Nachwuchs bei den Mops-Fledermäusen auf Schloss Bruck

Erstes Jungtier in Tirol – Auch Isel spielt als natürlicher Lebensraum eine Rolle.

Die Natur entlang des Osttiroler Gletscherflusses Isel bietet immer wieder einzigartige Überraschungen. Toni Vorauer, Zoologe und Fledermaus-Spezialist beim WWF sieht einen Zusammenhang zwischen dem Isel-Habitat und dem Vorkommen seltener Fledermaus-Arten wie der Bechstein-Fledermaus auf Schloss Bruck. Diese Art wird nur etwa so groß wie ein Zeigefinger und ist ein typischer Bewohner naturnaher Wälder.

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Vor wenigen Wochen wurde ein Mops-Fledermaus-Baby in Lienz gesichtet und damit erstmals in Tirol nachgewiesen, dass sich diese Art hier auch fortpflanzt. Foto: WWF/Vorauer

Eine andere Spezies, die Mops-Fledermaus, wurde zwar auch in Nordtirol schon gesehen, doch vor wenigen Wochen entdeckte Vorauer das erste Mal ein Jungtier in Lienz: „Somit ist hier in Osttirol der erste Fortpflanzungsnachweis gelungen“.

In St. Johann im Walde und in Schlaiten finden sich außerdem Kolonien der „Kleinen Hufeisennase“. Die Fledermaus mit dem bezeichnenden Namen hat eine geringe Reichweite von wenigen Kilometern und braucht zur Orientierung lineare, natürliche Strukturen – wie sie etwa Hecken oder die typischen Galeriewälder entlang der Isel und ihrer Zubringer bieten. „Durch meine regelmäßigen Kontrollen von Fledermauskolonien weiß ich, dass im Bereich der Osttiroler Gletscherflüsse eine außergewöhnliche Fledermaus-Fauna existiert. Der neue Nachweis der Mops-Fledermaus zeigt einmal mehr das Alleinstellungsmerkmal dieser Habitate“, sagt Toni Vorauer.

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Das ist eine „Kleine Hufeisennase“. Diese Fledermaus orientiert sich gerne an linearen Strukturen wie Büschen und Galeriewäldern am Flussufer der Isel. Foto: WWF/Vorauer
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