Georg Willi ist neuer Innsbrucker Bürgermeister

Mit fast 53 Prozent der Stimmen schlägt der Grüne Amtsinhaberin Christine Oppitz-Plörer.

Innsbruck wird nun endgültig zu „Greensbruck“. Nach Platz 1 bei der Gemeinderatswahl am 22. April holen sich die Grünen mit Spitzenkandidat Georg Willi auch den Bürgermeistersessel der Landeshauptstadt. Willi schlug heute, 6. Mai, in der Stichwahl die Amtsinhaberin Christine Oppitz-Plörer relativ klar mit 52,91 Prozent der Stimmen. Nur 43,7 Prozent der Innsbrucker Wahlberechtigten schritten dabei zu den Urnen. 23.791 Menschen stimmten für Georg Willi, 21.171 für Oppitz-Plörer.

Auch am Wahltag standesgemäß mit dem Rad unterwegs – der neue Innsbrucker Bürgermeister Georg Willi. Foto: Expa/Hans Groder

Unter den ersten Gratulanten war Landeshauptmann Günther Platter: „Ich möchte Georg Willi zu seinem heutigen Wahlerfolg beglückwünschen und gehe davon aus, dass er als neuer Bürgermeister von Innsbruck die Stadt mit Bedacht und Augenmaß weiterentwickeln wird. Für das Land Tirol war die Landeshauptstadt Innsbruck bei der Umsetzung vieler zentraler Projekte stets ein verlässlicher Partner. Ich bin zuversichtlich, dass sich daran auch in Zukunft nichts ändern wird.“

Georg Willi ist am 6. Mai 1959 geboren, fuhr den Wahlsieg also an seinem Geburtstag ein. Seit 1989 ist er in der Politik und saß bereits im Innsbrucker Gemeinderat (1989-1994), im Tiroler Landtag (1994 bis 2013) und im Nationalrat (2013 bis 2017). Er ist erster Bürgermeister der Grünen in Österreich.

Umstrittene Großprojekte kosteten Christine Oppitz-Plörer nach eigener Einschätzung den Amtsbonus und damit eine weitere Periode auf dem Innsbrucker Bürgermeistersessel. Foto: Expa/Hans Groder

Christine Oppitz-Plörer führt die Niederlage nach mehr als acht Jahren auf dem Bürgermeister-Sessel auf kontroversielle Diskussionen rund um einige umstrittene Projekte in Innsbruck zurück. Das habe ihren Amtsbonus geschmälert. Willi wird voraussichtlich am 24. Mai den Innsbrucker Gemeinderat zur ersten Sitzung der neuen Periode einberufen und hat bereits angekündigt, der FPÖ unter Rudi Federspiel keine Regierungsbeteiligung in der Landeshauptstadt anzubieten.

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren

9 Postings bisher
Messer vor 2 Monaten

Wer vor der Wahl das Interview mit Armin Wolf gesehen hat, fragt sich, wie man diesen neuen Innsbrucker Bürgermeister als Repräsentant der sogenannten "gebildeten" Wähler bezeichnen kann...... (war einfach nur peinlich!)

Holz Michl vor 2 Monaten

R.I.P mein herzliches Beileid Innsbruck!

anton2009 vor 2 Monaten

wie schlecht müssen wohl die anderen sein, wenn Willi gewählt wurde?!!!!

Thomas28 vor 2 Monaten

43,7% Wahlbeteiligung, das muss einem zu denken geben...

    genaugenommen vor 2 Monaten

    Wahl anders betrachtet! Stell dir vor! Dir stehen 5 Innsbrucker gegenüber: einer hat Willi gewählt; einer hat Oppitz-Plörer gewählt; dreien war es egal wer Bürgermeister wird.

      karli8 vor 2 Monaten

      in dem Fall einer der beiden Erstgenannten, denn wenn man von seinem Wahlrecht nicht gebrauch macht, kann man danach auch nicht rumsudern.

defregger vor 3 Monaten

Klare Abgrenzung gegen die Dunkelbraunen und ihre Hetzte gegen alles was nach Fremd riecht. Die Tiroler lernen dazu! Gute Sache! Soviel Schaden für die gesamten Österreicher betreffend kann der Neue gar nicht anrichten, wie die FPÖ bereits angerichtet hat bzw. noch wird! Ein Freudentag für Tirol mit Sofortwirkung.

    genaugenommen vor 2 Monaten

    Es sind nicht alle die keine Freude mit allen was Fremd riecht FPÖ’ler. Sonst hätten wäre die letzte Nationalratswahl für grün und rot anders verlaufen.

chiller336 vor 3 Monaten

die dummheit wird uns noch alle überleben .... und es war klar, dass der wohl erste schritt bzw die erste aussage vom greenmeister ist, der fpö keine regierungsbeteiligung anzubieten. soviel zur seriösität der grünen. wie siehts mit anderen vorschlägen aus? grüne radlwege wie in wien zb? oder den abriß der neuen patscherkofelbahn? hm? ich bin froh, kein innsbrucker zu sein oder sein zu müssen. eindrucksvoll bestätigt wird damit nur eines: was innsbruck und seine geringe wahlbeteiligung von schwarz hält