Auf der Facebook-Seite der FF St. Jakob sieht man die Florianijünger beim Lebensmitteltransport über Schleichwege ins gesperrte Tal. Foto: Facebook/FF St. Jakob

Auf der Facebook-Seite der FF St. Jakob sieht man die Florianijünger beim Lebensmitteltransport über Schleichwege ins gesperrte Tal. Foto: Facebook/FF St. Jakob

Defereggental: Ab Montag soll Versorgung gesichert sein

Teils massive Kritik an den Behörden. Nachschub entweder auf der Straße oder in der Luft.

Die Kommentare betroffener Leser und Leserinnen unter unserem Bericht über die Verlängerung der Straßensperre ins Defereggental sprechen Bände. Die Bevölkerung im Defereggental sieht die Versorgungslage offenbar anders als die Bezirkshauptmannschaft Lienz und die Tiroler Landesregierung.

Es wird darauf hingewiesen, dass durch die Totalsperre des Tales Versorgungsengpässe entstanden sind, die nur durch improvisierte Selbstversorgungsaktionen wie jene der Freiwilligen Feuerwehr St. Jakob gemildert werden. Die gleich zu Beginn der Sperre am Mittwoch, 15. April, versprochene Versorgung aus der Luft blieb bislang aus.

Zwei Umstände irritieren die Bevölkerung. Zum einen werde die Baustelle bei der nach einem Felssturz unterspülten Landesstraße regelmäßig mit einem Hubschrauber angeflogen, der zwar Baumaterial bringe, aber offenbar keine Kapazität für Lebensmittel habe, klagen die Deferegger. Zum anderen wird die Lage an der Straße von den Einheimischen so eingeschätzt, dass man unter Aufsicht sehr wohl Transporte durchführen könnte.

Beide Optionen fasse das Land kurzfristig ins Auge, bestätigt der Leiter der Landespresseabteilung, Florian Kurzthaler, am Samstagnachmittag in einem Telefonat mit dolomitenstadt.at. Landesrat Josef Geisler bemühe sich persönlich um rasche Hilfe. „Morgen, Sonntag, wird der Landesgeologe die Lage noch einmal beurteilen. Es wird geprüft, ob unter Einhaltung strenger Sicherheitsvorkehrungen die Straße temporär für Versorgungsfahrten geöffnet werden kann. Wenn das aus Sicht der Experten zu gefährlich ist, beginnen wir am Montag mit der Versorgung aus der Luft.“

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24 Postings bisher
baur.peter

da wird um kaisers bart gestritten, ob obst oder gamswürstl zur grundausstattung einer defregger speis gehören. in meinen augen gehts doch um was ganz anderes: und zwar fühlen sich die einwohner von seiten der behörden(bh, bba, land,...) einfach gefrotzelt. da wird theatralisch ein gefahrenpotential vorgespielt, das so nicht gegeben ist. wie kann es sonst sein, daß die dienstfahrzeuge des bba im absturzbereich parken, wie kann es sein das per lkwkran im absturzbereich holz aus dem bach gefischt wird, wie kann es sein das der spezialbagger im gefahrenbereich arbeiten kann? eine "gschafftlhuberei" einiger weniger, auf kosten der bevölkerung. aufwärts rollt kein stein, mit der gefahr leben wir hier schon seit ewigkeiten, sonst müßten die "orangen" schon in der hube die schranken schließen. jetzt angeblich 14 tage der korridor in der früh und am abend mit 2 stunden öffnung, die spinnen die römer!

Ceterum censeo

Damals - 1965/66, mit Muren und Hochwasser, gab es, wie mir berichtet wird, in St. Jakob einen Hernn Heinzle, der "Wind" für die Hubscharauber machte, und in Lienz einen BH Dr. Doblander mit Entscheidungsfreudigkeit. Jene, die fehlende Waren im Geschäft beklagen, haben wohl anderen zu viel "weggekauft", aus Angst, sie könnten verhungern. Hauptsache, i c h habe genug im Kühlschrank! Wahnsinn, Kein frisches Brot, n u r aufgebackenes! Hättets euch "a Plente" gekocht. Ah, die kennen/können wir nicht mehr? Unsere "Alten" haben viel davon essen "müssen", wie man gestern im Film aus der Heimat sehen konnte. Und haben überlebt.

