„Nahezu im regulären Betrieb“ arbeitet man bei Euroclima in Sillian. Foto: Euroclima

„Nahezu im regulären Betrieb“ arbeitet man bei Euroclima in Sillian. Foto: Euroclima

Wie reagieren Osttirols Leitbetriebe auf Corona?

Die Mehrzahl der Industriefirmen arbeitet weiter, um Arbeitsplätze und Kunden zu halten.

Über das Krisenmanagement der beiden größten industriellen Arbeitgeber der Region – Liebherr und HELLA – haben wir bereits berichtet. Liebherr schränkt die Produktion stark ein, HELLA hat vorübergehend geschlossen.

Diese Maßnahme setzt auch Durst: „Wir haben beschlossen, unsere Standorte in Brixen, Lienz und Kufstein für die nächsten zwei Wochen zu schließen, um unsere Mitarbeiter und ihre Angehörigen zu schützen. Wir haben Projekte in der technischen Entwicklung aktiv ins Home-Office ausgelagert. Die Voraussetzungen dafür hatten wir bereits vor 16 Monaten geschaffen. Dadurch waren wir in der Lage, die Implementierung und die Adaption von Abläufen kurzfristig umzusetzen. Damit sind unsere Zukunftsprojekte gesichert. Ein Rumpf-Team arbeitet unter höchsten Sicherheitsbestimmungen vor Ort in den Werken weiter, um die Grundfunktionen aufrecht zu erhalten“, erklärt Firmensprecher Sümer Cetin.

Im Kristall von Durst und in den Werkhallen herrscht derzeit Corona-Ruhe.

Bei Loacker in Heinfels wird weiter gearbeitet, auch nach Verhängung der Gemeindequarantäne durch das Land Tirol. „Wir arbeiten aktuell in allen Bereichen in denen es möglich ist normal weiter. Wir haben höchste Hygienemaßnahmen getroffen – wir haben in diesem Bereich als Lebensmittelhersteller aber ohnehin einen sehr hohen Standard. Solange keine neuen Vorgaben kommen, werden wir das alles so beibehalten“, erklärt Geschäftsführer Frank Hess.

Loacker in Heinfels produziert weiter und das auch mit Mitarbeitern aus dem nahegelegenen Südtirol.

Auf die Frage, ob noch Südtiroler zur Arbeit kommen, antwortet Hess: „Natürlich. Momentan bereiten mir die Arbeiter aus Südtirol weniger Sorgen als jene aus Osttirol. Ich finde, man sollte die Südtiroler gerade in dieser Situation nicht unfair behandeln. Wir haben sehr viele Mitarbeiter, die dort in Grenznähe leben und wenn ich mir die Lage ansehe, so ist meines Wissens nach der erste Infizierte in Welsberg und hier in Osttirol schon in Anras und damit viel näher an unserem Werk.“

Gearbeitet wird auch beim Traditionsbetrieb E.G.O. in Heinfels.

Einen Steinwurf weiter bei E.G.O. in Heinfels wurden umfangreiche Hygienemaßnahmen getroffen, die Kantine geschlossen und in einigen Bereichen auf Homeoffice umgestellt. „Wir haben am Sonntag vorübergehend die Nachtschicht und am Montag die Frühschicht stillgelegt, mittlerweile läuft die Produktion mit etwa 200 Mitarbeitern im 3-Schichten-Betrieb“, erklärt Geschäftsführer Egon Kofler. „Wir werden diese Woche in diesem Modus beenden und dann weitere Entscheidungen für die kommende Woche treffen. Unser internes Krisenteam berät regelmäßig über die weitere Vorgangsweise.“

Beim Schichtwechsel gibt es für die neue Schicht und für die abzulösenden Mitarbeiter bei E.G.O. jeweils einen separaten Zugang. Außerdem wird überall – auch in den Produktionsbereichen – der erforderliche Mindestabstand eingehalten. Kofler: „Grundsätzlich denke ich, dass wir den Höhepunkt dieser Krise noch nicht erreicht haben. Sollte es entsprechende Anordnungen von Land und Bund geben, werden wir dem natürlich Folge leisten und den Betrieb umgehend schließen.“

