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Lienzer Gemeinderat steht hinter Familie Magomedov

Bürgermeisterin Blanik: "Das Vorgehen seitens des BFA widerspricht jeder Menschlichkeit."

Magomed Magomedov wurde am Montag in Schubhaft genommen, nachdem er eine seiner drei Töchter gerade in den Kindergarten gebracht hatte. Die fünfköpfige Familie Magomedov lebt seit mehr als fünf Jahren in Lienz und gilt als voll integriert. Das sieht auch der Lienzer Gemeinderat so, der sich nach negativen Asylbescheiden für die Familie geschlossen für ein sogenanntes „humanitäres Bleiberecht“ ausgesprochen hat. Für Bürgermeisterin Elisabeth Blanik widerspricht vor diesem Hintergrund das Vorgehen seitens des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl „jeder Menschlichkeit. Die Lienzer Polizei muss solche unerträglichen Anordnungen dann durchführen.“
Ob und wann Magomeds Töchter ihren Vater wiedersehen, ist ungewiss.
„Magomed Magomedov und seine Familie dürfen nicht abgeschoben werden, dem Familienvater droht in Dagestan der Tod. Außerdem besteht für die Familie hier in Lienz, Tirol und Österreich ein schützenswertes Familien- und Privatleben, die zahlreichen UnterstützerInnen der Familie zeugen davon“, führt Blanik aus. Gemeinsam mit der Rechtsvertretung der Familie und ihren zahlreichen FreundInnen und Bekannten will man seitens der Stadt nochmals alle Hebel in Bewegung setzen, um die Familie in ihrem sicheren Umfeld zu belassen. Ein Antrag auf „humanitären Aufenthalt“, ein Aufenthaltstitel aus berücksichtigungswürdigen Gründen, ging laut Blanik am 14. Februar beim BFA ein, wurde aber bislang nicht behandelt. Seit April 2018 läuft eine Online-Petition unter dem Titel „Familie Magomedov muss bleiben“.

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Magomed Magomedov vor Lienzer Kindergarten verhaftet

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13 Postings

Kilian1990
vor 6 Jahren

Ich bin der Meinung, dass viele hier posten, um sich für einige Augenblicke als besserer Mensch zu fühlen. Nur ein paar Klicks - und man ist ein guter Mensch. Wirklich geholfen ist dadurch Familie Magomedov nicht. Wäre besser, man würde seine Energie in etwas Sinnvolleres wie z.B. ehrenamtliche Arbeit bei der Feuerwehr, bei der Rettung und und und stecken. Aber alles Gute für die Familie auch von mir.

 
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    Instinktivist
    vor 6 Jahren

    Wer sagt ihnen, dass nicht viele von den Helfern auch bei der Rettung und der Feuerwehr sind? Sie werden es nicht glauben lieber Kilian, aber ich klicke bei ihrem Post auf "stimme nicht zu" und es geht mir wirklich besser!

     
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Markus aus den Hohen Tauern
vor 6 Jahren

Schicksale wie das dieser Familie machen mich auch betroffen. Trotzdem muss man sich auch - soweit es geht ohne Emotionen - anschauen, wie das Asylgesetz ausschaut. Die Behörde hat Herrn Magomedov seine Geschichte nicht geglaubt und deswegen wurde dem Asylantrag nicht stattgegeben. Es bringt glaube ich nichts, gegen den Rechtsstaat zu schimpfen. Ob Herr Brugger und andere der Familie letztendlich wirklich geholfen haben, bezweifle ich auch. Meiner Meinung nach wurden falsche Hoffnungen geweckt und unrealistische Szenarien mit zweifelhaften Rechtsauslegungen in Aussicht gestellt. Sicher recht schwierig die Situation für die Familie und ich wünsche ihr, dass sich ihr Leben - ob jetzt in Österreich oder in Dagestan - zum Besseren wendet. Ich gönne es ihnen von ganzem Herzen.

