Das idyllische Strandbad am Tristachersee kann wieder mit verbilligten Saisonkarten besucht werden. Foto: Fred Unterluggauer

Das idyllische Strandbad am Tristachersee kann wieder mit verbilligten Saisonkarten besucht werden. Foto: Fred Unterluggauer

Saisonkarten für Tristachersee wieder erhältlich

Zwei-Bäder-Saisonkarten können im Lienzer Bürgerservice umgetauscht werden.

Wie angekündigt, ließ die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik im Juli-Gemeinderat nach Protesten von Badegästen über eine Wiedereinführung der Saisonkarte für den Tristachersee abstimmen und räumte gleichzeitig Fehler ein: „Es war falsch, die Einzel-Saisonkarten für den Tristacher See zu streichen.“ Zwar könnten die Seebesucher mit der Karte auch das Dolomitenbad nutzen, für viele sei das aber offenbar keine Option: „Der Sprung von 53 auf 80 Euro bei Nutzung des selben Angebotes ist verständlicherweise nicht nachvollziehbar.“

Zum alten Preis kehrt man allerdings nicht zurück. Erwachsene zahlen ab sofort für die See-Saisonkarte 67 Euro, Senioren 53 Euro, Ermäßigte (Zivildiener, Studenten, etc.) 47 Euro und Kinder 33 Euro. Die ÖVP beklagte den medialen Alleingang Blaniks in dieser Angelegenheit, plädierte für noch günstigere Tarife und stimmte deshalb dagegen. Dennoch wurde der Antrag mit 13 Ja-Stimmen, sieben Nein und einer Enthaltung angenommen.

In der laufenden Saison kauften bisher 448 Personen eine Saisonkarte für beide Bäder. Theoretisch könnten sie nun alle diese Karte im Lienzer Bürgerservice in der Liebburg gegen eine verbilligte Seekarte umtauschen, die natürlich auch nur dort gilt. Den Differenzbetrag erhält man zurückerstattet. Angesichts der bereits vorgerückten Saison dürfte sich der Andrang in Grenzen halten.

Vizebürgermeister Siegfried Schatz (SPÖ) lieferte in der Diskussion einige statistische Daten. 22.588 Personen kauften in der laufenden Saison ein Ticket im Dolomitenbad, 8.414 zahlende Badegäste zählte man am See. Dies sei eine zufriedenstellende Frequenz, versicherte Schatz und stellte auch Preisvergleiche an: „Sechs Euro für einen Tageseintritt ins Dolomitenbad sind hoch, in Anbetracht des Angebots jedoch durchaus gerechtfertigt. Zum Vergleich: In Virgen zahlt man fünf Euro, für ein geringeres Angebot“. Dennoch könne man im Herbst noch einmal über die Tarife nachdenken.

Hannes Schwarzer (LSL), Gerlinde Kieberl (Grüne) und Alexander Kröll (ÖVP) verwiesen auf den kalkulatorischen Hintergrund des Preisgefüges. Man habe sehr viel investiert und müsse zum Beispiel im Strandbad Tristachersee auch künftig noch viel öffentliches Geld in die Hand nehmen. Die Eintrittspreise seien deshalb ein Solidarbeitrag der Nutzer. „So versuche ich das jedenfalls den Leuten in Gesprächen zu erklären“, betonte Kieberl.

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15 Postings bisher
winpit vor 4 Monaten

Was bringt mir die neue Saisonkarte "See" Ende Juli??? Ich bleibe dabei, dass der Preis zu hoch ist. Eine Erhöhung der Tageskarte von € 4,50 auf € 6,-- ist ein Wahnsinn, weil es schon lange eine niedrige Inflation gibt. Außerdem wurde nichts am Tristacher See investiert, was diese Erhöhung rechtfertigen würde. Mit der neuen Preisgestaltung am See und den Bustarifen treibt man die Badegäste zur Konkurrenz in Kärnten usw. Vielleicht sollte man sich einmal die Preisgestaltung in anderen Strandbädern anschauen.

Seegehtarier vor 4 Monaten

Vorfreude ist die schönste Freude. Diese uralte Weisheit gilt auch in unserem Land und in unserer Zeit ganz offensichtlich noch immer. Seit der Ankündigung der Wiedereinführung der Saisonkarte für den See durften wir uns jetzt wochenlang freuen. Dagegen sollte man den kurzen Moment der Enttäuschung über den Preis nicht zu kleinlich aufrechnen. Außerdem ist der neue Preis für die Saisonkarte ein Musterbeispiel von fairem Kompromiss. „Treff‘ ma uns in der Mitt’n!“ (zwischen 55€ und 80€).

Also nochmals danke für die schöne Zeit der Vorfreude. Außerdem habe ich durch das lange Warten auf die endgültige Preisgestaltung in dieser Saison eine ganz andere Freude wiederentdeckt, das Schwimmvergnügen außerhalb der Zäune, dort wo als Belohnung für Komfortverlust ein Hauch von (Kosten-) Freiheit weht.

PS: Solidarbeiträge für die Nutzung sind eine gute Sache, aber meiner Meinung nach eher Sache von Klingelbeutel, Spendentopf und Kaffeekasse.