Und bei Euroclima in Sillian? Manuel Conci, Geschäftsführer der Euroclima-Gruppe schickte uns folgendes Statement: „Wir sind am Standort Euroclima Sillian nahezu im regulären Betrieb. Die Vorgaben der Wirtschaftskammer wurden im Betrieb umgesetzt und entsprechend kommuniziert. Zusätzlich haben wir am Betriebsgelände Check-Points für Lieferanten, Spediteure etc. eingerichtet mit der Verpflichtung zur Hände-Desinfektion, dem Tragen von Handschuhen und eines Mundschutzes, bevor diese mit unseren Mitarbeitern in Kontakt treten. Weiters sind unsere Mitarbeiter angehalten, Mindestabstände einzuhalten und Gruppenbildung zu unterlassen. Alle Reisetätigkeiten außerhalb des Standortes sowie Besuche sind schon vor über zwei Wochen eingestellt worden.“

iDM-Geschäftsführer Hansjörg Hoheisel: „Wir müssen alle gemeinsam an einem Strang ziehen.“ Foto: Gsaller Media

Auch Hansjörg Hoheisel (Geschäftsführer iDM) war für dolomitenstadt.at erreichbar: „Wir als iDM sind unseren Partnern und Kunden verpflichtet einerseits die bestellten Wärmepumpen zu liefern und andererseits muss unser Service vor allem in Krisenzeiten zu 100 Prozent funktionieren. Keine Familie soll gerade jetzt ohne Warmwasser und Heizung dastehen. Wir sind uns aber auch der Verantwortung unseren Mitarbeitern gegenüber bewusst und haben daher alle uns möglichen Hygienemaßnahmen umgesetzt, beziehungsweise für jene mit Risiken individuelle Lösungen getroffen. 40 MitarbeiterInnen aus dem iDM-Team arbeiten derzeit im Homeoffice und 75 von 145 halten unsere Produktion am Laufen. Wir müssen alle gemeinsam an einem Strang ziehen, um diese Ausnahmesituation zu bewältigen.“


Alle Artikel zum Thema „Coronavirus“ auf dolomitenstadt.at.

Die Arbeit von
dolomitenstadt.at unterstützen

Liebe Leserinnen und Leser,

gerade in Krisenzeiten ist faktenorientierte und schnelle Information wichtig.
Wir arbeiten trotz Rückgang bei den Werbeeinnahmen mit großem Einsatz, um Sie bestmöglich – und kostenlos! – zu informieren.

Wenn Sie unsere journalistische Arbeit mit einem einmaligen Beitrag unterstützen möchten, haben Sie jetzt Gelegenheit dazu. Wir würden uns freuen!

Sie möchten dolomitenstadt.at unterstützen?

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren

48 Postings bisher
Tanja1717

Traurige und bedenkliche Bilanz im Oberland! Die wirtschaftlichen Folgen einer vorübergehenden Schließung sind mir durchaus bewusst, aber in diesen entscheidenden Tagen sollte die Gesundheit vor der Wirtschaft stehen!! Hut ab vor den Firmen denen die Gesundheit ihrer Mitarbeiter und deren Familien wichtiger ist als der Umsatz!

    mike7

    Schau mal über die Berge raus ins übrige Österreich. Dort gibt's kaum Kritik, und der Großteil der Industrie produziert. Osttirol ist nicht umsonst eine der wirtschaftlich schlechtesten Regionen Österreichs. Nur wer keine Teile von Zulieferern bekommt, sperrt zu und verkauft sich dann als Samariter.

      Oschtadio

      Ich glaube Liebherr bekommt mehr Teile von Zulieferern als andere Firmen hier in Osttirol aber die Firma schaut halt auf ihre Arbeiter,die brauch sich sicher nicht als Samariter auszugeben .

    Amigo81

    Oschtadio Hat nicht Liebherr berichtet das Teil der Produktion nach Malaysian verlagern wird ?... Das lässt viel Raum für Interpretation.

      Oschtadio

      Ja Amigo81 einen Teil schon für Haushaltsgeräte und Gastgewerbe für Ende 2020 wurde aber schon im Oktober letzen Jahres damit spekuliert. Würden keine entlassungen für die Arbeiter im Lienzer Werk betreffen und da hatt man vom Covit bei uns noch nichts gehört. Deshalb verstehe ich deinen Zusammenhang zwecks Material Zulieferung in der jetzigen Zeit nicht? Interpretation viel Freiraum

schnuffi

Ich habe 2 Fragen: 1. Warum sind diese Betriebe noch geöffnet? Sie gehören ALLE nicht zu den so genannten Schlüsselbetrieben die lebensnotwendige Tätigkeiten und Leistungen erbringen! 2. Warum dürfen Arbeiter beim Loacker aus Südtirol noch über die Grenze fahren und dort arbeiten???? Das ist nebenbei gesagt auch eine GANZ GANZ schlechte Werbung für diese Betriebe!!!! Leute bitte bleibt daheim!!!!! Momentan verdoppeln sich die Zahl der Infirierten alle 3 Tage!!! Das würde bedeuten, das am 21. April 2020 die GESAMTE OSTTIROLER Bevölkerung betroffen und infiziert ist!!!!! Das kann unser Gesundheitssystem NIE UND NIMMER bewerkstelligen!!!!

