Braucht die Stadt Lienz mehr Mitarbeiter?

Die hohe Zahl an Events fordert den Wirtschaftshof jenseits seiner Kernaufgaben.

Am Montag, 4. Juni, präsentiert sich der Wirtschaftshof den Bürgern. Foto: Stadt Lienz/ Assmayer
Die Stadtgemeinde Lienz beschäftigt derzeit 28 Wirtschaftshofmitarbeiter. Sie sind an den Grenzen ihrer Arbeitskapazität. Foto: Stadt Lienz/ Assmayer

Im Team des Wirtschaftshofes der Stadt Lienz arbeiten derzeit 27 Männer und eine Frau. Die Einsatztruppe der Stadt ist an den Grenzen ihrer Kapazitäten, erklärte Bürgermeisterin Elisabeth Blanik am Donnerstag, 4. September und lieferte auch gleich eine Begründung: Die hohe Anzahl an Veranstaltungen führe zu Kapazitätsengpässen im Wirtschaftshof. „Daraus resultiert, dass zum Teil die Straßenmarkierungen und auch andere reguläre Wirtschaftshofleistungen ins Hintertreffen geraten sind“, erklärte die Gemeindechefin den Druck auf ihre Mitarbeiter.

Blickt man in den Lienzer Veranstaltungskalender, sind auch in den kommenden Wochen wieder zahlreiche Events im Anflug, bei denen die Mitarbeiter der Stadtgemeinde im Einsatz sein werden. „Jetzt der Dolomitenmann, dann diese Klettergeschichte – und dann geht es in der Dolomitenhalle mit der Osttirol Messe und den Bällen los“, so Blanik. Eine weitere Ursache sieht die Bürgermeisterin im starken Winter des vergangenen Jahres – die Aufräumarbeiten hätten länger gedauert, als geplant.

In seiner jüngsten Sitzung hat der Lienzer Stadtrat beschlossen, Fremdleistungen zuzukaufen. Insgesamt steht dem Leiter des Wirtschaftshofes, Albert Stocker, ein Budget von 4.000 Euro zur Auslagerung wichtiger Arbeiten für das restliche Jahr 2014 zur Verfügung. „In Zukunft werden wir uns aber überlegen, wie weit wir mit den Wirtschaftshofleistungen gehen können“, so Blanik. Die Stadt muss zwischen den Optionen wählen, entweder weniger an Leistungen für Veranstalter zu erbringen, oder mehr Mitarbeiter einzustellen und, als dritte Variante, mehr Tätigkeiten an Privatfirmen auszulagern.

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5 Postings bisher
fb vor 4 Jahren

An Tourismusverband und Osttirol Werbung: Man könnte versuchen, den Dolomitenmann, bzw. die Aktivitäten als Werbevehikel für eine Zielgruppe zu nutzen, aber mit einem umfassenden Package, denn der typische Osttiroltourist gehört ja, wenn man den Ausführungen von EVA Haselsteiner von der Osttirol Werbung glauben darf, nicht zu diesem Profil.

Für Kanu - Wassersport, Mountainbiken gäbe es schon bescheidene Ansätze. Für Paragleiten gilt dies nur eingeschränkt, solange die Zettersfeldbahn fährt. Es würde sich bezahlt machen, im Gesite des Prozess "VORDENKEN für OSTTIROL" mit den Touristikern, Unternehmen die schon in diesen Bereichen tätig sind, zusammenzuarbeiten.

tintifax vor 4 Jahren

@Churchill: kein Urlauber kommt hierher zu uns weil ein DA-Weltcup und/oder Dolomitenmann etc. in Lienz durchgeführt wird. Es mag sein, dass die ausgestrahlten Bilder seine Wirkung nicht verfehlen aber die entscheidenden Faktoren - ob ich einen Urlaub in Osttirol buche oder nich - liegen ganz wo anders.

Churchill vor 4 Jahren

Tintifax, man kann gern die Förderung für dererlei Veranstaltungen senken oder gar streichen. Bleibt halt die Frage offen, ob konventionelle Werbung oder Events wie der Dolomitenmann oder der Ski-Weltcup bessere Werbewirkung für die Stadt und den Bezirk erzielt.

Gertrude vor 4 Jahren

...dann diese Klettergeschichte. Eine unprofessionelle Aussage einer Bürgermeisterin.

tintifax vor 4 Jahren

... oder es muss für die Wirtschaftshofleistungen bezahlt werden. ... oder es wird die Sportsubventionen z.B. für den Dolomitenmann dzt. ca. € 30.000,-- genehmigt und vor Auszahlung der Barsubvention mit den diversen Wirtschaftshofleistungen verrechnet. (Subvention € 30.000,-- abzüglich Leistungen der Stadt € 20.000,--)

Gilt für den Weltcup der Damen ebenso wie für andere Veranstaltungen.