Nach Insolvenzverfahren: Jones-Filiale in Lienz bleibt

Gläubiger stimmen Sanierungsplan für Modekette zu. Nur zwei Filialen müssen schließen.

„Am 10. Dezember haben die Gläubiger einem Sanierungsplan über das Vermögen der Rose Gesellschaft m.b.H. zugestimmt“, berichtet Stephan Mazal vom Österreichischen Verband Creditreform. Demnach werden insgesamt 20 Prozent der Forderungen binnen zwei Jahren zurückgezahlt. Die JONES-Modekette wurde zuvor Anfang Oktober als insolvent gemeldet.

Das Familienunternehmen mit Sitz in Wien betreibt in Österreich 35 Filialen. Von der Insolvenz betroffen waren 168 Dienstnehmer und 190 Gläubiger. Passiva von 7,5 Mio Euro standen Aktiva von 3,3 Mio Euro gegenüber. In Lienz war die Jones-Filiale in der Rosengasse betroffen, die nun erhalten bleibt. Auch die anderen betroffenen Tiroler Filialen in den Rathausgalerien Innsbruck und den Stadtgalerien Schwaz bleiben bestehen. Nur zwei Filialen in Salzburg und Niederösterreich müssen laut ÖVC geschlossen werden.

Auch große internationale Modeketten, wie der US-Textilhändler „Forever 21“ oder die deutsche Kette „Gerry Weber“ mussten dieses Jahr bereits Insolvenz anmelden. Im August wurde die Modekette „mister*lady“ durch einen Sanierungsplan gerettet. „Der Textileinzelhandel befindet sich im Umbruch und muss weiterhin mit schwierigen Zeiten rechnen. Billiganbieter und Onlinehandel werden das mittlere Preissegment weiter zurückdrängen,“ so Insolvenzexperte Mazal.

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