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Stickstoff: Stinkt bei uns zum Himmel und fehlt in Afrika

Das lebenswichtige Element, um das die globale Nahrungsversorgung kreist.

Wir alle kennen die olfaktorische Ankündigung von Niederschlag: Ist Regen zu erwarten, beginnen viele Felder auch in unseren Breiten zum Himmel zu stinken. Sie werden mit Gülle gedüngt, Fäkalien, die einen besonders lebenswichtigen Stoff enthalten: Stickstoff, das Element, um das die globale Nahrungsversorgung kreist. Ohne dieses chemische Element können Pflanzen und Tiere nicht die Eiweiße bilden, aus denen ihre Körper bestehen. Wie in so vielen Bereichen des globalen Lebens ist allerdings auch der Stickstoff sehr ungleich verteilt. In jenen Regionen der Welt, in denen durch Massentierhaltung gigantische Mengen an Fleisch erzeugt werden, weiß man nicht mehr, wohin mit der Gülle. Die stickstoffhaltigen Abfälle aus der Tierhaltung werden im Übermaß auf Nutzflächen entsorgt. Große Mengen landen dabei in Fließgewässern und angrenzenden Gebieten, wo die Vielfalt der Pflanzenwelt leidet. Ganz anders in Afrika. Dort ist Stickstoff wertvolle Mangelware. Das Element ist im Anthropozän Ursache massiver Probleme in der Landwirtschaft – und zugleich Schlüssel zu spannenden Lösungen, wie Riffreporter Christian Schwägerl in einer ausführlichen Hintergrundreportage aufzeigt.

4 Postings

wolf_C
vor 5 Jahren

... wer braucht schon Schmetterlinge oder gar Würmer, Bienen und Heuhupfer, Gift aufs Essen macht uns stark und schlau ...

 
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Flocke
vor 5 Jahren

Beim ersten Satz des Artikels musste ich lachen. Leider ist es nicht mehr so, dass bei bevorstehenden Regen die Gülle aufs Feld gebracht wird, sondern wie in den letzten Wochen bei fast 30 Grad. Aber das ist heutzutage schon der Normalfall. Genauso wie die Felder alle ganz schwarz vor Gülle sind.... Wiesenblumen sieht man auf den Feldern keine mehr, das fällt dann schon auf wenn iirgendwo Blumenwiesen sind.

 
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    steuerzahler
    vor 5 Jahren

    Wir sollten eine Pipeline nach Afrika bauen und den Gülleüberschuß dorthin pumpen.

     
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steuerzahler
vor 5 Jahren

Das Problem ist immer das Gleiche- der Transport ist zu billig. Die Waren sollten dort produziert werden, wo sie verbraucht werden. Wenn man Futtermittel aus der dritten Welt importiert, fehlt dort irgendwann der fruchtbare Boden. Eigentlich sollte die Gülle zurückgeschickt werden, um den Boden wieder zu düngen.

Aber es funktioniert ja nicht einmal im näheren Umfeld. So wird die Lienzer Molkerei aufgelassen. Damit transportiert man die Milch irgendwohin und die Erzeugnisse wieder zurück zu den Verbrauchern. Das füllt lediglich die Taschen von sog.Managern.

Genau so werden mit diesen internationalen Warenverschiebungen nur Managergehälter und Investoren bezahlt. Alles andere bleibt auf der Strecke.

 
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