Politischer Konsens für Glyphosat-Verbot in Tirol?

Land könnte dem Beispiel Kärntens folgen. Uneinigkeit nur bei Details.

Vor wenigen Tagen stimmte der zuständige Unterausschuss der EU-Kommission in einer knappen Entscheidung dafür, dass das von Monsanto hergestellte Pflanzengift Glyphosat für fünf weitere Jahre auf europäische Äcker gesprüht werden darf. Österreich stimmte dagegen.

In einer ersten Reaktion plant das Land Kärnten nun ein regionales Verbot von Glyphosat und auch in Tirol steht eine ähnliche Maßnahme im Raum. Agrar-Landesrat Josef Geisler sieht gegenüber der Tiroler Tageszeitung in einem Verzicht kaum Probleme für die Landwirtschaft, die ohnehin bereits zu 95 Prozent auf das Gift verzichte, lediglich im Obstbau seien Übergangsfristen ein Thema.

„Was Kärnten kann, sollte in Tirol auch möglich sein“, erklärt die Grüne Landwirtschaftssprecherin Gabriele Fischer in einer Aussendung. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt, um aktiv zu werden und das Gift-Spritzmittel in Tirol, so weit es rechtlich möglich ist, zu verbieten. Positiv bewertet Fischer „den Ruck, der jetzt durch das Land geht“. Darunter falle auch das Bekenntnis der großen Molkereibetriebe, nur mehr glyphosatfreie Milch anzunehmen. „Das zeigt, dass es gleich geht – ohne lange Übergangsfristen. Ich freue mich über das eindeutige Signal auch von Seiten der Kleinkäsereien“. Geht es nach den Grünen, solle Glyphosat komplett aus dem Handel verschwinden.

Die Stadt Lienz hat bereits im Oktober beschlossen, auf den Einsatz im Bereich der städtischen Gartenpflege zu verzichten und diesen Schritt auch privaten Anwendern nahegelegt. Glyphosat kommt unter verschiedenen Namen in den Handel. Das bekannteste Produkt ist „Roundup“.

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9 Postings bisher
tauernwind vor 7 Tagen

Hallo schnuffi, das ist schon klar, daß wir unmengen an Gift direkt oder indirekt zu uns nehmen und es keine Kennzeichnung gibt, aber man kann ja deswegen nicht sagen auf eines mehr oder weniger kommt es jetzt auch nicht mehr an.

Und bei Nikotin und Alkohohl habe ich eine andere Meinung, ich kann es mir aber aussuchen es zu konsumieren, Obst- und Gemüseprodukte die nicht gekennzeichnet sind kann ich zwar auch einfach weglassen aber dann wird es mit der Ernährung recht eng.

Vor allem werden viele Obst- und Gemüseprodukte unseren Kindern gegeben, auch da sind wir wieder beim Grenzwert.

Ich mit 180cm und 85Kg auf der anderen Seite ein Kind mit 88cm und 15 Kg ???

Kann man es studieren wieviel der Mensch verträgt, am besten ist da sicher 0,0000% denn schon 0,0001% ist nicht von der Natur gewollt.

    schnuffi vor 7 Tagen

    Lieber tauernwind! Einmal muss ich noch posten....Sie haben mich da vielleicht nicht richtig verstanden. Meinen Sie wirklich das Glyphosat das einzige Pflanzenschutzmittel ist das weltweit eingesetzt wird? Was ist mit den 1000 und aber 1000 anderen Mitteln? Warum wird über die nicht diskutiert? Das Produkt muss heutzutage perfekt sein, sonst wird es nicht mehr gekauft. Einen Apfel mit Flecken, eine zu kleine Birne usw....Die "ältere" Generation sieht man im Park noch Äpfel vom Boden aufsammeln um daheim Apfelmus zu kochen. Die wissen das noch zu schätzen. Die aktuelle Generation macht sowas nicht mehr. Die kauft lieber im Geschäft die "perfekte" Ware und schimpft dann über die Produzenten.

schnuffi vor 1 Woche

Verstehe die ganze Hysterie wegen dem Glyphosat absolut nicht. Es soll ja im Verdacht stehen Krebs zu verursachen....Bin zwar kein Befürworter dieses Pflnazenschutzmittels möchte aber trotzdem etwas zum Nachdenken schreiben.....Jeder Konsument wünscht sich einwandfreie Ware. Das Obst und das Gemüse darf keine Mängel haben. Sonst wird es nicht gekauft. Krebserregend ist auch das Rauchen. Das steht ja auch auf jeder Zigarettenschachtel als Warnung. Die Leute rauchen trotzdem weiter! Auch noch ungeniert neben den Kindern. Wenn diese dann mit den Glimmstängeln anfangen wird von uns Erwachsenen der Kopf geschüttelt.....Verboten gehört meiner Meinung nach der Tabak und der Alkohol! Beides sind legale Drogen deren Wirkung belächelt werden. Diese 2 Genussmittel alleine verursachen menschliches Leid in vielen, vielen Familien und kosten dem Gesundheitssystem Milliarden!

    tauernwind vor 1 Woche

    Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich.

