Trainer-Effekt bei Rapid Lienz blieb aus

Gegen die DSG Ledenitzen kassierten die Dolomitenstädter eine 2:1 Heimniederlage.

Neo-Trainer Robert Zabernig, der unter der Woche das Amt von Manfred Niederwieser übernommen hatte, sah im Spiel am Nationalfeiertag gegen den Aufsteiger aus Südkärnten bereits nach wenigen Minuten die erste Möglichkeit seiner Mannschaft. Nach einer Kombination über Sven Lovric und Christopher Korber konnte der folgende Schuss von Raoul Iglesias aber im letzten Moment von den Gästen abgeblockt werden. Auf der Gegenseite setzte sich Thomas Neumann auf der linken Seite durch, seine Flanke köpfelte der in der Mitte lauernde Samir Huseinbasic in Bedrängnis aber über das Lienzer Tor. Die Rapidler spielten mutig nach vorne und der über die linke Seite sehr offensiv agierende Dominic Girstmair sorgte immer wieder für Gefahr vor dem gegnerischen Gehäuse.

Nach sieben Minuten klebte den Rapidlern förmlich das Pech auf den Schuhen. Nach Zuspiel von Dominic Girstmair nahm Sven Lovric den Ball direkt, dieser ging aber lediglich ans Aluminium. Kurz darauf traf Markus Ebner nach einem erneuten Vorstoß über die linke Seite das Spielgerät nicht richtig und sein zu schwach ausgefallener Schuss wurde von den Kärntnern abgeblockt. Die Gäste kamen in dieser Phase kaum gefährlich vor das Lienzer Tor und hatten in der Defensive ihre liebe Not mit den beherzt nach vorne spielenden Dolomitenstädtern. In der 20. Minute tauchte Dominic Girstmair nach Doppelpass mit Johannes Ganner alleine vor Ledenitzen-Keeper Alexander Moser auf, konnte diesen aber nicht bezwingen. Und als Schlusspunkt einer wirklich starken Anfangsoffensive der Grünweißen setzte der über rechts vorstoßende Christopher Granig den Ball knapp am langen Eck vorbei.

Robert Zabernig, hier auf einem Archivfoto, übernimmt ein schweres Amt. Foto: Expa/Groder

Danach lösten sich die Gäste immer mehr aus der Umklammerung und setzten in der 38. Minute das erste Ausrufezeichen. Nach einem Eckball segelte Lienz-Keeper Bernhard Leitner an der Flanke vorbei und konnte sich bei Dominik Müller bedanken, der den Kopfball des aufgerückten Senad Huseinbasic gerade noch auf der Linie abwehrte. Kurz vor dem Pausenpfiff blockten die Rapidler mit vereinten Kräften den Schuss des nach einer tollen Einzelleistung in aussichtsreicher Position auftauchenden Dardan Kameray im letzten Moment ab. Nach dem Seitenwechsel traten die Gäste dann selbstbewusster auf und gingen nach rund einer Stunde Spielzeit gegen eine nun sichtlich immer müder werdendere Lienzer Elf in Führung. Dardan Kameray schlenzte den Ball aus rund 20 Metern gekonnt zum 1:0 ins Netz.

Die Rapidler wollten sofort zurückschlagen und hatten kurz darauf Pech, dass der vermeintliche Ausgleichstreffer von Sven Lovric wegen einer angeblichen Abseitsstellung nicht anerkannt wurde. Praktisch im Gegenzug setzte sich Dardan Kameray auf der rechten Seite gegen zwei Lienzer durch und wurstelte den Ball zum vorentscheidenden 2:0 über die Linie. Aber die Grünweißen steckten nicht auf und nach einem weiten Ball in den Strafraum verkürzte der eingewechselte Aziz Ayodeji auf 2:1. In der letzten Viertelstunde merkte man den Hausherren zwar das Bemühen an, doch noch zu einem Punktegewinn zu kommen, es fehlte bei einigen Aktionen aber der finale Pass bzw. der Mut, selbst Verantwortung zu übernehmen.  Die sich nun sehr geschickt verteidigenden Gäste hatten aus Konterangriffen noch zwei Riesenchancen auf den dritten Treffer. Es blieb schlussendlich aber beim knappen 2:1 Erfolg für die Kärntner.

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