Dolomitenmann: Heuer erstmals fünf Teiletappen

Mountainbiker zweimal im Sattel. Benjamin Karl freut sich auf Zieleinfahrt im Stadion.

Die veränderte Ausgangssituation für die 33. Durchführung des Red Bull Dolomitenmannes bringt eine neue Streckenführung mit sich und rückt verstärkt die Inszenierung des reinen Sportevents in den Vordergrund. Erstmals müssen die Biker zweimal aufs Rad und sind Schlussmann ihres Quartetts, das seine Mountainbiker im Lienzer Dolomitenstadion in Empfang nehmen wird. Für Lokalmatador und Mountainbiker des Wings For Life Teams, Benjamin Karl, noch mehr Grund zur Vorfreude.

„Man sieht, dass Werner nie gerne Rad gefahren ist und sich nicht in unser Leiden reinversetzen kann. Jedes Jahr stellt er uns Mountainbikern immer noch größere Aufgaben“, nimmt Snowboardweltmeister Benjamin Karl seinen Schwiegervater und Dolomitenmann-Erfinder Werner Grissmann mit einem Augenzwinkern in die Pflicht. „Das Schöne an der neuen Streckenführung ist aber, dass wir nach sechs Jahren Pause wieder die Zieleinfahrt haben, denn die ist beim Dolomitenmann immer etwas ganz Besonderes.“

Lokalmatador Benjamin Karl freut sich auf die Zieleinfahrt im Dolomitenstadion. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Mit dem neuen Konzept wird der Dolomitenmann aus Sicherheitsgründen vom Lienzer Stadtkern entkoppelt. Die Strecke der Bergläufer bleibt unverändert: Das Ziel von Anton Palzer und Co. liegt auch in diesem Jahr am Kuhbodentörl, wo dann die Paragleiter ins Rennen gehen. Mit einer Zwischenlandung auf der Moosalm, fliegen sie das Dolomitenstadion an. Dort erfolgt die Übergabe an die Mountainbike-Cracks. Deren erste Teilstrecke führt diesmal nach Leisach zum Kajakstart.

Für den siebenfachen Einzelsieger Harald Hudetz und seine Mitstreiter im Wildwasser führt die Strecke über den Iselkatarakt bis unter den Zusammenfluss von Drau und Isel, wo wieder an die Mountainbiker übergeben wird. Die Biker fahren abschließend auf den Hochstein und über die alte Weltcupstrecke zurück ins Dolomitenstadion.

Behördlich wurde dem 33. Red Bull Dolomitenmann grünes Licht gegeben, wenngleich „wir natürlich im heurigen Jahr sehr flexibel bleiben müssen, weil sich die Lage wöchentlich verändern kann“, sieht Organisator Niki Grissmann die vorläufige Genehmigung für die Veranstaltung nicht als Freilos.

Organisator Niki Grissmann spricht angesichts der Mehrkosten und Zusatzauflagen in den Bereichen Hygiene und Zuschauer sowie fehlender Einnahmen von einer „sehr schwierigen Situation.“

Aufgrund der Covid19-Situation wird beim diesjährigen Dolomitenmann auf Publikums- und Side-Events verzichtet, das Event soll stärker online und im TV präsentiert werden. Zuschauer können dennoch im Stadion das Geschehen live verfolgen. Für diese Plätze wird laut Grissmann an einer Onlinereservierung für Tickets und einer entsprechenden Einbahn-Besucherstromlenkung gearbeitet, um Menschentrauben an den Ein- und Ausgängen zu vermeiden.

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beobachter52

Gratuliere dem Organisationsteam! Flexibel, wohl überlegt und immer mit neuen und guten Ideen! Hoffentlich passt auch das Wetter!