Fotos: Lukas Troi

Fotos: Lukas Troi

Bergführerausbildung in Osttirols Eis

Eisklettern als Alternative ist in schneearmen Wintern wichtiger Bestandteil der Bergführerarbeit.

Insgesamt drei Wochen lang nutzte die Österreichische Bergführerausbildung unter der Leitung von Albert Leichtfried, Kursleiter Helmut Mittermayr und weiteren acht AusbildnerInnen der staatlichen Ausbildung die Eisklettermöglichkeiten in und rund um Osttirol. 56 KursteilnehmerInnen mussten ihr Können im steilen Eis, aufgeteilt auf zwei Kurse im Zeitraum vom 14. Jänner bis 4. Februar, unter Beweis stellen.

Lisi Steurer im Eisfall „Sex Machine“ im Mölltal.

Geklettert wurde nicht nur im Eispark Osttirol, eine wichtige Infrastruktur für den Kurs an Prüfungstagen, sondern auch an den gefrorenen Wasserfällen im ganzen Bezirk. Rund hundert verschiedene Eis- und Mixedlinien standen den Kursteilnehmerinnen zur Auswahl. Geklettert wurde im Tauerntal, Defereggental, in Kals, Lienz, Mittewald sowie dem Tiroler Gailtal. Manche Gruppen nutzen auch das nahe gelegene Möll,- bzw. Gasteinertal, sowie die Möglichkeiten am Felbertauern Nordportal. Alle Routeninformationen dazu sind im neu erschienenen Eiskletterführer Osttirol und Oberkärnten zu finden.

Der Eiskletterkurs ist Teil der Ausbildung zum österreichischen, staatlich geprüften Berg- und Skiführer, den alle Aspiranten pflichtmäßig absolvieren müssen. Dabei müssen Routen bis zur Schwierigkeit WI 5 im Vorstieg geklettert werden. Die dreijährige Berufsausbildung umfasst die Bereiche Felsklettern, Hochtouren, Ski, Canyoning und Eisklettern. Im Ausbildungsteam der Bergführerausbildung gibt es derzeit vier OsttirolerInnen, die die Aspiranten auf ihre anspruchsvolle Berufswahl vorbereiten: Gery Unterasinger, Alfred Dworak, Vittorio Messini und Lisi Steurer.

Führungstechnik in der Dreierseilschaft

Am 23. und 24. Jänner – zwischen den beiden Kursen – erfolgte dann noch die Aufnahmeprüfung für den nächsten Ausbildungszyklus, der im Sommer 2017 startet. Geprüft wurde sowohl im Eispark Osttirol als auch am Brühl Wasserfall bei Huben. Die Eignungsprüfung wurde von einem Kamerateam des TV Senders Servus TV gefilmt. Es handelt sich um eine der schwierigsten Aufnahmeprüfungen österreichweit. Insgesamt stellten sich 96 KandidatInnen der Herausforderung, 39 von ihnen schafften die Hürde erfolgreich. „Es braucht ein relativ hohes Niveau an bergsteigerischem Eigenkönnen, um die Eignungsprüfung zu bestehen, da in der Ausbildung primär an führungstechnischen Aspekten, sozialen Kompetenzen und Risikomanagement gearbeitet wird. Ein entsprechendes Niveau in den Bereichen Ski, Eis und Fels sollte daher bereits bei der Eignungsprüfung vorhanden sein,“ so der Ausbildungsleiter Albert Leichtfried.

Alles in allem ist das Eisklettern mittlerweile zu einem wichtigen Teil der winterlichen Infrastruktur Osttirols geworden. Vor allem in schneearmen, aber kalten Wintern ist Eisklettern ein wichtiger Teil der Bergführerarbeit im Bezirk. Der rege Besucherandrang im Eispark Osttirol, dem derzeit größten Eisklettergarten Österreichs, spricht eine deutliche Sprache.


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2 Postings bisher
Zuckerpuppe vor 10 Monaten

Liebe Lisi, lieber Gerry und all die anderen Mitglieder des Ausbildnerteams - mir ist egal ob in oder im Eis, ihr macht einen tollen Job und Osttirol ist Sommer wie Winter eine spitzen Destination für Bergbegeisterte.

hubert vor 10 Monaten

Liebe Frau Steurer! Bergführerausbildung in Osttirols Eis - müsste wohl richtigerweise ... im Osttiroler Eis ... heißen!!