Senfmacher

Will nur wieder mal klarstellen daß die Postings von Senf nichts mit mir und meinem Deferegger Senf zu tun haben.

Wenn ich etwas sagen will stehe ich auch mit meinem Namen dazu.

Würde mich freuen wenn andere das auch tun.

Mit freundlichen Grüßen aus dem Defereggen Bernd Troger

robertl

Bei uns im Defereggental wird keiner hungern geschweige denn verhungern — die Grundnahrungsmittelversorgung war und ist nicht gefährdet. Aber wie es scheint haben sehr viele eine etwas andere Definition von dem Begriff Grundnahrungsmittel. Lieblingsbiersorten, besonders günstige Eier weil die vom heimischen Bauern als zu teuer empfunden werden( gehts eigentlich noch?), frisches Gemüse und Obst, usw, usw....

Das eigentliche Problem ist meines Erachtens der Umstand, dass durch die Coronakrise und die damit verbundenen schon viele Wochen andauernden persönlichen Einschränkungen sowie die dadurch entstandene Unsicherheit wie es überhaupt weitergeht, schlichtweg sämtliche Nerven bei vielen ganz einfach aufgebraucht sind.

Dieser Schadensfall hat das berühmte Fass zum Überlaufen gebracht. Dabei wird vieles ganz einfach übersehen bzw. verschiedene Bemühungen engagierter Mitbürger, Firmen und auch Amtsträger ignoriert, bzw. ins lächerliche gezogen.

NIEMAND ist bei diesem Ereignis verletzt worden, welch unsagbares Glück! Als weiteres Beispiel will ich jetzt die Arbeit an der Schadensstelle selbst anführen. Alle unmittelbar Beteiligten (Baubezirksamt mit Landesstraßenverwaltung und Flußbau, Landesgeologen, TINETZ, Erdbauunternhemer, Felssicherungsunternehmer, Flugunternehmer und noch viele mehr) leisten von der ersten Stunde an ausgezeichnete Arbeit. Nur diesen vereinten Kräften ist es zu verdanken, dass noch gröbere Schäden an unserer wichtigen Infrastruktur verhindert werden konnte. Weiters wurde schon einen Tag nach dem Felssturz direkt an der Anbruchstelle und an eventuellen Alternativen gearbeitet (Fußwege wurden begehbar gemacht, auch an der Notstraße wurde sofort die Arbeit wieder aufgenommen.)

Zu dieser Notverbindung möchte ich noch etwas hinzufügen!

Seit letztem Jahr befindet sich diese Straße im Bau, das heißt aber auch, dass sämtliche zum Baubeginn notwendigen Planungen, Verhandlungen, Finanzierung, Gemeinderatsbeschlüsse, Bescheide usw. schon vorher natürlich abgewickelt wurden. Und zwar von all jenen, auf welche jetzt gerne mit dem Finger gezeigt wird.

Dabei muß man jetzt hier eigentlich sagen, dass wir einen gewaltigen Zeitvorsprung haben, denn wenn diese Vorarbeiten nicht erledigt wären, hätten wir nicht einmal ein Notwegprojekt, welches von dem einen oder anderen in den Dreck gezogen werden kann. Und sollte wirklich beim Tunnel unten der schlimmste Fall eintreten, so wird dieser Notweg zeitnah seinem Namen gerecht werden können, der Felssturz hat unverständlicher Weise nicht auf die Fertigstellung der Baustelle gewartet......

Es ist äußerst wichtig jetzt auch all das positive zu transportieren und auch zu erkennen! Sehr viele von uns geben in diesen Tagen ihr bestes, sei es die heimische Bauernschaft, unsere Mädels vom SPAR, die Pendler, dieGemeindeverwaltungen mit all ihren Bediensteten, die Blaulichtorganisationen sowie alle direkt und indirekt mit dieser Baustelle Betroffenen, ich sag einfach DANKE!!

