„Unsere Betriebe sind auch Wirtschaftsfaktoren“

Kürzungen bei s’Gwandtl und Schindel und Holz: 43 Arbeitsplätze könnten in Lienz wegfallen.

Die Stimmung beim Pressegespräch im s’Gwandtl in Lienz am Montag, 28. Mai, mit Geschäftsführerin Rita Feldner und Schindel und Holz Geschäftsführer René Ladstädter war gedrückt. Vor gut eineinhalb Wochen wurden die beiden sozioökonomischen Betriebe über geplante Einsparungen informiert. Das AMS-Budget für solche Betriebe in Tirol wird ab 2019 von derzeit 7,5 Millionen Euro auf sechs Millionen gekürzt. Diese Kürzungen werden nicht flächendeckend durchgeführt, sondern treffen einzelne Betriebe – in Osttirol sind das die vier Betriebe der beiden Träger SOFA (s’Gwandtl) und OSPA (Schindel und Holz Tischlerei, Mobilservice und Umweltwerkstatt). Insgesamt fallen damit im Bezirk Lienz 750.000 Euro an Förderungen weg – die Hälfte der 1,5 Millionen wird also in Osttirol gespart.

Für das s’Gwandtl bedeutet das, dass ab dem kommenden Jahr 377.000 Euro im Gesamtbudget (787.000 Euro) fehlen. 327.000 Euro werden über Eigenerlöse gedeckt, vom Land Tirol kommt noch eine Fördersumme von 83.000 Euro dazu. Mit dem Wegfall der AMS-Förderung droht dem s’Gwandtl eine Totalschließung des Betriebs – damit würden insgesamt 23 Arbeitsplätze wegfallen: 13 Transitarbeitsstellen für langzeitarbeitslose Frauen, zwei Lehrstellen und acht Arbeitsplätze für Fachpersonal. Betroffen sind dabei vor allem Frauen über 50.

René Ladstätter und Rita Feldner sprachen über die geplanten AMS-Kürzungen für ihre Betriebe – und eine ungewisse Zukunft. Foto: Dolomitenstadt/Unterwurzacher

Nicht ganz so dramatisch, aber dennoch massiv merkbar, fallen die Kürzungen für die Betriebe von Schindel und Holz aus. Die Kürzung beträgt hier mit 370.000 Euro 28 Prozent des gesamten Fördervolumens von 1,2 Millionen Euro und entspricht der Förderung für den Betriebszweig Schindel und Holz Umweltwerkstatt. „Falls wir es also nicht schaffen, uns entsprechend umzustrukturieren, müssten wir als Worst-Case-Szenario die Umweltwerkstatt schließen“, erklärt René Ladstätter. Betroffen wären dabei 20 Arbeitsplätze, von denen 13 Transitstellen, vier Schlüsselkräfte und drei eigenfinanzierte Stellen sind.

Mit Einsparungen haben Rita Feldner und René Ladstätter gerechnet – völlig unerwartet kommt für die beiden aber die Höhe. „Für unseren Betrieb ist das ein schwerer Schlag, für unsere Mitarbeiterinnen ein Schock“, erklärt Rita Feldner. Änderungsschneiderei, Naturladen und Second-Hand-Shop des s’Gwandtl, das erst letztes Jahr sein 20-jähriges Bestehen feierte, seien aus der Lienzer Infrastruktur nicht mehr wegzudenken. „Auch unter unseren Mitarbeitern war die Betroffenheit wirklich massiv“, so René Ladstätter. Die Umweltwerkstatt ist der jüngste Betrieb von Schindel und Holz und sei eigentlich ein „Vorzeigebetrieb“.

Begründet werden die Kürzungen übrigens unter anderem mit positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt. Im Bezirk Lienz sei diese Entwicklung zwar auch spürbar, aber der Bedarf an sozialökonomischen Betrieben nach wie vor gegeben. „Arbeitssuchende – besonders Frauen – über 50 haben in Osttirol fast keine Chance“, erklärt Rita Feldner. „Langzeitarbeitslosigkeit ist auch keine bewusste Entscheidung, die bestraft gehört“, meint René Ladstätter.

