Schulkritiker Andreas Salcher regte in Osttirol auf

Gedanken zur ökologischen Schule im neuen Dolomitenstadt-Magazin.

An ihm schieden sich beim Vordenker-Event in Osttirol die Geister: Schulkritiker Andreas Salcher. Foto: Martin Lugger

Etwas abseits der Bezirksthemen im engeren Sinn wurde beim Vordenker-Event Mitte März in Tristach ein Referat zum programmierten „Aufreger“ vor allem unter den zahlreich im Publikum vertretenen Pädagogen und Lehrern.

Andreas Salcher, Unternehmensberater, Bestseller-Autor, Bildungsexperte und scharfer Kritiker der „Talentevernichtung“ an unseren Schulen, skizzierte seine Gedanken zur Schule der Zukunft und erläuterte die Vorteile, die eine Region aus einer „ökologischen Schule“ ziehen könnte. Zitat: „Diese Schule ist ein lebender, sich selbst steuernder Organismus, der mit seinem Umfeld vernetzt ist.“

Bei den Veranstaltern trafen nach dem Event, das 250 Besucher angezogen hatte, viele Reaktionen ein. „Einige der kritischen Stellungnahmen bezogen sich auf Salchers Referat“, verriet uns Reinhard Lobenwein, Bezirksstellenleiter der Wirtschaftskammer. Um den gesamten Aufsatz zu lesen, müssen Sie das neue Magazin nicht kaufen. Blättern Sie einfach in unserer digitalen Leseprobe und diskutieren Sie mit!

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4 Postings bisher
Churchill vor 5 Jahren

@beobachter52:

EIN WAHRES WORT!

Vielen Dank an den Boulevard, der immer wieder Feindbilder schafft (wie Politikwissenschaftler Franz Nuschler sinngemäß sagte: eine Gesellschaft bezieht ihren Zusammenhalt nur aus dem gemeinsamen Feindbild). Soll heißen, nur dass zwei Leute gemeinsam einem Dritten (metaphorisch) den Schädel einhauen können, hält sie davon ab, sich gegenseitig den Schädel einzuhauen.

Naja, genug Feindbilder hätten wir ja mittlerweile etabliert: die faulen und überbezahlten Politiker, die faulen Lehrer, die faulen und kriminellen Ausländer, die faulen Arbeitslosen, die faulen Griechen (und mittlerweile auch die faulen Zyprioten), die faulen Büroangestellten (die sowieso den ganzen Tag nur Solitär spielen), die diktatorische EU etc etc..

Meiner Meinung wird es langsam mal Zeit das Gute im Gegenüber zu erkennen und nicht alles schlechzureden!! Ich bin kein Lehrer, aber ich war Schüler und meiner Erfahrung nach kann ich sagen, dass der Lehrberuf sichlich kein Zuckerschlecken ist - BESONDERS wenn man in der Hauptschule (nun besser bekannt als neue Mittelschule) Nord eine Klasse voller Burschen aus dem Iseltal unterrichtet (bin kein Iseltaler, aber das sind zumindest meine Erfahungswerte hahaha) !!

wurzel vor 5 Jahren

Es gibt sie, die echt Talentierten und Fleißigen Lehrer - bestimmt!!! Nur, ganz nüchtern und sachlich betrachtet muss ich schon anmerken, dass die Vorgehensweise der Gewerkschaften in den letzten Jahren wohl den stärksten "Eindruck", was das Image betrifft, verursacht haben. Und, dass sich die Mehrheit der Lehrer dahinter versteckt ist genauso augenscheinlich, wie die Mehrheit unserer Gesellschaft die Politik zu verantworten hat, die wir gerade haben. Also was soll´s? Salcher hat recht, wenn er Alternativen aufzeigt, - ob diese teuerer sind, als die lt. aktuellen Zahlen geschätzten 600.000 Analphabeten in Österreich, die dieses System angesammelt hat bzw. derzeit übrig lässt...??? Dass wir in Wahrheit Immigration für unsere Gesellschaft bräuchten, aber nicht einmal wissen wie mit deutsch sprechenden Kindern umzugehen, geschweige denn mit Einwanderer! Vertragen wir doch solche Querdenker und hoffen, dass die Mehrheit sich zum besseren wandelt ;-))

