Fotoausstellung: Lienz und der Krieg 1914 – 1918

Im Bergfried von Schloss Bruck werden noch nie gesehene Bilder ausgestellt.

TAP-geschäftsführer Martin Kofler und Kulturausschuss-Obmann Christian Steininger eröffneten die Ausstellung.
TAP-Geschäftsführer Martin Kofler und Kulturausschuss-Obmann Christian Steininger eröffneten die Ausstellung. Fotos: Brunner Images

Am Montag, 28. September eröffneten auf Schloss Bruck Christian Steininger vom Kulturausschuss der Stadt Lienz und Martin Kofler, Leiter des Tiroler Archives für photografische Dokumentation und Kunst (TAP) die Fotoausstellung „Heimat / Front. Lienz und der Krieg 1914 – 1918.“ Im Bergfried der ehemaligen Görzer Residenz will man mit vielfach noch nie gesehenen Bildern die Geschehnisse vor 100 Jahren den Besuchern näher bringen. Martin Kofler: „Geschichte wird so auf eine neue Weise vermittelt, wird erlebbar und bietet Einblicke, die vielfach noch nicht greifbar waren.“

Seltsam befremdlich wirkende Bilder erzählen vom Leben an der Front.
Seltsam befremdlich wirkende Bilder erzählen vom Leben an der Front.

Vor 100 Jahren trat Italien in den Ersten Weltkrieg ein, für Österreich-Ungarn eröffnete sich eine neue Frontlinie. Und diese reichte bis an die Grenzen des Bezirkes Lienz heran und beeinflusste das Leben auch im Hinterland massiv. Bedrückende, auch seltsam befremdlich wirkende Bilder erzählen vom Leben der Zivilbevölkerung, aber auch vom Kriegsalltag der Männer an der Gebirgsfront. Das TAP gibt anhand ausgewählter Photographien Einblick in die Geschichte der Stadt Lienz und seiner Bevölkerung im Ersten Weltkrieg. Die Entwicklungsstränge werden dabei in den räumlich und zeitlich größeren Zusammenhang gestellt, um Kontinuitäten und Besonderheiten sichtbar zu machen.

Eine Medienstation zeigt Lichtbildserien zu Episoden des Krieges.
Eine Medienstation zeigt Lichtbildserien zu Episoden des Krieges.

Eine Medienstation mit Lichtbild-Episoden stellt das Zentrum der Vermittlung dar. Abseits von Massenveranstaltungen verschiedenster Anlässe wird der Schwerpunkt auf den Alltag an Front und „Heimatfront“ durch vielfach bis dato unbekannte Photographien gezeigt. Anfängliche Euphorie weicht rasch Schock und Ernüchterung. Not, Leid und Tod werden ständige Begleiter, gegen die auch die Propaganda nicht ankommt. Der Begleittext zur Ausstellung resümiert: „Der Waffengang endet im Chaos, dem Zerfall der Donaumonarchie, dem schmerzlichen Verlust Südtirols. Selbst 100 Jahre nach der Entstehung der Bilder macht der Blick in die Augen der damals Betroffenen mehr als nachdenklich.“

Zu diesem Thema gibt es auch eine vom Bildungshaus organisierte Wanderung zu Originalschauplätzen des Ersten Weltkrieges in der Nähe von Lienz.

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