    Einheimisch

    Lieber robertl, ich weiß ja nicht wo du einkaufen warst. Aber frisches Obst und Gemüse und vieles andere habe ich nicht gesehen und da spreche ich nicht von der Lieblingsbiersorte oder von Bauerneiern. Vielleicht gehörst du ja auch zu jenen, die mit vollem Einkauswagen bereits am ersten Tag das Geschäft verlassen haben, ohne an die anderen zu denken. Natürlich will ich dir nichts unterstellen, aber nur so kann ich mir deine Wahrnehmung erklären.

      robertl

      wer genau liest ist klar im Vorteil.....ich habe nur geschrieben das ich frisches Obst und Gemüse nicht zu den Grundnahrungsmitteln zähle, andere scheinbar schon... und du hast in einem Punkt leider recht, viele haben einfach unsinnige hamsterkäufe gemacht, mich zähle ich nicht dazu....

    senf

    @robertl: eine objektive sichtweise finde ich, bärig!

    @ lost_in_defereggen. schön, dass du in deinem post einige meiner argumente wiederholst und frage mich deshalb, wie du zur ansicht kommst, ich lebe noch in den 60ger jahren. meine schilderunge aus dieser zeit wurden realität. buggelkratzen sind aktuell, wie das photo zeigt. ich finde die aktion geschichtsträchtig, vielleicht sogar ein werbegag, wer weiss.

    deine anspielungen den verantwortlichen gegenüber zeugen nicht von kompetenz und sachlichkeit (... in einem Experiment und die Behörden wollen testen, wie lange .../ ...dass sie mit der Situation heillos überfordert sind .../ Zwei hilflose Bürgermeister, eine Bezirkshauptfrau mit Allmachtsphantasien, sehr schlechte Krisenkommunikation ...). so was nennt man eigentlich polemisieren und damit ist niemanden geholfen.

    in einem punkt hast dur recht. es hat früher nicht hundertprozentige sicherheit gegeben und auch nicht in zukunft. genau das ist mit dem felssturz in der mellitzklamm eingetroffen. mit der konsequenz einer tagelangen straßensperre, die leider in den heutigen gewohnheiten bei so manchen überschwappende emotionen auslöst. sogar für naturereignisse müssen köpfe rollen. die hintergünde der straßensperre hat @robert sehr einleuchtend dargestellt.

    vielleicht hätte mehr information des krisenmanagement über die medien die ungeduld so mancher gemildert und viele missverständnissen aufgeklärt. das wär ohnehin auch die aufgabe der gemeindeoberhäupter gewesen, meint senf!

    Einheimisch

    Es gibt auch im Deferggental Menschen mit Erkrankungen, Allergien oder selbst gewählter Ernährungsform (vegetarisch, vegan) und können/dürfen/wollen deshalb bestimmte Lebensmittel nicht zu sich nehmen. Nicht jeder verträgt Kuhmilch- und Getreideprodukte oder das Brot, welches beim Spar selbst aufgebacken wird. Der ein oder andere wäre sicher froh gewesen über ein Brot von der Bäckerei Steiner. Aus diesem Grund definiert jeder für sich den Begriff Grundnahrungsmittel anders. Was sollen all diese Leute machen? Zu Fuß nach Hopfgarten zum Adeg? Also bitte nicht immer von sich auf andere schließen.

    lokal

    hat man in bruck an der mur keine beistrichregeln oder einen richtigen satzbau gelernt...?

lost_in_defereggen

Wie lange lassen wir Defregger uns dieses Schauspiel eigentlich noch gefallen? Zwei hilflose Bürgermeister, eine Bezirkshauptfrau mit Allmachtsphantasien, sehr schlechte Krisenkommunikation ….

Ich glaube wir befinden uns in einem Experiment und die Behörden wollen testen, wie lange man eine Bevölkerung ruhigstellen stellen kann. Laut meinen Beobachtungen nicht mehr lange bis die Situation eskaliert. Aus diesem Grund macht es wahrscheinlich sogar Sinn, dass die Polizei Patrouille fährt. Der Notweg ist anscheinend ja doch passierbar 😊

Jedem Einwohner des Tales ist bewusst, dass wir im Hochgebirge leben und eine Straßenöffnung über 365 Tage nicht realistisch ist. Das kann selbst die Felbertauernstraßen AG nicht gewährleisten. Es macht jedoch einen Unterschied, ob es sich um 2 bis 3tägige Schließungen oder um Sperren von rund 14 Tagen handelt (letztmalig Nov. 2019 – jetzt steuern wir wieder darauf dazu). Die Behörden wollen in unserer Vollkaskogesellschaft 100%ige Sicherheit gewährleisten. Diese hat es vor 100 Jahren nicht gegeben und diese gibt es heute nicht. Das Leben ist lebensgefährlich … besonders in den Bergen.