Wie es weitergehen soll, ist noch ungewiss. Für Mittwoch, 30. Mai, ist ein Gespräch mit der zuständigen Landesrätin Beate Palfrader geplant. Dieser Termin war ursprünglich als einfacher Antrittsbesuch geplant, nun bekommt das Gespräch eine völlig andere Bedeutung. „Wir hoffen, dass es doch ein bisschen Spielraum gibt und das Land Tirol die Kürzungen etwas abfangen kann“, so Rita Feldner, für die in einem solchen Falle eine Weiterführung ihres Betriebs als eine Art „s’Gwandtl light“ denkbar wäre. René Ladstätter will durch eine Restrukturierung seines Betriebs die Eigenerwirtschaftung steigern und die bestehenden Strukturen dadurch so weit wie möglich aufrechterhalten.

Außerdem hoffen die beiden auf breite Unterstützung und Rückhalt aus der Bevölkerung. 2018 sollen die Geschäfte auch ganz normal weiterlaufen. „Bitte kommt weiterhin zu uns, kauft ein und nehmt unsere Dienstleistungen in Anspruch“, appelliert Rita Feldner an ihre KundInnen. René Ladstätter spürt schon jetzt eine große Resonanz in der Bevölkerung. „Man merkt, dass jetzt bei den Leuten ankommt, dass solche Veränderungen nicht nur Städte wie Wien, sondern auch den ländlichen Raum betreffen.“ Er betont: „Wir wollen den Leuten zeigen, hier geht es um Menschen und um eine Region.“ Was vielen Leuten nicht bewusst sei: „Unsere Betriebe sind auch Wirtschaftsfaktoren. Unsere Ausgaben fließen in Löhne und Materialen – also in die lokale Wirtschaft.“

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20 Postings bisher
Ceterum censeo vor 2 Monaten

Die Initiatorenn der Unterschriftenaktion betr. Förderkürzungen bzw. Streichung der bisherigen Mittel, haben es leider verabsäumt, unter die Aufforderung/Bitte zur Unterstütung anzuführen, w e r namentlich zur Unterschrift auffordert. Eine "Blankovollmacht" dient der Sache nicht. Ich vermisse auch, ob seitens von Gwandt`l und Co. Maßnahmen zur Verbesserung der prekären Situation unternommen werden. Nur zu fordern wird nicht genügen, sondern Eigeninitiative wäre erwünscht. Warum macht man nicht Werbung für einen "Tag der offenen Tür", mit dem Ziel, eine große Anzahl von Kunden zu animieren, das Lager leerzuzuräumen und zusätzliche Euros zu lukrieren? Ich denke, es wird in der Folge wieder genug neue Ware, auch von mir, abgegeben - und das "Werkl" läuft. Frau Feldner, werden Sie aktiv(er)!

René Ladstätter vor 3 Monaten

Ich darf mich hier als Insider kurz zu Wort melden und mit ein paar Informationen dienen:

Sozialökonomische Betriebe müssen zu Marktpreisen am Markt agieren (per Definition). Dass wir für die Privatwirtschaft unhaltbar niedrige Preise hätten wäre mir neu, im Gegenteil es kommt regelmäßig vor, dass wir nicht Billigstbieter sind oder uns mitgeteilt wird, dass wir viel zu hohe Preise hätten (bin aber über für jeden Hinweis dankbar). Nebenbei bemerkt wär es auch für das gesamte Fachpersonal wenig motivierend wenn wir jeden Auftrag nur wegen des "billigsten Preises" bekommen würden.

Dass wir 0% MwSt. ausweisen liegt an der Gemeinnützigkeit, diese ist an die "nicht Gewinnerzielungsabsicht" gekoppelt und steht jedem frei in seinen Vereinszielen zu wählen. Das führt aber auch dazu, dass wir beim kompletten Einkauf (Miete bis Rohmaterial) BRUTTO einkaufen. Jeder Kaufmann/frau weiß was das für die Kostenrechnung bedeutet.