    nikolaus

    1. Würden Hochrechnungen wie deine "funktionieren", wäre die gesamte Menschheit schon vor Erreichen des 3. Jahrtausends ausgestorben, nämlich an den Folgen von HIV-Infektionen (auch so ein mysteriöses Virus). Denn in den 1980ern hat man uns solche Horrorszenarien prophezeit. 2. "Infiziert" ist nicht gleichbedeutend mit "erkrankt", geschweige denn "lebensbedrohlich erkrankt" (und nur viele der Letztgenannten belasten unser Gesundheitssystem wirklich). Hätten wir nur mehr bereits Infizierte mit mildem Verlauf, bräuchten wir uns jetzt nicht zu sorgen, wer die Systeme aufrecht erhält! Covid-Genesene wären nun unsere wertvollsten menschlichen Ressourcen. Den vier erkrankten BKH-MitarbeiterInnen wünsche ich auf diesem Wege eine baldige Genesung - ihr werdet bald sehr wichtig für uns sein!

      schnuffi

      Meine Rechnung stimmt leider.......Es kann sich ja jeder die Fallzahlen in den betroffenen Gebieten ansehn und dann den Taschenrechner einschalten... Wenn wir nicht ALLE unsere sozialen Kontakte auf ein absolutes MINIMUM reduzieren, kommt es leider dazu! Eine HIV Infektion mit einer COVIT19 Infektion zu vergleichen ist schlichtweg nicht sinnvoll bzw. nicht möglich!!! Der Übertragungsweg ist ja ein komplett anderer! Bitte an geeigneten Stellen nachlesen!!!

      mike7

      Wir haben aktuell weltweit 230000 infizierte, 80000 davon wieder gesund. Das Virus wütet seit 3 Monaten, momentan 150000 Infizierte weltweit. Uns wird erzählt wir haben in Österreich in 3 Monaten im Best case 800000.Brauch keinen Rechner um zu merken, dass da was nicht stimmen kann...

    mike7

    Nur ein kleines Beispiel: wenn alle Sägewerke zusperren, gibt´s bald kein Klopapier mehr - das Thema Klopapier in Österreich ein großes Thema..für dich kein Problem, gibt ja warmes Wasser. Falls du keine Störung beim Boiler hast und der Elektriker arbeitet..Installateur kann zuhause bleiben, weil wenn WC verstopft, braucht man kein Klopapier. Hauptsache die Trafik hat offen, wir müssen ja Lotto spielen können, Staat braucht Geld für Wirtschaftshilfe. Wer den Wirtschaftskreislauf nicht versteht und keine Zusammenhänge sieht, wird nie verstehen warum jeder weiterproduziert, der irgendwie kann!

    bergfex

    Sie plappern einfach nach was die Medien schreiben, die behaupten ,von Experten gehört zu haben.

      mike7

      In der Schule wohl nicht aufgepasst? Momentan ist viel Zeit zum Lesen. Fang bei der Zelluloseherstellung an und arbeite dich von der Papierherstellung zum Klopapier durch.

    Visus

    Einen Monat später stimmt die Hochrechnung nicht ganz, trotz geöffneter Betriebe. ;)