Kurgan vor 4 Monaten

Wer auf die Website von Virgen geht und sich dort die Seite für das Schwimmbad ansieht, liest: ​ => neu saniertes, solarbeheiztes 50 m Schwimmbecken

=> 48 m lange Wasserrutsche => 3 m Sprungturm => Kinderbecken * große, gepflegte Liegewiese * 2 Kunstrasen-Tennisplätze * Beachballplatz mit echtem Quarzsand * Kinderspielplatz mit verschiedensten Spielgeräten * Rollerskaterplatz mit verschiedenen Geräten * Tischtennistisch

* Verleih von Tischtennis- und Tennisschläger sowie Volleyball

Wo, Herr Schatz, liegt da jetzt das geringere Angebot? Das würde mich jetzt schon mal interessieren.

bergfex vor 4 Monaten

......in Anbetracht des Angebots jedoch durchaus gerechtfertigt. Zum Vergleich: In Virgen zahlt man fünf Euro, für ein geringeres Angebot“....

Herr Schatz, welches Angebot ???????

Hannes Schwarzer (LSL), Gerlinde Kieberl (Grüne) und Alexander Kröll (ÖVP) .....Die Eintrittspreise seien deshalb ein Solidarbeitrag der Nutzer...... Mir kommt das Lachen.

Hot doc vor 4 Monaten

Es ist der Auftrag einer Gemeinde gewisse Infratsruktur zur Verfügung zu stellen, dazu gehört auch ein Schwimmbad - deshalb zahlen wir ja alle viel Steuer. Dass diese Infrastruktur Geld kostet ist klar, wird kaum Gewinn abwerfen.

Schwarzer, Kieberl und Kröll erklären uns die Wirtschaft ? Der Begriff Solidarbeitrag wirkt für mich arrogant.

osttiroler-in vor 4 Monaten

"Hannes Schwarzer (LSL), Gerlinde Kieberl (Grüne) und Alexander Kröll (ÖVP) verwiesen auf den kalkulatorischen Hintergrund des Preisgefüges. Man habe sehr viel investiert und müsse zum Beispiel im Strandbad Tristachersee auch künftig noch viel öffentliches Geld in die Hand nehmen."

Nur, dass ich das richtig verstehe! Zuerst mit dem Preis (Tristacher See) in die Höhe fahren, und dann eventuell was erneuern? Vielleicht sollte ich nochmal studieren um das zu verstehen. 🤔

winpit vor 4 Monaten

Im Salzkammergut gibt es zahlreiche Seen - alle größer wie der Tristacher See - wo man zwischen € 2,-- und € 4,-- Parkgebühr bezahlt und dafür im See gratis baden kann. Am Wallersee im Salzburger Seenland muss man weder Parkgebühr, noch Eintritt bezahlen. Kinder müssen in vielen Orten bis 14 Jahren gar nichts bezahlen.

senf vor 4 Monaten

Vielleicht waren die Preise zu knapp bemessen? Vielleich sollen Ruecklagen fuer Investitionen gebildet werden, um Qualitaetssteigerung zu erreichen? Egal. Ihr Ewigjammerer werdet das nie verstehen. Leider!

    Thomas28 vor 4 Monaten

    Senf, ich glaube eher du wirst es nie verstehen. Leider.

      senf vor 4 Monaten

      oh, wie jammerschade, plärrt weiter!

    Thomas28 vor 4 Monaten

    Machen wir sowieso lol

Berta B vor 4 Monaten

Ist schon erstaunlich! Für wie doof hält man uns eigentlich! Die Seesaisonkarte ist sozusagen innerhalb einen von einem Jahr von 53 Euro auf 67 Euro gestiegen! Schon eine gewaltige Preissteigerung. Aber für was eigentlich?? Es wurde ja nichts erneuert oder verbessert !?!?!?!! ...............................sozusagen finanzieren wir das überteuerte Schwimmbad doch mit

    senf vor 4 Monaten

    Kannst du uns detailliert erklaeren, wie du zur Behauptung kommst, dass das Schwimmbad ueberteuert ist? Andernfalls solltest du dich für deine Hetze ganz einfach schämen.

      Berta B vor 4 Monaten

      Naja lieber Herr "senf" wenn man ihre Kommentare so liest möchte man annehmen sie sitzen in der Politik und gehören zu denen die sich alles schönreden oder sie sind von Haus aus ein Mensch der alles durch die Rosarote Brille betrachtet.

      Trotzdem! Es ist doch schon sehr auffällig wie die Kosten eines öffentlichen Projekts immer ungewöhnlich hoch ausfallen meist weit über den vorangeschlagen Preis! Im Schwimmbad muss man schon danach suchen wo diese vielen Milllionen verbaut sind. Warscheinlich in der Technik!🤔

      Alles immer nur Zufall? Oder vielleicht war die Batterie vom Taschenrechner plötzlich leer!

      Jemanden "Hetze" in die Schuhe schieben ist in diesem Fall unterste Schublade............

    anton2009 vor 4 Monaten

    Wofür kann ich Ihnen sagen: 1. Verbrannter Rasen - dieser wurde bis auf die Grasnarbe gemäht, damit man nicht zu oft mähen muss!!! 2. Keine Leiter mehr auf die Insel!! (Wahrscheinlich zu kostspielige oder einfach unfähig oder unwillig!!!) 3. Keine Türe mehr vor der Männerdusche! Offensichtlich braucht es diese nicht mehr!