"...auch solche Betriebe müssen sich selbst erhalten können...". Wie soll das gehen? Der Auftrag des AMS sieht eine, je nach Bedarf, mehr oder weniger intensive Betreuung der Transitkräfte vor. Dafür benötigt es in unserem Fall z.B. 3 SozialarbeiterInnen, ein umfangreiches Schulungsprogramm. D.h. die verrechenbaren (=produktiven) Stunden pro Mitarbeiter entsprechen nicht annähernd denen eines Mitarbeiters in einem „normalen“ Betrieb. Dieser Mehraufwand, den ein herkömmlicher Betrieb definitiv nicht hat, ist über Fördergelder auszugleichen. Und nur der.

Ich möchte hier keine Meinung ändern, lediglich ev. fehlende Informationen beisteuern. Ich lade auch jeden herzlich ein bei uns vorbeizuschauen und sich den einen oder anderen Sachverhalt erklären zu lassen (Kontaktdaten sind für jeden leicht zugänglich).

    senf vor 2 Monaten

    herr ladstätter, die gemeinnützigkeit schliesst rücklagenbildung im überschaubaren und notwendigen ausmass ja nicht aus, erfordert aber ein betriebswirtschaftliches fingerspitzengefuhl für die ertragsseite, die keinesfalls versteckte gewinne duldet. diesbezüglich beneide ich sie nicht, denn in einem sozial-ökonomischen betrieb gibt es viele unbekannte. ich meine damit die leistungsfähigkeit der in die arbeitswelt rückzuführenden mitarbeiter in ihrer effizienz, qualität, ausdauer und im ständigen wechsel der beteiligten.

    wie man hört, erwartet sich das AMS für die laufende bereitstellung von fördermittel nicht nur die üblichen tätigkeits- und erfolgsberichte, sondern auch vorschläge zur betriebsoptimierung mit erhöhten erfolgsaussichten, um steuermittel in der genannten summe einzusparen. es läuft mitunter darauf hinaus, den eigenerwirtschaftungsanteil deutlich zu heben. le corbusier@ hat das bereits begründet angeregt.

    im moment herrscht schocksituation. es scheint keinen ausweg zu geben, ausser die leidvolle entlassung von personal. mein vorschlag wäre daher eine schrittweise kürzung der AMS-mittel, vielleicht auf drei jahre. damit hätte man mehr zeit zur ideenfindung und umstrukturierung. externe fachberatung mit modellszenarien würde sicher nicht schaden.

    für mich nicht nachvollziehbar ist die betriebsbezeichnung "schindel und holz". als produktions- und dienstleister ist die angebotspalette wesentlich breiter gefächert, als dieser name aussagt.

le corbusier vor 3 Monaten

@ F_Z: Das ist ein bisschen variabel: es gibt in Ö Privatschulen ab rund 90€ im Monat. Mit Nachmittagsbetreuung wirds gleich deutlich teurer und Internate knacken dann schon meist die 1000€ Grenze. Die Vienna International School z.bsp. kostet jährlich zwischen 16.000 und 19.600 € jährlich.

@dolomitenstadt: ich kann leider nicht mehr direkt auf Kommentare antworten da das Datenschutzhakerl nicht funktioniert.

senf vor 3 Monaten

PdL@: sie neigen zur intoleranz und polemisieren gerne. so zumindest nach meinem empfinden. ihre aufzählung im posting verwirrt. bildung, soziales und gesundheit ist aufgabe der allgemeinheit, was aber nicht heisst, dass es dabei ohne eigenbewirtschaftung geht oder gehen muss. damit wird den körperschaften verantwortung zur sparsamkeit und wirtschaftlichkeit übertragen. zumindest in unserem lande.