karla

I vosteh net wieso es vom kanzler pressemitteilungen gib wo er auffordert dass olle dohame bleibm solln außer natürlich schlüsselberufe wie kronknschwestern, ärzte, lebensmittelverkäufer,... und olle de wos für dei spartn natürlich a essenziell sein. Obo donn hintn uma über wirtschoftskommern aussendungen zu mochn dass eh fost olle betriebe orbeitn missn (bis af verkaufsräume uä), natürlich unter sehr erhöhten hygienestandards, find i sehr theoretisch und fahrlässig. Berufe wie maurer, tischler, elektriker, installateure, keksherstelller, ... sind keine schlüsselberufe für 2/mehr wochen. (Ausgenommen sind natürlich notdienste bei betreffenden sparten!!) bevor es kritiker für meine zahl der 2 wochen gibt, das ist eine annahme! Dies müssten experten beziffern! Nur wäre mein gedanke dass vor allem in der ersten zeit wo viele den erreger bereits besitzen jedoch keine symptome zeigen eine möglichst große vermeidung von kontakten sinnvoll wäre! Ich verstehe hier die wirtschaft und die politik nicht, und man bekommt das leise gefühl, dass sich hier der staat ein hintertürchen offen lässt um sich von etwaigen unterstützungszahlungen drücken zu können, da wenn ein betrieb von sich aus intern urlaub beschließt zahlen es ja aus vernunft die arbeiter und der arbeitgeber (durch evt verdienstentgänge, nicht eingehaltene lifertermine, pönale, oä) wieder selber! Denn sie hätten ja offiziell arbeiten dürfen/müssen. es dürfen sogar montagen durchgeführt werden!! Unverständliches risiko für arbeiter, kunde, und beider familien/freunde/etc! Klare strikte regelungen für die gesundheit! Es würde darum gehen die 5 zu späten schritte von herrn tilg und mitverantwortlichen wieder aufzuholen.. einmal einen schritt schneller machen

Gott sei dank gibt es einige firmen die aus eigenverantwortung richtig handeln - liebherr, hella von den großen aber gott sei dank auch bei den kleinen - tischlerei wieser, viertlerbau, installationen troyer, ??

wenn der druck nicht von oben kommt, muss er halt von unten kommen

MO

Ich finde es auch eine Frechheit, wenn allerorts weitergearbeitez wird. Hier wäre die AK am Zug und jedem sollte es freigestellt sein, ob er arbeiten gehen will oder nicht. Auf jeden Fall würde ich jedem Arbeitswütigen und Unbelehrbaren die Möglichkeit auf Intensivbetten, die es demnächst braucht, verwehren.

    rebuh

    Wie lang wollt ihr den alles zusperren, glaubt wohl nicht wenn jetzt angenommen 3 Wochen alles "finster" ist, dann ist der virus weg! Da sind wir dann ganz schnell wieder dort, wo wir jetzt sind. Naja, ich als derzeit betroffener mit Familie bin dann vermutlich immun und fürcht mich schon auf den Schnupfen der ganz sicher kommmt, wenns wieder kälter wird, unter dem leide ich wesentlich mehr als derzeit unter Corona. Hätte ich nicht einen positiven Test würde ichs nicht glauben. Muss darum immer schmunzeln wenn ich von so öffentlichkeits wirksamen Aktionen wie Fiebermessen lese, meiner hat noch nie die 36.0 Grenze erreicht. Und ja ich bin ein Risikopatient, sonst hätte man mich gar nicht getestet, ja es wird leider auch tote geben, aber die gibts bei Grippe, Masern usw. auch, obwohl man sich dort mit Impfungen sehr gut schützen könnte. Also zu tode fürchten braucht sich niemand!

      nikolaus

      Bitte deine persönliche Geschichte (positiver Test, Risikopatient, keine Symptome ...) immer wieder posten! Es braucht sie dringend, damit Menschen sehen: CORONA IST KEIN TÖDLICHER VIRUS! Nur wenn alles Unmögliche zusammenkommt, KANN es fatal enden - so wie auch jede Autofahrt, Schiabfahrt, Straßenüberquerung ... tödlich enden KANN.

    user89

    liebe/r MO hörst du dir eigentlich selbst zu wenn du solch einen blödsinn von dir gibst - "arbeitswütigen" ich glaub ich spinn - der "virus" den wir nach diesen ganzen maßnahmen zu stemmen haben ist sicher weit aus gefährlicher!!!

hubert.ortner

Alles unrelevant. In ein paar Wochen wird nichts mehr so sein wie es war. Unser Leben wird sich massiv ändern, und ich freue mich nicht darauf. Lebensplanungen werden platzen wie eine Seifenblase, und wir können nichts dagegen tun. Es wird so richtig scheppern.