 
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    Franz Brugger
    vor 6 Jahren

    Der Schlüsselsatz ist:

    Die Behörde hat diese Geschichte nicht geglaubt - da liegt die Ursache des Übels.

    Ich habe von wirklich glaubhaften Personen erzählt bekommen, dass es eben immer wieder Beamte gibt, welche total negativ entscheiden. Die Streuung bezüglichAnerkennung/oder Nichtanerkennung von Asylanträgen ist da signififkant veschoben.

    Und darum geht es meiner Meinung nach - wie arbeiten diese Behörden, werden Beamte instruiert, gewisse Quoten zu erfüllen?????

    Es gibt einen Ideakzustand der Behörde - gezeichnet von Gesetzen und Verordnungen, aber auch die Realität, die aufzeigt, dass "Dienstnehmer mit Zeitverträgen", sehr leicht unter Druck zu setzen sind.... Die weitere Realität: mit jedem Regierungswechsel werden "Vertrauenspersonen" der Minister oder Partei eingeschleust, die eben auch für diesen Druck verantwortlich sind.

     
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    Instinktivist
    vor 6 Jahren

    Kurz zusammengefasst... Die Helfer sind die Täter und die Behörden die Opfer? Bravo!! Sie haben da beim letzten Wahlkampf ganz schön gut aufgepasst... so läuft das heute!

     
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IMMERWEITERSO
vor 6 Jahren

Sehr geehrter Herr Verfassungsexperte Brugger! Laut Ihrer Rechtsmeinung war die Verhaftung von Herrn Magomed rechtswidrig, da Kinder einen Anspruch auf beide Elternteile haben! Für mich stellt sich die Frage, ob dann ein Großteil der Verhaftungen - unabhängig vom Grund - rechtswidrig sind, da ich davon ausgehe, dass zahlreiche Straftäter auch Eltern sind?! Und was den angeblichen Selbstmordversuch mit einem Kugelschreiber (!) anbelangt, so hält sich hier mein Mitleid mit Herrn Magomed in Grenzen, wie kann man nur seiner Familie gegenüber so verantwortungslos sein! Hier auch noch den Polizeibeamten Vorwürfe zu machen grenzt an Unverschämtheit. Für mich ist die „Aufregung“ der Frau Bürgermeister leider auch nicht nachvollziehbar. Seit fünf Jahren ist die Familie illegal in Österreich, der Asylantrag wurde unter einer roten Regierung negativ entschieden und jetzt da es zu spät ist wird nach türkis/blauen Schuldigen gesucht. Was sind das nur für Heuchler!

 
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    Instinktivist
    vor 6 Jahren

    ...man suchte und sucht nach braunen Schuldigen.... Man macht nicht aus dem Suizidversuch einen Vorwurf an die Beamten, sondern aus dem Umstand, dass darauf nicht wie vorgeschrieben reagiert wurde. Alles weitere in deinem Post lass ich unkommentiert

     
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Sepp Brugger
vor 6 Jahren

Ich gehe davon dass die Polizeibeamten nicht so unmenschlich ist und den Vater nicht vor den Augen der Kinder verhaftet hat. Trotzdem stellt sich für mich die Frage, woher wussten die Polizeibeamten, wann und wo Magomed seine Kinder in den Kindergarten bringen wird. In dem Schubhaft-Bescheid wird ja von der BFA behauptet, dass die Familie seit April unbekannten Aufenthaltes sei. Aus rechtlicher Sicht halte ich es auch für problematisch, dass die Verhaftung bevor der Bescheid überhaupt zugestellt war (der Bescheid wurde um 10:20 Uhr von der Rechtsanwaltskanzlei übernommen) bereits um 8:00 Uhr vollstreckt wurde. Im übrigen gehe ich davon aus, dass auch die Polizeibeamten unsere Verfassungsbestimmungen zu beachten haben. Gemäß Art. 2 des BVG über die Rechte der Kinder haben diese einen Anspruch auf beide Elternteile. Allein aus diesem Grunde war daher meiner Meinung nach diese Verhaftung rechtswidrig. Ich bin auch entsetzt, dass in der Polizeiinspektion, nachdem sich Magomed einen Kugelschreiber in den Hals stoßen wollte und sich dabei verletzt hatte, weder ein psychiatrischer Facharzt noch die Amtsärztin beigezogen wurde. Der Polizei war aus Arztberichten bekannt, dass Magomed suizidgefährdet ist. Sepp Brugger

