Am 8. September drückten Tiwag-Vorstandsdirektor Alexander Speckle, Tiwag-Aufsichtsrätin Michaela Hysek-Unterweger und Landeshauptmann Anton Mattle demonstrativ den Startknopf für die Inbetriebnahme des neuen Wasserkraftwerks Tauernbach-Gruben im Gemeindegebiet von Matrei.
Knapp einen Monat kam bei der Matreier Gemeinderatssitzung am 6. Oktober die Frage auf, was denn die Tiwag der Gemeinde für die Nutzung des Tauernbachs bezahlt? Hinter verschlossenen Türen wurde zwar bereits im Oktober 2023 über dieses Thema verhandelt, das genaue Ergebnis ist aber bislang nicht öffentlich.
Bürgermeister Raimund Steiner stellte auf Anfrage der Opposition und später auch im Gespräch mit Dolomitenstadt klar, dass hier zwei Aspekte zu berücksichtigen seien. Unter dem Titel Immissionsabgeltung gibt es zum einen einen fixen Betrag, im Fall von Matrei sind das 450.000 Euro, die bereits von der Tiwag an die Gemeinde geflossen sind.
Dazu kommt noch eine jährliche Abgeltung, flexibel bemessen an der Leistung des Kraftwerks. Wie diese Abgeltung berechnet bzw. bezahlt wird, ist noch Gegenstand von Verhandlungen. Die Tiwag hat genau zu diesem Thema nämlich eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz IFG zu beantworten, muss ihre Usancen bei Kraftwerksprojekten also öffentlich machen.
„Das bedeutet, die Abgeltungen für alle Kraftwerksgemeinden werden nun vergleichbar“, erklärt Steiner. Und hier wird offenbar noch getüftelt, was das für die Zahlungen an Matrei bedeutet. Der Bürgermeister rechnet mit einem baldigen Ergebnis. Es wird in jedem Fall transparent sein.
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