    Biker

    Stimme voll zu, wir werden nach den mindestens 2 Monaten Ausgangssperre u. Quarantäne die Welt nicht wiedererkennen!

kämpfer

Gottseidank sind viele große Firmen Osttirols vorbildhaft, wie z.B. Fa.Liebherr oder Hella! Ich will keine Firma an den Pranger stellen, die jetzt normal weiter produziert, aber bitte denkt jetzt nicht an den finanziellen Gewinn, sondern an den Gewinn, wenn eure Mitarbeiter in so einer Krise wie momentan, Zuhause bei ihren Lieben sein können, und sich nicht unnötig der Gefahr der Infektion des COVID19 aussetzen müssen! Erinnert euch bitte an einen der 3 Gründe: Arbeit, die nicht aufschiebbar ist!!!Also bleibt bitte zuhause! Eure Mitarbeiter werden euch danken, und euer Gewinn wird mehr(an zufriedenen Mitarbeitern z.B.)

    EIGENEMEINUNG

    Speziel die großen Südtiroler Unternehen mit Standort in Osttirol haben es anscheinenen noch immer nicht kappiert zu schließen ......Achja sind ja nur Osttiroler die da arbeiten ☝

    mike7

    In den genannten Firmen gibt es 2 Wochen Urlaub, niemand kann es sich leisten einfach zuzusperren und danach alle Arbeitsplätze aufrechterhalten. 25000 täglich neue Arbeitslose sagen alles.

      dobui

      Aha, und für wen arbeitet die Regierung dann Kurzarbeit-Pakete aus?

      mike7

      Kurzarbeit bedeutet erst Zeitausgleich verbrauchen, dann Urlaub verbrauchen, dann beginnt die Arbeitszeit..

    dobui

    Zu verbrauchen sind nur die Urlaube aus den Vorjahren. Und die gehören ohnehin verbraucht - so ist es in den meisten Betrieben üblich. ZA detto. Als Arbeitnehmer ist mir der verpflichtende Verbrauch von altem Urlaub wesentlich lieber als die Kündigung.

      mike7

      Urlaube aus den Vorjahren plus 10 Tage vom aktuellen Urlaub.

      doiga

      @dobui zu deinem Beitrag wegen Kurzarbeit: Firmen haben nicht nur monatliche Gehaltszahlungen, sondern jede Menge weiter Rechnungen zu begleichen (Miete, Strom, Kredite, uvm.) Somit ist die Kurzarbeit nur ein Mittel um hier einen Teil der Kosten der Unternehmen zu ersetzten. Viele Unternehmer lassen jetzt weiterarbeiten (rechtlich dürfen sie das auch) um vorhanden Aufträge zu erledigen und notwendige Umsätze zu machen - UND um den Mitarbeiterstand auf dauer zu halten. Nicht aus Geldgier (wie schon oft hier im Forum behauptet) wird weitergearbeitet sondern um die Existenz der Firmen und der Arbeitsplätze zu sichern! Sicher steht die Gesundheit über der Arbeit ABER nicht wir werden die Betriebsperren ausrufen sondern das überlassen wir der Politik die schon ihre Experten hat. Also vertrauen wir darauf dass die derzeitigen Mittel ausreichen um die Verbreitung einzudämmen und forden nicht noch mehr auf kosten zukünftiger Arbeitsplätze.

moritz 123

Wer a sagt (wir sollen nicht vors haus gehen und die gemeinde nicht wechseln) der muss auch b sagen. Es kann doch nicht sein dass diese betriebe mit personal aus einem, für unsere verhältnisse, riesiegen einzugsgebiet einfach weiterarbeiten.... diese tatsache führt di gesetzten maßnahmen doch ad absurdum.... ich verstehe das überhaupt nicht.

Pepsi

An einem Strang ziehen, wie es Hr. Hoheisel so treffend formuliert, würde für mich heißen, die Quarantänemaßnahmen vollumfänglich mittragen und umsetzen -> also für mind. 2 Wochen die Produktion zusperren.

Pepsi

Höchste Zeit, dass die Behörden tätig werden. Das ist ja ein großes Risiko für die Familien der Arbeitenden.

