Mit den Geldspenden wurden Grundnahrungsmittel angekauft. Peru ist weltweit eines der Länder mit den meisten bestätigten Coronafällen. Fotos: Krankenhaus La Caleta

Mit den Geldspenden wurden Grundnahrungsmittel angekauft. Peru ist weltweit eines der Länder mit den meisten bestätigten Coronafällen. Fotos: Krankenhaus La Caleta

Geld und Masken aus Osttirol in Peru eingetroffen

Der Andenstaat ist besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen.

Die Barmherzigen Schwestern mit dem Mutterhaus in Zams organisierten bereits im April eine Hilfsaktion, bei der unter anderem Osttiroler Schutzmasken an Krankenhäuser in der peruanischen Provinz Chimbote geliefert wurden. Am 18. Mai kam schließlich eine Lieferung von 950 Masken in Peru an, die von einer Delegation um die Oberin der Barmherzigen Schwestern, Rebecca Frick, an das Krankenhaus La Caleta in Chimbote übergeben wurde.

Gerade rechtzeitig, erlebt das Land laut den Daten der Johns Hopkins-Universtität derzeit doch die schlimmste Phase der Coronavirus-Pandemie. Peru wurde bisher vom Virus hart getroffen und ist mit aktuell 229.736 Infizierten das Land mit den achtmeisten bestätigten Fällen weltweit – knapp hinter Italien.

Die Ordensleute übergaben im Mai insgesamt 750 chirurgische Masken, 150 Masken vom Typ KN-95, drei Sauerstoffbeatmungsmasken und drei integrale Schutzmasken. Darunter auch ausgediente Überdruck-Atemschutzmasken der Freiwilligen Feuerwehr, die von Osttiroler Blaulichtorganisationen und der Firma Micado in Oberlienz in Beatmungsmasken für Krankenhäuser umfunktioniert wurden. Der Rotary Club Lienz finanzierte die Produktions- bzw. Umbaukosten der Masken.

Auch die in Osttirol entwickelten Masken kamen in Peru an.

In der Pfarre Sillian wurde außerdem eine Spendenaktion unter dem Titel „Hilfe für Peru“ gestartet, an der sich unter anderem örtliche Bauern und die Jungbauernschaft-Landjugend Sillian beteiligte.

Das gesammelte Geld übergab man den Schwestern und so wurden neben den Masken auch insgesamt 7.000 Euro zum Ankauf von Grundnahrungsmittel an das Krankenhaus übergeben. Direktor Marco Antonio Montoya Cieza nahm die Masken und Geldspenden mit Freude entgegen und bedankte sich bei Rebecca Frick für die Geste. Die Tirolerin ist bereits über viele Jahre in Peru im Einsatz.

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OsttiRules

Tolle Aktion: Geld & Mund-Nasen-Schutz Die mitgelieferten Schutzmasken für Krankenhäuser scheinen keine medizinische Zulassung zu haben? Das erinnert stark an ungetestete Medikamente für Afrika https://www.facebook.com/ZeitimBild/videos/ghebreyesus-afrika-wird-kein-testgebiet-sein/524946645117785/