Von Cortina nach Lienz und retour rollten die alten Autos, chauffiert von "sehr betuchten" Menschen, die von Stadtmarketing und TVBO umworben wurden. Fotos: Brunner Images

Von Cortina nach Lienz und retour rollten die alten Autos, chauffiert von "sehr betuchten" Menschen, die von Stadtmarketing und TVBO umworben wurden. Fotos: Brunner Images

Coppa d'Oro: Teure Oldtimer rollen durch die Dolomiten

Erstmals wählten die betuchten Altmetall-Fans die Dolomitenstadt als Etappenziel.

Über den Sommer tuckern mehrere Oldimer- und Luxusschlitten-Rundfahrten durch Osttirol, von denen jede ihren  eigenen Charakter hat. Beim größten heimischen PS-Corso in Dölsach bewegen Jungbauern vorwiegend die Traktoren ihrer Großväter, bei der Kalser Bully-Parade trifft sich die Flowerpower-Generation zum Nostalgieausflug und wenn ein Rudel Ferraristi durch die Stadt röhrt, dann beträgt der kleinste gemeinsame Nenner mindestens 300 PS.

coppa d oro delle dolomiti 2016 - 6
So sehen wahre Helden aus: Flankiert von den Vermarktern der Region, Oskar Januschke (links) und Franz Theurl, lächelt der große Arturo Merzario in die Kamera. Er hat Niki Lauda das Leben gerettet.

Die Teilnehmer an der „Coppa d'Oro delle Dolomiti“ können von sich behaupten, dass sich in ihrem Convoi ein echter Held und der vermutlich teuerste Oldtimer befinden, der je durch Lienz rollte. Der Held ist Arturo Merzario. Er war es, der Niki Lauda 1976 auf dem Nürburgring aus dem brennenden Wrack seines Rennwagens zog. Nach Lienz cruiste Merzario mit einer Giulia TI Super 1570. Preislich liegt die wunderschöne Alfa Romeo-Oma ein paar Kategorien unter dem Star der 92 Vehikel umfassenden Oldtimer-Parade, einem Ferrari 212 Berlinetta Touring 2500, Baujahr 1952. Sein Zeitwert beträgt neun Millionen Euro!

coppa d oro delle dolomiti 2016 - 1
Den roten Flitzer im Vordergrund könnte man glatt gegen eine Villa mit Pool oder ein Flugzeug tauschen. Beides braucht sein Besitzer nicht oder hat es schon.

Keine Ahnung, wie man solche Karossen versichert, der Lenker kurvte jedenfalls entspannt von Cortina nach Lienz und parkte das Millionenauto vor der Liebburg. Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Grandhotel und einem Spaziergang durch die Dolomitenstadt ging es gemütlich nach Cortina d’Ampezzo zurück. Stadtmarketingchef Oskar Januschke sieht in der Ausflugsfahrt der teuren Karossen eine Chance, die Beziehungen zu Cortina weiter zu intensivieren und TVBO-Obmann Franz Theurl freut sich, „Lienz und Osttirol einem sehr betuchten Publikum und Gesellschaftskreis vorstellen zu dürfen.“ In diesem Sinne: Auf Wiedersehen!

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