„Wählen gehen zu dürfen ist ein Privileg“

Bei Lena aus Leisach würde als Bundeskanzlerin die Umwelt an erster Stelle stehen.

Die 16-jährige Lena aus Leisach teilt ihre Meinung in unserem Interview für die Dolomitenstadtserie „Jugend wählt“. Seit sieben Jahren besucht sie jetzt schon das Gymnasium in Lienz. Was sie nach der Matura machen will, weiß sie noch nicht so recht, aber in der Schule fasziniert sie die Biologie von allen Fächern am meisten.

Lena, was bedeutet Politik für dich?

Lena: Für mich ist Politik einfach die Möglichkeit etwas in meinem Land verändern zu können.

Wie und wo informierst du dich über Politik?

Lena: Wie viele andere Jugendliche finde ich viele Informationen im Internet. Social Media wird auch bei Politikerinnen und Politikern immer beliebter und so werden auch politische Informationen für mich zugänglicher. In der Schule, vor allem im Deutschunterricht, sprechen wir viel über tagesaktuelle Themen. Da kommt auch die Politik nicht zu kurz. Um dann in der Schule auch mitreden zu können, informiere ich mich gerne durch Tageszeitungen.

Lenas Wunsch an die Politik: „Weniger Skandale, mehr Handeln.“ Foto: Caterina Schiliro

Was würdest du als Erstes verändern, wenn du für einen Tag Bundeskanzlerin wärst?

Lena: Als eintägige Bundeskanzlerin würde ich mich besonders für die Umwelt stark machen und versuchen, mehr Aufmerksamkeit für dieses wirklich wichtige Thema zu erregen. Außerdem würde ich versuchen, meinen politischen Partnern gegenüber neutral zu handeln und meine Wahlversprechen so gut wie möglich einzuhalten.

Gehst du zur Nationalratswahl im September?

Lena: Ja, ich werde im September wählen gehen. Das Wahlrecht sehe ich als ein großes Privileg, das es in vielen Ländern lange nicht gab und noch immer nicht gibt. Wer etwas in seinem Land verändern will, der muss auch wählen gehen, sonst kann man sich auch keine Veränderungen erwarten.

Welche Erwartungen hast du an die nächste Regierung?

Lena: Ich erwarte mir, dass in vielen Bereichen aufgeräumt wird. Sei es das große Umweltthema, als auch die Asylpolitik. Eine adäquate Ministerwahl sollte natürlich auch getroffen werden. Weniger Skandale, mehr Handeln.


„Fridays for Future“ beweist: Die Jugend will mitreden und kann die Politik auch unter Druck setzen. Die Jungjournalisten von dolomitenstadt.at holen deshalb Wahlberechtigte unter 20 vor das Mikrophon und fragen in unserer neuen Serie „Jugend wählt“, welchen Stellenwert die Politik im Leben junger Menschen aus der Region hat.

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