Büchereileiterin Anja Kofler und Franz Krösslhuber inmitten von 430 bunten, liebevoll und selbst gestrickten kleinen Mützen für Frühgeborene der Kinderklinik Jalimo-Mondikolok im Südsudan. Foto: Stadtbücherei

Büchereileiterin Anja Kofler und Franz Krösslhuber inmitten von 430 bunten, liebevoll und selbst gestrickten kleinen Mützen für Frühgeborene der Kinderklinik Jalimo-Mondikolok im Südsudan. Foto: Stadtbücherei

430 selbst gestrickte Hauben für Babys im Südsudan!

Franz Krösslhuber verteilt die bunten Kopfwärmer im Hospital in Mondikolok.

Zu einem überwältigenden Ergebnis führte der Aufruf von dolomitenstadt.at und den Osttiroler Büchereien, Mützchen für Frühgeborene im Südsudan zu stricken.

Nach nur fünf Wochen kamen mehr als 430 kleine Hauben in der Stadtbücherei zusammen! Am 12. Mai nahm Franz Krösslhuber – Initiator der Kinderklinik Jalimo-Mondikolok – die wärmenden und durchwegs hübschen Osttiroler Kopfbedeckungen entgegen – und war ziemlich sprachlos. Mit so einer großen Resonanz hatte niemand gerechnet.

Es wurden ganze Strickrunden ins Leben gerufen, alleine aus der Bücherei Hopfgarten kamen 113 kleine Hauben! Die Begeisterung war bei allen TeilnehmerInnen der Aktion groß. Auch die MitarbeiterInnen der Stadtbücherei zeigten sich zunehmend fasziniert von der Vielfalt der gespendeten Mützchen. Ein Problem, das wohl viele Strickerinnen geplagt haben dürfte, war allerdings die Größenangabe. Es geht ja um „Frühchen“ und für so winzige Köpfchen haben erst die Wenigsten gestrickt. So sind die meisten Mützchen etwas zu groß geraten.

muetzenherz

Franz Krösslhuber fand aber auch das ganz großartig! So können nämlich viel mehr Babys von den „Osttiroler Hauben“ profitieren. Krösslhuber überlegt, vielleicht eine Mütze in jedes „Welcome-Paket“ zu packen. Eventuell wird das Tragen von Mützen in südsudanesischen Mondikolok und Umgebung also zum richtigen Trend. Die Welcome-Pakete sind vor allem für Frauen gedacht, die nicht in der Klinik, sondern daheim entbinden. Sie enthalten zum Beispiel eine Rasierklinge zum Durchtrennen der Nabelschnur, ein sauberes Tuch für das Neugeborene, ein Stück Seife und zwei Nabelbinden – und eben zukünftig eine Mütze aus Osttirol!

Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben! Es war eine wunderschöne Aktion die vielen Menschen sehr viel Freude gemacht hat und auch noch lange Freude bereiten wird.

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