Ich bin der Meinung wir haben jetzt einen Punkt erreicht, an dem wir die internen Streitigkeiten überwinden und nach außen als Einheit (Arbeitnehmer, Betriebe, Bauern, …) auftreten und unsere Anliegen gebündelt vorbringen müssen. Die lokalen Behörden (Gemeinden, BH) bewiesen, dass sie mit der Situation heillos überfordert sind. Die Entscheidungen der BH könnte man übrigens auch mit dem altvatikanischen Zitat: „Roma locuta, causa finata“ subsummieren.

Wir brauchen eine kurzfristige Lösung mit temporären Straßenöffnungen (Notweg oder Landesstraße mit Posten) und zusätzlich eine langfristige mit einer umfassenden Verbauung dieses Problembereichs (Galerie, Tunnel). Damit würden sich die Sperren auf die oben beschriebenen Zeiträume von 2 bis 3 Tagen infolge von Starkniederschlagsereignissen reduzieren. Diese wird es auch in Zukunft immer wieder – wahrscheinlich sogar häufiger – geben und von allen akzeptiert werden, die im Tal leben wollen. Der Großteil lebt übrigens sehr gerne hier.

@Senf Deine Kommentare lassen wirklich darauf schließen, dass du in den 1960er Jahren stecken geblieben bist. Hallo, wir befinden uns im Jahr 2020. Transporte mit Haflingern und Buggelkraxen sind zwar romantisch, aber fern jeder Realität, wenn wir wirtschaftlich überleben wollen. Auch Teile deiner Pension werden von Betrieben und Arbeitnehmern bezahlt, die auf eine funktionierende Wirtschaft angewiesen sind.

Ein großer Dank gilt „Dolomitenstadt“ für die umfassende Berichterstattung. Bitte macht weiter so!! Nichts fürchten die „Mächtigen“ so wie kritische Medien ….

defregger

Eine" lässige" nostalgische Momentaufnahme!

Wir schreiben allerdings das Jahr 2020

a, wieviele Arbeitsbendler gab es in den 60igern`? b, wieviele Bauern gab es damals und heute? c, wieviele Gäste gab es im Sept. 1965 in St.Jakob? d, Bilder interssieren, werden zurückblickend erst wertvoll. e, wieviele Defregger vertragen/halten zusammen/ sich heute noch, gegenüber den 60igern f, dac hte immer die Feuerwehr wäre/wird für andere Zwecke ausgebildet h, ist nur meine Zusammenfassung und Denke über die aktuelle Situation.

Das Osttirol nur ein Stiefkind für die Nordtiroler ist, außer es betrifft den ganzen Bezik (Felbertauernsperre-Neutrassierung+ Bau) man vergisst schon mal die graphische Darstellung von Osttirol, wenn ganz Tirol visuell als geographische Karte in der Presse abgebildet wird, sieht man in der stümperhaften Nahversorgung der Bevölkerung in der derzeitigen Situation.

Bleibt olle xsund,

    lilli

    Als Nordtirolerin, die seit mehr als 20 Jahren gerne hier lebt, erstaunt es mich doch immer wieder, warum so oft, wenn etwas den Osttirolern nicht passt, die "Nordtiroler" das Problem sind? Vielleicht weil es einfach ist, immer auf die anderen zu schimpfen, wenn man selber nicht in die Gänge kommt? Der Großteil der Probleme in diesem Bezirk sind hausgemacht. Das will man aber nicht sehen - besser die anderen sind das Problem.

      senf

      hallo @lilli, auf den punkt gebracht!