 
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Franz Brugger
vor 6 Jahren

dass die Lienzer Polizei muss unerträgliche Anordnungen durchführen, aber muss diese Durchführung unerträglich sein?

Oder steht in der Anordnung, dass man den Vater vor dem Kindergarten, im Beisein der Tochter Handschellen anlegen und abführen muss?

 
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    poster
    vor 6 Jahren

    Sie sollten nicht alles glauben, was in den Medien verbreitet wir. Herr Magomedov wurde nicht direkt vor einem Ki dergarten und auch nicht vor den Augen seiner Kinder verhaftet. Die Verhaftung fand auf dem Parkplatz eines nahen Supermarktes statt, wo er sein Auto abstellte, während seine Frau die Kinder in den Kindergarten brachte. So unmenschlich die ganze Situation zu sein scheint, so haben zumindest die ausführenden Beamten den Anstand besessen darauf zu achten dass die Kinder das Szenario nicht mitansehen mussten.

     
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      Instinktivist
      vor 6 Jahren

      Lieber aufgeklärter Poster, wie kann es sein dass es andere Kinder und deren Eltern gesehen haben? Ich frage dich ganz ehrlich... wie kann das sein??? Bist du etwa einer diese Polizisten, die alles daran gesetzt haben um unsere Gesetze so human wie möglich umzusetzen?? Bist du der Mann aus dem Suopermarkt der daneben gestanden hat mit offenem Mund und nichts getan hat? Wer bist du um so etwas zu schreiben? Es kann auch sein, dass du gar nicht dort warst, dann empfehle ich dir, dich auf diesen Parkplatz zu begeben, dich mit dem Rücken zum Supermarkt hinzustellen und dann leicht nach rechts zu schauen... lass uns dann bitte wissen was du siehst und vor allem wer dich sehen könnte!

       
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      Franz Brugger
      vor 6 Jahren

      Danke für die Information. So steht Aussage gegen Aussage, wie kann man das offiziell verifizieren? Frage mich, warum kommt da keine Klarstellung von der Polizei? Auch die Frage bzw. Forderung nach guter Recherche der Medien gerade in so einem sensiblen, emotionell bestzten Thema stellt sich

       
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    poster
    vor 6 Jahren

    Lieber Instinktiv, warum ist es so wichtig wer ich bin? Damit sie mir besser vorwerfen können alles falsch gemacht zu haben ? Und mich weiter der Lüge zu bezichtigen? Ich würde Ihnen selbst empfehlen den betreffenden Parkplatz zu besuchen. Die Kinder, die sich im Kindergarten befinden werden sie nicht sehen können. Mehrere Bäume versperren Ihnen die Sicht. Sie fragen sich wie es möglich ist, dass andere Elter die Verhaftung beobachten konnten? Ganz einfach, weil sie so wie ich an diesem Morgen am Supermarkt vorbeikamen. Und nein ich habe die Beamten nicht daran gehindert ihm Handschellen anzulegen. Ich wusste nicht wer der Mann ist und er hat sich selbst nicht gegen die Verhaftung gewehrt, wieso hätte ich dazwischen gehen sollen. Ich wusste, so wie die meisten Passanten, nicht was vor sich ging. Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich bin genauso der Meinung, dass der Familie Unrecht geschieht. Ich bin der Meinung, dass es Unrecht ist, dass ihre Geschichte nicht geglaubt wir und ihr Wille sich zu integrieren nicht anerkannt wird. Aber ich bin nicht der Meinung, dass die Polizeibeamten sich falsch verhalten haben.

     
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