation gibt? Vertreten Sie hier hier die Interessen der grabbetreuenden Gärtnereien?

     
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      senf
      vor 3 Tagen

      @bb, die Sintflut hat nix mit der Grabpflege zu tun, dafür aber mit Erbschaftsstreitereien, die recht oft vorkommen und lebenslange Laune oder Missgunst innerhalb der Verwandschaft bewirken! Ok?

       
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    senf
    vor 4 Tagen

    Eine Interessante Haggalan-Reaktion, sie war auch zu erwarten. Klar, gesellschaftliche Veränderungen sind auch im hiesigen Bezirk im Gange, anstatt Ehen gibts mehr Partnerschaften, man will ja nicht mehr verpflichtet sein und wenn es dann mal ein kleinwenig kriselt, brauchts halt zwei Wohnungen. Man trennt sich, entfernt sich, man vergisst schnell! Mit der Verabschiedung eines der Nächsten verhält sichs ähnlich. Weil eine Erdbestattung entsprechend der verordneten Grabruhe am Friedhof halt mal 20 Jahre zur Pflege verpflichtet, werden Alternativen gesucht, oder besser gesagt eingefordert. Eine interessante Wertschätzung dem/der Verstorbenen gegenüber.

    Mein provokanter Eintrag oben hat Reaktionen hervorgerufen, die ich erwartet habe. Das Ableben eines "viel geliebten und geachteten" Mitmenschen wird oftmals zur rationalen Sache, Emotionen oder Gefühle verschwinden zunehmend. Ausreden dafür gibts zur Genüge.

    Mir ist klar, die Bestattungsform eines Angehörigen ist nun mal Privatsache, da gehen die Meinungen auseinander. Wir können hiesige Traditionen weiterpflegen, verändern oder auch aufgeben. Aus Überzeugung, vielleicht auch aus Bequemlichkeit oder gar der Mode wegen!

    Und ja, es gibt auch Sachzwänge. Z. Bsp. das Leichen- und Bestattungsgesetz des Landes mit Hygieneregeln, was auch verstärkt zur Kremierung geführt hat, ebenso die Friedhofsgrößen.

    Lienz bietet auffallend großzügige Urnennischen, was bereits Sorgen macht. Ob die damalige Einschätzung der Architekten und Gemeinderäte gar so klug war? Vielleicht ist das der Wunsch nach einem ruhigen Waldfriedhof?

     
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      Haberg21
      vor 4 Tagen

      senf@ Bin ganz deiner Meinung! Die Gesellschaft hat sich verändert, das sieht man auch auf den Friedhöfen. Die Urnenbestattungen nehmen rasant zu, es wollen ja viele etwas bequemer betreuen. Eine Grab ist viel Arbeit, das stimmt absolut, aber wem der oder die Verstorbene im Leben viel bedeutet hat, entscheidet oft für ein Grab auf dem es blüht und dem geliebten Menschen ein kleines Denkmal in Form eines Kreuzes gewidmet wird. Die Entscheidung liegt aber immer am Menschen, wofür er sich einmal entscheiden wird müssen. Die einen für eine Erdbestattung, die anderen für eine Urne und wieder andere für eine Naturbeisetzung. Schön ist es, wenn man über diese Arten der Bestattungen noch frei entscheiden kann.

       
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    Lara
    vor 4 Tagen

    Schauen Sie sich einen Friedensforst an, bevor Sie so negativ urteilen. Es gibt eine große Gedenktafel wo man die Nummer des Baumes und den Namen mit Geburtsdatum und Sterbetag eingravieren kann. Außerdem wird die Anlage gepflegt. Bezüglich Erbteil , wenn man z.B. den Kindern Werte vermittelt ist das Erbe Nebensache...

     
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      senf
      vor 4 Tagen

      Liebe @lara, wo sehen sie in meinem Post eine negative Beurteilung, wenn ich jegliche Form der Bestattung als Privatsache sehe und lediglich Frage, ob man Traditionen fallen lassen soll oder nicht, zudem der Hinweis auf die Verordnungen.

      Die Urne eines Verwandten wurde in einer Großstadt am anonymen Waldfriedhof beigesetzt. Im Wurzelbereich einer Eiche, die von einer kreisförmig gepflegten, leicht ansteigenden Rasenfläche, ein halbes Fussballfeld umgeben ist. Rundherum Bäume, dichter Wald. Nur eine Zugangspforte zwischen diesem Baumbewuchs, ein Rundgang, ausgestattet mit einzelnen Ruhebänken für Besucher. Zum Verweilenund im Gedanken beim des/der Verstorbenen. Die rohrförmige, verrotbare Urne mit haltbarem Edelstahldeckel "steckt" im Rasen irgendwo in einer Vertiefung, Rasterartig zwischen hunderten Beisetzungen angeordnet. Kein Namensschild, keine Standangabe, nur eine Sillhouette mit Lettern "Städtische Gedenkstätte". Der Verstorbene ruht anonym, vielleicht gibt es einen Ortsvermerk dann in der Familienchronik.