      diese bodenlose und teils auch politisch motivierte jammerei von einigen ist ärgerlich und blamabel. dass der bezirk lienz einer von neun bezirken tirol ist und daher diesselben gesetze und verordnungen gelten, wollen diese leute nicht akzeptieren. es gibt im bezirk lienz keine eigene gewerbeordnung, keine andere sperrstunden- oder bauordnung, auch nicht im vollzug, wie z. bsp. in der verkehrsüberwachung. auch wirtschaftlich wird der bezirk nicht benachteiligt, es gibt seit jahren zusätzliche förderungsprogramme, die die wenigen geografischen nachteile längst ausgleichen. das zeigen auch die erfolgsdaten.

      einige dieser eigenbrödler sitzen auch im tourismus, der leider nicht imstande ist, das weltweit bekannte tirol-logo an den bezirks-einfahrstraßen sichtbar zu positionieren um damit den menschen zu signalisieren, dass wir tiroler sind. die erfindung "osttirol" (als vermeintlich 10 bundesland) war wohl eine der schlechtesten unserer zeit, schließe ich aus den ständigen meckereien den "nordtirolern" gegenüber.

      Oschtadio

      liebe lilli die gerne als Nordtirolerin in Osttirol lebt. Hast du schon mal die Lohn unterschiede bei den gleichen Berufsgruppen zb. (Pflegepersonal) ca. 200-300 € bemerkt. Hat jetzt zwar direkt nichts mit dem Artikel zu tun aber da sieht man schon eine kleine Benachteiligung seitens ein Land Tirol (sprich Nordtirol - Osttirol) weshalb vielleicht die Osttiroler laut deiner Meinung nicht in die Gänge kommen und immer auf andere schimpfen. Nur mal zum Nachdenken

      senf

      @oschtadio: du hast recht, die gehälter sind unterschiedlich, ein altes problem das allerdings n i c h t den "bösen nordtirolern" zuzuschieben ist und sich genau so verhält, was @lilli mit "immer auf die anderen zu schimpfen, wenn man selber nicht in die Gänge kommt" eben meint.

      "Ein Pflegehelfer bzw. eine Pflegehelferin (Berufseinsteiger) verdient bei den Tirol Kliniken monatlich 247,95 Euro brutto mehr als in einem privaten Pflegeheim oder bei einem Sozialsprengel und 243,25 Euro brutto mehr als Bedienstete der Tiroler Gemeinden und Gemeindeverbände" so ein bericht in der TT.

      was kann man daraus schließen? vielleicht das: in fast allen gemeinden und sozialspengel herrschen "schwarze". als bürgermeister oder sprengelgeschäftsführer. sie hätten es in der hand, dass das pflegepersonal landauf und landab gleich und gerecht nach einem kollektivvertrag entlohnt wird und auch dieselben arbeitsbedingungen und arbeitsabläufe vorfindet. das darf nicht passieren, weil damit was? ... die macht dieser kaiser verloren geht!

      mit ausnahme der öffentlichen verwaltungsbediensteten, eisenbahner, polizisten und auchr lehrer sind die gehälter landesweit gleich - von st. anton bis nikolsdorf!

      in der privatwirtschaft osttirols liegen die gehälter im schnitt knapp 17% unter dem landesdurchschnitt, bei frauen noch mehr, so die AK. und das vielleicht wegen der "bösen nordtiroler?" denk mal nach, woran kanns denn liegen?

Kaffeesud

Der Notweg Lerch - Moos wurde offensichtlich freigemacht. Die erste Verkehrsbewegung wurde am Samstag beobachtet, es war nähmlich die POLIZEI mit ersten Kontrollen, eine bodenlose Frechheit!! Es scheint das Allerwichtigste zu sein! Der Notweg ist trotzdem für öffentlichen Verkehr gesperrt. Es hat sich wiederum gezeigt, wie unfähig lokale Politiker und allen voran die BH sind! In einem Beitrag in TIROL heute sah man den Hopfgarter BGM, dem am Allerwenigsten betroffenen, wo sind die Anderen zwei??? In Zeiten wie WhatsApp oder Skype ist trotzdem ein Interview möglich - siehe CORONA-Krise Beiträge im ORF. Im lokalen Radio sagte BGM von St.Jakob, die Stimmung der Bevölkerung ist bedrückt. Auch da wird alles heruntergespielt. Tatsache ist: Die Bewohner von St.Veit/Jakob sind STINKSAUER über die lächerliche Vorgangsweise!! Ein Tipp an die zuständigen, obrigen Herren: Handelt endlich! Macht gefälligst Eure Arbeit! Strasse sperren, zurücklehnen, nur Leckarsch ist keine Option!! Ihr könnt froh sein, dass sich keine Urlauber im hinteren Tal befinden, denn die würden Euren Hintern mit Pfeffer befeuern!!!

