„Politik bedeutet für mich mitsprechen zu können“

Katharina aus Berg im Drautal ist 15 Jahre alt und freut sich auf ihre erste Wahl.

Unsere nächste Interviewpartnerin für die Dolomitenstadt-Serie „Jugend wählt“ heißt Katharina und kommt aus Berg im Drautal. Die Schülerin des Gymnasiums in Lienz wird im August 16 Jahre alt, interessiert sich sehr für Physik – besonders für Astrophysik- und träumt davon, die Welt zu bereisen.

Katharina, was bedeutet Politik für dich?

Katharina: Für mich bedeutet Politik, dass man etwas mitzureden hat. Dass man im Sinne einer Demokratie mitsprechen und mitbestimmen darf. Natürlich spielen Politikerinnen und Politiker eine große Rolle in der Politik, aber für mich ist hier eben mein Mitspracherecht der springende Punkt.

Wie und wo informierst du dich über Politik?

Katharina: Die meisten politischen Informationen bekomme ich aus Zeitung und Nachrichten. In meinem Freundeskreis reden und diskutieren wir viel über Politik. Dort erfahre ich ebenfalls viel und kann auch meine Meinung teilen. Besonders im Deutschunterricht werden schwierige Begriffe und Fremdwörter geklärt. Also ist meine Informationsquelle eine Mischung aus medialer und sozialer Form.

Katharina, 15 Jahre, aus Berg im Drautal. Foto: Caterina Schiliro

Was würdest du als Erstes verändern, wenn du für einen Tag Bundeskanzlerin wärst?

Katharina: Als Bundeskanzlerin würde ich in unser Bildungssystem investieren, damit Schulen zum Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler beitragen. Ich würde schulische Projekte wie ERASMUS – von denen ich bereits selbst profitierte – finanzieren oder zumindest finanziell unterstützen. Außerdem würde ich versuchen auch Lehrerinnen und Lehrern mehr Fortbildungen zu ermöglichen, um diese Art der ständigen Weiterbildung zu kräftigen.

Gehst du zur Nationalratswahl im September?

Katharina: Ja! Die Nationalratswahl wird meine erste Wahl sein. Ich gehe zur Wahl, weil ich Gebrauch von meinem Mitspracherecht machen will. Es ist uns ermöglicht worden, über die Zukunft und die Möglichkeiten unseres Landes mitzubestimmen. Wer nicht wählen geht, entscheidet nicht mit und darf dann auch nicht jammern, wenn politische Entscheidungen getroffen werden, die einem nicht gefallen.

Welche Erwartungen hast du an die nächste Regierung?

Katharina: Hauptsächlich erwarte ich mir, dass die Versprechen der zukünftigen Regierung im Vordergrund stehen und auch wirklich eingehalten werden. Ich will keine leeren Worte, sondern dass die Regierung ihre Vorhaben umsetzt und natürlich die Parteienfinanzierungen mit gutem Gewissen offenlegt.


„Fridays for Future“ beweist: Die Jugend will mitreden und kann die Politik auch unter Druck setzen. Die Jungjournalisten von dolomitenstadt.at holen deshalb Wahlberechtigte unter 20 vor das Mikrophon und fragen in unserer neuen Serie „Jugend wählt“, welchen Stellenwert die Politik im Leben junger Menschen aus der Region hat.

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