Der künftige Standort der Bergstation Hochgruben an der Grenze zwischen Österreich und Italien. Vorne rechts sieht man den Grenzstein. Foto: Peter Leiter

Der künftige Standort der Bergstation Hochgruben an der Grenze zwischen Österreich und Italien. Vorne rechts sieht man den Grenzstein. Foto: Peter Leiter

Skischaukel Sillian-Sexten rückt ein Stück näher

Der Sillianer Gemeinderat klärte einstimmig noch offene Grundstücksfragen.

Ganz so schnell wie von Franz Senfter, Präsident der Südtiroler Drei Zinnen AG, vor eineinhalb Jahren angekündigt, wird die Skischaukel Sexten-Sillian zwar nicht gebaut werden, aber ein weiterer Stolperstein auf dem Weg zur Realisierung des – je nach Betrachtung – 40 bis 60 Millionen Euro teuren Projekts ist aus dem Weg geräumt. Der Sillianer Gemeinderat beschloss am Mittwoch, 8. November, einstimmig eine Reihe von Grundstückstransaktionen, die den Seilbahnbau auf Osttiroler Seite ermöglichen, inklusive Verbindungsstück zur Anbindung an das Thurnthaler-Skigebiet von Heinz Schultz, der zur Hälfte an der Projektgesellschaft beteiligt ist.

Die Leckfeldalm wird von einer Gemeindegutsagrargemeinschaft bewirtschaftet.

Die Gemeinde Sillian ist durch eigene Flächen und die Gemeindegutsagrargemeinschaft Leckfeldalpe als Grundstückseigentümer involviert, ebenso die Pfarrpfründe Sillian. Insgesamt mussten 39 Grundeigentümer auf Linie gebracht werden. Alle nötigen Servitute und Verkäufe scheinen geklärt und im Oberland macht sich Aufbruchsstimmung breit. Man erwartet viel vom Anschluss an den Wintergiganten Dolomiti Superski.

Über die Sillianer „Schattseite“ soll die Piste ins Tal führen, das mit einem Verbindungslift gequert wird, um an den Thurntaler auf der gegenüberliegenden Seite anzuschließen. Alle Fotos: Peter Leiter

Inzwischen wird auf Hochdruck das Thurnthaler Skigebiet „schneesicher“ gemacht. Über den Ausbau des Speicherteichs haben wir berichtet. Außerdem gibt es Pläne, eine eigene Bahnstation zu errichten, ähnlich wie in Vierschach, wo direkt am Bahnhof und Pistenrand im sogenannten „Punka“ die Drei Zinnen AG ihre Firmenzentrale hat.

In trockenen Tüchern ist das Projekt aber dennoch nicht. Bevor es von den Behörden dafür grünes Licht gibt, muss noch eine Umweltverträglichkeitsprüfung positiv überstanden werden. Der Alpenverein, jahrzehntelang entschiedener Gegner der Skischaukel, hat als Anrainer Parteistatus, verhält sich derzeit aber noch abwartend und auch von anderen Umweltorganisationen ist wenig zu diesem wintersportlichen Megaprojekt zu hören.

Auf dem Grat (Hochgruben) soll die künftige Bergstation stehen. Rechts die Sillianer Hütte des Alpenvereins.
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1 Posting bisher
chiller336 vor 1 Woche

es ist im prinzip selbstverständlich - aber ich sags trotzdem nochmal: SO SIEHT ZUSAMMENARBEIT AUS - miteinander und nicht gegeneinander .... und keiner ist hier so dumm, einen potenten investor zu vergraulen ... aufgrund von verschiedensten eitelkeiten. hut ab und gutes gelingen ihr oberlandler 👌👌💪💪👍👍👋👋