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Auch an der Andreas-Hofer-Straße und der Speckbacherstraße vermietet die Stadt Wohnungen. Foto: Dolomitenstadt

Auch an der Andreas-Hofer-Straße und der Speckbacherstraße vermietet die Stadt Wohnungen. Foto: Dolomitenstadt

Lienz: „A Mords-Griss“ um Mietwohnungen der Stadt

250 Wohnungen vermietet die Stadtgemeinde. Seit 2020 wurden 920.000 Euro in Sanierungen investiert. 

Die Stadt Lienz ist ein beachtlicher Spieler am regionalen Wohnungsmarkt. Immerhin 250 städtische Wohnungen vermietet die Stadtgemeinde, die diesen Bestand auch laufend saniert. 80.000 Euro waren dafür im Budget 2026 vorgesehen, ein Betrag, der heuer nicht ausreichen wird, weshalb im September-Gemeinderat von Bürgermeisterin Elisabeth Blanik eine Erhöhung beantragt wurde. 

Bis dato wurden 2026 bereits rund 107.000 Euro für Sanierungen von städtischen Wohngebäuden an der Andreas-Hofer-Straße, der Speckbacherstraße, der Schlossgasse und am Tristachersteg aufgewendet. Willi Lackner, der dem Wohnungsausschuss vorsitzt, erklärte dazu den Gemeinderät:innen, dass zwischen Generalsanierungen und Teilsanierungen unterschieden werde: „Generalsanierungen umfassen neben dem Ausmalen auch komplette Badsanierungen, Erneuerung von Installationen, Böden usw.“. 

Weil der städtische Wirtschaftshof einen Großteil der Arbeiten übernehme, seien die durchschnittlichen Kosten einer Generalsanierung mit rund 28.000 Euro niedrig. Nur Installationen werden grundsätzlich an Fachbetriebe vergeben. „Allerdings müssen die Mitarbeiter des Wirtschaftshofes auch verfügbar sein. Im Sommer ist der Wirtschaftshof bei Veranstaltungen eingeteilt, im Winter ist die Schneeräumung ein Thema.“ 

Der vergangene milde Winter habe Spielräume für Sanierungen geboten. Bei Teilsanierungen wird akut Notweniges in Schuss gebracht, von neuen Eingangs- und Innentüren bis zum Boileraustausch oder Glastausch bei Fenstern. 

57 Wohnungen wurden von der Stadt in den Jahren von 2020 bis einschließlich September 2026 generalsaniert, listete Lackner auf, insgesamt rund 700.000 Euro wurden dafür aus dem Stadtbudget aufgewendet. Beeindruckende 230 Teilsanierungen wurden großteils vom Wirtschaftshof seit Anfang 2020 bis heute umgesetzt, die Nettokosten dafür belaufen sich laut Lackner auf rund 221.000 Euro. 

Bis auf wenige Ausnahmen seien sämtliche Wohnungen mit Fernwärme ausgestattet, erklärt der Ausschussvorsitzende: „Sie werden alle elektrisch und sanitär überprüft und hergerichtet, also wirklich auf einen tollen Stand gebracht und deshalb ist ja auch a Mords-Griss um die Stadtwohnungen, weil die Leute wissen, dass wir die toll herrichten.“

Von den 250 städtischen Wohnungen seien nur noch wenige reif für eine Generalsanierung. In diesen Wohnungen wohnen vorwiegend ältere Menschen seit vielen Jahrzehnten. Die Miete pro Quadratmeter in sanierten städtischen Wohnungen beträgt laut Lackner 7,91 Euro. Bürgermeisterin Elisabeth Blanik wies in der Sitzung darauf hin, dass diese Wohnungen zwar klein seien, dafür aber ideale Grundrisse für Kleinfamilien hätten. 

Gerhard Pirkner

Gerhard Pirkner ist Herausgeber und Chefredakteur von „Dolomitenstadt“. Der promovierte Politologe arbeitete als Kommunikationsberater in Salzburg, Wien und München, bevor er nach Lienz zurückkehrte und 2010 „Dolomitenstadt“ ins Leben rief. 2025 erhielt Pirkner für seine journalistische Arbeit den Walther-Rode-Preis. Mehr von Gerhard Pirkner

Ein Posting

lia
vor einer Stunde

aufgepasst wird nur auf etwas, das einem selber gehört.

 
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