Da können gleich wieder alle Geschäfte aufsperren, wenn die Konzernchefs der Produktionsbetriebe nicht von sich aus verantwortungsvoller mit ihrem sonst so hochgepriesenem Kapital, den Mitarbeitern, umgehen. PFUI, ihr geldgierigen Haie!!

    mike7

    Ja, alle Unternehmer sind geldgierige Haie. Keiner von ihnen arbeitet, keiner schafft Arbeitsplätze. Keiner schläft momentan schlecht, keiner sorgt sich um Mitarbeiter, alle freuen sich darauf, Mitarbeiter zu kündigen. Ach ja, und wenn alle jetzt ein paar Wochen zusperren zahlt ja eh der Staat den ganzen Schaden...behalte deine rosarote Brille auf und trink ein Cola!

      na servas

      Danke @mike7 für Deine Satire! Wenn ich mir in den letzten Tagen die Postings so mancher Zeitgenossen anschaue (zB: Pepsi - dobui - Bergfex - senf -u.a...), dann fühle ich mich wie im Krieg, da fallen Ausdrücke wie: .."..geldgierige Haie - Kanonenfutter - Bunker - Dreck - elendige Kohle - usw...". Neben meiner Bitte, nicht in Panik und Hysterie zu verfallen, sondern mit gesundem Menschenverstand, Eigenverantwortung und Disziplin gemeinsam die schwierige Zeit zu meistern - ein weiteres dringendes Ersuchen: ABRÜSTUNG der WORTE !! Dies erscheint mir in diesen Wochen wichtiger denn je! Bleibts gsund!

      senf

      @na servas, vielleicht solltest du sorgfältiger redigieren, bevor du alle in die pfanne haust. und bleib gesund!

      dobui

      @na servas Bitte weisen Sie mir die Verwendung solcher Ausdrücke nach. Sie werden sie nicht finden. Kritik an Großunternehmen muss dennoch erlaubt sein.

    chiller336

    meine worte - es geht im endeffekt jedem dieser sogenannte fürsorger um die elendige kohle - was mit den arbeitern passiert schert sie einen dreck - schämts eich

      Pepsi

      @'na servas': Weißt du, was momentan die allergrößte Verarschung der arbeitenden Mitmenschen ist?! Bleibts gsund (aber arbeitets gfälligst brav weiter).

      Spar dir bitte dein versöhnliches Gerede!

    EO

    Gastronomie, Handel und viele Kleinbetriebe werden gezwungen, die Geschäfte zu schliessen. Viele Ein-Personen-Unternehmen stehen vor dem Nichts und fürchten um ihre Existenz. Die Konzernchefs der Produktionsbetriebe werden immer Ausflüchte finden, warum noch weiter produziert werden muss - auf Kosten ihrer Mitarbeiter und deren Familien. Einige scheinen sich immer noch nicht den Ernst der Lage erkannt zu haben. Große Konzerne in ganz Österreich stellen ihre Produktion zum Ende der Woche auch zum Wohle ihrer Mitarbeiter ein. Aber in manchen Produktionsbetrieben in Osttirol wird fleißig weitergearbeitet - BRAVO ! In der jetzigen Situation sieht man ganz deutlich, in welchen Betrieben der Mitarbeiter noch einen Stellenwert hat. Produkte dieser Firmen werden in meinem Haushalt sicher nicht mehr zu finden sein.

      rebuh

      also wenn ich nicht schon ganz senil bin, WAR und wäre wohl die Gastronomie die größte Virenschleuder!

      Amigo81

      Es obliegt die Regierung die Produktionbetrieben zu sperren, nicht die Firmen.

    user89

    auch bei dir pepsi...hörst du dir selber zu - die geldgierigen haie haben genug sorgen, ich denke du bekommst dein geld eh schon vom AMS, ansonsten kann man nicht so einen blödsinn schreiben!!

Gertrude

Der einfache Bürger darf das Gemeindegebiet nicht verlassen und bei diesen Firmen wird noch gearbeitet?

Dazu gibts von den Behörden kein Statement, dafür aber jede Menge Selbstlob von Herrn Platter.

Wo bleibt das Krisenmanagement von der Bezirkshauptfrau? Ist sie noch im Dienst?

dobui

Schwere Kost von Hess. Das Land startet eine Kampagne #dahoambleiben und bei Loacker tut man so als wäre nichts. Und woher hat Hess die Information dass der Pustertaler Fall ein Anraser Fall ist. Das wurde von den Behörden nie kommuniziert. Oder wissen Osttirols Geschäftsführer mehr als die einfachen Osttiroler Bürger?

Oschtadio

Trotzdem haben die Aussagen einiger Firmen die hier getroffen wurden einen fahlen Beigeschmack (Hygienemaßnahmen) In früheren Zeiten hat man auch (Kanonenfutter) dazu gesagt.

    Visus

    Wie ist dein Resümee nach einem Monat zum Kanonenfutter in diesen Betrieben?