„Politik darf man ändern“, erklärten Elisabeth Blanik und Georg Dornauer vor der Wahl. Der Slogan färbt nun offenbar auf den parteiinternen Stil der Tiroler SPÖ ab. Foto: Expa/Jakob Gruber

„Politik darf man ändern“, erklärten Elisabeth Blanik und Georg Dornauer vor der Wahl. Der Slogan färbt nun offenbar auf den parteiinternen Stil der Tiroler SPÖ ab. Foto: Expa/Jakob Gruber

Hat Elisabeth Blanik die Landespartei noch im Griff?

Schon vor dem Ende der Koalitionsgespräche kriselte es ganz offen in der Tiroler SPÖ.

Als heute früh das offizielle Aus der Koalitionsgespräche von SPÖ und ÖVP verkündet wurde, hörten sich die Botschaften aus beiden Lagern völlig unterschiedlich an. Während SPÖ-Landesvorsitzende Elisabeth Blanik inhaltliche Fragen für das Scheitern verantwortlich machte, gab sich Landeshauptmann Günther Platter genervt von der Personalpolitik der Roten.

Tatsächlich gelang es in den vergangenen Tagen der Lienzer Bürgermeisterin immer weniger, ihre strategischen Interessen mit jenen ihres Stellvertreters „Schorschi“ Dornauer zu synchronisieren. Dem jungen Bürgermeister von Sellrain wird große Lust auf ein Regierungsamt nachgesagt. Einen Tag vor dem offiziellen Abbruch der Verhandlungen zwischen ÖVP und SPÖ goss die Kronenzeitung Öl ins SPÖ-Krisenfeuer und titelte über einem Kommentar: „Die Tiroler SPÖ gehört nicht Elisabeth Blanik“. Unverhohlen wurde die Übernahme der Landesparteiführung durch Georg Dornauer junior gefordert.

Der saß zwar zu Beginn im Verhandlungsteam der SPÖ, wurde aber bald durch seinen Vater Georg Dornauer ersetzt, wohl um der ÖVP mehr Kante zu zeigen. VP-Klubobmann Jakob Wolf, der an den Sondierungsgesprächen mit der SPÖ beteiligt war, schildert die Situation aus seiner Sicht: „Zu den für uns wichtigen Themen wie Wohnen, Verkehr, Bildung oder Soziales sind wir durch die SPÖ-internen Personaldiskussionen gar nicht gekommen. Die SPÖ-Führungskrise ist bei Tiroler Politik-Insidern ein offenes Geheimnis. So kann man keine Verhandlungen führen.“ Bei solchen Verhandlungen müsse von Anfang an klar sein, „wer welche Entscheidungen treffen kann und treffen darf. Diese Frage konnte uns die SPÖ bis zuletzt nicht wirklich beantworten.“

Linktipp: Landtagswahl 2018

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8 Postings bisher
DaLois vor 3 Monaten

sehr geehrte Frau Blanik,

was ist nur los mit Ihnen? Stellen Sie sich bitte Ihrer Aufgabe und machen nicht einen Rückzieher. Sie sagten „Politik darf man ändern“ also machen sie das jetzt bitte auch. Die Junge SPÖ jetzt so im Stich zu lassen zeugt nicht von Fachlichkeit. Das das Bürgermeisteramt in Lienz ein viel leichteres Pflaster ist das hat man ja gesehen. Verändert wird da nicht viel. Man muss zum Beispiel am Eislaufplatz noch auf die gleichen Toiletten gehen wie vor 30 Jahren. Es wurde nie was erneuert. Ein Gastronom würde für solche Santitären Anlagen schon lange keine Genehmigung mehr bekommen. Von der Sauberkeit reden wir dar nicht. Das nur als Beispiel.

Also bitte verändern Sie die Politik und nehmen die " Schandflecke" in Angriff oder nehmen Sie in Innsbruck Ihren Platz ein.

euer Lois

    Danny vor 3 Monaten

    Ich find es super das Frau Blanik in die Opposition geht.Sie ist Gott sei Dank kein Arschkriecher wie Felippe.Sie weiß was Sie kann.Und für Lienz setzt Sie sich voll und ganz ein.Die neue Spö führt Sie trotzdem weiter.

anton2009 vor 3 Monaten

.. freu dich Lienz ... jetzt hat Blanik wieder mehr Zeit, sich um "ihre" Stadt Lienz zu kümmern!! Belebung der Geisterbusse, Hauptplatzgestaltung, Nordschule, Eislaufplatz, Mehrzweckhalle (Stadtsaal), Mobilitätszentrum usw. An Arbeit wird es nicht mangeln ... freu dich Blanik ... PS: und die runderneuerte SPÖ, als homogene Truppe verkauft stellt sich nun als zerstrittener Haufen dar!

Sepele vor 3 Monaten

Wieso sollte Blanik die Partei besser führen als das Personal in der Lieburg? Wer keine andere Meinung zulässt, darf sich nicht wunder, wenn sich heimlich Widerstand aufbaut.

30055 vor 3 Monaten

Ich bin nicht der Ansicht meines Vorschreibers. Ich denke den Job der BMin könnte mann besser machen. Jeder Meisterbetrieb muss zuerst Prüfungen ablegen, ausser der „Meister der Bürger“, da reichen Versprechungen, a bisl reden und nett aussehen.

dolo1871 vor 3 Monaten

Die Stadt Lienz kann jedenfalls heilfroh sein, dass ihr eine tatkräftige Bürgermeisterin erhalten bleibt. Und wer sich mit dem Thema Verhandlungen beschäftigt sollte sich in der ARD-Mediathek die Doku zur deutschen Regierungsbildung vom 5. März um 21 Uhr anschauen ...

    chiller336 vor 3 Monaten

    ja klar - is ja auch "ihre" stadt ...

    DaLois vor 3 Monaten

    Ich glaube das man uns nicht mit Deutschland vergleichen soll.

    Jeder hat seine eigene Meinung aber ich denke man könnte vieles besser machen und nicht immer nur Versprechen und nicht halten.

    euer Lois