schindel und holz ist ein soziales projekt, politisch gewollt, zeitlich begrenzt und daher von subventionen abhängig. dieser handwerks- und dienstleistungsbetrieb hat die prioritäre aufgabe, langzeitarbeitslose und schwächere menschen wieder in arbeitsabläufe einzuführen und ihnen zu helfen, sich wieder für den regulären arbeitsmarkt vorzubereiten und damit sie beschäftigt werden können, muss ständig arbeit gefunden werden, die für sie machbar und zugleich marktverträglich ist. kein leichtes unterfangen, zumal ja ein guter kostenanteil erwirtschaftet werden muss und diese umsätze an nischen gebunden sind, die wettbewerbsverstösse möglichst vermeiden.

schindel und holz, oder auch das gwandl den öffentlichen einrichtungen des bildung- oder gesundheitswesens gegenüberzustellen ist daher nicht korrekt. die fortführung beider dienstleister - in welchgem umfang auch immer - dürfte stark vom erfolg der letzten jahre abhängen. vielleicht gibt es sogar ähnliche nachfolgeprojekte, um politisch aufzufrischen? wer weiss.

    PdL vor 3 Monaten

    @ senf

    Ad Intoleranz:

    Ich schreibe hier nicht, um von allen geliebt zu werden, sondern um meine Meinung darzulegen, in der stillen Hoffnung, dass diejenigen, denen man nun schaden will, erkennen können, dass sie nicht allein sind.

    Dass nicht jeder meiner Meinung ist, nehme ich billigend in Kauf. Mir deshalb subversiv Intoleranz oder Polemik zu unterstellen, sei Ihnen überlassen, aber es wirft mehr auf Sie, als auf mich schlechtes Licht, weil sich Ihre Vorwürfe nicht belegen lassen.

    Sie unterstellen mir Intoleranz. Ja, ich gebe zu, dass meine Toleranz enden wollend ist, wenn ich bemerke, dass man wichtige, hart errungene soziale Infrastruktur zerstört, dies mit notwendigen Sparmaßnahmen deklariert, während im gleichen Atemzug Steuergeschenke in Milliardenhöhe an Konzerne veranschlagt werden. Wenn im gleichen Atemzug Grunderwerbssteuern für Immobilienspekulanten (Holdings) erlassen werden, während jeder Häuslbauer die volle Höhe zahlen muss, dann soll man der Bevölkerung nicht vorgaukeln, dass man ausgerechnet hier sparen muss.

    Ja, ich stehe dazu intolerant gegenüber dieser menschenverachtenden Politik zu sein. Menschen, die leider nicht das Glück hatten, in einem vorbildlichen Elternhaus aufzuwachsen, die leider nicht den richtigen Beruf zur richtigen Zeit gelernt haben, die leider nicht die richtigen Beziehungen zu den richtigen Leuten hatten, die leider im harten Kapitalismus nicht mehr die Chance haben einen Arbeitsplatz zu erhalten, allein weil sie zu alt sind.

    Ad Polemik: Wenn Sie damit meine angedachten Vergleiche im Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesen meinen, so verweise ich auf Ihre eigene Aussage, dass […] es zur Eigenbewirtschaftung gehen muss […].

    Ja, ich bin selbst ein Freund der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit – dies schließt allerdings soziales Denken nicht aus.

    Aber, ich nehme gerne die Gedankenkonstrukte anderer auf, wie auch jenes des Neoliberalismus, man wünscht sich „Eigenbewirtschaftung“, gut, genau das tat ich, indem ich @Bergfex eine potentielle Privatisierung vor Augen führte.

    Sie echauffieren sich an Wettbewerbsverzerrungen, die im Übrigen von Herrn Ladstätter bereits widerlegt wurden.

    Aber selbst, wenn wir diese Fakten übersehen, muss man ganz klar festhalten, dass auch jede Schule, Krankenhaus auch Straße privatisiert werden kann und jede öffentliche Einrichtung somit eine Wettbewerbsverzerrung darstellt.

    Weshalb das eine von der Gesellschaft gewünscht wird und das andere nicht, unterliegt einzig allein Ihrer eigenen Interpretation.

