„Tag des Denkmals“ auf Schloss Bruck

Am Sonntag, 28. September – ein Tag voller „Illusionen“. Mit Führungen!

Beitragsbild-Schloss-Bruck
Am kommenden Sonntag findet österreichweit der „Tag des Denkmals“ statt. Einzige Station Osttirols ist das Museum Schloss Bruck. Fotos: Wolfgang C. Retter

„Illusionen“ stehen im Mittelpunkt des vom Bundesdenkmalamt organisierten 17. „Tag des Denkmals“, an dem an ausgewählten Orten in Österreich Interessantes, Ungewöhnliches und Informatives in unterschiedlichen Bereichen geboten wird. Eine dieser wertvollen Kleinode der heimischen Kunst – und einzige Station in Osttirol – ist Schloss Bruck. Die beeindruckenden Fresken der Schlosskapelle stehen dabei im Mittelpunkt.

Die im dritten Viertel des 13. Jahrhunderts errichtete Schlossanlage diente den Grafen von Görz-Tirol als Residenz. Zum ursprünglichen Bestand des Schlosses gehören neben dem Bergfried und der Burgmauer auch der Palas mit Kapelle. Um 1480/90 erfolgte eine einheitliche Fassadierung, die Kapelle erhielt eine Einwölbung, wurde mit Fresken ausgestattet und durch den sogenannten Läuteerker ergänzt. Seit 2013 laufen die Vorarbeiten zur Fassadenrestaurierung, 2014 wurde mit der Restaurierung der Fresken von Simon von Taisten und Nikolaus Kenntner in der Schlosskapelle begonnen. Eine gewaltige Fotostrecke zu den farbenprächtigen Fresken gibt es in der aktuellen Sommerausgabe des Dolomitenstadt-Magazins.

simon von taisten, schloss bruck
Die Fresken der Schlosskapelle stehen im Mittelpunkt der Führungen.

Im Mittelpunkt der Führungen durch Walter Hauser zum „Tag des Denkmals“ steht neben den, durch die Fassadenbefundung gewonnenen, Erkenntnissen zur Baugeschichte, insbesondere auch die Restaurierung der Freskenausstattung der Schlosskapelle. Die einstündigen Führungen finden um 10, 11, 12, 14 und 15 Uhr statt.

Für alle, die noch mehr erleben wollen, lädt Schloss Bruck gleichzeitig zum „Tag der offenen Tür“ für Groß und Klein. Im Innenhof wird jungen Burgen-Baumeistern die Möglichkeit geboten, ihr Können mit Holz- und Steinbaukästen unter Beweis zu stellen. In Mal- und Zeichenwerkstätten kann den großen Vorbildern nachgeeifert werden und bei den Experimentierstationen raucht und zischt es wie bei den Alchimisten im Mittelalter. Und auch die laufenden Ausstellungen „Egger-Lienz‘ Totentänze“, „das Dolomitendomino“, und „Schlaglicht“ sind bei freiem Eintritt zugänglich – für Interessierte werden auch dazu nach Bedarf Führungen angeboten.

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