    Ich kann mir nämlich nicht aussuchen ob ich Lebensmittel die vor der Verarbeitung irgendwann mit Glyphosat behandelt wurden kaufe oder nicht weil es nicht gekennzeichnet ist (Apfelsaft, Apfelstrudel, Kompotte,....).

    Alkohohl und Nikotin hingegen ist eindeutig gekennzeichnet und der Zugang ist auch beschränkt.

      schnuffi vor 1 Woche

      Lieber tauernwind! Dann nennen Sie mir bitte auch nur 1 Lebensmittel weltweit, das gekennzeichnet ist, mit welchem Pflanzenschutzmittel es behandelt wurde. Vom Nikotin und Alkohol wissen wir von seiner negativen Wirkung bzw. Nebenwirkung und konsumieren es aber trotzdem! Der Mensch ist das am höchsten entwickelte Individuum auf diesem Planeten und gleichzeitig auch das Dümmste. Er zerstört wissentlich seine Umwelt seine (eigene) Gesundheit und irgendwann wird er sich auch selbst ausrotten. Kein auch noch so kleines Tier handelt so. Stimmt's oder habe ich Recht?

alpensepp vor 1 Woche

Lieber Johannes Kuenz, auch Tierfarmen halten sich an die gesetzlichen Vorschriften. Trotzdem ist das Fleisch und unsere Böden voll mit Antibiotika, alles im Rahmen der Gesetze! Die einzige richtige Antwort wäre NEIN zu Glyphosat.

Hot doc vor 1 Woche

Dann müssen einige renomierte Osttiroler Obstbauern umdenken und nicht mehr bedenkenlos Ihre Obstgärtenneben der Strasse mit Glyphosat spritzen. Keiner untersucht ob auch der Apfelsaft der aus den Äpfeln gepresst wird Spuren des Gift enthält.

    Johannes Kuenz vor 1 Woche

    Sehr geehrter Herr Hot doc,

    Als Diplomingiener der Pflanzenwissenschaften (Boku Wien) kann ich Ihnen versichern, dass wir Pflanzenschutzmittel mit Bedacht und größter Sorgfalt einsetzen.

    Es ist falsch, dass unsere Früchte, egal ob für den Frischmarkt oder die Verarbeitung, nicht untersucht werden. Neben der gesetzlichen Kontrollen werden im Rahmen des AMA-Gütesiegels sowie für die Standards der von und beleiferten Handelsketten jährlich mehrmals Kontrollen auf unseren Betrieb durchgeführt. Ich kann mit Stolz sagen, dass wir bei der Erfüllung der Standards zu den besten Betrieben Österreichs zählen. Auf Grund der vielen Untersuchungen unabhängiger Institute kann ich garantieren, dass alle unsere Produkte frei von Glyphosat sind.

    Sollten Sie weitere Fragen haben, stehe ich gerne zur Verfügung Dipl. Ing. Johannes Kuenz Obst@kuenz-schnaps.at

      tauernwind vor 1 Woche

      Sehr geehrter Herr DI Kuenz,

      garantieren das alle Produkte frei von Glyphosat sind kann man sicher nur wenn man es nicht einsetzt.

      Standards, Regeln , Kontrollen, Gütesiegel.....der Mensch setzt einen Grenzwert fest, darunter soll alles gut und gesund sein, darüber ist es ungesund.... ob ich dabei 5 Äpfel am Tag oder einen Apfel in 5 Tagen esse wird dabei nicht berücksichtigt.

      Viele Lebensmittel schaffen es trotz menschlicher Kontrollen in den Handel und müssen zurückgerufen werden (Salmonellen, Glas, Plastik, Gammelfleisch....).

      Ich bin mir sicher, daß sie mit Bedacht arbeiten und nichts verotenes machen, aber Andere aus der Lebensmittelproduktion die z.B. Lebensmittel fälschen oder Lebensmittel künstlich strecken oder produzieren wie z.B. der Analogkäse (fake-food) haben die Konsumenten eben jahrelang hinters Licht geführt und dadurch fehlt nun vielen der Glaube an Kontrollen und Gütesiegel.