    MfG PdL

Hot doc vor 3 Monaten

Eigenart ist: Warum 50% der Einsparungen in Tirol Osttirol betrifft Warum wir von unseren 2 Mayerl und Kuenz nichts hoeren, ah entschuldigung ist ja kein Bauernthema Warum Schindel und Holz bei Ausschreibungen mitmachen darf wenn Sie einen fuer privatwirtschaftl. gefuehrten Betrieb unmoeglich niedrigen Preis anbieten duerfen (zb Reinigungsdienst,....)

F_Z vor 3 Monaten

@PdL: wo hast du denn das mit den 15000.- pro Jahr und Kind her? Dein Beitrag scheint mir ähnlich übertrieben wie diese Summe...

Talpa vor 3 Monaten

https://www.youtube.com/watch?v=8jTrvK-rUNo

.....wie wahr.....?

PdL vor 3 Monaten

@bergfex

Warum glauben Sie, dass der Begriff "sozial" sich im "sozialökonomischen Betrieb" vorfindet?

Sie möchten, dass sich diese Firmen selbst erhalten.

Auch Straßen, Schulen, Krankenhäuser werden subventioniert.

Es gibt aber auch Privatstraßen, Privatschulen und und Privatkrankenhäuser, ja es gibt sogar eine private Wasserversorgung.

Die Subvention öffentlicher Einrichtungen stellt eine Wettbewerbsverzerrung dar.

Ihrer Logik zufolge müssten sich auch die öffentlichen Einrichtungen selbst erhalten.

Also privatisieren wir diese Einrichtungen. Alle Straßen, alle Schulen und Universitäten, alle Krankenhäuser.

Wenn Sie Kinder haben wird es lustig. Sie müssten dann sagen wir mal 15.000 Euro pro Jahr und pro Kind zahlen. Und die Uni wird dann für die meisten unerschwinglich. Und die Kosten der Versicherungen werden erst in die Höhe ziehen - wenn kein staatlicher Gegenpol vorhanden ist.

Und das Schöne daran ist, sie müssen sich ja auch nicht versichern. Ich sprach schon mal mit US-Amerikanern darüber. Er verdient zwar 50.000 US-Dollar im Jahr und es geht ihm komischerweise nicht besser als unser einem. Seltsam was?

Ich verfolgte mal via Skype-Cast eine Diskussion von US-Amerikanern als es um Obama-Care ging. Und einer meinte, warum soll es eine "Sozial"-Versicherung geben, er will nicht für den Nachbarn mitzahlen, der soll auf sich selber schauen.

Trotzdem bin ich überzeugt, dass die Mehrheit jener, die ganz lautstark nach freier - absolut freier Marktwirtschaft rufen - die ersten sein werden, die darunter heftigst leiden werden, spätestens wenn die Wasserabrechnung von Nestle und die Rechnung von der Schule und die Rechnung der Versicherung zugleich kommen.

bergfex vor 3 Monaten

Das fragte ich mich beim 1. Artikel auch, bekam aber keine Antwort. Mir ist die ganze Rechnung auch schleierhaft.

bergfex vor 3 Monaten

Auch solche Betriebe müssen sich selbst erhalten können, wie eben eine Privatfirma. Da steuerlich einiges wegfällt, ist es eine Wettbewerbsverzerrung.

iseline vor 3 Monaten

Zwei funktionierende Betriebe, gut angenommen in der Bevölkerung, vorbildhaft im Recycling Bereich und eine Chance für ältere Anrbeitnehmer/innen sollen finanziell ausgehungert werden. Das also ist die neue neoliberale Linie der ÖVP/FPÖ, die auch von unserer Tiroler Landes ÖVP gewollt und unterstützt wird. Wäre es anders, könnte das Land eigentlich sofort aushelfen. Die Rettung der Hypo mit über 200 Mio. Euro war innerhalb einiger Tage zu bewerkstelligen.

senf vor 3 Monaten

Ceterum censeo@: du hast in fast allen punkten auch meine sympathie. lohnkosten sollten/könnten sich an den maschinenring orientieren, wobei ich natürlich nur die produktiven, verrechenbaren stunden meine. schindel und holz hat ja auch den auftrag, die bedürftigen menschen wieder in das alltagsleben einzuführen, daher ist und muß ein sozialer lohnausgleich über förderungen möglich bleiben. anders wirds wohl nicht gehen.

