Am Freitagabend wurde in der neu gestalteten Zwergergasse zu den Klängen von The Larossas gefeiert. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Am Freitagabend wurde in der neu gestalteten Zwergergasse zu den Klängen von The Larossas gefeiert. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Lienzer Zwergergasse: Frisch gepflastert und „eröffnet“

Um 400.000 Euro wurde ein weiteres Stück der Innenstadt beruhigt und belebt zugleich.

Seit Freitag, 5. Juli, sind die Bauarbeiten in der umgestalteten Zwergergasse in Lienz offiziell abgeschlossen. Lienzer Gemeinderäte, angeführt von Bürgermeisterin Elisabeth Blanik feierten gemeinsam mit den Geschäftsleuten und Anrainern der Gasse nach 61 Tagen, in denen gebaggert und gegraben und „ein wahres Schmuckstück geschaffen wurde,“ wie Blanik betonte.

Das Schmuckstück kostete 400.000 Euro und ergänzt die „Flaniermeile“, die 2005 mit der Oberen Altstadt begonnen und mittlerweile über weite Teile der Innenstadt ausgedehnt wurde. 250 Quadratmeter rotes Porphyrpflaster und 340 Quadratmeter an großen Granitplatten wurden verlegt, „überwiegend von heimischen Firmen“, wie bei der Eröffnung betont wurde.

Die Lienzer Bürgermeisterin durchschneidet in gelbem Kleid das gelbe Band, flankiert von Wirten, Geschäftsleuten und Gemeinderäten.

Wie war die Zeit während der Bauarbeiten, fragen wir den Textilhändler und Ex-Gemeinderat Christian Zanon:

Mit den Zwergen aus dem Märchen hat die Gasse übrigens nichts zu tun, sie ist nach der Familie Zwerger benannt, über die allerdings auch einige Geschichten kursieren, die ins Reich der Märchen und Fabeln passen. Michael Zwerger, der das heutige Haus Zwergergasse 1 bewohnte, soll etwa in einer wagemutigen „Operation“ im April 1660 einem Lienzer Knaben die Hoden operiert haben, die ihm angeblich bis zu den Knien hingen. Der genaue Ausgang des gewagten Eingriffs ist nicht überliefert. Die Zwergergassler der Gegenwart feierten jedenfalls ohne Blutvergießen, mit exzellentem Streetfood und gepflegter Livemusik, vorgetragen von „The Larossas“.

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3 Postings bisher
Katz

War das nicht einmal die Promillegasse?

gerimesser

herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligte, ein absolut gelungenes Projekt - ein Vorzeigeprojekt, wie man es sich auch in anderen Tourismusgemeinden in Osttirol schon seit Jahren wünscht. Ortszentren mit „touristischer Funktion“, welche aber ausschliesslich als Parkplatz oder Durchzugstrasse funktionieren sind alles andere als zeitgemäss!

senf

die langweiligen politischen diskussionen ob für oder dagegen sind beendet, das stadtzentrum lienz mit den seitengassen hat enorm dazugewonnen und wie man an den gesichtern des gemeinderates sieht, freuen sich endlich einmal alle über das gelungene werk. gratulation und viel freude den anrainern und besuchern!