      Wer ein wenig reist, und sich mit Kulturen anderer Länder auseinandersetzt wird wissen, dass es überall verschiedene Bestattungsformen und Rituale in ihren Friedhofskulturen gibt. Solche, an denen man festhält und andere, die sich über die Zeit stetig verändern. Sie sind letztlich das Spiegelbild der Gesellschaft.

      Was mir missfallen würde, wären Waldbestattungen mit "hervorstehenden " und behauenen Grenzzsteinen in den verschiedensten Formen und unterschiedlichen Größen, die wie Stolpersteine aus dem Boden ragen. Naja, gegen Namenstafeln als Baumschmuck würde ich ebenfalls protestieren. Aber das alles bestimmt ja letztlich der Gemeinderat in seiner gestaltenden Friedhofsordnung.

      Im Nachsatz: Das materielle Erbe ist niemals Nebensache, seien sie ehrlich (was sich oftmals sogar auf die Grabpflege auswirkt) . Immaterielles Erbe wohl eher :-)

       
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bb
vor 5 Tagen

Einen Waldfriedhof in Osttirol würde ich sehr begrüßen. Es ist für den Verstorbenen letztlich wohl egal, in welchem Bundesland die Urne landet - aber für die Angehörigen wäre es stimmiger, wenn sie zumindest in dem Bezirk liegt, wo der Verstorbene gelebt hat, wo er einen Bezug zur Landschaft hatte. Ja - man möge diese Idee bitte verfolgen!

 
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Lara
vor 5 Tagen

Warum gibt es im Raum Osttirol keinen Waldfriedhof ( Friedensforst), die Tendenz ist stark steigend, keine Grabpflege, diese übernimmt die Natur, keine Folgekosten. Es gibt Sitzbänke zum verweilen in der Natur. Kärnten ist hier bereits sehr fortgeschritten.

 
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    ruhigblut
    vor 5 Tagen

    ....ja, finde ich auch eine gute Alternative...

     
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    bb
    vor 5 Tagen

    ... und die Asche kommt in die Natur zurück. Was passiert eigentlich mit der Asche, wenn ein Urnengrab aufgelöst wird? So ein Urnengrab wirkt für mich wie etwas Vorübergehendes...

     
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      defi
      vor 4 Tagen

      Die Frage hast du dir selbst beantwortet, sofern die Gesetze nichts anderes Vorschreiben und die Urne biologisch abbaubar ist. Im Friedwald, wie es bei uns genannt wird liegt sichs ruhig und niemand muss, wenn er nicht will vorbeischaun und inne halten. Und ja, billig ist diese Form der Bestattung auch nicht mehr. Nur der unnötige Friedhofskult wird m.E. auf ein minimum reduziert. Im Herzen der Nachkommen lebt man dennoch weiter. N.m.M.

       
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      bb
      vor 4 Tagen

      @ clefi: ich meinte die Urne in einem klassischen Urnengrab wie am Lienzer Friedhof. Da ist nichts mit abbaubar und in die Natur zurück. Vielleicht nacht 10 oder 20 Jahren, wenn das Grab aufgelöst wird?

       
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    chiller336
    vor 4 Tagen

    das mit den folgekosten lass ich mal so stehen ... findige gemeindevorsteherInnen kreieren bestimmt einen obulus für die waldbestattung - sofern diese kommt

     
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Gertrude
vor 5 Tagen

Die Zahl der Urnennischen sollten dringend erweitert werden. Viele junge Personen kommen nach dem Studium nicht mehr zurüch nach Osttirol, die Eltern bleiben hier zurück, weden alt und versterben hier. Die Betreuung von Urnennischen wäre für auswärts lebende Kinder viel einfacher als bei einem Erdgrab, bitte dies zu bedenken.

 
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    F_Z
    vor 3 Tagen

    Wenn man darüber nachdenkt gibt es viele Möglichkeiten: z.B. könnten die auswärts lebenden Kinder die Urne einfach zu sich mitnehmen. Oder die Kinder könnten die Asche teilen - jedes Kind bekommt einen Anteil, und kann damit machen was es für richtig hält - begraben, auf den Kamin stellen, vertreuen, zu einem Diamanten pressen lassen, mit einer Feuerwerksrakete in den Himmel schießen...

     
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