Ceterum censeo vor 3 Monaten

Es ist nicht wenig, was für die sozialökonomischen Betriebe nach Osttirol fließt. Eine "Schweinerei" Frau Bgm. Blanik? Dabei hat die sozialdemokratisch dominierte Vorregierung unter Sozialminister Stöger mit Kürzungen (eine Tageszeitung berichtete von zwei Fällen) begonnen Dass nunmehr eine Überprüfung vorgenommen wird, finde ich in Ordnung, weil in den Betrieben einige Verbesserungen für die Eigenerwirtschaftung dringend erforderlich sind. Mir fällt zuallererst der vollig unnotwendige "Naturladen" auf (noch nicht bemerkt Frau Bgm. Blanik?), der für eine handvoll Kunden mit viel zu geringer Ertragssituation nur hohe Kosten produziert. Solche Betriebe sind sofort zu schließen, zumal in 100 m Entfernung ein Fachbetrieb (Spiel/Papier) präsent ist. Schindel & Holz-mobil gehört ebenfalls zu den verbesserungswürdigen Kandidaten. Es ist nicht einzusehen, dass die Allgemeinheit, mit Steuergeld, den viel zu niedrigen (20 Euro, keine Mwst.) Stundensatz (gilt auch fürs Gwandt`l) subventioniert. Dies betrifft auch die Zurverfügungsstellung des LKW. Die sofortige Anhebung um mindestens 50 Prozent des Kostenbeitrags ist anzudenken und ist noch immer günstig. Die fleißigen, besonders freundlichen und bestens gemangten Mitarbeiter werden nicht ohne Arbeit bleiben, der Markt ist da. Letzendlich sollte es gelingen, die Betreuungsplätz für jene Betroffenen zu erhalten, die Hilfe brauchen. Jene, die im Glashaus sitzen und laut nach Hilfe schreien, müssen dazu ihren Beitrag leisten, nicht nur bequem "die Hand aufhalten".

Erich vor 3 Monaten

Danke, danke, danke, christlich-soziale ÖVP! Danke, danke, danke, "soziale Heimatpartei" FPÖ! Nimm den Armen, dann hast du für die Reichen.

gaukler vor 3 Monaten

Hab ich bei der ganzen Diskussion irgend etwas nicht geschnallt? Warum soll der Bezirk Lienz die Hälfte der Einsparungen stemmen? Bitte um Aufklärung.

realist vor 3 Monaten

Danke FPÖVP! Wir werden uns noch wundern was alles geht!!!

senf vor 3 Monaten

wie bei allem, auch hier gibt es zwei seiten. zum einen sind soziökonomische betriebe zur arbeitsmarktvorbereitung langzeitarbeitloser wichtige einrichtungen. zum anderen gibt es in der leistunskette doch eine grauzone, die im wettbewerbswiderspruch steht, wenn man sich ein wenig in der gewerbewelt umhört. da gab es z. bsp.die jugendolympiade 2012 mit den quartiermöbeln... vielleicht haben/hatten die interessensvertreter da ihren argumentationsnotstand und wurden von der politik gehört? egal, ich wünsche den verantwortlichen weiterhin erfolg, besonders in der auftragsauswahl für ihre mitarbeiter. es gibt ja tatsächlich nischen, die fürs übliche gewerbe nicht interessant sind und man froh sein muss, dass jemand solcherart arbeiten übernimmt.

Kiew vor 3 Monaten

Bei solchen Betrieben sparen und sie womöglich ins Aus schicken ist eine aufgelegte Sauerei!