Wieder schwerer Unfall auf dem Sagan-Trail

Nur vier Tage nachdem sich ein 14-Jähriger aus Deutschland auf dem Peter Sagan Biketrail – einer Downhillstrecke auf dem Lienzer Hochstein – schwer verletzte, ereignete sich am 10. Juli gegen 15.30 Uhr ein weiterer schwerer Unfall. Ein 14-jähriges Mädchen aus Deutschland fuhr, begleitet von seinem Vater, mit einem Downhill-Bike den Trail von der Sternalm zur Moosalm. Dabei übersah die junge Deutsche eine Bodenwelle, stürzte, überschlug sich und landete auf dem Rücken. Bergretter führten die Erstversorgung durch und trugen das Mädchen mit einer Trage auf eine Lichtung. Die Deutsche erlitt durch den Sturz eine schwere Rückenverletzung, sie wurde mit dem Hubschrauber ins Klinikum nach Klagenfurt geflogen.

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10 Postings bisher
MVP

je mehr gäste kommen, desto mehr unfälle wird es geben! dafür kann der trail nichts. es ist nun mal nicht der leichteste. als solcher ist er auch beschildert. ich selbst bin auch auf vielen verschiedenen trails in diversersen bikeparks unterwegs. und ich versuche mein können so gut als möglich einzuschätzen. einen double black diamont trail versuch ich erst gar nicht. und einen neuen trail fahr ich erst mal so, dass ich ihn kennen lernen kann. hier ist sehr viel Eigenverantwortung gefragt. und in diesem fall speziell auch von den eltern. dem mädel wünsch ich alles gute! ride on!

sw

ein tragischer unfall, bleibt zu hoffen dass das mädchen keine dauerhaften schäden behält. 🙏

wer sich auf so einen trail begibt muss sich der gefahren die damit verbunden sind bewusst sein. hier ist die eigene selbstverantwortung gefragt aber auch jene der eltern.

ohne ein verschulden gleich die betreiber in die verantwortung zu ziehen, mit dem argutment, die strecke gehöre entschärft, ist unredlich.

saguen

Ich bin selbst Radsportler, über fast 50 Jahre in diesem Metier unterwegs, abgesehen davon auch im damaligen ersten nominierten MTB -Nationalteam. Wenn man sich auf einen Trail begibt muss man sich der Risken bewusst sein, vor allem wenn mir dieser unbekannt ist. Selbstkritisch die Frage stellen hab ich überhaupt das nötige Können. Als ich diesen Trail das erste mal gefahren bin dann mit der notwendigen Vorsicht. Was soll man noch alles absichern, es ist beschildert und beschrieben, einfach Selbstkritisch sich selbst hinterfragen hab ich das Können besitze....aber jeder ist ein Könner...!!! Wenn ich jetzt fragen würde ob es gefährliche Kurven gibt würde die Mehrheit ja sagen, ich sage Nein, nur die Geschwindigkeit macht eine Kurve gefährlich und so ist es in einem Trail, Vollgas und Selbstüberschätzung.......

    Kiew

    Diesem Bericht ist nichts hinzu zufügen. Auch wenn ich ein guter Bergsteiger bin, muss ich mir überlegen, ob die Pallavicini-Rinne oder die Eiger-Nordwand für mich machbar sind!

Bibs_M

Es ist natürlich immer tragisch, wenn sich so junge Menschen verletzen.

Jedoch würde ich hier nicht dem Trail die Schuld geben. Die Trails sind ausreichend beschildert und wurden behördlich abgenommen und eingestuft. Eine Entschärfung macht hier keinen Sinn, weil dieser Trail genau einer ROTEN Strecke entspricht. Jeder Fahrer sollte sich ausreichend informieren was diese Einstufungen bedeuten und ob seine Fahrleistung diese Strecke entspricht. Wenn das nicht übereinstimmt hat dieser Fahrer nichts auf dem Trail verloren.

Ich bin selbst begeisterte Mountainbikerin und kann meine Fahrleistung gut einschätzen und weis auf welche Trails ich nichts zu suchen habe.

Anstatt gegen diesen „bösen Trail“ zu kontern, würde ich eher die Selbsteinschätzung oder das Verantwortungsbewusstsein der Eltern in Frage stellen.

Im Winter passieren so viel Unfälle auf den Pisten. Hier kräht auch kein Hahn mehr danach. Da wir alle wissen das jeder selbst dafür verantwortlich ist. Nicht der Streckenbau der Piste, nicht der Betreiber oder der Berg.

Dies ist meine Meinung :) Bibs Monitzer

Freigeist

Der Schlossberg wird zum Unglücksberg!

    anton2009

    ... egal welche Sportart ich betreibe, ein Restrisiko ist immer dabei! Auch hier zählt die Eigenverantwortung und der Hausverstand!

Sportler99

Die schweren Unfälle häufen sich! Vielleicht sollten die Verantwortlichen über eine entschärfung des Sagan Trails nachdenken? Ich glaube nicht das der Namensgeber (Peter Sagan) eine Freude damit hätte wenn er wüsste das sich auf “seinem" Trail die Leute reihenweise schwer verletzten. Auch die verunfallten Gäste werden diesen Urlaub nicht unbedingt in guter Erinnerung behalten.

    steuerzahler

    Ja, genau! Entschärfen, doch wie weit? Die maximale Entschärfung ist eine ebene, gerade Fahrbahn, mit ausreichend Platz und gepolstertem Sturzraum. Zur zusätzlichen Sicherheit vielleicht noch ein Ganzkörper-Airbag.

    Ehrlich gesagt, wenn man im Wald den Berg hinuntersaust, ist das kein Kindergeburtstag. Jeder sollte sich der Gefahr bewusst sein und sein Fahrverhalten anpassen. Ein gewisser Prozentsatz von untrainierten, sich selbst überfordernden Möchtegerns ist immer dabei. Ich warte schon auf die Klagen von verunfallten Urlaubern nach dem Motto, der Betreiber ist schuld, weil.....

      bergfex

      Einige sind der Meinung, wenn ich Rad fahren kann, dann genügt das schon.