beobachter52 vor 5 Jahren

Schulkritiker Salcher, Bildungsexperte Salcher, ..... Salcher - was ist dieser Herr noch alles? In Wahrheit ein geschickter Journalist, der immer möglichst das sagt, was seine Leser, Hörer hören möchten, dem es gelungen ist, sich vor allem in Wien und bei den Medien (Krone, Kurier, ORF ...) als "Experte für Bildungsfragen" auszugeben, der seine Bücher und Artikel gut verkauft! Inhaltlich (wie leider viele sogenannte Experten) wenig bis gar nichts (Durchführbares), außer in teuersten Privatschulen, die er ja so gerne erwähnt. Nur zu einigen seiner "Vordenker-Punkte": Es gibt sie jetzt schon (und mehr als Schulkritikern lieb ist): Kinder und Lehrer, die sich auf die Schule freuen..... Es gibt auch in unseren Schulen sehr viele Lehrer, die versuchen, auf die Stärken und Schwächen ihrer Schüler einzugehen (nur scheitert das nicht selten an den Rahmenbedingungen) .. Es klingt sehr gut: Der Direktor kann sich seine LehrerInnen aussuchen und auch kündigen. Wie das aber in der Praxis sein würde (Lehrerleistungen sind nicht leicht messbar ...) - und welche Lehrer für die entlegenen Landgemeinden übrig bleiben würden .... Es gibt Spezialisten als Hilfe: Ja, EINE Schulpsychologin für alle Osttiroler Schüler .... Es wäre toll, wenn die Lehrer viel Wertschätzung erfahren würden, aber gerade Herr Salcher (und Kollegen und die Frau Bundesministerin) arbeiten schon jahrelang an der Demontage dieser Wertschätzung mit wiederkehrenden unsachlichen Argumenten (neuestes Beispiel: "Der Bildungsexperte Salcher zeigt auf: 63 schulfreie Tage zwischen den Semesterferien und dem Schulschluss, und das ohne die Wochenenden und gesetzlichen Feiertage! Er habe den Eindruck, die Lehrer schauen nur mehr, wie sie möglichst ohne Unterricht auskommen ..." - Pressemeldung letzte Woche!

Dass gerade ein solcher Schlagzeilen-Journalist "Vordenker für Osttirol" sein soll (wobei ich die Initiative und auch die Veranstaltung super finde), stimmt mich irgendwie traurig ...

wurzel vor 5 Jahren

Ich habe mir das Referat mit Genuss angehört und den derzeitigen Status unseres Bildungssystems in all seinen Facetten oft wieder erkannt. Natürlich nicht als Fachmann, sonder nur als einfacher Zuhörer und ehemaliger Schüler ;-) Ich darf vorausschicken, dass ich auch Lehrer erleben durfte, die ich heute noch schätze. Vielleicht ist es nur mein Eindruck oder geht es nur meinen Kindern so, aber ich habe das Gefühl, dass diese echten Lehrer mit Herz für ihren Beruf weniger werden. Ich habe den Eindruck, dass die Lehrer, von ihrer Gewerkschaft getrieben, eher nur mehr auf das aus sind, was ihnen Komfort bedeutet. Was neues hat in den meisten Köpfen keinen Platz und so verstehe ich auch die Abwehr gegen Vordenker in der Art eines Hr. Salcher. Lieber riskiert man die heute schon fast übliche Lehrer-Berufskrankheit im besten Alter und gibt die Schuld den Kindern, als dass man sich frägt, ob die Methodiken (schon bei der Aufnahme in die Lehrerausbildung) noch zeitgemäß sind.