senf

na ganz so schlimm mag die situation doch wohl nicht sein, die defregger haben schlimmere zeiten überlebt. ein tourismusort ohne gäste und daher noch recht üppige verpflegung in den kühllagern, fleissige bauern und ein wenig verzicht wird zur überbrückung wohl doch noch einige tage reichen. die sicher miesliche lage wird durch das poltern von klugscheissern sicher nicht besser, aber das wissen die defregger ja ohnehin.

es gab katastrophenzeiten, in denen man mit pferden die notversorgung organisierte. ältere defregger erinnern sich wahrscheinlich noch an das jahr 1965, wie soldaten mit bepackten haflinger das allernotwendigste brachten. das heute lautstarke gemecker mit höchsten ansprüchen gab es nicht, die defregger waren zufrieden und hielten zusammen. und wie man sieht, auch heute noch!

eine nette geste von den feuerwehrleuten. sie haten und haben sicher auch ihren spass daran und werden sich später einmal gerne daran erinnern. und die st. veiter kalendermacherin ottilie bekommt lässige bilder. für die 30ger-jübiläumsausgabe des defregger kalenders!

    Einheimisch

    @senf, ja die gute alte Zeit. Vielleicht solln sich die Defregger fürs nächste Mal Haflinger zulegen?!😉

Sonnenanbeter

Danke FF. St. Jakob Es ist leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein! Mal abgesehen von der Straßensperre wäre doch das mit der versorgung möglich zu machen? Im Winter bei 20 cm Schnee fliegen Hubschrauber tagelang umher?? Im sommer wird dann wider gespart? Ich glaube da müssen sich Herr Monitzer und Herr Hafele was überlegen!

Wenn es heißt für den gesamten Verkehr gesperrt warum fahren dann di Exikutive das Bauamt mehrmals täglich hin und her? Und warum können di nicht Lebensmittel transportieren?

Und apropos berufspendler: nur ein gedankenspiel : Der direkte Weg zur Arbeit und von der Arbeit ist ja versichert?! Gehört da dieser Wanderweg zwischen Moos und Lerch dazu?

Also frei nach dem Motto: Dei varecken eh!

Bleibs trotzdem alle gesund!

Oschtadio

Schon wieder eine Glanzleistung in einer Krisenzeit unserer BH und TLR. Sowas zum schämen für nichts zu gebrauchen ! Wenn das in Nordtirol in einem Seitental passieren würde oder der Radweg in Lienz ist sofort Hilfe da. Nur nicht in einem Seitental vom Iseltal . Einen großen Dank an die Freiwillige Feuerwehr und den Helfern die sich in einer solchen Zeit sofort bereit stellen .

    senf

    "Wenn das in Nordtirol in einem Seitental passieren würde oder der Radweg in Lienz ist sofort Hilfe da".

    immer diese klugscheisser mit den dämlichen vergleichen zum sumpern!

      Oschtadio

      Senf Dein Nickname passt wie die Faust auf's Aug. Deine Aussagen sind wirklich nur zu (Deinen Senf drauf geben)

      senf

      @oschtadio, jo des hot senf so in sich, dafüa habnsn ja dafundn. als beilage wüazig, gschmackick, - so solls a sein, dann gehts semmele und es würschtl leichter durchn schlund obe. 🍔🌭🌭🌭 (als grundnahrungsmittel, auch zu coronas zeit überall zu haben).

Lienz4ever

Welche Aufgabe haben eigentlich die Herrn Bürgermeister in dieser Situation? Vielleicht sollten sich die Herren etwas besser vernetzen im Bezirk, aber auch im Land um in Notlagen auch direkt bei den Entscheidungsträgern intervenieren zu können. Aber wenn man nur im Tal sitzt und wartet dann wird nicht viel passieren (natürlich auf die Zeit vor Corona bezogen).